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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einschulung Dez. Kinder



Brie
03.03.2004, 13:14
Hi!

Mein Sohn ist ein Dez. Kind - und ich habe vor ihn erst mit 6 3/4 einzuschulen.

Wie würdet Ihr es machen?

Danke!
LG

Brigitte

Bealee
03.03.2004, 13:26
liebe Brie,

erstens würd ich dank 2er Dezemberkinder (Mädl und Bub) gern 2 x ankreuzen :rolleyes:

und zweitens hängt das nicht zuletzt von der Schulreife des Kindes ab, meine Tochter wollte auf keinen Fall vorzeitig eingeschult werden, mein Sohn "befahl" mir mit exakt 5 Jahren: "BITTE mach, dass ich in die Schule gehen kann, in diesen doofen Kindergarten geh ich keinen Tag mehr!!!" schulreif wurde er auch befunden und daher mit 5 3/4 eingeschult

Chipsy
03.03.2004, 13:29
meine große ist juni / 93 geboren, ich hab das glück das sie relativ leicht lernt, aber ich hab einige gesehen die noch später geboren sind und waren noch nicht wirklich reif, mussten aber schon anfangen.
klar kommen da dann die argumente in amerika fangens auch schon mit 5 zum schule gehen an, nur sind die da eingestellt auf dieses alter und lehren auch altersgerecht.
bei uns können/wollen lehrer nicht so auf jeden schüler eingehen und die speziellen bedürfnisse fördern!
falls jemand mit meiner meinung nicht einferstanden ist, bitte eine kurze pn schicken, daich in dieses forumsabteil nicht so oft einsehe!
danke

lucky75
03.03.2004, 14:02
Hallo!

Kann keine Erfahrungswerte vorweisen, aber bei unserer Tochter (geb. 11.11.98) haben wir uns nach vielen Überlegungen entschlossen, sie auch erst mit 6 3/4 Jahren einzuschulen, sie geht also noch ein weiteres Jahr in den KIGA.

Allerdings hängt es nicht immer mit dem Alter zusammen:
Sascha war als Anfang Juli Geborener, ja schulpflichtig und ihm hätte ich gerne noch ein Jahr Kindergarten drangehängt (was ja leider unmöglich ist), da er mir noch nicht reif genug erschien (er hatte sich bereits lesen, schreiben und rechnen selbst beigebracht, im letzten KIGA Jahr - also das war nicht das Problem, aber alleine das machts ja nicht aus...) und meine Bedenken haben sich leider bewahrheitet, er hatte einen schlechten Start....

Wir haben ihn dann, im Halbjahr der 2. VS in die 1. Klasse zurückstufen lassen (geht normalerweise nicht, aber mit viel Bitten, Betteln und Papierkram - gings letztendlich doch), hatte v.a. den Hintergrund, daß wir geglaubt haben, endlich eine geeignete Lehrerin gefunden zu haben, die aber eben eine 1. Kl. hatte, die den "Pfusch" der anderen, wieder ausbessert und siehe da - es war die beste Entscheidung, es ging stetig aufwärts und inzwischen gehört zu den 2 Klassenbesten.

Ist also sicher von Kind zu Kind verschieden, aber grundsätzlich kenne ich bis jetzt nur eine einzige Mutter, die nur positiv von der Schullaufbahn ihres "Kann-Kindes" erzählt (jetzt 3. Klasse Unterstufen Gym.), alle anderen Eltern die früher eingeschult haben, raten ab, also würden es kein 2 x tun.

Nur im Endeffekt egal, wie Du Dich entscheidest, denn ob´s wirklich richtig ist/war, merkst erst, wennst mittendrin bist und dann gibts kein Zurück mehr (also nur mehr Vorschule) und genau DAS wollte ich auf keinen Fall risikieren, also lieber noch ein Jahr dran hängen. Allerdings geht Alina irrsinnig gerne in den KIGA (welcher wirklich seeeeehr gut ist - ich also keine Angst habe, daß sie unterfordert o.ä. wird...) und es kam von ihr noch nie was in die Richtung "ich will in die Schule" - auch wenn sie jetzt oft schon ein wenig traurig ist, daß viele ihrer Freundinnen bald in die Schule kommen. Die "Busenfreundin" bleibt, aber wenigstens auch (ist Ende Oktober geboren ;)), das macht sicher für Alina, auch was auch :D.

Noch was fällt mir ein: Die Lehrerin meines Sohnes, die ich in mehreren Gesprächen mit der "früheren" Einschulung belästigt habe, da wir eben unsicher waren, meinte im Zweifelsfall (auch wenn es nur geringste Zweifel gibt), lieber noch ein Jahr warten, also NICHT früher einschulen. Ihrer Erfahrung nach (sie unterrichtet schon ca. 25 Jahre) ist es so, daß sie meint, viele früh eingeschulte Kinder sind jetzt nicht unbedingt schlecht od. tun sich extrem schwer, aber sind halt "mittelmäßig" und sie meint, solche Kinder, ein Jahr später eingeschult, hätten aber dann durchwegs das Zeug zu einem sehr guten Schüler! Hmm, hoffe ich habe das verständlich rübergebracht.

