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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Laktoseintoleranz und Stillen...



spiraltribe
26.10.2008, 00:44
Ich habe nach der Geburt meiner kleinen Bärin öfters starke Bauchschmerzen gehabt. Einmal viel mir auf, dass die Bauchschmerzen ca. 30 min nach dem Konsum von 2 kleine Joghurt auftraten. Nach ein bisserl Internetrecherche vermutete ich eine Laktoseintoleranz. Ich habe bis dahin sehr viele Milchprodukte konsumiert (Milch, Buttermilch, Fruchtjoghurt, normales Joghurt, Käse, Topfen, Frischkäse...) und dann halt umgestellt auf Sojamilch, Eier, Thunfisch und Hartkäse usw. Bei Fertigprodukten und Naschereien war ich nicht so genau. Dieses WE habe ich gestern etwas Joghurt gegessen, heute einen Cafe Latte getrunken - und habe jetzt wieder diese Beschwerden. Nicht wirklich schlimm, aber doch.

Ich möchte ganz gerne austesten gehen, da ich es sonst, v.a. wenn ich keine Beschwerden habe, nicht glauben mag und immer wieder probiere, ob es nicht vielleicht doch geht. Vielleicht ist es ja nur eine Lifestyle-Hypochondrie...

Meine Fragen: Ich habe irgendwo gelesen, dass die Laktose durch die Bakterien im Darm doch etwas abgebaut und so "Abbauprodukte" in den Körper gelangen. Wenn das stimmt, können diese auch in die Muttermilch gelangen und so dem Baby Verdauungs- u.a. Beschwerden bereiten?
Beim Austesten wird ja ein Provokationstest gemacht, wäre es da gescheit, einige Zeit nach der Milchzucker-Einnahme nicht zu stillen, sondern statt dessen z.b. vorher abgepumpte Milch zu füttern?

vlg
spiraltribe

guggi
26.10.2008, 08:23
Mit der Laktose hast Du nur ein Problem, wenn Du sie aufgrund eines Enzymmangels (Laktase) NICHT abbauen kannst. Wenn Du sie abbauen kannst und die Teile ins Blut gehen, machen sie Dir kein Problem mehr - also auch nicht dem Kind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Laktose

Ach, ich seh schon, Du meinst das da: "Bei der bakteriellen Aufarbeitung der Laktose im Dickdarm entsteht neben Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid auch gasförmiger Wasserstoff. Dieser gelangt über das Blut in die Lungen und wird abgeatmet. Da normalerweise kein Wasserstoff in der Ausatemluft vorhanden ist, deutet ein positives Ergebnis auf eine mögliche Laktoseintoleranz hin."

Nein, das ist kein Problem, das verstoffwechselt Dein Körper schnell - ist kein größeres Problem, als wenn du beim Stillen sportelst. Da entsteht auch Milchsäure, macht aber beim Stillen gar nix.

spiraltribe
26.10.2008, 10:57
Nein, nein, ich hab jetzt den Artikel nochmal rausgesucht. Es geht dabei um "Leaky Gut" Eigentlich handelt es sich bei dem Artikel um div. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und (chron.) Harnwegsinfektionen.

Was kann das für Harnwegsinfekte bedeuten?

Könnte es sein, dass nicht nur Gluten, bzw. Teile von Gluten durch den "leaky gut", die "löcherige" Darmwand aufgenommen werden, sondern auch Fructose bei Fructose-Unverträglichkeit (FI) und Laktose bei Laktose-Intoleranz (LI)?
Von LI sind in Deutschland ca. 20% der Bevölkerung betroffen, je älter desto häufiger und mit Vorfahren aus dem Mittelmeer, dem asiatischen oder afrikanischen Raum mit höherer Wahrscheinlichkeit. Die verbreitete Theorie ist, dass die im Dünndarm nicht aufgespaltene (mangels des Enzyms Laktase) und nicht resorbierte Laktose in tiefere Darmabschnitte [gelangt] und dort von den Darmbakterien vergoren [wird]. Die Gärungsprodukte Wasserstoff, Methan, Kohlendioxid und kurzkettige Fettsäuren führen zu Symptomen wie Blähungen und osmotische Diarrhöe. Die Bakterien im Darm können zudem noch eine Reihe anderer biologisch aktiver Substanzen bilden. Daher sind die Symptome der Laktose*intoleranz nicht unbedingt auf den Verdauungstrakt beschränkt.
Quelle: Labor Dres. Hauss (http://www.hauss.de/%7Eupload/pages/Neue_Seite_701_8_11.asp)


Was aber, wenn im "leaky gut" nicht nur Gluten(bruchteile), sondern auch unverdaute Laktose und Fructose aufgenommen werden? Und wenn ja, was geschieht mit diesen Zuckern? Werden sie vielleicht unverändert ausgeschieden, so wie man es sich ja mit der Mannose zunutze zu machen versucht, die in der Blase als eine Art "Köder" für E. coli fungieren soll?
Der wichtigste Verursacher von Harnwegsinfekten, das Bakterium Escherichia coli (in 80% bis 90% der Fälle) benutzt als Substrat Glukose und Laktose, das ist in der "bunten Reihe" ein Unterscheidungskriterium.
Bunte Reihe (http://memiserf.medmikro.ruhr-uni-bochum.de/OnlineSkript/Skript1.html)
Während vielfach dazu geraten wird, einen Diabetes abklären zu lassen (der sich u.a. durch Ausscheidung vom Glukose im Harn bemerkbar machen kann), wenn man an chronisch rezidivierenden Harnwegsinfekten leidet, geht niemand der Frage nach, ob vielleicht Laktose in der Harnblase ein verursachender Faktor sein könnte.
Eine Recherche dazu bei Medline erbrachte überraschend viele Hits:
Quelle:http://www.chronische-blasenentzuendung.de/page,lactose

spiraltribe
26.10.2008, 11:46
hmmm, mir fällt aber selber auf, dass da sehr viele wenn und aber dabei sind.

Ich habe allerdings als Nebenwirkung auch Kopfschmerzen und sich seltsam anfühlende Schleimhäute. Hmmm.