Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Konsequenzen, Respekt...?
Martina333
13.07.2008, 22:34
Hallo!
Irgendwie dürften mir die Ideen oder umsetzung fehlen, bei gewissen dingen, die meine tochter macht.
Ich bin ein absoluter gegner von gewalt, in welcher form auch immer, oft hab ich aber das gefühl, außer dem mittel (dass nicht angewendet wird) - hilft kein andres...
Bei gewissen Dingen ist es einfach erforderlich, dass meine Tochter eine Konsequenz erfährt. Nur - wie?
Selbst die kiga-pädagogin meinte, wenn sie nachdem meinte tochter über irgendwas was sie eben "angestellt" hat, nachgedacht hat, und sie spricht mit ihr darüber, - es bleibt am ende eher unzufriedenheit (bei der kiga-pädagogin) weil sie das gefühl hat, es wäre meiner tochter komplett egal gewesen.
Irgendwie schaffe ich es nicht, meiner tochter klare grenzen zu geben, ohne körperliche gewalt anzuwenden. nachdem ich gegen die gewalt bin, steh ich irgendwann da, meine tochter macht was sie will, weil keine "bestrafung" "zieht".
Bsp:
Meine Tochter umarmt ihre Schwester immer wieder, Schwester will das aber nicht, raunzt, mault, weint irgendwann. ich weise sie drauf hin, ermahne, irgendwann endets oft so, dass die kleine weint, und ich mit der großen schimpfe. wenn ich möchte, dass sie sich auf den sessel setzt, um drüber nachzudenken, setzt sie sich entweder nicht hin, oder spielt dann nur rum, oder sie sitzt wirklich einfach "die zeit ab", und es ist ihr komplett egal.
Bsp:
Nimmt der schwester oft die sachen weg, mit denen die gerade spielt - eh normal, machen sie ja alle, und umgekehrt ists auch so. aber welche konsequenz ist hier angemessen?
wie gesagt, sessel zieht nicht besonders...
Bsp:
Meine tochter macht immer wieder dinge, wo sie wirklich weiß und jetzt auch schon versteht, dass und warum sie das nicht darf, dennoch tut sie es. zb gesamte seife ausleeren. aus dem lebensmittelschrank rosinen holen und aufessen, bei meiner schwester zu besuch eine schere erwischen und einfach ein band mit schlüssel drauf durchschneiden.
Schlimm ist für mich auch, wenn sie in "brenzligen" situationen einfach auf stur schaltet. wenn sie mir zb am spielplatz wo wegläuft oder in einem park, und ich weiß, dort oder dort muss sie dann aufpassen und ich ruf sie, läuft sie extra weiter, lauf ich ihr dann nach und schreie dann auch schon, interessiert sie das nicht.
also allgemein in situationen, wo ein kind "folgen" sollte, ohne wenn und aber und viel erklären, - sie erkennt offenbar an meiner stimme nicht, dass es JETZT ernst ist, und klappen muss.
Ich bin recht streng erzogen worden, und bin sicher in vielen dingen zu locker. vielleicht zeige ich auch zu wenige grenzen auf oder bin zu inkonsequent. ich habe das gefühl, dass meine tochter - dadurch? - wenig respekt vor mir hat. ich erwart mir da auch keinen großen respekt in form von mama ist die überperson...
aber langsam hab ich angst, dass sie mir aus den händen gleitet.
zudem eine aussage, die mir zu denken gegeben hat...
meine tochter ist sehr gern bei unseren nachbarn, obwohl die selber sagen, sie sagen ihr klipp und klar, was sie darf und was nicht, und wenn sie mal nicht folgt, schicken sie sie heim. wurde zwar noch nicht gemacht, war aber nicht nötig. sie ist irre gern dort, obwohl dort wirklich strenge sitten gelten.
aussage einer bekannten: dort hat sie grenzen, dort weiß sie, wie weit und wohin, dadurch fühlt sie sich aufgehoben und geborgen.