Bealee
03.03.2004, 14:29
Original geschrieben von lucky75
Ist also sicher von Kind zu Kind verschieden, aber grundsätzlich kenne ich bis jetzt nur eine einzige Mutter, die nur positiv von der Schullaufbahn ihres "Kann-Kindes" erzählt (jetzt 3. Klasse Unterstufen Gym.), alle anderen Eltern die früher eingeschult haben, raten ab, also würden es kein 2 x tun.
*aufstampf* zähl mich auch dazu ;)

ernsthaft: Flo zählt kognitiv zu den besten 3 Schülern seiner Klasse und es wurde schon angeboten, eine Klasse zu überspringen, das machen wir allerdings nicht (gleichauf mit der um 2 Jahre älteren Schwester, die Lis hätt uns gewürgt ':D ) - hätts nicht funktioniert, hätte ihn in seiner Schule eine Vorschulklasse aufgefangen

mein Neffe (Novemberkind) wollte mit fast 6 in die Schule, war 1a schulreif, meine Schwester wollte ihn lieber noch ein Jahr spielen lassen... Erfolg: Unterforderung, Ausgrenzung, beinahe Schulversagen, körperliche Auswirkung (Hose machen, Essen verweigern, verstummen), erst ein feinfühliger Lehrer erkannte das Dilema und nahm ihn in seine höhere Klasse auf, der Junge blühlte auf, besucht zZt. die 2. Klasse Gym und ist jetzt in einem Förderkurs der TU für mathematisch hochbegabte Kids (er ist 11)

ich würde dennoch in derartigen Fällen weniger vom Wunsch der Eltern ausgehen, sondern vom Kind, was es will, kann und lieber hat (sofern es schulreif ist)

didit
03.03.2004, 15:48
Mein Valentin ist auch ein Dezemberkind. Ich werde ihn auch erst mit 6 3/4 in die Schule gehen lassen. Er würde es wahrscheinlich auch schon nächstes Jahr schaffen, aber er müsste sich mehr anstrengen. Da ich selbst Lehrerin bin, weiß ich schon ziemlich genau, was Kinder beim Lesen und Schreibenlernen leisten müssen. Ich möchte ihn auf gar keinen Fall überfordern und damit den totalen Schulfrust anzüchten.

Ich kann ihn zu Hause selber so weit fördern, wie er das verlangt. Was er wissen und können möchte, das zeig ich ihm jetzt schon. Er kommt immer wieder möchte einen neuen Buchstaben schreiben, versucht Wörter zu schreiben, will einfache Rechnungen lösen.... kann er alles haben. Aber er genießt es auch noch spielen zu können und geht bis jetzt sehr gerne in den Kindergarten.

Wenn ich ihn, wie geplant, später in die Schule gebe, kann er schon einges und die langen Aufmerksamkeitsphasen in der Schule werden dann nicht mehr so anstrengend für ihn sein.

Was das Richtige für dein Kind ist, weißt wirklich nur du! ich würde mein Kind auf alle Fälle NIE überfordern, das ergibt nur Lernfrust. Allerdings gibt es auch Kinder, die dann, wenn sie später eingeschult werden, extrem unterfordert sind und den Unterricht stören.

Was sagt den seine Kindergartentante? Sie kennt doch sicher seine Aufmerksamkeitsspannen!

lg michi

Teres
03.03.2004, 17:35
kommt ja wirklich aufs kind an.

sarah ist mit 5J und 11 M in die schule gekommen. sie wollte es unbedingt und es klappt suuuper.
hab aber vorher noch einen schulreife- und intelligenztest machen lassen.

Luise Koschinsky
03.03.2004, 17:42
Ich habe 2 Herbstkinder, einmal Oktober und einmal November und beide gehen wies "gehört".

Meine Tochter hat jetzt ein vorzeitig eingeschultes Kind in der Klasse und die wird das JAhr wiederholen müssen - sehr aufbauend für das Kind, nur weil die Mutter gemeint hat, sie packts eh locker.

In der Klasse meiner tochter sind sehr viele Ende/96 Kinder und entsprechend plagen sich die gegen Sommer/97 Kinder.

Bei uns in der Steiermark ist Stichtag 1.9., dann gehts auch nicht mehr so auf Eigenwunsch mit dem vorzeitigen Einschulen.

Ich würds nicht machen, erstens seh ich an meinem Kind wie gut ihr das letzte Kiga Jahr getan hat, weniger vom geistigen her, aber von der sozialen Entwicklung und mein Sohn hätte zwar auch jetzt gehen wollen, aber ich denk mir, der soll das letzte Kiga Jahr als Übergangsjahr sehen und mittlerweilen ist er froh, daß er nicht in die SChule geht....dafür freut er sich jetzt dann auf den Herbst.

Bei Dezember würd ich nicht lange überlegen.

Meine Nichte ist auch so eine Gescheite, die hat insgesamt ( sie wird 14) 2 Klassen übersprungen und kommt geistig gut mit, andererseits ist sie entwicklungsmässig doch hinten nach und das wirkt sich auch nicht grade gut auf ihr soziales LEben aus.

Ich bin nicht für vorzeitiges Einschulen, weil mehr dazugehört, als nur das Gefühl, daß das Kind eh gescheit genug ist.

Lisi
03.03.2004, 17:54
Julia darf noch ein Jahr in den Kiga gehen, sie wurde Ende Nov. 6.
Ich wurde auch erst mit 6 3/4 eingeschult und hab davon profitiert.

Wenn sich das Kind im Kiga wohl fühlt und gut gefördert wird seh ich keinen Grund ihm ein Jahr unbeschwerte Kindheit zu stehlen.

lg

Lisi

Bealee
03.03.2004, 18:06
Original geschrieben von Luise Koschinsky
Bei uns in der Steiermark ist Stichtag 1.9., dann gehts auch nicht mehr so auf Eigenwunsch mit dem vorzeitigen Einschulen.
falls du das nicht weißt: so ist es auch in Wien, und ein Antrag auf vorzeitige Einschulung wird seitens der Direktion beim Stadtschulrat gestellt, und das natürlich nicht ohne Grund und Begründung, da muss schon mehr dahinter sein als elterliches Wunschdenken...

was mir da nicht gefällt, ist, dass die wenigsten die Wünsche und die Entwicklung der Kinder berücksichtigen

bei deiner Nichte, Luise, hat die soziale Integration (oder das Fehlen dieser) sich NIX, aber auch gar nix mit dem Überspringen der Klassen zu tun, also trenne das

Teres
03.03.2004, 18:10
Original geschrieben von Luise Koschinsky
.
Ich bin nicht für vorzeitiges Einschulen, weil mehr dazugehört, als nur das Gefühl, daß das Kind eh gescheit genug ist. ja sicher ghört mehr dazu...sarah hatte wichtige gründe und es war die richtige entscheidung!! ich bin absolut von ihr ausgegangen! ich hätt ihr gern noch ein weiteres kiga-jahr gegeben.

