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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schulbeginn mit 8 Jahren ??



Xandi777
08.10.2008, 02:59
Hallo,
ich schreibe nur sehr selten, bin eher stille Leserin - bin momentan etwas verzweifelt und möchte eine Frage an Euch richten.
Gibt es hier im Forum Eltern, die um ein zusätzliches Kindergartenjahr für ihr Kind angesucht haben ??

Meine Lena ist Ende September 6 Jahre alt geworden - wir sollten sie in 2 Wochen für die Schule (2009) anmelden (natürlich als I-Kind), aber ich weiß einfach nicht, ob das sinnvoll ist. Lena (Rolli-Kind) hat einen wirklich großartigen Wortschatz, ist grammatikalisch extrem gut, kann all ihre Bücher auswendig (Bücher sind ihr Welt) - ABER:

Zahlenverständnis gleich null, räumliches Vorstellungsvermögen (Puzzle, Lego, ...) gleich null, mit einem Stift malen NULL ! Sie kann keine 2 Minuten konzentriert zuhören - sie verweigert alles, was auch nur im entferntesten "Lernen" bedeuten könnte - sie ist völlig egozentrisch (wie ein 2-jähriges Kind) und sie flüchtet bei jeder Gelegenheit in eine Phantasiewelt. Wenn sie im Kindergarten bei etwas mitmachen soll, sagt sie sofort "ich bin jetzt eine Prinzessin und wir spielen ....."

Zusammenfassend gesagt nimmt Lena am realen Leben nicht wirklich teil - sie lebt in ihrer Welt - hat auch keinerlei Ehrgeiz, etwas dazulernen zu wollen. Ich versuche sie bei jeder Gelegenheit für die kleinsten Dinge zu loben, damit sie auf etwas stolz sein kann - aber das interessiert sie gar nicht.

Wenn wir versuchen, mit ihr zu reden, um herauszufinden, ob sie vielleicht sehr darunter leidet, nicht laufen zu können, sagt sie: "ach Mama, laß mich in Ruh, ich bin eine Prinzessin, ich kann alles, mach Dir keine Mühe, hör auf mit dem Gerede ..."!

Ich weiß momentan überhaupt nicht weiter - was soll so ein Kind in der Schule - andererseits wäre Lena ein Jahr später dann schon 8 Jahre alt und die Kinder würden sie vielleicht deswegen hänseln ???

Ich bin sehr an Euren Meinungen interessiert - die Ärzte und Psychologen sagen jeder etwas anderes - ich weiß nicht, was ich tun soll.

Danke - ist etwas lang geworden:o - Alexandra

mit Lena (*23.09.02), Tetraspastik, Entwicklungsrückstand, und Lorenz (*23.09.02) Verdacht auf ADS

Cat-Steve
08.10.2008, 09:34
Hallo,

Dein Posting hat mich berührt, wenn ich auch befürchte, dass ich nicht viel beitragen kann.

Ein Kind aus Entwicklungsgründen später in die Schule zu schicken oder auch ein Vorschuljahr zu erwägen, kann ich mir problemlos vorstellen - wie wir alle wissen :rolleyes:, ist nicht jedes Kind zum gleichen Zeitpunkt gleich weit.

Bezüglich Konzentration und Graphomotorik: habt Ihr Ergotherapie? Was sagt denn ggflls. die Therapeutin zur Schulreife?

Bezüglich Egozentrik: vielleicht hilft Ihr dieser Rückzug in ihre Phantasiewelt wirklich um mit ihrer Situation besser fertigzuwerden? Habt Ihr psychologische Betreuung?

Tut mir leid, dass ich dauernd mit Therapeuten komme - bin selbst gar nicht so begeistert davon ein Kind ständig irgendwelchen Therapien auszusetzen.

Aber mir scheint, dass Ihr einfach eine ganze Reihe ungeklärter Probleme habt und dass eine spätere Einschulung - vor allem da Du Dich ja sowieso schon für Integration entschieden hast - nicht unbedingt die Lösung darstellen kann.