Vielleicht hat jemand buchtipps für mich? oder einfach beispiele, wie ihr reagiert, und was ihr macht, wenn eurem kind eure konsequenz entweder egal ist, oder sie das einfach nicht macht, was eure konsequenz wäre (zb wenn ich sage sie soll in ihr zimmer gehen).
liebe grüße
martina
ui,ich vermute mal, dies wird noch ein langer thread :rolleyes:
erstmal möcht ich dir sagen, gewalt an kindern ist nur ein zeichen von schwäche und armut. denn das ist mal sicher das einzige, wo wir jedenfalls überlegen sind - körperlich.
also ein absolutes no go.
hm
also ich hab das ja schon zweimal durch, und es war jedes mal komplett anders. es ist schwierig hier allgemein gültige tips zu geben, da ja jeder mensch anders ist.
das wichtigste ist, wie du schon geschrieben hast, konsequenz. wenn du das bisher nicht warst, dann wirds zeit. es ist ja gott sei dank nie zu spät.
wenn du diese konsequenz dann noch mit liebe spickst, klappt es gut.
es wäre ganz gut wenn du es schaffen könntest, nicht auszurasten. also eher ruhig zu bleiben.
nur in granz brenzligen situationen lauter werden, die kids begreifen das dann sehr schnell.
zu deinen beispielen.
ich hab das bei meinen kleinen auch machen müssen, so genannte auszeiten. hab ihn ganz ruhig erklärt, das er jez in sein zimmer muss. notfalls hab ich ihn hingetragen. dann hab ich ihm erklärt, sobald er sich beruhigt hat, können wir weitermachen. hab ihm gesagt, das der zornfredl grad bei ihm ist und er soll ihn wegschicken. dann bin ich raus.
er ist auch nochmals selber raus gekommen, worauf ich ihn angeschaut hab, gefragt hab, ob es jez wieder besser geht, und entweder er ist in meine arme gestürzt und ich hab ihm getröstet und gaaanz viel liebe gegeben oder er hat wieder zu brüllen begonnen. bei solchen zornausbrüchen war er rasend vor wut, hat auch versucht mich zu schlagen oder beissen. ich hab ihn dann wieder ins zimmer gebracht und gesagt, wenns dir besser geht komm ich wieder.
das ganze hatten wir nur zwei- höchstens dreimal. ich hab mir in solchen momenten immer selber daran erinnert, das er leidet dabei. er kann in diesem moment nicht aus seiner haut.
sobald er sich beruhigt hat, konnten wir wieder über das jeweilige thema sprechen und lösungen suchen.
hm, das war jez ein beispiel für einen zornausbruch.
du wolltest aber was zu bestrafen wissen.
bestrafen, ist überhaupt schwierig.
ich denke es ist das wichtigste, das diese "bestrafung'" in direkten zusammenhang mit dem was er/sie gemacht stehen muss.
ganz krass gesagt, ein frech-sein mit fernsehverbot strafen zu wollen, bringt genau nüsse. weil das können sie nicht verstehen. nicht verknüpfen.
also versuch ich jez mal auf deine konkreten beispiele einzugehen. wenn sie die schwester zuviel umarmt und herzt (was ja offensichtlich liebe pur ist, nur leider noch nicht dosiert werden kann) so seh ich dafür keinen grund zu strafen. nur zu reagieren.
du könntest ihr einfach zeigen, wie das ist. schnapp sie dir in so einen moment und drück sie an dich, umarm sie, herz sie, und lass sie mal nicht los. bis sie strampft, weil sie weg will. dann sag ihr, genauso gehts deiner schwester, man will das halt nicht immer so.
ich kann mir vostellen, das sie dann mal gross guckt und einfach sonst nicht reagiert. ist auch okay. beim nächsten mal wenn sie ihre schwester wieder beginnt so zu umarmen würd ich hingehen und ihr die offenen arme entgegen halten und sie fragend anschauen. dann noch fragen "soll ich ?"
ich denke so kann sie es lernen.
zu den sachen, die sie so erwischt und was tut damit, hm, eine schere DARF sie nicht erwischen können, die rosinen kommen ins oberste fach und die handseife auch ausser reichweite. damit ersparst du dir schon etliches. sonst wäre bei allem eigens zu reagieren. ich denke nicht das eine sesselstrafe was bringt.
alles liebe dem dreimäderlhaus :winken:
Martina333
13.07.2008, 23:41
Hallo!
danke für deine antwort!
gewalt ist no go, das hab ich ja geschrieben, wird nicht angewandt, und überleg ich auch nicht oder so. soll nur gesagt sein.
problem ist eben, dass das andere nicht zieht.
ich suche immer nach konsequenzen, die mit der sache zu tun haben, aber das klappt einfach nicht, es ist ihr meist egal.
alles wegräumen kann nicht, seife gibts eh nicht mehr, aber sie erwischt dann halt etwas anderes, und wenns nur klopapier abrollen und ins klo stopfen ist.
wenns nicht rosinen sind, sinds nüsse, oder der kühlschrank wird geplündert. das sind sachen, wo sie weiß, sie kann fragen, aber darf nicht einfach so, und sie machts trotzdem.
die schwester umarmen ist leider nicht überschießende liebe. auch, sicher, aber sie kann das sehr wohl dosieren, es ist ja auch nicht so, dass ich ihr das nicht erklärt, und auch gezeigt hätte. sie selber ist auch sehr bestimmend, weiß genau was sie will, und will auch nie nähe aufgezwungen bekommen, wir nehmen darauf rücksicht.
daher soll sie nähe auch nicht ihrer schwester aufzwingen. reagieren tu ich, klar, ich befrei die schwester von ihr, nur das mit dem umarmen oder bussi geben, oder von a nach b tragen - diese situationen haben wir sicher 15 mal am tag. und 15 mal dann hoffentlich noch rechzeitig kommen, BEVOR die kleine dann schon raunzt oder weint, und dann 30 minuten an mir hängt, bis sie wieder ohne mich kann, dass geht einfach nicht.
das mit dem zimmer klappt bei uns gar nicht. geht einfach nicht. wenn ich sie aufs zimmer schicke, macht sie´s nicht. wenn ich dann wirklich böse werde, und sage, sie soll jetzt aber schnell ins zimmer gehen, ändert das auch nichts. trag ich sie dann aufs zimmer, weint, schreit, tobt sie. das ist aber kein wutanfall, dass ist panik. sie wehrt sich und will um nichts in der welt im zimmer bleiben, sie tut auch alles, da sofort wieder rauszukommen. ich könnt sie nur einsperren, - natürlich kein thema, ich versuch das gar nicht mehr, weil das bei ihr wirklich nicht nur wut ist, sondern sie hat wirklich panik, und da pfeif ich lieber auf meine konsequenz...
buchtipps wären mir sicher eine große hilfe, vielleicht hat da ja wer gute erfahrungen gemacht.
zudem bin ich immer wieder auch in situationen, wo es scheinbar keine konsequenz gibt, die mit der jeweiligen situation unmittelbar zu tun hat... das machts dann nochmal schwerer!
liebe grüße
martina
ich habe das gefühl deine tochter sucht nach aufmerksamkeit - und wenns nur negative ist ...
wenn meine tochter einen blödsinn macht dann erkläre ich ihr dass es nicht ok ist & fange aber gleich mit ihr auch was neues an, ich rede sie in dem moment nicht nieder wenn ich merke sie versucht mich zu provozieren, sondern lenke sie einfach ab, bring sie von ihrer idee weg und es passt alles :) auf blödheiten geh ich auch gar nicht viel ein.
seitdem ich mich geändert habe ist auch meine tochter viel besser drauf & umgänglicher geworden.
schau dass du ruhig bleibst aber bestimmend!
wenn sie wieder ihre spinnminuten hat dann lass sie in ruhe, distanziere dich, ignoriere es.
falls sie wiedermal ihre schwester ärgert so dass diese weint, dann tröste die schwester und ignoriere deine große einfach mal. positive aufmerksamkeit der kleinen ABER KEINE negative der großen.
Martina333
14.07.2008, 00:05
ich glaub immer mehr, dass das problem bei uns ist, dass sie mich einfach nicht ernst nimmt.
oft hab ich das gefühl, ich versuche so verständnisvoll zu sein, bei uns gibts auch fast nur "durchdachte grenzen" - also dinge sind nicht automatisch verboten, nur "weils üblich ist" - sondern nur, wenn wir auch wirklich der meinung sind, dass es nicht geht.
manchmal denk ich, gehts bei uns zu locker, verständnis-und respektvoll den kindern gegenüber zu, und die wenigen grenzen, die es gibt, werden auch nicht eingehalten.
war wohl ein irrglaube, wenn ich ihre grenzen wahre, werden meine auch gewahrt, und wenn ich ihr respekt entgegenbringe, leb ich ihr das vor...
mich haben als kind die für mich sehr oft grundlosen und einfach so entschiedenen "neins" immer sehr gestört, daher wollte ich das bei meinen kindern anders machen. vielleicht sollt ich mir neu orientieren und mehr den mittelweg zwischen den beiden erziehungsstilen suchen.
Hallo!
Bsp:
Meine Tochter umarmt ihre Schwester immer wieder, Schwester will das aber nicht, raunzt, mault, weint irgendwann. ich weise sie drauf hin, ermahne, irgendwann endets oft so, dass die kleine weint, und ich mit der großen schimpfe. wenn ich möchte, dass sie sich auf den sessel setzt, um drüber nachzudenken, setzt sie sich entweder nicht hin, oder spielt dann nur rum, oder sie sitzt wirklich einfach "die zeit ab", und es ist ihr komplett egal.
Auszeiten sind absolut unsinnige Dinge, was sollen Kinder denn da blos davon lernen? Sich zu langweilen. besser ist es man hilft hnen aus der Sitaution heraus. Zu deinem eben genannten Beispiel würde ich halt folgendes tun:
Kleine Tochter auf den Arm nehmen, nach der ersten Ermahnung, und mit ihr spielen gehen. Kein lautes Schimpfen, keine Emotionen wie Ärger, die überschwappen können (nichts gegen Emotionen, aber hier bitte nicht) somit sind alle zufrieden. Wenn Großtochter dann nachkommt einfach darauf hinweisen, dass es eben grad zuviel Liebe war und die Kleine das eben nicht mag. Das wird so oft praktiziert, bis die Große weiß - tu ich dieses, macht Mama jenes.
Bsp:
Nimmt der schwester oft die sachen weg, mit denen die gerade spielt - eh normal, machen sie ja alle, und umgekehrt ists auch so. aber welche konsequenz ist hier angemessen?
wie gesagt, sessel zieht nicht besonders...
Gleich wie oben, Kleine wird belohnt, dass Mama jetzt mit ihr spielt und Große wird durch Nichtbeachtung auf Fehlverhalten hingewiesen.
Bsp:
Meine tochter macht immer wieder dinge, wo sie wirklich weiß und jetzt auch schon versteht, dass und warum sie das nicht darf, dennoch tut sie es. zb gesamte seife ausleeren - einfach wegräumen, damit sie sie nicht alleine bekommt, dann muss halt Mama wieder mit ihr Händewaschen. aus dem lebensmittelschrank rosinen holen und aufessen - in den Oberkästen der Küche lagern, bei meiner schwester zu besuch eine schere erwischen und einfach ein band mit schlüssel drauf durchschneiden - dann muss einfach ein Neues vom Spardosengeld gekauft werden.
Schlimm ist für mich auch, wenn sie in "brenzligen" situationen einfach auf stur schaltet. wenn sie mir zb am spielplatz wo wegläuft oder in einem park, und ich weiß, dort oder dort muss sie dann aufpassen und ich ruf sie, läuft sie extra weiter, lauf ich ihr dann nach und schreie dann auch schon, interessiert sie das nicht.
Zum Frühstück wird besprochen, wie das Verhalten am Spielplatz auszusehen hat. Genaue Instruktionen bitte, wirklich ganz genau erklären, wie du dir das vorstellst. Bei einmaligen Verstoß wird ermahnt, beim zeiten Mal, sofort zusammenpacken und nach Hause gehen. Auch wenns erst 5 Minuten da gewesen seid. Zusätzlich gibts zu Hause einen Spielplatzkalender mit gelben und roten Smilies - :):mad:. Die werden nach verhalten vergeben. Wenn 5 gelbe Smilies drauf sind, darf sie sich was wünschen, was sie sonst selten bekommt, Eis essen gehen, Zoobesuch, was auch immer. Aber wenn ein roter Smilie drauf ist, gibts am nächsten Tag keinen Spielplatz.
also allgemein in situationen, wo ein kind "folgen" sollte, ohne wenn und aber und viel erklären, - sie erkennt offenbar an meiner stimme nicht, dass es JETZT ernst ist, und klappen muss.
Ich bin recht streng erzogen worden, und bin sicher in vielen dingen zu locker. vielleicht zeige ich auch zu wenige grenzen auf oder bin zu inkonsequent. ich habe das gefühl, dass meine tochter - dadurch? - wenig respekt vor mir hat. ich erwart mir da auch keinen großen respekt in form von mama ist die überperson...
aber langsam hab ich angst, dass sie mir aus den händen gleitet.
zudem eine aussage, die mir zu denken gegeben hat...
meine tochter ist sehr gern bei unseren nachbarn, obwohl die selber sagen, sie sagen ihr klipp und klar, was sie darf und was nicht, und wenn sie mal nicht folgt, schicken sie sie heim. wurde zwar noch nicht gemacht, war aber nicht nötig. sie ist irre gern dort, obwohl dort wirklich strenge sitten gelten.
aussage einer bekannten: dort hat sie grenzen, dort weiß sie, wie weit und wohin, dadurch fühlt sie sich aufgehoben und geborgen.
Vielleicht hat jemand buchtipps für mich? oder einfach beispiele, wie ihr reagiert, und was ihr macht, wenn eurem kind eure konsequenz entweder egal ist, oder sie das einfach nicht macht, was eure konsequenz wäre (zb wenn ich sage sie soll in ihr zimmer gehen).
liebe grüße
martina
Hallo, erstmal es ist schon so, wenn du dein Kind respektierst und ich nehme mal an, dass du das tust, dann hast du auch Respekt von deinem Kind verdient. Also würde ich schon meinen, dass da was fehlt, wenn der respekt nur von einer Seite aus kommt.
Zweitens tun Grenzen nicht weh. Sie zeigen nur auf, dass du sie lieb hast und dir ihr Wohl am Herzen liegt. Es wäre halt wichtig, bei dir selbstanzufangen und dir aufzuschreiben, was du denn tatsächlich erwartest, dass sie tut. Und diese Dinge dann eben umsetzt.
Erziehung kann auch ohne Strafe erfolgen - nach dem Prinzip jeder Aktion meines Kindes folgt eine Reaktion meinerseits. Diese habe ich oben schon umrissen. Wichtig ist auf jeden Fall einfach die Konsequenz. nein ist immer nein, daher bitte genau überlegen, wann man nein sagt und es ist keine Ausnahme dabei erlaubt. Lieber einmal weniger nein sagen als zu oft. ABER wenn was heute nein ist, dann ist es auch morgen nein und am nächsten Wochenende immer noch. Nur so wird sie irgendwann begreifen, dass du meinst, was du auch sagst.
Setz dich doch einfach mal mit deiner Nachbarin zu Kaffe und Kuchen und besprecht eure Erziehung, vielleicht kannst du ja irgendwas dazu übernehmen.
LG Sabine
taenzerin
14.07.2008, 12:55
frage an susi:
wie würdest du handeln, wenn dein kind bei "ins zimmer schicken" mit zorn- und hysterischen ausbrüchen (bis fast hin zum erbrechen) reagiert? sich nicht beruhigt und sich weigert, ins zimmer zu gehen bzw. sofort während des zornausbruchs aus dem zimmer rennt und herumschreit?
und vor allem: wenn das ins zimmer schicken auch nach dem 20. mal keine wirkung zeigt?
*neugierigbin*
da es offenbar um ein KG-kind geht - was soll denn das mit dem "setz dich hin und denk nach" das ist lächerlich.
du schreibst selber - du bist inkonsequent - wie soll ein kind wissen, was nun angesagt ist?
kinder probieren aus -gehen an die grenzen, das ist normal.
du brauchst meiner meinung nach wirklich unterstützung - aber kein buch, sondern das gespräch bzw. korrektur deines inkonsequenten verhalten.
und wenn du schreibst gewalt wendest du eh keine an - aber alles andere zieht nicht - klingt das, also ob du sehr wohl wüsstest, dass gewalt bei deinem kind "zieht"
hol dir hilfe - bevor die fehler zu groß werden.
frage an susi:
wie würdest du handeln, wenn dein kind bei "ins zimmer schicken" mit zorn- und hysterischen ausbrüchen (bis fast hin zum erbrechen) reagiert? sich nicht beruhigt und sich weigert, ins zimmer zu gehen bzw. sofort während des zornausbruchs aus dem zimmer rennt und herumschreit?
und vor allem: wenn das ins zimmer schicken auch nach dem 20. mal keine wirkung zeigt?
*neugierigbin*
wenn ich die möglichkeit habe, würde ich mitgehen. mitgehen in die auszeit.
aber es hängt natürlich immer davon ab, wodurch bzw warum der zorn ausbricht.
naja, keine wirkung selbst nach dem 20.mal? dann ist es bei diesem kind eindeutig nicht der richtige weg. ich denk mir wichtig ist es, nach diesen ausbruch das kind zu trösten, zu zeigen das man es lieb hat und auch sagen, das jez alles wieder gut ist. wenn sich das kind beruhigt hat, dann über den zorn sprechen. ich hab mit florian auch strategien besprochen, wie man den zornfredl wegbekommen kann. laut in einen polster schreien, so laut man nur kann.
das hängt aber natürlich sehr vom alter ab.
von welchem alter sprichst du?
:winken:
taenzerin
14.07.2008, 19:27
3 1/4. und "wut in den polster hauen" etc. hilft null, erklären auch null.
3 1/4. und "wut in den polster hauen" etc. hilft null, erklären auch null.
na ja, ist schon noch recht klein, da glaub ich gern, das erklären nix hilft.
was sind die auslöser? warum der zorn?
taenzerin
15.07.2008, 05:47
wenn irgendetwas nicht nicht dem willen des kindes geht zb. (also zb eis kaufen etc.)
gartenzwerg
15.07.2008, 06:27
Hallo!
Irgendwie dürften mir die Ideen oder umsetzung fehlen, bei gewissen dingen, die meine tochter macht.
Ich bin ein absoluter gegner von gewalt, in welcher form auch immer, oft hab ich aber das gefühl, außer dem mittel (dass nicht angewendet wird) - hilft kein andres...
Bei gewissen Dingen ist es einfach erforderlich, dass meine Tochter eine Konsequenz erfährt. Nur - wie?
Selbst die kiga-pädagogin meinte, wenn sie nachdem meinte tochter über irgendwas was sie eben "angestellt" hat, nachgedacht hat, und sie spricht mit ihr darüber, - es bleibt am ende eher unzufriedenheit (bei der kiga-pädagogin) weil sie das gefühl hat, es wäre meiner tochter komplett egal gewesen.
Irgendwie schaffe ich es nicht, meiner tochter klare grenzen zu geben, ohne körperliche gewalt anzuwenden. nachdem ich gegen die gewalt bin, steh ich irgendwann da, meine tochter macht was sie will, weil keine "bestrafung" "zieht".
Bsp:
Meine Tochter umarmt ihre Schwester immer wieder, Schwester will das aber nicht, raunzt, mault, weint irgendwann. ich weise sie drauf hin, ermahne, irgendwann endets oft so, dass die kleine weint, und ich mit der großen schimpfe. wenn ich möchte, dass sie sich auf den sessel setzt, um drüber nachzudenken, setzt sie sich entweder nicht hin, oder spielt dann nur rum, oder sie sitzt wirklich einfach "die zeit ab", und es ist ihr komplett egal.
Bsp:
Nimmt der schwester oft die sachen weg, mit denen die gerade spielt - eh normal, machen sie ja alle, und umgekehrt ists auch so. aber welche konsequenz ist hier angemessen?
wie gesagt, sessel zieht nicht besonders...
Bsp:
Meine tochter macht immer wieder dinge, wo sie wirklich weiß und jetzt auch schon versteht, dass und warum sie das nicht darf, dennoch tut sie es. zb gesamte seife ausleeren. aus dem lebensmittelschrank rosinen holen und aufessen, bei meiner schwester zu besuch eine schere erwischen und einfach ein band mit schlüssel drauf durchschneiden.
Schlimm ist für mich auch, wenn sie in "brenzligen" situationen einfach auf stur schaltet. wenn sie mir zb am spielplatz wo wegläuft oder in einem park, und ich weiß, dort oder dort muss sie dann aufpassen und ich ruf sie, läuft sie extra weiter, lauf ich ihr dann nach und schreie dann auch schon, interessiert sie das nicht.
also allgemein in situationen, wo ein kind "folgen" sollte, ohne wenn und aber und viel erklären, - sie erkennt offenbar an meiner stimme nicht, dass es JETZT ernst ist, und klappen muss.
Ich bin recht streng erzogen worden, und bin sicher in vielen dingen zu locker. vielleicht zeige ich auch zu wenige grenzen auf oder bin zu inkonsequent. ich habe das gefühl, dass meine tochter - dadurch? - wenig respekt vor mir hat. ich erwart mir da auch keinen großen respekt in form von mama ist die überperson...
aber langsam hab ich angst, dass sie mir aus den händen gleitet.
zudem eine aussage, die mir zu denken gegeben hat...
meine tochter ist sehr gern bei unseren nachbarn, obwohl die selber sagen, sie sagen ihr klipp und klar, was sie darf und was nicht, und wenn sie mal nicht folgt, schicken sie sie heim. wurde zwar noch nicht gemacht, war aber nicht nötig. sie ist irre gern dort, obwohl dort wirklich strenge sitten gelten.
aussage einer bekannten: dort hat sie grenzen, dort weiß sie, wie weit und wohin, dadurch fühlt sie sich aufgehoben und geborgen.
Vielleicht hat jemand buchtipps für mich? oder einfach beispiele, wie ihr reagiert, und was ihr macht, wenn eurem kind eure konsequenz entweder egal ist, oder sie das einfach nicht macht, was eure konsequenz wäre (zb wenn ich sage sie soll in ihr zimmer gehen).
liebe grüße
martinazwei kinder zu haben läuft nicht immer harmonisch ab. dazu kommt das alter beider kinder (eins in oder am weg zur trotzphase, eins mit vier jahren wo sie oft mit gewalt "groß" sein wollen)
es ist normal dass sich kinder anderswo "besser benehmen", wenn sie daheim auch mal die sau rauslassen können. außerdem muss dein kind daheim immer seinen platz verteidigen- den es mit der kleinen schwester teilen muss, während du ihr nachläufst am spielplatz ist sie nur für dich da (auch das hat was ;) ).
bestrafen bringt nix.
erklären - in form von "ich sag wo der hase läuft und du handelst dann danach" bringt auch nix. MITEINANDER reden bringt mehr - dazu musst du als erwachsene aber vorher mal überlegen, ob nicht doch auch berechtigte bedürfnisse deines kindes nicht erfüllt werden -. "sofortige wirkung" haben aber auch diese gespräche nicht und "friede freude eierkuchen" gibts trotzdem nicht (DAS funktioniert nur in geschichten :D )
und zu körperlicher gewalt: unabhängig davon ob diese in irgend einer form akzeptabel wäre ist es auch so, dass sie die beziehung nachhaltig schädigen. (ein kind das angst vor schlägen hat wird dazu neigen auch wichtige dinge zu verheimlichen und selbst auch -in abwesenheit der gewaltausübenden eltern- andere zu schlagen.)
Hallo, erstmal es ist schon so, wenn du dein Kind respektierst und ich nehme mal an, dass du das tust, dann hast du auch Respekt von deinem Kind verdient. Also würde ich schon meinen, dass da was fehlt, wenn der respekt nur von einer Seite aus kommt.
Zweitens tun Grenzen nicht weh. Sie zeigen nur auf, dass du sie lieb hast und dir ihr Wohl am Herzen liegt. Es wäre halt wichtig, bei dir selbstanzufangen und dir aufzuschreiben, was du denn tatsächlich erwartest, dass sie tut. Und diese Dinge dann eben umsetzt.
Erziehung kann auch ohne Strafe erfolgen - nach dem Prinzip jeder Aktion meines Kindes folgt eine Reaktion meinerseits. Diese habe ich oben schon umrissen. Wichtig ist auf jeden Fall einfach die Konsequenz. nein ist immer nein, daher bitte genau überlegen, wann man nein sagt und es ist keine Ausnahme dabei erlaubt. Lieber einmal weniger nein sagen als zu oft. ABER wenn was heute nein ist, dann ist es auch morgen nein und am nächsten Wochenende immer noch. Nur so wird sie irgendwann begreifen, dass du meinst, was du auch sagst.
Setz dich doch einfach mal mit deiner Nachbarin zu Kaffe und Kuchen und besprecht eure Erziehung, vielleicht kannst du ja irgendwas dazu übernehmen.
LG Sabine
Wie ist das was Du in Deinem Posting oben beschreibst Erziehung ohne Strafe (z.B. rote Smiley am Spielplatzkalendar = kein Spielplatzbesuch am nächsten Tag)? Eine solche Reaktion ist doch eine Strafe oder? Und wenn sie bei Fehlverhalten am Spielplatz nach einer Ermahnung zusammenpackt und geht bzw. auch am nächsten Tag nicht hingeht wird die kleine Schwester auch mitbestraft, und ist schon in einem Alter wo sie dies mitbekommt.
wenn irgendetwas nicht nicht dem willen des kindes geht zb. (also zb eis kaufen etc.)
da würd ich in diesem alter einfach trösten. halten, gar nicht viel reden, ruhig bleiben versuchen. und konsequent sein, eh klar.
es ist schwer, ich hab selbst zwei komplett verschiedene kinder daheim, (eh klar, oder :rolleyes:) die auch erzieherisch in den jeweiligen phasen ganz ganz anders waren.
Also ich würde da nicht trösten. Wieso bitte?
Ich würde eher sagen: ' es ist okay, wenn Du zornig bist - aber man kann nicht alles haben, was man will.'
Ende der Diskussion.
da würd ich in diesem alter einfach trösten. halten, gar nicht viel reden, ruhig bleiben versuchen. und konsequent sein, eh klar.
Martina333
15.07.2008, 09:54
da es offenbar um ein KG-kind geht - was soll denn das mit dem "setz dich hin und denk nach" das ist lächerlich.
du schreibst selber - du bist inkonsequent - wie soll ein kind wissen, was nun angesagt ist?
kinder probieren aus -gehen an die grenzen, das ist normal.
du brauchst meiner meinung nach wirklich unterstützung - aber kein buch, sondern das gespräch bzw. korrektur deines inkonsequenten verhalten.
und wenn du schreibst gewalt wendest du eh keine an - aber alles andere zieht nicht - klingt das, also ob du sehr wohl wüsstest, dass gewalt bei deinem kind "zieht"
hol dir hilfe - bevor die fehler zu groß werden.
Hast du mein posting gelesen?
Ich schrieb, ich hab bei meiner tochter noch nie gewalt angewendet, ich verachte gewalt in welcher form auch immer.
Unterstell mir nichts, wenn ich hier genau das gegenteil schreibe.
Ich wurde selber sehr streng erzogen, und da war gewalt in leichter form schon mal da, so wie es früher eben war, die "gsunde watschn".
ich bin der überzeugung, dass sowas genau nix bringt. außer dass ein kind vor den eltern angst hat, und irgendwann wie eine maschine funktioniert, so dass es halt keine watschn bekommt.
nur - ich hab als kleineres kind durchaus "funktioniert", also die watschn hat bei MIR gezogen.
Und darum kann ich mir denken, dass man mit gewalt ein gewünschtes verhalten erzielen kann.
und 1000 dinge damit anrichtet, die beziehung zerstört, sein kind verängstigt.
Du hast keine ahnung, wo wir überall die letzten 2 jahre waren, was ich gemacht habe, damit es uns als familie besser geht. meine tochter hat eine wahrnehmungsstörung, das zusammenleben hat sich seit therapie sehr gebessert.
ich glaube nicht, dass unser problem so schlimm ist, dass ich mir irgendeine proffessionelle hilfe holen müsste. ich habe hier lediglich um ratschläge gebeten, ich habe bereits buchempfehlungen bekommen, und mir ist schon auch dank einiger konstruktiver antworten, mehr klar geworden, dass ich allgemein wirklich konsequenter sein muss.
Nochmal aber - unterstell mir nicht dinge. wenn ich schreibe, ich verachte gewalt, dann ist das so. du weißt nichts über mich, also stell solche dinge nicht in den raum.
an alle anderen, vielen dank für eure tipps und anregungen!
Also ich würde da nicht trösten. Wieso bitte?
Ich würde eher sagen: ' es ist okay, wenn Du zornig bist - aber man kann nicht alles haben, was man will.'
Ende der Diskussion.
so würd ich bei einem fünfjährigen kind agieren, mit punkt und aus. aber bei kleineren zwutschgerln nicht
Wie ist das was Du in Deinem Posting oben beschreibst Erziehung ohne Strafe (z.B. rote Smiley am Spielplatzkalendar = kein Spielplatzbesuch am nächsten Tag)? Eine solche Reaktion ist doch eine Strafe oder? Und wenn sie bei Fehlverhalten am Spielplatz nach einer Ermahnung zusammenpackt und geht bzw. auch am nächsten Tag nicht hingeht wird die kleine Schwester auch mitbestraft, und ist schon in einem Alter wo sie dies mitbekommt.
Nein, denn ich gehe nach Hause, ohne viel Tam Tam und auch ohne böse zu sein, oder zu schimpfen, also ohne negative Reaktion von meiner Seite und spiel halt dort mit ihm zB Autobahn, was auch immer. Es gibt mehr Unterhaltung für Kinder als den Spielplatz.
Er muss nur erkennen, dass sein Verhalten bestimmt, ob er dort hin darf oder nicht, ich muss aber keine Strafe einsetzen wie Fernsehverbot oder kein Eis essen, oder gar schimpfen, dass er der Kleinen den Spaß verdirbt.
Es ist für mich schon ein Unterschied, ob ich jetzt grantig nach Hause laufe und dabei meinen Gefühlen Ausdruck verleihe, dass er uns allen den Nachmittag mit seinem Verhalten verdorben hat oder ob ich zusammenpacke und zu Hause dann mit ihm spiele.
Wenn er dann fragt kann ich ja sagen, es hat mir nicht gefallen, dass du ....., deshalb mussten wir gehen, erinnere dich, so haben wir es ausgemacht. Er sieht sich ernst genommen und auch anerkannt und er weiß, dass ihm niemand böse ist, aber trotzdem wurde eine konsequente Reaktion gesetzt, auf die er sich verlassen konnte.
LG
@martina
natürlich weiss ich nichts von dir - ausser das, was du postest - und ich habe den eindruck wiedergegeben, der bei mir entstand.
bösartig unterstellen will ich gar nichts.
ich kann nur mit deinen worten sprechen - unterstell mir bitte auch nichts.
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