Luise Koschinsky
03.03.2004, 18:13
Doch, hat es schon, schon allein deshalb, weil die anderen Mädels 2 Jahre älter sind und das in einem Alter von 13 Jahren durchaus eine Rolle spielt.

Sorry, aber ich bezweifle daß mein 5 jähriger Sohn die Kompetenz besitzt, entscheiden zu können, ob er schulreif ist oder nicht.

Und nur weil er "will" und es dann eventuell nicht packt und dann das Jahr wiederholen muß...das will ich ihm ersparen.

Außerdem geht er ja regulär in die Schule, sprich er muß heuer eingeschrieben werden.

Ich seh es weiterhin so, daß nicht allein die geistige Reife ausschlaggebend ist für die Einschulung.

Bealee
03.03.2004, 18:19
Luise !!! lies nach !! die Schulreife wird seitens der SCHULE festgestellt, net von dir oder deinem Sohn !!!

und wenn ein Kind will (dein Sohn nicht, das ist wohl klar), dann soll es die Chance erhalten, seine Schulreife getestet zu bekommen, wurscht was die Eltern wollen oder nicht wollen oder glauben oder sich einbilden

(und: ja ! mein Sohn kommt sehr gut als 8-Jähriger mit seinen zum Teil über ein Jahr älteren Schulkollegen zurecht)

Carmen25
03.03.2004, 20:08
Philipp ist im Oktober 1996 geboren und er geht jetzt in die erste Klasse.
Vielleicht hätte er es voriges Jahr auch geschafft.Er tut sich jetzt sehr leicht.Ich dachte mir er hat doch noch Zeit genug zum Schule gehen.

Er wollte es übrigens auch so,weil er sonst nicht mit seinen Freunden gleich gekommen wäre.

Stichtag 1 September ist das in allen Bundesländern gleich?

Teres
03.03.2004, 21:33
Original geschrieben von Bealee
(und: ja ! mein Sohn kommt sehr gut als 8-Jähriger mit seinen zum Teil über ein Jahr älteren Schulkollegen zurecht) trifft auch bei sarah zu:)
sie ist 7 und geht in die 2. klasse, und ist voll beliebt!

ehrlicherweise hat sie probleme in rechnen, es interessiert sie einfach nicht. aber schlecht ist sie auch nicht.
dafür ist sie in deutsch mit abstand die beste!

pfeifer
03.03.2004, 22:06
Hallo Brigitte!
Der Matthias (von deinem Bau, 5er Stiege) wird erst 2005 gehen. Alle sind gegen frühzeitige Einschulung: Pädagogen, Psychologen,...! Und wenn er doch schulreif wäre, so ist das Jahr trotzdem nicht verloren, denn er lernt ja wirklich nicht nur in der Schule was!!! Die wichtigsten Sachen lernt man im Leben!!!
liebe Grüße
Lucia

Bealee
03.03.2004, 22:22
Original geschrieben von pfeifer
Hallo Brigitte!
Der Matthias (von deinem Bau, 5er Stiege) wird erst 2005 gehen. Alle sind gegen frühzeitige Einschulung: Pädagogen, Psychologen,...! Und wenn er doch schulreif wäre, so ist das Jahr trotzdem nicht verloren, denn er lernt ja wirklich nicht nur in der Schule was!!! Die wichtigsten Sachen lernt man im Leben!!!
liebe Grüße
Lucia
amen

na dann bin ich mal gespannt, was "alle" zu Patrick meinen

Brie
04.03.2004, 09:43
Hi!

Danke für Eure vielen Antworten ;-)

Ich für mich - werde nach Patrickt derzeitigen Entwicklungsstand - ihn erst mit 6 3/4 einschulen lassen - sollte Patrick wirklich so ein großes Interesse haben (wobei er wirklich im Kiga sehr gefordert wird - und auch die Kindergärnterin für "spätes" Einschulen ist) kann ich mit ihm immer noch die schulreife Prüfung machen - wobei ich derzeit wirklich zu 6 3/4 tendiere. Was mich auch ein bisserl zurückhält ist die Tatsache, dass er dann doch der Jüngste sein wird - und dass find ich nicht sooooo optimal.

@ Lucia - schön dass Du auch hier bist!!

LG

Brigitte

lucky75
05.03.2004, 09:45
Original geschrieben von Bealee
*aufstampf* zähl mich auch dazu ;)

ernsthaft: Flo zählt kognitiv zu den besten 3 Schülern seiner Klasse und es wurde schon angeboten, eine Klasse zu überspringen, das machen wir allerdings nicht (gleichauf mit der um 2 Jahre älteren Schwester, die Lis hätt uns gewürgt ':D ) - hätts nicht funktioniert, hätte ihn in seiner Schule eine Vorschulklasse aufgefangen

mein Neffe (Novemberkind) wollte mit fast 6 in die Schule, war 1a schulreif, meine Schwester wollte ihn lieber noch ein Jahr spielen lassen... Erfolg: Unterforderung, Ausgrenzung, beinahe Schulversagen, körperliche Auswirkung (Hose machen, Essen verweigern, verstummen), erst ein feinfühliger Lehrer erkannte das Dilema und nahm ihn in seine höhere Klasse auf, der Junge blühlte auf, besucht zZt. die 2. Klasse Gym und ist jetzt in einem Förderkurs der TU für mathematisch hochbegabte Kids (er ist 11)

ich würde dennoch in derartigen Fällen weniger vom Wunsch der Eltern ausgehen, sondern vom Kind, was es will, kann und lieber hat (sofern es schulreif ist)


Liebe Bealee!

Okay, stimmt - sorry - also Korrektur: Ich kenne 2 Mütter/Eltern, die das wieder tun würden, aber dem gegenüber stehen trotzdem noch ca. mind. 10, die ich kenne, die "es" ;) getan haben und nicht nochmals tun würden.

