Mirrooli
04.04.2008, 12:03
In meiner gesamten Schwangerschaft habe ich das Thema Kaiserschnitt gemieden und hätte niemals gedacht, dass Luise auf diesen Weg ins Leben tritt. Dementsprechend schwer konnte ich mich auch damit abfinden. Die letzten Wochen der Schwangerschaft waren einfach ein psychischer Horror für mich. Luise lag Mitte Dezember in SL und hat sich ein paar Tage nach dem US in BEL gelegt. Ich war bis zum Schluss guter Hoffnung, dass sie sich wieder in die richtige Position dreht. Ab Ende Jänner musste ich wöchtenlich ins Krankenhaus um die Lage zu überprüfen. Nachdem selbst die äussere Wendung nichts gebracht hat, bekamen wir den Termin für den Kaiserschnitt.
Montag Nachmittag sind wir ins Krankenhaus und ich habe dann ein 2Bett Zimmer bezogen. Leider musste ich aber dann wieder umziehen – in ein 6Bett Zimmer, da eine Privat-Patientin ins Krankenhaus kam, die Anrecht auf ein 1Bettzimmer hatte und ich bis dato noch allein im Zimmer lag. Ich war zwar nicht besonders erfreut, aber vor lauter Aufregung konnt ich mich wenigstens nicht so vor dem Kaiserscnitt fürchten. Die Nacht war allerdings ein absoluter Horror, denn mit 5 anderen Müttern und 5 Babies im Zimmer zu schlafen, war absolut unmöglich für mich.. Ausserdem konnte ich es noch immer nicht glauben, dass ich ein paar Stunden später meine Maus in den Armen halte.
Am Dienstag um 06.00 Uhr bekam ich den Einlauf, ich war natürlich schon putzmunter. Eine Stunde später war schon mein LG da und half mir die blöden Stützstrümpfe anzuziehen. In der Zwischenzeit hab ich auch eine Menge Infusionen bekommen, wo ich bis heute nicht weiß, was mir da alles eingeflösst wurde. Die Aufregung stieg immer mehr und um ca. 08.00 Uhr kam die zuständige Hebamme und fuhr mit mit meinem Bett in ein Kreiszimmer. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht wer den Kaiserschnitt durchführen wurde. Beim Weg zum OP haben wir OA Dr. Putz während der Visite getroffen – er meinte zu mir, dass wir uns gleich sehen! Da er auch die Wendung bei uns versucht hat, war ich überglücklich, dass er die OP durchführt!
Im Kreiszimmer angelangt haben sich die Anästistinnen vorgestellt, es wurde noch ein CTG gemacht und 10 min später wurde ich schon in den Sectio OP gebracht. LG musste draussen warten und hat sich ganz süß von mir verabschiedet.. Das letzte Bussi mit dicken Bauch.
Im OP angelangt musste ich mich auf den Mini-OP Tisch setzen, mich an den Oberschenkeln eines jungen Mannes in grün anhalten und den Rücken krümmen. Eine ganz süße, etwas ältere Anästistin setzte die Vereisungsspritze, die leider sehr schmerzte. Die Spinale habe ich dafür nicht mehr gespürt. Ich hatte die ganze Zeit totale Angst, dass ich falsch dasitze und ich verstochen werde..
Dann ging alles ganz schnell, ich wurde auf den Mini-OP Tisch gelegt und auf einmal waren soo viele Leute um mich rum. Und ich dachte mir nur – OMG, die können doch noch nicht anfangen, die Spinale muss doch noch wirken. Dann merkte ich, dass unten zwischen den Beinen jemand rumfummelte und mir schon der Katheder gesetzt wurde.. und ich spürte nichts.
OA Dr. Putz kam in den OP, sah meinen Bauch und sagte nur er brauche ein Lineal, damit er den Schnitt schön hinbekommt. Offensichtlich war mein Bauch wieder so schief. Die beiden Anästisstinnen standen ständig bei meinem Kopf, die eine bat ich meine Hand zu halten. Ich habe sogut wie nichts mitbekommen, weil die beiden die ganze Zeit mit mir plauderten und mich ablenken. Ich habe am ganzen Körper gezittert und gescheppert. Und um 08.36 Uhr war sie plötzlich da... über dem grünen Tuch wurde mir unser Mäuschen gezeigt.. Als erstes sind mir ihre dicken Stirnfalten aufgefallen, und sie schrie wie am Spieß. Die Hebamme brachte sie dann zum Kinderarzt und danach zu meinem LG. Leider wurde Luise bei dem Schnitt in den Fuß geritzt, musste aber gsd nicht genäht werden, sondern wurde nur mit einem Mini-Pflaster versorgt. Von dem hab ich aber während der OP nichts mitbekommen. Nachdem ich sie das erste Mal gesehen habe, war es überhaupt vorbei mit mir. Ich war so überwältigt, hab noch mehr gezittert und geweint. Die eine Anästisistin hat weiter mit mir geplaudert während die andere verschwunden ist und ein paar Minuten später mit unserem kleinen Schatz wiederkam. Ich konnte Luise das erste Mal ein Küsschen geben und Hallo sagen. Dann wurde sie wieder zum Papa gebracht.
Das Nähen ging auch sehr schnell, ich glaube, ich war insgesamt max. 45 min im OP. Danach wurde ich wieder auf mein Bettchen gehoben. Hier habe ich mich wie ein Wahlross gefühlt, weil sich die Pfleger so angestrengt haben und ich unfähig war meine Beine zu bewegen. Danach wurde ich wieder ins Kreiszimmer gebracht, wo bereits mein LG und meine süße kleine Tochter auf uns warteten. Ich bekam sie sofort auf die Brust gelegt und ganz stolz verkündete mein LG mir die Daten unserer Maus. Sie war 2.800g schwer, 49cm groß und hatte einen Kopfumfang von 49cm. Wir haben auch erfahren, dass Luise nicht in BEL lag, sondern in vollkommener Fußlage, deswegen wurde sie auch in den Fuß geritzt.
Die nächsten Stunden gehörten nur uns – wir waren bis um 14.00 Uhr in unserem Kreiszimmer und haben gekuschelt und geknuddelt. Leider musste Luise für eine Stunde in den Inkubator, weil ihre Füßchen und Händchen blau anliefen, aber diese Stunde nutzte ich um zu schlafen und LG um zu essen.
Um ca. 14.00 Uhr sind wir dann in unser Zimmer gebracht worden. Wir haben wieder ein 2Bett Zimmer bekommen in dem ich bis zur Entlassung blieb.
Die Tage danach waren nicht besonders schön, mein Kreislauf klappte immer wieder zusammen und das Aufstehen war schrecklich. Das Stillen klappte ganz gut, Luise hatte in den ersten 2 Tagen 180g abgenommen, bei der Entlassung hat sie allerdings schon wieder das Geburtsgewicht erreicht.
Auch wenn ich mir so sehr eine natürliche Geburt gewünscht habe und ich mir immer dachte, bei einem Kaiserschnitt etwas zu versäumen, möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Es war ein unglaublicher Moment unser Mäuschen zum ersten Mal zu sehen und zu knuddeln. Und es war defintiv ein schönes Geburtserlebnis – trotz Kaiserschnitt. Und auch wenn ich heute daran zurück denke, kommen mir die Tränen.. und ich bin unheimlich dankbar, dass Luise gesund und munter ist!
http://srv026.pixpack.net/20080404120133433_nemsbtruus.jpg (http://pixpack.net/show/20080404120133433/nemsbtruus)
Montag Nachmittag sind wir ins Krankenhaus und ich habe dann ein 2Bett Zimmer bezogen. Leider musste ich aber dann wieder umziehen – in ein 6Bett Zimmer, da eine Privat-Patientin ins Krankenhaus kam, die Anrecht auf ein 1Bettzimmer hatte und ich bis dato noch allein im Zimmer lag. Ich war zwar nicht besonders erfreut, aber vor lauter Aufregung konnt ich mich wenigstens nicht so vor dem Kaiserscnitt fürchten. Die Nacht war allerdings ein absoluter Horror, denn mit 5 anderen Müttern und 5 Babies im Zimmer zu schlafen, war absolut unmöglich für mich.. Ausserdem konnte ich es noch immer nicht glauben, dass ich ein paar Stunden später meine Maus in den Armen halte.
Am Dienstag um 06.00 Uhr bekam ich den Einlauf, ich war natürlich schon putzmunter. Eine Stunde später war schon mein LG da und half mir die blöden Stützstrümpfe anzuziehen. In der Zwischenzeit hab ich auch eine Menge Infusionen bekommen, wo ich bis heute nicht weiß, was mir da alles eingeflösst wurde. Die Aufregung stieg immer mehr und um ca. 08.00 Uhr kam die zuständige Hebamme und fuhr mit mit meinem Bett in ein Kreiszimmer. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht wer den Kaiserschnitt durchführen wurde. Beim Weg zum OP haben wir OA Dr. Putz während der Visite getroffen – er meinte zu mir, dass wir uns gleich sehen! Da er auch die Wendung bei uns versucht hat, war ich überglücklich, dass er die OP durchführt!
Im Kreiszimmer angelangt haben sich die Anästistinnen vorgestellt, es wurde noch ein CTG gemacht und 10 min später wurde ich schon in den Sectio OP gebracht. LG musste draussen warten und hat sich ganz süß von mir verabschiedet.. Das letzte Bussi mit dicken Bauch.
Im OP angelangt musste ich mich auf den Mini-OP Tisch setzen, mich an den Oberschenkeln eines jungen Mannes in grün anhalten und den Rücken krümmen. Eine ganz süße, etwas ältere Anästistin setzte die Vereisungsspritze, die leider sehr schmerzte. Die Spinale habe ich dafür nicht mehr gespürt. Ich hatte die ganze Zeit totale Angst, dass ich falsch dasitze und ich verstochen werde..
Dann ging alles ganz schnell, ich wurde auf den Mini-OP Tisch gelegt und auf einmal waren soo viele Leute um mich rum. Und ich dachte mir nur – OMG, die können doch noch nicht anfangen, die Spinale muss doch noch wirken. Dann merkte ich, dass unten zwischen den Beinen jemand rumfummelte und mir schon der Katheder gesetzt wurde.. und ich spürte nichts.
OA Dr. Putz kam in den OP, sah meinen Bauch und sagte nur er brauche ein Lineal, damit er den Schnitt schön hinbekommt. Offensichtlich war mein Bauch wieder so schief. Die beiden Anästisstinnen standen ständig bei meinem Kopf, die eine bat ich meine Hand zu halten. Ich habe sogut wie nichts mitbekommen, weil die beiden die ganze Zeit mit mir plauderten und mich ablenken. Ich habe am ganzen Körper gezittert und gescheppert. Und um 08.36 Uhr war sie plötzlich da... über dem grünen Tuch wurde mir unser Mäuschen gezeigt.. Als erstes sind mir ihre dicken Stirnfalten aufgefallen, und sie schrie wie am Spieß. Die Hebamme brachte sie dann zum Kinderarzt und danach zu meinem LG. Leider wurde Luise bei dem Schnitt in den Fuß geritzt, musste aber gsd nicht genäht werden, sondern wurde nur mit einem Mini-Pflaster versorgt. Von dem hab ich aber während der OP nichts mitbekommen. Nachdem ich sie das erste Mal gesehen habe, war es überhaupt vorbei mit mir. Ich war so überwältigt, hab noch mehr gezittert und geweint. Die eine Anästisistin hat weiter mit mir geplaudert während die andere verschwunden ist und ein paar Minuten später mit unserem kleinen Schatz wiederkam. Ich konnte Luise das erste Mal ein Küsschen geben und Hallo sagen. Dann wurde sie wieder zum Papa gebracht.
Das Nähen ging auch sehr schnell, ich glaube, ich war insgesamt max. 45 min im OP. Danach wurde ich wieder auf mein Bettchen gehoben. Hier habe ich mich wie ein Wahlross gefühlt, weil sich die Pfleger so angestrengt haben und ich unfähig war meine Beine zu bewegen. Danach wurde ich wieder ins Kreiszimmer gebracht, wo bereits mein LG und meine süße kleine Tochter auf uns warteten. Ich bekam sie sofort auf die Brust gelegt und ganz stolz verkündete mein LG mir die Daten unserer Maus. Sie war 2.800g schwer, 49cm groß und hatte einen Kopfumfang von 49cm. Wir haben auch erfahren, dass Luise nicht in BEL lag, sondern in vollkommener Fußlage, deswegen wurde sie auch in den Fuß geritzt.
Die nächsten Stunden gehörten nur uns – wir waren bis um 14.00 Uhr in unserem Kreiszimmer und haben gekuschelt und geknuddelt. Leider musste Luise für eine Stunde in den Inkubator, weil ihre Füßchen und Händchen blau anliefen, aber diese Stunde nutzte ich um zu schlafen und LG um zu essen.
Um ca. 14.00 Uhr sind wir dann in unser Zimmer gebracht worden. Wir haben wieder ein 2Bett Zimmer bekommen in dem ich bis zur Entlassung blieb.
Die Tage danach waren nicht besonders schön, mein Kreislauf klappte immer wieder zusammen und das Aufstehen war schrecklich. Das Stillen klappte ganz gut, Luise hatte in den ersten 2 Tagen 180g abgenommen, bei der Entlassung hat sie allerdings schon wieder das Geburtsgewicht erreicht.
Auch wenn ich mir so sehr eine natürliche Geburt gewünscht habe und ich mir immer dachte, bei einem Kaiserschnitt etwas zu versäumen, möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Es war ein unglaublicher Moment unser Mäuschen zum ersten Mal zu sehen und zu knuddeln. Und es war defintiv ein schönes Geburtserlebnis – trotz Kaiserschnitt. Und auch wenn ich heute daran zurück denke, kommen mir die Tränen.. und ich bin unheimlich dankbar, dass Luise gesund und munter ist!
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