Wünsche Euch alles Liebe :hug:

Vanille
08.10.2008, 10:07
Ich schreib dir einfach mal meine Erfahrungen und Gedanken auf, vielleicht helfen sie dir:

Voriges Jahr war Stefan als Vorschulkind in der 1. Klasse. Da war ein Bub, der auch um 1 Jahr älter - also um Weihnachten herum 8 wurde, da er die Vorschule bereits 1 Jahr zuvor machte. Er ist insg. ein schwieriges Kind, das ich zB an der Bushaltestelle oft raufen gesehen habe und schwer Freunde findet. In dieser Klasse jedoch gings ihm gut, er mußte sich nicht aggressiv aufspielen wie ein Großer, denn hier war er groß. Ich glaube auch, dass er hier erstmals Freunde hatte und bei Geburtstagsparties eingeladen wurde. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er sich in der Klasse, aber auch zB. bei uns zuhause bei der Geburtstagsparty in die Gruppe einfügen konnte. Hier wurde er auch nicht gehänselt und provoziert, die jüngeren Klassenkameraden hatten da zu viel Respekt vor ihm.

Heuer ist Stefan der Große und fühlt sich sehr wohl dabei, es ist auch genau die Gruppe, mit der er bereits im Kiga gespielt hat. Er wird Ende März 8, ein anderes Mädchen in der Klasse wird Anf. Nov. 8., weiters sind in der Klasse viele Herbstkinder, somit ist der Unterschied gar nicht so groß. Es geht ihm schulisch und sozial heuer supergut, macht sogar seine HÜ ruckzuck und ohne murren.

Ich kenne 2 Kinder, die den Schulanfang noch 1 Jahr aufgeschoben haben und im Kindergarten geblieben sind und habe schon gemerkt, dass es denen sehr gut getan hat. (auch Stefan hat durch das Vorschuljahr enorm profitiert - bin so froh, dass ich mich dafür entschieden habe). Beides sind jetzt I-Kinder (da geht das mit dem Vorschuljahr nicht, oder?)

Ich weiß nicht, wie dein Kind als I-Kind behandelt wird, wieviele Stunden sie zusätzliche Betreuung bekommt, das alles wären für mich sehr wesentliche Faktoren, die in die Entscheidung miteinfließen.
(in der Paralellkasse hat das I-Kind 6 Stunden Stützkraft - dh. in den übren 15 Stunden ist er auf sich selbst gestellt, auch wenn er nicht ganz so benotet wird, in die Klasse einfügen sollte er sich doch)

Ich persönlich bin sehr froh, dass mein 2. Kind ein Herbstkind ist und somit erst mit 7 zur Schule kommt, ich sehe es als Vorteil, wenn ein Kind älter und reifer ist beim Schuleintritt. Meine Kinder haben sich im Kiga auch noch nie gelangweilt. Würde sich bei ihm herausstellen, dass er auch ein Vorschuljahr braucht, würde ich es ihm zugestehen. Dann wäre er auch 8 Jahre alt.

Übrigens ich habe zur Entscheidung ob Vorschuljahr oder nicht viel mit der Ergotherapeutin und Logopädin gesprochen. Die kennen eben viele Kinder und auch meines gut, mit den Schwächen und Stärken. Ich glaube, diese Personen können objektiv beurteilen, was dem Kind zumutbar ist, weil es bei der Therapeutin ja auch (ähnlich der Schule) von einer "Fremden" angeleitet wird. (Zuhause bei der Mama spinnt sichs halt leichter...:rolleyes:;))
Setz hier an, frag nach welche Möglichkeiten du hast.
Ich kenne dein Kind nicht und glaube, dass ich auch noch nichts von ihr gelesen habe, aber denkst du, dass sie in einem Jahr "aus ihrer Welt" rauskommen wird, oder ist das Teil ihrer Persönlichkeit?