Denke, wenn es dann zu einer Unterforderung kommen sollte, durch die späte Einschulung, ist Springen ja auch immer noch eine Möglichkeit. Nur wenn man ein Kind zu früh einschult und scheitert, dann gibt´s kein zurück mehr in den KIGA und DAS schreckt mich eben ab.... sondern eben entweder ein Wechsel in die Vorschule oder wie es momentan bei uns in der VS ist, wird das Kind zwar weiterhin "mitgenommen", als Vorschulkind geführt und fängt dann mit der nächsten 1. Klasse, eben dann erst wieder als "Erstklassler" an.

Diese Beratung bei einem Psychologen inkl. Intelligenz- und Schulreifetests sind da leider nicht sehr hilfreich, denn das haben wir alles mit Sascha gemacht, weil ich eben Zweifel hatte, aber es wurde uns gesagt so ein Kind MUSS eingeschult werden, da er eben eh´schon soweit voraus war.... Im Endeffekt kann ich es drehen wie ich will (was glaubst wie oft habe ichmir schon überlegt, wie/was wir hätten anders machen können), denn die Alternative wäre nur Vorschule gewesen, dazu hätten wir aber ein Gutachten gebraucht "nicht schulreif" usw...

Du weißt ja Sascha´s Geschichte ist sehr ähnlich der Deines Neffen, nur im Endeffekt hat´s trotzdem genau das Gegenteil die Lösung gebracht, nämlich ein Zurückstufen statt Springen (naja, viell. haben wir auch den Zeitpunkt versäumt, aber er hätte dann ja nach ganz kurzer Zeit - wenige Woche nach der Einschulung -schon springen müssen, dazu wäre er aber von der ganzen Arbeitshaltung etc. eben sicher noch nicht bereit gewesen, denn das war ja das Problem, nicht der Schulstoff, den hatte er ja schon eine Weile drauf, hätte also sicher auch die 2. Klasse hingekriegt (v.a. hätte er dann zB. gleich Schreibschrift schreiben dürfen, was sehr hilfreich gewesen wäre... ), aber die Umsetzung und v.a. es so zu machen, wie der/die Lehrer es haben wollen... - einfach viele Kleinigkeiten wie seine Trödelei, seine Weigerung 5 Zeilen "Mimi" zu schreiben usw...).

Ulli0271
05.03.2004, 15:36
Es geht um die soziale Reife - die alleine ist ausschlaggebend.
Mein Sohn wird im Dezember 6, er wird nicht frühzeitig eingeschult und das mit gutem Grund.
Sicher, er kann alle Buchstaben und möchte gerne lesen lernen - aber das ist ja nun nicht alles im Leben. Er ist immer noch ein "kleiner" Bub, er spielt für sein Leben gern, er weint sehr leicht, usw. Meiner Erfahrung nach schafft man es fast immer, so ein Kind durch die VS zu bringen - die Probleme kommen dann später. Ich habe in meiner 1. Klasse ein Mädel drinnen, die erst am 1.12. 10 geworden ist - leistungsmäßig war das kein Problem, aber leider hat sie es von der sozialen Seite her nicht gepackt - es hat bis jetzt gedauert, dass die Mitschüler sie akzeptieren. Sie war total kindisch, hat pausenlos sinnlos gekichert und gemeint, sie muss sich durch doofe Meldungen in den Vordergrund drängen. Und diese Probleme kommen erst in einer weiterführenden Schule zum Tragen, da bin ich mir sicher.
Es gibt genug Möglichkeiten, Kinder daheim zu fördern.. es mag Kinder geben, die einen frühen Schuleintritt verkraften, das will ich nicht bestreiten -aber ich denke, das geht nur, wenn auch die soziale Reife passt!!
lg
ulli

Indigogirl
07.03.2004, 14:36
Vielen Dank für diesen Thread. Einige interessante Überlegungen und Gedankenanstöße dabei.

Ich habe selbst zwei Dezemberkinder, dazu noch Zwillinge, und bin schon gespannt, in welche Richtung sich das bei uns entwickelt.
Ich tendiere auch in die Richtung, nicht schon in Vorhinein eine vorgefaßte Meinung stur durchzuziehen, sondern mal zu schauen, wie sich die Kinder individuell entwickeln und dann erst zu entscheiden.

Allerdings haben wir noch ein wenig Zeit: die beiden sind gerade erst mal 2 geworden.;)

axi
08.03.2004, 13:58
felix war im november 6 und wird also mit fast 7 jahren eingeschult werden.

kognitiv hätte er mit einer früheren einschulung sicher gut umgehen können, jetzt lernt er zuhause selbständig lesen (er muss ja seine yugioh karten lesen können :D)

vielleicht hätte er die frühere einschulung auch von seiner sozialen kompetenz her gut überstanden, wobei ich mir da nicht soo sicher bin.

meine hauptüberlegung war die, dass er ja nicht nur die 1.vs gut machen muss, sondern länger schule geht, und es spätestens in der pubertät wahrscheinlich schwierig für in werden wird, als weitaus jüngster in der klasse.

auch max wird mit 7 jahren eingeschult werden, ausser es stellt sich in den nächsten jahren heraus, dass sein bedürfnis alles kaputt zu machen eigentlich ein zeichen von höchstbegabung ist :D

Chauchat_M
26.03.2004, 12:07
Die meisten Beiträge klingen so nach selbstbestimmter Entscheidung.
Ist es nicht definitiv, und das seit Jahrzehnten so, dass der Stichtag der 31. August ist und alles darüber hinaus die große Ausnahme darstellt?
Ist es nicht so, dass die Tendenz eher dahin geht, Kinder möglichst mit 7 Jahren erst einzuschulen?
O.K. Da gibt es doch auch noch den Gusenbauer-Vorschlag mit dem Schulbeginn mit vier, fünf Jahren.
Aber dann müsste die Schule spielerischer ablaufen in den ersten Jahren.

Die Kindergärtnerin meines Sohnes hat mir vor kurzem erklärt, das Leselernfenster wäre mit vier, fünf Jahren am weitesten offen. Bei Schuleintritt geht es schon wieder langsam zu.

Na, eigentlich geht es um den Schuleintritt. Meine Mutter ist (Mitte November geboren) vorzeitig eingeschult worden und damit wunderbar zurecht gekommen. Ich bin Ende August geboren und auch mit 6 Jahren, meine ganze Schulkarriere lang mitgekommen. Meine Tochte, Mitte August geboren, hat jetzt, in der 2. Klasse Probleme - mit der Motivation und dem Willen, die Arbeiten sorgfältig und zeitgerecht zu erledigen. Aber ich weiß nicht, wie es wäre, wenn sie ein Jahr Vorschule gemacht hätte. Ich fürchte, das Problem wäre das Gleiche.

Ich denke auch, dass sich Probleme erst im Pubertätsalter zeigen können. Als Lehrerin hatte ich einen sehr jungen Schüler in einer 8. Schulstufe, der den anderen in der körperlichen und geistigen Reife bei weitem unterlegen war. Dass er sprachlich und mathematisch den anderen voraus war, hat es nur schlimmer gemacht. Er war einfach der Außenseiter.

Weiß nicht, ob das jetzt konstruktiv war. Jedenfalls - alles Gute, egal mit welcher Entscheidung,
lg,
Chauchat

salsera
30.03.2004, 14:19
Im Moment kann ich als VS - Lehrerin nur eines empfehlen:
Lasst eure Kinder (außer es gibt eine Vorschule an der Schule!) ein Jahr länger im Kindergarten. Der Ablauf sieht nämlich so aus:

1) Bei der Einschreibung werden prinzipiell ALLE Kinder als schulreif aufgenommen (Grund: Geburtenschwache Jahrgänge, überall in Wien müssen Klassen bezw. Schulen geschlossen werden, die Direktoren nehmen daher jeden!)

2) Jeder Lehrer der 1. Klasse sollte (theoretisch) einen Teamlehrer in der Klasse haben, der sich um die Vorschulkinder kümmert - Praxis: Wegen der Sparmaßnahmen haben dieses Jahr viele Lehrer quasi niemanden gehabt - Resultat: Die Vorschulkinder sitzen in der Klasse und machen mit, ohne etwas zu verstehen.

3) Ende der 1. Klasse kann der Lehrer (theoretisch) sagen, für welche Kinder die Klasse das Vorschuljahr war und wer daher die 1. Klasse noch einmal macht.
(Das ist ja prinzipiell schon ein Wahnsinn, den obwohl die Definition ist: Jedes Kind hat für die Grundstufe I 2 Jahre Zeit, schaut die Realität für das Kind so aus: Es steht zum 2. Mal mit der Schultüte da und wiederholt eigentlich!)
Praxis: Der Lehrer muss ALLE Kinder in die 2. Klasse mitnehmen, da er sonst die Mindestklassenschülerzahl von 25 (die uns unsere liebe Regierung mitsamt Lehrerkürzungen aufgebrummt hat) nicht erreicht und die Klasse aufgelöst wird.

4) Resultat: Die Kinder wiederholen dann Ende der 2. Klasse (aber nur wenn es genug Kinder gibt, sonst erst Ende der 3. Klasse), haben nie den Stoff der 1. Klasse ordentlich gelernt, werden jahrelang mitgeschleppt und haben lebenslang große Defizite!

Das war jetzt das worst - case - Szenario, aber ein sehr realistisches: (Ich habe vor 2 Wochen mit 2 Vorschulkindern zu arbeiten begonnen, die in die 2. Klasse aufsteigen müssen - Wissensstand im Moment: Rechnen im ZR 4 (aber nur mit Fingern) und sie kennen schon 5 Buchstaben - das ist ungefähr der Lernstand eines Erstklasslers im Oktober. Ich darf die Kleinen jetzt bis zum Schulschluss schinden und ihnen den Jahresstoff hineindrücken. Super, nicht?

Das einzige, was man tun kann: Macht euch als Eltern dafür stark, dass es wieder Vorschulen gibt, da wurden die Kinder nämlich optimal vorbereitet und trotzdem konnten sie ihren Spieltrieb und Bewegungsdrang ausleben.

Lg, Michaela

P.S: Mein Sohn ist im September geboren und er kommt auf jeden Fall 1 Jahr später in die Schule aus dem einfachen Grund: Heutzutage muss man eh schon bis ins hohe Alter arbeiten, ich gönne im daher vorher noch ein Jahr Freiheit!

:)

Bealee
30.03.2004, 16:06
Vorschulklassen zu haben, ist aber nicht Verdienst "starker" Eltern, da brauchts auch genug Kinder, dh. die Eltern sollten Vorschulkinder in der VS anmelden, wenn genug zusammenkommen, gibts eine Klasse

so geschehen an der Schule meiner Jungs, nach einem (schrecklichen) Jahr ohne Vorschulklasse wurde ein außerordentliches Schulforum einberufen und in den umliegenden Kindergärten dieses Angebot plaziert

(mein Sohn wurde übrigens vorzeitig in die 1. Kl. aufgenommen, trotz Vorschulklasse, und das war kein "sowieso-für-schulreif-Erklären")

aber wie schon mehrmals gesagt: das soll vom Kind abhängig gemacht werden, nicht vom "Spiel-Verlangen" der Eltern oder von überzogenen Vorstellungen der Eltern/Umwelt, geschweige denn von geburtenschwachen Jahrgängen...

Mela
30.03.2004, 22:08
Hallo!

Ich kann Bealee nur zustimmen.
Ich denke nicht, dass es darum geht, sein Kind als besonders gescheit oder dumm/verspielt abzustempeln, sondern dass es um die Bedürfnisse des Kindes geht.

Manche Kinder wollen in die Schule gehen, fangen schon alleine an, lesen zu lernen, zu rechnen - warum sollte man solche Kinder in ihrer ganz persönlichen Entwicklung stoppen?

Andere Kinder haben mit fast 6 Jahren noch kein Interesse an "schulischen Themen", also warum dann dazu drängen??

Sebastian ist im November geboren und hat eine 16 Monate ältere Schwester.
Mit 5 Jahren konnte er bereits lesen und rechnete auch schon alles mit, was Julia in der Schule lernte.
Und ich hab das bis Weihnachten gar nicht gewusst! Julia hats ihm beigebracht - beim Schulespielen im Kinderzimmer :eek:

Und da stand dann für mich fest, dass ich ihn vorzeitig einschulen lassen würde.

Dazu kommt, dass er schon früher aus der Krippe in den Kindergarten kam - er kannte alle seine Freunde und auch die Kindergärtnerin von Anfang an - und fast alle (über die Hälfte der Kinder in der Gruppe) kamen in die Schule.

Fakt ist, dass er zu einer anderen Kindergärtnerin gekommen wäre - und "seine" Kindergartengruppe mit den Kindern aus der Krippe wieder voll besetzt wurde -> d.h. er wäre der älteste gewesen und der Grossteil der Kinder gerade mal 3!!

In welche Richtung sich sein Verhalten dann geändert hätte, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Langer Rede kurzer Sinn: Sebastian geht gerne in die Schule, ist sehr wissbegierig, leider manchmal noch immer unterfordert, da er vor allem in Mathematik noch immer mit Julia mitlernt, und ihn das, was gerade in seiner Klasse durchgenommen wird, nicht mehr interessiert.....

Weil auch das "Verspieltsein" angesprochen wurde: Sebastian ist seeeeehr verspielt, und er kann auch heute noch nicht ruhig sitzen - das ist es absolut egal, ob er in einer zweiten oder dritten klasse sitzen würde :D

@ Agnes und Bealee: Ich würds wieder tun :) :D

Lg
Mela

lucky75
30.03.2004, 23:33
Original geschrieben von Mela
@ Agnes und Bealee: Ich würds wieder tun :) :D

Lg
Mela

Doch wieder eine Stimme mehr DAFÜR :D - gut, daß ich bei der Suche nach Meinungen/Erfahrungen, ein deutlichere Tendenz erfahren habe, sonst wäre ich vielleicht noch unsicherer geworden *gg*!

Momentan bin ich nur fast täglich froh, auf mein Gefühl gehört zu haben (denn das war es vorwiegend was mich verunsicherte) und Alina nicht angemeldet zu haben als "Kann-Kind", denn gerade in letzter Zeit fällt mir häufig auf, daß sie "Niederlagen" nur schwer verkraften kann, jetzt weniger im Spiel verlieren (da ist es nicht so krass komischerweise), aber z.B. wenn sie was zeichnet oder so und es haut nicht so hin, oder sie will Namen vorgeschrieben haben, schreibt sie ab und vertut sich einmal in der Zeile - das sind wahre Katastrophen :eek: :rolleyes: Es kommt keine Kritik von uns, nie, im Gegenteil, aber sie stellt so derartig hohe Ansprüche an sich selbst offenbar, die sie gar nicht erfüllen kann :(

Oder aktuelles Beispiel: Tag des Begräbnisses meiner Oma :herz:, also Alina´s Urli, sie malt einen Abschiedbrief, den sie ihr mit ins Grab geben will, sie bemüht sich sichtlich, sitzt lange, vertieft und konzentriert, wir packen den Brief ein und als wir beim Grab sind erinnere ich sie dran und auf einmal will sie ihn nicht mehr reingeben. Gut, ich laß sie denke mir vielleicht hat sie, doch das nun alles etwas überfordert, oder so... Später frage ich nach, wieso sie den Brief nicht der Urli geben wollte und als Antwort kam, weil ein Fehler drin ist, ich lasse mir die Zeichnung zeigen und frage nach dem Fehler, es waren die Beine der Katze, die sind nicht so gelungen und sie wollte sie ausbessern und nun sah es aus, als hätte sie ein Kleid an.... Ich musste mir den Mund fusselig reden von wegen ist nicht so schlimm, ist halt eine lustige Katze, die Urli würde das garantiert nicht stören usw. etc. bla, bla. Ich machte Alina den Vorschlag, wir könnten wenn sie will den Brief oder auch einen neuen, später auch noch zum Friedhof bringen und einfach bei den Blumen dazustecken. Alina bat um Bedenkzeit und als wir 2 Tage später wieder zu dem Grab gingen, steckte sie ihn voller Stolz ins einen Kranz. Aber momentan war eben dieser kleine Fehler wieder ein kleiner Weltuntergang (abgesehen davon, daß diese meist auch noch mit wütendem Weinen, schreien, trotzen, stampen etc. einhergehen).

Ich weiß nicht wieso es momentan soooo auffällig ist, vielleicht nur eine Phase, aber auf jeden Fall wäre sie so garantiert schnell unglücklich in der Schule und mit zunehmendem Alter/Reife, sollte sich das ja auch bessern.

Was nämlich das Schlimmste an dem Ganzen ist, sie will dann oft gar nichts probieren, weil es vielleicht schief gehen könnte oder nicht gleich klappen könnte. Z.b. Aximo, falls dieses Spiel jem. kennt, wo man so Steckdinger einfädelt und es ergibt dann ein Bild (blöde Erklärung, aber mir fällt um die Zeit keine bessere mehr ein), wenn da ein od. 2 x ein Fehler drin ist, pfeift sie drauf.

Andromache
10.04.2004, 17:33
Hallo!
s ist zwar noch extrem früh, aber trotzdem mache ich mir meine Gedanken schon jetzt. Eigentlich schon seit vielen, vielen Jahren.
Wir haben ein Februar-Kind. Ich selbst war ein Ende-Jänner-Kind und wurde mit 61/2 eingeschult. Das war meiner MEinung nach einfach zu spät. Ich habe mich furchtbar fadisiert und hatte noch dazu meine ganze Schulzeit über, vor allem aber in der VS und in der AHS-Unterstufe Probleme mit Hänseleien und Ausgeschlossen-Werden, weil ich viel viel größer war als alle anderen und noch dazu immer die besten Noten hatte ohne zu lernen. Wenn sich Sophia, was zu erwarten ist, größenmäßig ebenfalls so entwickelt wie ich (und auch der Papa war immer der Größte in der Klasse und wurde ausgeschlossen) und sie sich auch sonst schon für Schule interessiert, würde ich alles dafür geben, sie schon mit 51/2 einzuschulen. Nur, wie stellt man das an? Was müssen denn die Kinder können beim Einstufungstest? das kommt ja auf die Tagesverfassung an und vielleicht erwischt man gerade einen blöden Tag und dann wird sie für nicht reif erklärt...
Ich habe mir außerdem gedacht, früher einschulen geht nicht mehr und sah mich schon kämpfen bis zur obersten Instanz...
Also bitte, Leute, klärt mich auf...

Bealee
10.04.2004, 18:42
Stichtag für die Möglichkeit, vorzeitig einzuschulen, ist meines Wissens nach der 31.12., somit fällt der Geburtstag deines Zwucks ohnehin aus dem Zeitrahmen.

In der Klasse meiner Tochter sind die meisten Kinder spät eingeschult, dh. das ist eine sehr "alte" Klasse, da die Direktorin vorzeitige Einschulungen rundweg ablehnt, mein Sohn ist in seiner Klasse einer der Größten, obwohl einige Kinder ein Jahr älter sind... (ich war die Zweitjüngste in der Klasse und immer eine der 3 größten Mädchen und nicht ausgeschlossen, also so starr und fix auf selbst Erlebtes würde ich das nicht beschränken)

lucky75
11.04.2004, 12:43
Original geschrieben von Bealee
Stichtag für die Möglichkeit, vorzeitig einzuschulen, ist meines Wissens nach der 31.12., somit fällt der Geburtstag deines Zwucks ohnehin aus dem Zeitrahmen.


Korrekt!!

@Andromache:
Mit 5 1/2 hast in Österreich meines Wissens nach keine Chance eine Kind "richtig" einzuschulen, da gibt es nur diesen "Gastschülerstatus", aber auch das geht alles andere als einfach und macht meines Erachtens auch nur in wirklichen Ausnahmefällen Sinn.

Sollte Deinem Kind wirklich fad sein und es in allen Bereichen unterfordert sein, kannst es immer noch eine Klasse überspringen lassen.

Alex32
13.04.2004, 18:55
noch eine lehrerinnenstimme GEGEN frühzeitiges einschulen!

auch ich habe viele kinder erlebt, die im oktober oder dezember geboren wurden und vor ihrem 6. geburtstag als "angeblich schulreif" eingeschult wurden und sich die ganze volksschulzeit nur geplagt haben.

lasst den kindern doch noch das intensive spielen im kindergarten - die meisten arbeiten eh schon im letzten jahr mit "vorschul"materialien!

Bealee
13.04.2004, 21:02
Original geschrieben von Alex32
noch eine lehrerinnenstimme GEGEN frühzeitiges einschulen!

auch ich habe viele kinder erlebt, die im oktober oder dezember geboren wurden und vor ihrem 6. geburtstag als "angeblich schulreif" eingeschult wurden und sich die ganze volksschulzeit nur geplagt haben.

lasst den kindern doch noch das intensive spielen im kindergarten - die meisten arbeiten eh schon im letzten jahr mit "vorschul"materialien!
wogegen allerdings mein Sohn und Mela's sprechen...
ich hab einfach was gegen Verallgemeinerungen

Teres
13.04.2004, 21:57
Original geschrieben von Bealee
wogegen allerdings mein Sohn und Mela's sprechen...
ich hab einfach was gegen Verallgemeinerungen na sarah schaffts auch sehr gut in der schule... in deutsch zumind. mit abstand die klassenbeste...und auch die jüngste. muß mal gesagt werden;)

vor allem hätte sie im KiGa noch ein weiteres jahr gelitten, weil es für sie so grauenhaft war... nein...durch die schule ist das mädl sowas von aufgeblüht:herz:

Bealee
13.04.2004, 22:08
ups - Sarah !!! 'schuldigung, ich verganz gaß :D

Teres
13.04.2004, 22:38
Original geschrieben von Bealee
ups - Sarah !!! 'schuldigung, ich verganz gaß :D siehst...da gibts nun schon ein paar kinder, bei denen diese negativthesen nicht stimmen.
wo sind die anderen kinder? gibts keine hier im forum, die früheinschulkinder haben?

Bealee
14.04.2004, 00:41
Original geschrieben von Teres
wo sind die anderen kinder? gibts keine hier im forum, die früheinschulkinder haben?
schau mal bei der Abstimmung: 2 Buben und 1 Mädchen... :rolleyes: wer ist das wohl ;)

honeypie
16.04.2004, 17:06
Original geschrieben von Teres

wo sind die anderen kinder? gibts keine hier im forum, die früheinschulkinder haben?

Schon, aber ich trau mich nicht abstimmen, weil es mein Stiefkind ist. Und weil sie eigentlich gegen unseren Willen früher eingeschult wurde, d. h., sogar ohne uns vorher um unsere (vor allem seine!) Meinung zu fragen ... :rolleyes:

Also, Mädchen, Dezember. :)

Teres
16.04.2004, 22:08
Original geschrieben von honeypie
Schon, aber ich trau mich nicht abstimmen, weil es mein Stiefkind ist. Und weil sie eigentlich gegen unseren Willen früher eingeschult wurde, d. h., sogar ohne uns vorher um unsere (vor allem seine!) Meinung zu fragen ... :rolleyes:
O.T.:
also ich hab wenigstens meinen exmann um sein einverständnis gefragt, wobei er NATÜRLICH dagegen war! er und die gerichtspsychologin waren dagegen. sie drohte mir sogar das sorgerecht nicht zuzuerkennen, wenn ich sarah verfrüht einschule!!!!:eek:
dann aber erst recht! denn ich glaube meine tochter besser zu kennen, wie sonst ein mensch auf dieser erde. deswegen ließ ich das kind vor schulbeginn auf biegen und brechen prüfen (versch. tests).
es war im nachhinein die richtige entscheidung. die richterin war übrigens meiner meinung.

honeypie
16.04.2004, 23:01
Glaub ich dir, Teres.

Nur bei uns war's so: Sie hat versprochen, es vorher mit ihm zu besprechen. Dann hats das Kind angemeldet (die Schule hat übrigens der Scheidungsgrund ausgesucht, gell) und es dem Vater NACHHER gesagt.

Super find ich das nicht. Aber jetzt kann mans auch nicht mehr ändern ...

Teres
16.04.2004, 23:22
Original geschrieben von honeypie
Sie hat versprochen, es vorher mit ihm zu besprechen. Dann hats das Kind angemeldet (die Schule hat übrigens der Scheidungsgrund ausgesucht, gell) und es dem Vater NACHHER gesagt. ja, das ist nicht ok.
und wie gehts ihr jetzt in der schule?

honeypie
17.04.2004, 14:21
Eh gut. Dass sie es packen wird, haben wir gar nicht bezweifelt. Und ging es um was anderes: Ob sie es sozial auf die Reihe kriegt, ob ihr wirklich damit gedient ist, dass sie jeden Tag lernen muss usw. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es für sie so gut war.

Aber wir jammern ihr das um Gottes Willen nicht vor.
Gute Noten hat sie jedenfalls. Nur, sie ist z. B. die Einzige in der Klasse, die noch eine Zahnlücke vorne hat ... sowas ist nicht allen Kindern wurscht, und nicht jedes kann sich gut gegen so viele ältere Kinder behaupten. Verstehst du, was ich meine?

Teres
17.04.2004, 20:58
Original geschrieben von honeypie
. Nur, sie ist z. B. die Einzige in der Klasse, die noch eine Zahnlücke vorne hat ... sowas ist nicht allen Kindern wurscht, und nicht jedes kann sich gut gegen so viele ältere Kinder behaupten. Verstehst du, was ich meine? hehe...in sarahs klasse gibts noch viele zahnluckerte:D.
ja, das behaupten ist ein problem. sarah ist da auch eher eine mit weniger selbstvertrauen... aber sie schaffts laut lehrerinnen recht gut. weil sie über den dingen steht, sie ist so aufgeklärt und weißt einfach soviel, dass es sie nicht besonders juckt, was die anderen kindischerweise tun.
und es sind zu ihren freundinnen nur 2 monate altersunterschied.

honeypie
17.04.2004, 21:29
Teres, sie geht in die dritte Klasse ... ;) - von wegen zahnluckert.

Na, das mit dem Behaupten, das kann ich halt nicht soooo gut beurteilen, weil ich ihren Alltag nicht so gut kenne. Aber sie hat Freundinnen, sie kommt zurecht, und nur das zählt!

Elke
19.04.2004, 08:26
Original geschrieben von salsera
h habe vor 2 Wochen mit 2 Vorschulkindern zu arbeiten begonnen, die in die 2. Klasse aufsteigen müssen - Wissensstand im Moment: Rechnen im ZR 4 (aber nur mit Fingern) und sie kennen schon 5 Buchstaben - das ist ungefähr der Lernstand eines Erstklasslers im Oktober. Ich darf die Kleinen jetzt bis zum Schulschluss schinden und ihnen den Jahresstoff hineindrücken. Super, nicht?

:) [/B]

Spät aber doch hab ich diesen Thread entdeckt. Diese krassen Erfahrungen in Ehren, aber das, was du mit den 2 Vorschulkindern beschreibst, ist ungefähr Sarahs Wissensstand mit 3,5 Jahren. Mit 5 3/4 zum Schulanfang hat sie gelesen und im 100er Raum gerechnet. Sie geht jetzt in die 3. Klasse und ich bedauere eher, dass sie nicht von der 1. in die 3. gesprungen ist. Die 2. Klasse war komplett für die Katze.

Aja, Sarah hat am 22.12. Geburtstag.

lg
Elke

Dolphin
12.05.2004, 07:20
Hallo Bealee,

der eine Junge dam von mir :D

lg Claudia

Bealee
12.05.2004, 08:32
kam ? ;)

aja, Elke hat ja ein Mädl *lichtaufgeh*

also Mela, du und ich - nicht viel für ein ganzes Forum, aber in meinem (und in Mela's laut ihren Erzählungen) GENAU die richtige Entscheidung!

Sonja5
13.05.2004, 00:08
Original geschrieben von Bealee
liebe Brie,

erstens würd ich dank 2er Dezemberkinder (Mädl und Bub) gern 2 x ankreuzen :rolleyes:



Hätte ich auch gerne :D

Meine gehen devinitiv erst mit 6 3/4, weil sie Frühchen sind und somit Entwicklungsverzögert.

-Bine-
13.05.2004, 18:42
hab ja auch ein dezemberkind, wie du weißt :D
also ich werde michelle "beobachten" ob sie dann schon unterfordert ist in der gruppe, oder ob sie es noch ein jahr "aushält" kommt hatl auch immer auf die kinder in der gruppe an. wie mela geschrieben hat, würds sicher nix bringen, wenn ich weiß sie kann schon lesen, rechnen usw. und sie sitzt dann als womöglich einziges vorschuldkind der gruppe unter lauter 3jährigen (haben ja auch familiengruppen).

JETZT kann ich es noch nicht sagen. JETZT würd ich sagen, ich geb sie "normal" in die schule, also mit 6 3/4, aber JETZT muss ich mich ja noch net entscheiden :D

alles weitere entscheidet sich frühestens im nächsten jahr....

kommt ja auch immer auf das kind selbst an, verallgemeinerungen bringen da glaub ich nix. nur weil der huber vom nebenhaus sein kind mit 5 3/4 eingeschult hat, muss es die maria aus dem 20er haus ja net auch tun ;)

hab daher mal mit Mädchen 6 3/4 abgestimmt.

lg und alles liebe
bine:herz: