Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wenn die Erziehungsvorstellungen der Eltern....
.....so weit auseinander liegen, was tun?:(
Bis vor kurzem war ich in Karenz, 2 Jahre lang. In diesen 2 Jahren hab ich oft Gelegenheit gehabt mich durch Elternzeitschriften, Ratgeber, Eltern-Kind-Zentren (DANKE!), Internet, Hebi-Forum;), jede Menge Anregungen und Tipps zu holen die man so braucht um ein Kind großzuziehen.
In diesen 2 Jahren hat mein Mann gearbeitet und den restlichen Alltag (seine Interessen berücksichtigend) mitgelebt. Bis vor kurzem hats auch funktioniert. Nun ist es so das sich seine Arbeitszeit extrem geändert hat (Nachmittags/Abends), die Kleine geht in den Kiga, ich arbeite am vormittag. Er sieht sie sehr wenig.
Knachpunkt: sie hat das trotzen entdeckt:(:D. LGs und meine Reaktionen gehen weit auseinander. Ich laß sie tun, tröste sie dann, lenke sie ab und dann gehts wieder. LG läßt sich das Trotzen nicht gefallen, ärgert sich, dann ist es ihm wurscht und schiebt sie mir zu.
Ich hab schon mit einem Psychologen bei der MAG 11 gesprochen der sofort erkannt hat das LG unsere Tochter zu wenig kennt..... Dadurch das er sich nie mit dem Thema Erziehung auseinandergesetzt hat kommt es jetzt zu Probleme, vor allem am WE wann wir alle zusammen sind.
Es geht nicht nur um die Trotzphase, sondern auch ums Reden (er bessert sie andauernd aus), zusammenräumen (er liegt auf der Couch und schimpft mir ihr das sie endlich zusammenräumen soll), überhaupt die Vorbildfunktion als Elternteil, die positive Aura fehlt meistens.....:( Versuche ich ihm meine "Erkenntnisse" zu erläutern, kommt ein: du weißt es immer besser....
Ich hab ihm angebote ein bißchen "Literatur" zu den Themen zu besorgen und kann mir sagen lassen er braucht keine, er kennt Erziehung nicht anders (hatte eine schwierige Kindheit). Auf meine Frage obs ihm überhaupt interessiert sagt er mir: du hast sowieso das alleinige Sorgerecht:eek: (wir sind nicht verheiratet, da ich nicht österreichische Staatsbürgerin bin hätten wir die gemeinsame Obsorge beim Konsulat beantragen müssen, war ihm zu mühsam....)
Ich bin enttäuscht und ratlos.
Ich kann sehr gut nachvollziehen wo dein Problem liegt, der Vater (EX) meiner Zwillies war extrem pedant und hatte auch so ziemlich verquere Ansichten was Erziehung anbelangt. Nur, bei uns war es so, dass es meinen Sohn betroffen hat, weil die zwei Mädels noch zu klein waren. Es durfte z.B. kein Stift aus dem Federpennal fehlen (Katastrophe) oder ein Fussel auf dem Teppich liegen - den hob er dann auf und verlangte Erklärung was denn das sei und woher das denn komme.
Jedenfalls, lange Rede, kurzer Sinn - diese Verhaltensweise hat unter anderem letztendlich zur Trennung geführt - weil mich der Gedanke, die Kinder könnten diese verkorksten Verhaltensweisen annehmen, wahnsinnig machte.
Ich hoffe, es kommt bei euch nicht so weit - und ihr findet eine andere Lösung.
-Fleur-
Ich kann dich annähernd verstehen, bei uns ist es nicht so krass, eigentlich sind wir uns bis auf Details im großen und ganzen einig, aber es hat mich auch einiges an Überzeugungsarbeit gekostet, dass mein Mann (wenn auch nur auf dem stillen Örtchen) Literatur zum Thema liest. Ich hab nämlich keine Lust darauf, im Falle des Falles vor Ort zu diskutieren, lieber ist mir, er kennt die Richtung, und ich fang nicht bei Adam & Eva an. (Und gegen die Richtung hat er ja grundsätzlich nichts, nur hat er sich damit noch nicht so auseinandergesetzt, deshalb seh ich manches anders als er und umgekehrt. Was ja nicht grundsätzlich schlecht sein muss.)
Der Spruch mit dem Sorgerecht würde mich zu einer Grundsatzdebatte hinreißen, in der ein für alle Mal geklärt wird, dass er sich genauso zuständig zu fühlen hat wie ich. Reicht ja, wenn das Kind in der Trotzphase ist, da brauch ich keinen trotzenden Partner. Sowas würd mich sehr kränken, und genau so würd ich ihm das sagen.
Leider nicht sehr hilfreich...
lg
paprika
1.) finde ich erziehungstipps aus der elternzeitschrift nicht unbedingt gut (ist eine sehr konsumorientierte zeitung)
2.) ist so ein mann nicht sehr produktiv und sich auf seine schlechte kindheit ausreden geht gar nicht immerhin ist er jetzt volljährig und kann sachen ändern
3.) rede mit ihm einmal in ruhe und machi hm klar entweder auf einem strang ziehen oder er braucht gar nichts sagen, man kann ja kompromisse machen das es ihm auch etwas besser passt..
viel kraft
Knachpunkt: sie hat das trotzen entdeckt:(:D. LGs und meine Reaktionen gehen weit auseinander. Ich laß sie tun, tröste sie dann, lenke sie ab und dann gehts wieder. LG läßt sich das Trotzen nicht gefallen, ärgert sich, dann ist es ihm wurscht und schiebt sie mir zu.
Ich hab schon mit einem Psychologen bei der MAG 11 gesprochen der sofort erkannt hat das LG unsere Tochter zu wenig kennt..... Dadurch das er sich nie mit dem Thema Erziehung auseinandergesetzt hat kommt es jetzt zu Probleme, vor allem am WE wann wir alle zusammen sind.
Ich liebe Psychologen :mad: ... Ihr habt beide einen anderen Erziehungsstil, und fertig. Mein Mann packt diese Trotzerei und Herumschreierei auch nicht. Aber es ist sein Problem, nicht meines. Das heißt, er und unsere Tochter müssen damit klar kommen. - Ich halte mich da raus. Und seither ist zumindest die Sache für mich entspannter.
Es geht nicht nur um die Trotzphase, sondern auch ums Reden (er bessert sie andauernd aus), zusammenräumen (er liegt auf der Couch und schimpft mir ihr das sie endlich zusammenräumen soll), überhaupt die Vorbildfunktion als Elternteil, die positive Aura fehlt meistens.....:( Versuche ich ihm meine "Erkenntnisse" zu erläutern, kommt ein: du weißt es immer besser....
Ihr könntet auch gemeinsam etwas unternehmen, dann liegt niemand auf dem Sofa. Außerdem finde ich es dämlich das Zimmer genau dann aufzuräumen, wenn der Vater da ist.
Auf meine Frage obs ihm überhaupt interessiert
Ich verstehe ihn, ich würde die Erziehungsratgeber auch nicht lesen. ;)
(Außer Rogge, bei dem bin ich zumindest bis fast zum Ende gekommen - und da war für mich das Wesentliche: das Problem des Kindes nicht zu meinem eigenen zu machen. - Und das ist genau das, was du jetzt machst: du machst das Problem deines Mannes und deines Kindes zu deinem).
Abgesehen davon wird ein 2jähriges kaum alleine ein Zimmer aufräumen. ;)
hasenwild
04.07.2007, 10:59
hey,
finde auch, dass du deinem mann zu wenig "die gurke anrauchst" wie der wiener sagt ;); damit meine ich, dass es keine ausrede sein kann "bei mir war das auch so" (darauf würde ich mit einem "na, schau, wie guts dir gefallen hat, möchtest du das für dein kind auch so?" kontern). und dann würde ich mal drüber nachdenken, dass die beiden etwas mehr zusammen machen. natürlich ist es am anfang schwierig, aber am besten ist wirklich du hältst dich raus und lässt die beiden machen. zB ein papa-kind-tag am we, wo du mal was ganz anderes machst und die beiden alleine auskommen müssen.
ganz allgemein: bin immer wieder schockiert, wie sehr wir mütter die ganze verantwortung übernehmen und es zulassen, dass sich die väter so rausstehlen. in meiner beziehung ist das egtl nicht so, aber habe gestern erst wieder eine standpauke von meinem lg bekommen, dass ich mich nicht so einmischen soll, wenn er sie zB ins bett bringt und sie ein bisserl weint (wollte dann immer gleich "übernehmen"). er meinte, dass das seine beziehung zu unserem kind stören würde und da hat er wohl recht (auch wenn ichs absolut nicht so gemeint habe)... und nach 5 minuten ist sie bei ihm genauso eingeschlafen wie bei mir. bin wohl doch nicht so wichtig, wie ich gedacht habe :rolleyes:
lg :winken:
@ hasenwild: das kenne ich, gerade beim Schlafengehen habe ich mich auch immer eingemischt, wenn das GG gemacht hat (weil es anders war als bei mir).
Uns hat es was gebracht, dass wir zwar unsere Grundsätze der Erziehung besprechen, aber weil wir verschieden sind, vereinbart haben: es darf sich der andere nicht einmischen, wenn einer mit einer Aktion begonnen hat. Also wenn ich in der Früh länger schlafen darf, weil die Männer Frühstück machen, dann ist es kein guter Start in den Tag, wenn ich dann beim Aufstehen erklär, was anders sein soll (der Eßlernlöffel...) und dazwischen funke. Dafür erwart ich mir auch 100% Dahinterstehen wenn ich zB gesagt habe "heute nix mehr Süßes" dann gibts auch vom Papa nix.
Und wenn der Papa vom Sofa aus das Aufräumen anordnet, soll er es doch probieren. Wenn das allein seine "Aktion" ist, wird er draufkommen, dass er entweder aufgeben kann (dann überlegt er sich das nächste Mal vielleicht, ob das eine realistische Forderung ist) oder gemeinsam mit dem Kind aufräumt (wird vielleicht ein nettes Spiel draus).
hasenwild
06.07.2007, 14:38
@3unter3:
das finde ich super, wie ihr das macht. muss mich da noch ein bisserl am riemen reissen, weil manchmal fall ich meinem freund da auch unbewusst in den rücken. zB wir machen aus, jetzt wird ihr der elternfinger (schnullerersatz bei uns und mausi beisst mittlerweile dauernd rein) abgewöhnt, dann gibt er ihn ihr nicht, sie schreit und ich komm dann und geb ihn ihr wieder, weil ich mir halt denk, war jetzt nicht der richtige zeitpunkt :o; er ist dann wohl zu recht sauer auf mich...
werde das mit den abmachungen jetzt auch mal probieren..
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