lilapause
08.10.2008, 10:28
meine t ochter ist 2/2002 geb

ich hab ihr ein jahr länger kindergarten gewährt

jetzt muss sie mit sept 2009 in die erste klasse eintreten

aufschieben geht nicht mehr - sprich ich geb sie in ein wieteres jahr in vorschule

graz
08.10.2008, 10:39
Hallo,
unsere Tochter ist 5/2001 geboren und hat heuer mit der Schule begonnen.
Warum haben wir sie ein weiteres jahr im Kiga gelassen? Weil wir gehofft haben, dass sie möglichst viel von ihrem Entwicklungsrückstand in diesem jahr gut aufholen kann.

sie geht jetzt ohne I in die erste Klasse und kommt einigermaßen mit. Im vorjahr hätte sie es sicher nicht geschafft.

Wichtig für die Entscheidung ist für mich, ob du glaubst, dass dein Kind sich in einem Jahr so "entwickelt", dass die Schule besser zu bewältigen ist.

Beraten würde ich mich auch unbedingt mit den TherapeutInnen (die dein Kind kennen). uns hat auch der Schulpsychologe gut geholfen.

Wenn du glaubst, dass sie auch nächstes Jahr noch in ihrer TRaumwelt ist bzw. dies eben zu ihrer Persönlichkeit gehört - musst du dir klar machen, dass dein Kind irgendwann sowieso in die Schule muss.

Ich wünsche dir alles, alles gute für die Entscheidung.

lg Bernadette

Ghandi
08.10.2008, 13:40
Hallo,

ich schließe mich Bernadette an, wenn du das Gefühl hast, dass sie in diesem Jahr was wesentlich ändert in Richtung schulreife, dann wüde ich es auf alle Fälle in Erwägung ziehen, wenn du meinst, dass das in einem Jahr nicht viel anders, was man vorher natürlich schwer sagen kann, dann wäre es vlt. wichtiger eine gute Schule für sie zu finden, wo sie optimal gefördert werden kann.

Welche Therapien bekommt denn deine Tochter, so wie du sie schilderst, hört es sich ein bisschen so an, als hätte sie Angst vor Unbekanntem und Herausforderungen und flüchtet in ihre Welt?

Wir werden bei unserem Sohn auch ein zusätzliches Kindergartenjahr beantragen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm dieses eine Jahr noch sehr viel bringen wird, mehr jetzt als z.B. eine Vorschule, er ist Autist und bei ihm ist einfach das Soziale das Problem und auch die Feinmotorik.

Liebe Grüße
Elke

Xandi777
09.10.2008, 06:36
Hallo alle miteinander,

vielen Dank für Eure ehrlichen und so ausführlichen Antworten. Ich war erleichtert zu lesen, daß es durchaus einige Kinder gibt, die ebem mit 8 soweit sind, daß sie die erste Klasse meistern können.

Bei uns ist allerdings tatsächlich die Frage, ob Lena in einem zusätzlichen Kiga-Jahr etwas dazulernen würde - das ist im Grunde genau der Punkt, der mich so tief traurig macht und mit dem ich so schwer umgehen kann. Lena ist in ihrer Welt und sie will unbedingt da bleiben - ihr genügt dieser "kleine Raum" - sie hat überhaupt keine Vorstellung, wie die Realität eigentlich ist.

Aber in ihrer Welt ist sie unglaublich ... gestern waren wir bei Frau Zmölnig (Cranio) - Lena hat ein Bauernhofbuch angesehen, darin war ein Bild mit einem Teich und 3 Enten - Lena hatte sofort eine Geschichte dazu: "die alte behäbige Ente sagte zu sich - so gut schwimmen wie die anderen 2 kann ich auch - und schwamm weiter". So hat es Lena wortwörtlich gesagt und auf jeder Seite fiel ihr eine neue Geschichte ein - die Wortwahl alleine (Behäbige Ente) finde ich genial.

Was die Betreuung von Lena betrifft, ist das bei uns schwierig. In NÖ ist Integration nicht selbstverständlich, wir hatten hier eine furchtbare Kigärtnerin (sie hat Lena nicht einmal angegriffen, weil "sie dieses Kind nichts angeht") , eine Stützkraft ohne jegliche Ausbildung - daher sind wir auf den Kiga im Institut Keil ausgewichen. Wir dachten, Lena bräuchte Strukturen und andere Kinder in ähnlichen Situationen, damit sie "aufwacht". Leider hatte dies keinen Erfolg - und wir wollen Lena auch nicht länger als dieses Jahr noch zu Keil schicken - die Fahrt dorthin ist wahnsinnig weit und Lena will dort überhaupt nicht hin. Mir bricht jeden Tag das Herz, wenn sie mit dem Fahrtendienst davonfährt und sichtlich das Weinen unterdrückt !

Ich bin aber momentan ganz angetan von der Idee, Lena vielleicht in die Vorschule zu geben. Ich nehme zwar nicht an, daß es da eine Sonderpädagogin gäbe - eine Stützkraft braucht sie aber auf alle Fälle. Lena kann wie gesagt kaum rollstuhlfahren, keinen Schritt alleine tun, Stift halten wird vielleicht nie gehen - nur ihre Bücher - die hält sie so fest wie sie nur kann .... Vielleicht wäre ein Jahr ohne irgendwelche Therapeuten heilsam - sie sagt zu mir auch immer: "laß mich endlich in Ruhe ......."

Ihr habt mich jedenfalls auf eine neue Idee gebracht und dafür danke ich Euch !

lg,
Alexandra

Ghandi
09.10.2008, 13:26
Hallo Alexandra,

also wenn deine Tochter nicht gerne in diesen Kiga geht, würde ich mir auch gut überlegen, ob ich sie dort noch ein weiteres Jahr hingebe.

Darf ich fragen, wieso deine Tochter im Rolli sitzt, habt ihr eine Diagnose?

Mal eine Therpaiepause ist sicher eine gute Sache, vlt. ist sie überfordert und schaltet sich deswegen aus, es kann aber auch sein, dass sich deiner Tochter dann nochmehr in ihre Phantasiewelt flüchtet.

Spielt deine Tochter mit anderen Kindern?

Liebe Grüße
Elke

Christine
09.10.2008, 22:05
Ich habe meinen Sohn auch ein Jahr später in die Schule geschickt. Habe noch um ein Jahr häuslichen Unterrricht angesucht, obwohl eh abzusehen war, das er ein jahr später auch die "Schulreife" noch nicht hat. (Dieses eine Jahr wird auch bei den 9 jahren Schulfplicht angerechnet soviel ich weiß) Wie auch bei einem Kind mit Down Syndrom. Er war feinmotorisch noch nicht so weit und wies auch andere Entwicklungsrückstände auf. Er konnte mit Zahlen und Buchstaben noch nicht viel anfangen,... Ich bin froh ihn noch länger im KG gelassen zu haben, da er dort seiner Entwicklung entsprechend gefördert worden ist. für VS-kinder ist das Alter eines anderen Kindes normalerweise kein Problem.

Xandi777
10.10.2008, 14:58
Hallo,

an Elke,
also meine Lena war frühgeboren (31. SSW), hat einen gesunden Zwillingsbruder und hat eben einen Sauerstoffmangel erlitten - dadurch eine Tetraspastik.
Mit anderen Kindern spielen - naja - also vielleicht 2-3 Minuten, aber dann ist es für die anderen Kindern nicht mehr so interessant. Lena ist eben völlig immobil und alles was sie interessiert, sind Bücher. Auf jeden Fall richtige Freunde hat sie nicht.


Was bedeutet eigentlich häuslicher Unterricht und wer hat das Recht, dies zu beantragen - hätte da jetzt eher an bettlägrige Kinder gedacht ?? Oder täusche ich mich da völlig ?

lg,
Alexandra

lilapause
10.10.2008, 15:18
ich wohne bez hollabrunn - hab den antrag bei bh schulreferat gestellt um bewilligung

dh 1 jahr länger kindergarten u. kein schulbeginn - auch keine vorschule

zusätzlich befunde beigelegt


häuslichen unterricht - nicht nur für besondere kinder - auch gesunde die mit der entwicklung etwas hinten sind - ist es möglich

Ghandi
10.10.2008, 18:06
Aber häuslicher Unterricht heißt doch, dass das Kind dann Zuhause ist, oder und praktisch oder theoretisch von der Mutter unterrichtet wird?

Das könnte ich mir z.B. nciht vorstellen, weil ich denke, dass die soziale Komponente da zu kurz kommt.

LG Elke

lilapause
10.10.2008, 20:13
ich hab es so geschrieben - lt. sonderkindergärtnerin

u. es wurde noch ein jahr kindergarten gewährt!

Ghandi
11.10.2008, 14:21
Achso ich kannte häuslichen Unterricht bis jetzt nur von Eltern die ihre Kinder zu Hause unterrichten, weil sie mit dem Schulsystem nicht zufrieden sind. Sowas kann man ja dann grundsätzlich die ganze Pflichtschulzeit machen und die Kinder legen dann am Jahresende Prüfungen an Schulen mit Öffentlichkeitsrecht ab, wegen Zeugnis und so.

LG Elke

Vanille
11.10.2008, 17:34
naja, ich hab da auch schon gehört, dass man auf diese Art die Schulpflicht ab 6 Jahren etwas "umgehen" kann.
Schulpflichtiges Kind wird von den Eltern zum häuslichen Unterricht angemeldet (= Eltern erfüllen die gesetzl. Schulpflicht) und oft erklärt sich der Kiga trotzdem bereit, das Kind weiter kommen zu lassen. In Wahrheit wird das Kind aber zuhause nicht unterrichtet, weil es ja noch unreif ist.

Am Ende des Schuljahrs sollte das Kind seine erworbenen Leistungen präsentieren können, wenn es das nicht kann, beginnt es halt mit der 1. Klasse '"von vorne";)

Verständlich?

Ich weiß nur nicht, ob dieses Jahr dann in die 9 Pflichtschuljahre auch wirklich eingerechnet wird (theoretisch müßte das ja so sein) und wie das ist, wenn das Kind dann im ersten "echten" Schuljahr Probleme hat - kann es diese Klasse dann nochmal machen (weil das wäre ja dann offiziell das 3. mal:confused:)

Vanille
11.10.2008, 17:38
Ahja, und soweit ich weiß, MUSS der Kiga das Kind dann nicht mehr nehmen. Unsere Kindergartenleiterin hat mir mal angedeutet, dass sie sowas nicht machen würde, da es ungesetzlich ist. Keine Ahnung.:confused:
(ich hab mich auch nicht genauer erkundigt, kenne diese Situation eben nur von einem Kind, dass mittlerweile schon in der 3. Klasse ist und in einer anderen Gemeinde lebt - auch da hat mir aber die Mutter gesagt, dass sie vom Goodwill der Kindergartenleiterin abhängig ist)

Vanille
11.10.2008, 17:42
sd, jetzt fällt mir noch was ein - alles auf Etappen heute;)

wir hatten im letzten Jahr ja doch ein Kind im Kiga, dass bereits schulpflichtig gewesen wäre.
Aber ich glaube, hier ist man den "legalen Weg" gegangen, das Kind hat jetzt auch einen SPF in der Schule, das heißt, da war die Problematik schon mehr als "nur nachreifen müssen", soweit ich weiß, ist es aber nicht so einfach, einem Kind die Schulpflicht offiziell rückstellen zu lassen.

Ghandi
12.10.2008, 11:54
Hallo Vanille,

also bei uns dürfte das mit der Rückstellung kein Problem sein, hängt aber anscheinend auch sehr vom Gutwill des zuständigen SPZ's zusammen und da haben wir in Wels Glück.

LG Elke

Christine
26.10.2008, 20:59
Hallo,

an Elke,
also meine Lena war frühgeboren (31. SSW), hat einen gesunden Zwillingsbruder und hat eben einen Sauerstoffmangel erlitten - dadurch eine Tetraspastik.
Mit anderen Kindern spielen - naja - also vielleicht 2-3 Minuten, aber dann ist es für die anderen Kindern nicht mehr so interessant. Lena ist eben völlig immobil und alles was sie interessiert, sind Bücher. Auf jeden Fall richtige Freunde hat sie nicht.


Was bedeutet eigentlich häuslicher Unterricht und wer hat das Recht, dies zu beantragen - hätte da jetzt eher an bettlägrige Kinder gedacht ?? Oder täusche ich mich da völlig ?

lg,
Alexandra

Das heißt einfach so, steht am Antragsformular so drauf. Kind kann noch länger im KG bleiben. Manche Volksschulen oder auch Bezirksschulrat sehens nicht so gerne und wird auch deswegen nicht bewilligt. Man braucht eh ein psychologisches Gutachten und muss das ordentlich begründen können.
man muss einfach darauf bestehen.

florix
28.10.2008, 13:14
Hallo,

an Elke,
also meine Lena war frühgeboren (31. SSW), hat einen gesunden Zwillingsbruder und hat eben einen Sauerstoffmangel erlitten - dadurch eine Tetraspastik.
Mit anderen Kindern spielen - naja - also vielleicht 2-3 Minuten, aber dann ist es für die anderen Kindern nicht mehr so interessant. Lena ist eben völlig immobil und alles was sie interessiert, sind Bücher. Auf jeden Fall richtige Freunde hat sie nicht.


Was bedeutet eigentlich häuslicher Unterricht und wer hat das Recht, dies zu beantragen - hätte da jetzt eher an bettlägrige Kinder gedacht ?? Oder täusche ich mich da völlig ?

lg,
Alexandra

Liebe Alexandra,

ich habe Flora bereits zum häuslichen Unterricht angemeldet. Ich werde Dich anrufen und kann Dir bereits berichten.

LG
Manuela

Spirit26
28.10.2008, 15:03
[quote=Xandi777;7470636]Hallo,

Mit anderen Kindern spielen - naja - also vielleicht 2-3 Minuten, aber dann ist es für die anderen Kindern nicht mehr so interessant. Lena ist eben völlig immobil und alles was sie interessiert, sind Bücher. Auf jeden Fall richtige Freunde hat sie nicht.


Lena scheint ziemlich einsam zu sein und ich finde es total nachvollziehbar, dass sie sich da in eine Phantasiewelt flüchtet (das tun ja viele andere auch). Ich würde beim häuslichen Unterricht befürchten, dass sich da das Problem noch verstärkt, da Lena ja dann noch weniger soziale Kontakte hätte.

Dass du Lena nicht übertherapieren willst, ist verständlich, aber ich würde dennoch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Meine Tochter ist seit Jahren in einer Therapie und es hilft ihr sehr, dass sie dort über Probleme reden kann, die sie zu Hause nicht ansprechen möchte, z.B. weil sie uns Eltern nicht belasten will.

Wegen der späteren Einschulung würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Du kennst dein Kind am besten und wenn du glaubst, dass ihr noch ein schulfreies Jahr gut täte, dann ist das auch ok. Vielleicht tut es aber ihrem Selbstbewusstsein auch nicht gut, wenn sie denkt, du traust ihr die Schule noch nicht zu.

Zum richtigen Zeitpunkt für die Einschulung gibt es so viele verschiedene Meinungen - vertraue einfach auf dein Gefühl. Du wirst sicher die richtige Entscheidung treffen. :daumenhoch: