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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : unerträglich



MamaRomi
25.05.2007, 19:57
hallo
es geht zwar nicht um mich direkt aber büßen muss es die ganze familie.

mein neffe (4 1/2) hat eine diagnostisierte wahrnehmungsstörung. d.h. er sieht und fühlt manche dinge nicht normal.
zb. kann er nicht nur eine seite in einem buch umschlagen sonder nimmt gleich zehn, er nimm nix ernst was man sagt weil er nur mit dem beschäftigt ist was er tut, er fühlt manche dinge nicht normal und kann sie auch nicht einschätzen und somit tut er sehr oft wem weh.

und heute hat er wiedermal das fass überlaufen lassen.
er hört wiedermal nicht obwohl die oma wieder 100mal gesagt hat er soll nicht rund ums pool gehen.
dann aufeinmal nur ein pumperer und er fliegt zwischen pumpe und steinsockel hin.
da sind nur waschbetonplatten also schön hart.
er weint und sagt er hat sich im gesicht weh getan und greift sich auf die wange.
wir sehen nix und nach 5 minuten hat er das mega blaue auge, also eine richtige blaue beule neben dem auge.
eine halbe stunde später rennt er den selben weg wieder. er merkt sich das einfahc nicht.

es ist so anstrengend mit ihm das ist echt ein wahnsinn.
ich hab ihm ja ur lieb und er kann auch so lieb sein aber manchmal treibt mich das echt in den wahnsinn und ich will oft gar net rüber gehen weil ich mir denke dass es wieder so anstrengend wird.

er schreit nur herum rennt wie ein irrer herum kann keine minute ruhig sein auch wenn unser kleiner daneben schlaft.

ich kann ja auch nix sagen weil das wird sicher in den falschen hals kommen.
mein gg ist auch genervt aber er würde das nie sagen weil es halt sein erster neffe war.

habt ihr auch erfahrungen mit solchen situationen und wie reagiert ihr da?
habts ein paar tipps wie ich da auch entspannter sein kann?

lg

whoopie
27.05.2007, 15:30
Einfach versuchen das Kind so zu nehmen wie es ist.
Eine Wahrnemungsstörung ist schwer für uns nach zu vollziehn.
Ich hoffe er wird Ärztlich gut betreut.
Sonst brauch er eine Familie die ihm in seinem Leben mit viel Liebe hilft, schützt und begleitet.
Viel Kraft euch alle
Whoopie

Zwergenfee
27.05.2007, 16:02
Meiner hatte ja das gleiche, war nur jünger, meine Ärztin hat mir damals den Tipp gegeben, bewegen und nochmals bewegen, also fahrradfahren, spielplatz gehen usw usw... das Kind wirklich auspowern, erst dann wird er ruhiger und beginnt sich sachen zu merken, sein Feingefühl zu erfühlen usw usw...

war damals wirklich stundenlang mit ihm unterwegs nur dass er müde wird, also die beste "aufnahmefähigkeit" hatte er vor dem Mittagessen, dann haben wir gegessen und geschlafen, danach nochmals unterwegs und dann vor dem Fernsehen nochmals 1/2 stunde spielen, oer feingefühl trainieren (wie z.b. mit reis spielen, Bohnenwanne etc etc).

Bei unserem hat es sehr geholfen, er hat sich früher auch sehr oft wirklich wehgetan, htten mit 3 Jahren schon den ersten Nasenbeinbruch, weil er - nicht gehört hat während der weg vereist war - volle Geschwindigkeit hingeflogen - und mit der nase auf eine Stufe geknallt... er ist aufgestanden und weitergelaufen, richtig "geknissen" hat er es erst, als ihm das Blut schon das Kinn runtergetropf hat :confused:

es gibt halt auch "ängstliche" Kinder die merken es sich wenn man ihnen sagt - tu das nicht sonst tust du dir weh, andererseits gibt es halt auch welche die alles am eigenen Leib erfahren müssen dass sie es sich merken, und das auch nicht gleich beim ersten mal - sondern vielleichtauch mal beim zweien oder dritten mal...

Und den Kinderarzt wegen Ergotherapie etc befragen.

Zwergenfee

MamaRomi
29.05.2007, 19:03
Meiner hatte ja das gleiche, war nur jünger, meine Ärztin hat mir damals den Tipp gegeben, bewegen und nochmals bewegen, also fahrradfahren, spielplatz gehen usw usw... das Kind wirklich auspowern, erst dann wird er ruhiger und beginnt sich sachen zu merken, sein Feingefühl zu erfühlen usw usw...

das geht schonmal nicht weil kaum lasst man ihn von der hand rennt er davon und hört nicht wenn man sagt er soll stehenbleiben und da ist er auch schon mal über eine gsd ruhige strasse gelaufen. fahrradfahren kann er daher auch nicht. schlimmer ist es noch wenn er keinen kiga hat.

war damals wirklich stundenlang mit ihm unterwegs nur dass er müde wird, also die beste "aufnahmefähigkeit" hatte er vor dem Mittagessen, dann haben wir gegessen und geschlafen, danach nochmals unterwegs und dann vor dem Fernsehen nochmals 1/2 stunde spielen, oer feingefühl trainieren (wie z.b. mit reis spielen, Bohnenwanne etc etc).

Bei unserem hat es sehr geholfen, er hat sich früher auch sehr oft wirklich wehgetan, htten mit 3 Jahren schon den ersten Nasenbeinbruch, weil er - nicht gehört hat während der weg vereist war - volle Geschwindigkeit hingeflogen - und mit der nase auf eine Stufe geknallt... er ist aufgestanden und weitergelaufen, richtig "geknissen" hat er es erst, als ihm das Blut schon das Kinn runtergetropf hat :confused:

es gibt halt auch "ängstliche" Kinder die merken es sich wenn man ihnen sagt - tu das nicht sonst tust du dir weh, andererseits gibt es halt auch welche die alles am eigenen Leib erfahren müssen dass sie es sich merken, und das auch nicht gleich beim ersten mal - sondern vielleichtauch mal beim zweien oder dritten mal...

Und den Kinderarzt wegen Ergotherapie etc befragen.

Zwergenfee

heute waren wir wieder drüben. es kann auch keiner mehr wirklich nicht.
die oma hat heute nur gesagt dass er wenn die mama wieder heimgeht er auch nimma da bleiben darf aber er hört überhaupt nicht zu.
egal wer was sagt er hört nicht.
am ehesten noch bei mir und beim opa weil wir wirklich streng reden aber sonst nimmt er keinen ernst.

es ist so schwer. er tut mir auch so leid wenn er dauernd nur angeschnauzt wird. aber er macht eh den eindruck als hört er das gar nicht.
lg

axi
29.05.2007, 19:19
das ist ganz sicher für alle sehr schwierig. ich glaube aber, dass es gerade bei sensorischer integration schon möglichkeiten geben sollte dem buben zu helfen.

wie schaut es denn aus, wenn ihr im nicht aus der entfernung etwas sagt, sondern hingeht, ihm die hand auf die schulter (bsp.) legt, wartet bis er euch anschaut, und ihm dann sagt, was ihr von ihm wollt? ich könnte mir vorstellen, dass es dann besser funktioniert. es ist möglich, dass er das nicht besonders gerne mag, besonders die berührung, aber er kann sich daran gewöhnen, wenn es ritualmäßig gemacht wird. und es ist für ihn sicher ein tolles erfolgserlebnis, wenn er verstehen kann, was von ihm erwartet wird, und es dann auch tun kann.
denn ich würde schon davon ausgehen, dass er nicht böswillig nicht "folgt".
und ich finde, es ist die aufgabe der erwachsenen einen weg zu finden, erfolgreich mit ihm zu kommunizieren, das kann nicht vom kind ausgehen!

MamaRomi
30.05.2007, 10:49
das ist ganz sicher für alle sehr schwierig. ich glaube aber, dass es gerade bei sensorischer integration schon möglichkeiten geben sollte dem buben zu helfen.

wie schaut es denn aus, wenn ihr im nicht aus der entfernung etwas sagt, sondern hingeht, ihm die hand auf die schulter (bsp.) legt, wartet bis er euch anschaut, und ihm dann sagt, was ihr von ihm wollt? ich könnte mir vorstellen, dass es dann besser funktioniert. es ist möglich, dass er das nicht besonders gerne mag, besonders die berührung, aber er kann sich daran gewöhnen, wenn es ritualmäßig gemacht wird. und es ist für ihn sicher ein tolles erfolgserlebnis, wenn er verstehen kann, was von ihm erwartet wird, und es dann auch tun kann.
denn ich würde schon davon ausgehen, dass er nicht böswillig nicht "folgt".
und ich finde, es ist die aufgabe der erwachsenen einen weg zu finden, erfolgreich mit ihm zu kommunizieren, das kann nicht vom kind ausgehen
das seh ich auch so, ist aber bei seiner familie etwas schwer weil sie alle eher ungeduldig sind und schnell in die luft gehen und laut werden. eltern und großeltern genauso.

das mitn zugehen und direkt ansprechen hilft shon gestaltet sich aber immer sehr schwer weil eben immer davon lauft. kaum sagst komm mal her oder wart ich mag dir was sagen ist er weg.

lg

Hakuna.Matata
30.05.2007, 11:16
wie schaut es denn aus, wenn ihr im nicht aus der entfernung etwas sagt, sondern hingeht, ihm die hand auf die schulter (bsp.) legt, wartet bis er euch anschaut, und ihm dann sagt, was ihr von ihm wollt?

so mach' ich das bei meinem sohn (7) auch... bei ihm sind bisher allerdings "nur" ein paar teilleistungsschwächen ausgetestet... ich kann also eigentlich nicht wirklich mitreden... jedenfalls kommt mir mamaromis beschriebenes verhalten seeehr bekannt vor und wir fahren alles in allem auch am besten, wenn mein wusel sich möglichst oft auspowern kann und wir ihn klar ansprechen (augenhöhe, körperkontakt, etc.... manchmal müssen wir ihn dazu auch erst "einfangen"...), wenn wir was von ihm wollen und auch klare anweisungen geben... "mach' dich bitte bettfertig" hat null effekt... wenn ich jeden schritt einzeln mit ihm mache (und das jeden tag wieder), dann klappt das besser...

ich hab' beim wusel auch das gefühl, dass er oft gar nicht checkt, was eigentlich los ist... wenn ich ihm 7 mal was sage, dann lauter werde weil er nicht reagiert, schaut er mich plötzlich verwundert an und ist traurig/verärgert (je nach tagesverfassung) wieso er jetzt angebrüllt wurde (er hört gut)... da merke ich dann wiederum, daß er vieles eben nicht absichtlich macht, sondern einfach (noch) nicht anders kann... und versuch' dann wieder mich zusammenzureißen, auf ihn einzugehen und nicht dauernd zu vergessen, dass er halt nicht so einfach "funktioniert" wie manch andere... er ist absolut liebenswert und hat dafür andere qualitäten...

lg, petra

Sam71
30.05.2007, 12:33
:) Hi, Romana,
ich bin selber Mama eines Sohnes mit einer SI-Störung, allerdings äußert sich diese anders als bei Deinem Neffen.

Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist, dass der Alltag mit so einem Kind sehr anstrengend ist. Was mir persönlich geholfen hat (abgesehen von den schlechten Phasen, die gibt es natürlich auch immer wieder) - sich bewußt rational zu verdeutlichen, dass jeder Art von Verhalten eines Kindes eine Basis im Gehirn zugrunde liegt (und bei einem Kind mit einer SI-Störung kommen die Informationen von den Sinnesorganen nicht genug oder im Gegenteil aber zu deutlich in den diversen Integrationszentren im Gehirn an - dementsprechend ist das Verhalten dann auch "anders" und oft nicht situations-adäquat).
Schau Dir im Internet einmal die Seite der Österreichischen Gesellschaft für sensorische Integration an (mit Google versuchen), da gibt es eine kleine Broschüre, die einen ganz guten Einstieg in die Thematik bietet und auch einen Ratgeber dabei hat ("Manchen Kinder sind irgendwie anders"), wie man mit solchen Kindern umgehen soll.
Wenn das "zu-hören" etc. ein Problem für Deinen Neffen ist, finde ich es eine sehr gute Idee (eine meiner Vorschreiberinnen hat das schon angeregt), den Buben auf sich aufmerksam zu machen, indem man einen anderen "Kanal" wählt (ich hoffe, Du verstehst, was ich meine - z.B. berühren kann funktionieren). Ich weiß ja nicht, ob Dein Neffe in ergotherapeutischer Behandlung ist, aber falls ja, wäre vielleicht ein Gespräch mit der Ergotherapeutin (auch für die Oma) hilfreich. Die Kinder müssen ihr Gehirn zuerst wieder intergrieren, bevor sie auf weitere Reize von aussen überhaupt reagieren können, das ist dann keine böse Absicht.
Für die Restfamilie ist es eine Herausforderung - kann aber auch ein "Geschenk" sein, weil es einen neuen (anderen) Zugang zur Welt zeigt.
Ich verstehe es auch sehr gut, dass es für Dich umso schwieriger ist, wenn Du selber ein Baby hast, das neben dem Neffen z.B. schlafen soll.

Alles Liebe,
Barbara

Nikita2908
30.05.2007, 13:25
Hallo!

Ich kann Euch empfehlen, Euch mit Geomag (Original ist eindeutig am besten) auszustatten! Kann zwar nicht garantieren, ob das bei Eurem Neffen auch wirkt, aber mein Bub, der sich sonst sehr ähnlich verhält, spielt wahnsinnig gern und "ruhig" damit, und das stundenlang, und zeigt dabei außerordentliches Talent.

Lg und alles Gute!
Nikita

sabsili
30.05.2007, 14:26
Hallo Romi,

dein kleiner Neffe könnte mein Felix sein. Er wird im Juli 4 Jahre alt.
Auf dieser Seite hab ich heute nach Beiträgen zu seiner Problematik gesucht und jetzt bin ich auf deinen Bericht gestoßen.

Du beschreibst das Gefühl wunderbar, das den Umgang mit diesen Kindern beschreibt: Es ist unerträglich. Und man kann es kaum mitansehen.

Und doch müssen - eben wir Eltern - mit diesen Kindern leben. Mach dir bitte bewusst, wie schwer es für uns ELTERN sein muss, die für diese Kinder immer zuständig sind, ihr eigenes Leben physisch und psychisch stabil zu halten.
Dein kleiner Neffe hat Glück. Es gibt wohl eine Oma und einen Opa, die ihn auch betreuen. Wir haben niemanden.
Zieh dich bitte nicht zurück, das täte den Eltern sicher weh. Dass ihr genervt seid, wissen die Eltern sicher auch - sind sie ja selber wohl oft genug. Sag denen auch mal, dass du siehst, wie anstrengend und fordernd der Kleine ist und dann sag ihnen, dass du anerkennst, was sie leisten müssen .... oder sie sogar bewunderst.
Miterziehen ist sicher nicht angesagt, aber ein Stückchen mittragen helfen vielleicht.

Wenn dein Neffe eine diagnostizierte Wahrnehmungsstörung hat, nehme ich an dass er in Behandlung ist. Ansonsten empfehle ich eine ergotherapeutische Abklärung mit Schwerpunkt Sensorische Integration. Das wäre z.B. ein Ratschlag, für den dir die Eltern bestimmt dankbar wären.

Alles Gute für euch und eure Nerven

Sabine und Felix:winken:

P.S.
Und weil ich jetzt noch mal den ganzen Tread gelesen habe:
Natürlich bekommen diese Kinder es mit, wenn sie angeschnauzt werden. Das ist eine ganz schlimme Abwärtsspirale. Diese Kinder wollen auch einfach nur geliebt werden. Das sind Schätze - wie die ganz ruhigen, pflegeleichten auch. Sie wollen bewundert und geliebt werden ... und machen es uns sooo schwer dabei. Das ist ja auch die ganz große Lernaufgabe für die Eltern und das Umfeld dazu - "können wir bedingunslos lieben?".
Nebenbei brauchen sie ganz feste Regeln und Konsequenz dazu. Aber nur für die wirklich wichtigen Sachen: z.B bei uns jetzt.: anderen Kindern wehtun oder Spielsachen werfen oder Verhalten auf der Straße. Aber da hat jedes Alter und jede Familie andere Themen. Und hier heißt es konsequent sein.

Dafür versuche ich auszuhalten, wenn er
- laut schreit
- Ameisen zerdrückt
- sich im Dreck wälzt
- trinken verschüttet
- alles ausräumt
- am Spielplatz zu hoch raufklettert (mit Einschränkungen)
- mit Sand rumwirft (wenn er niemanden trifft)
- sich mit Kies zuschüttet (wenn er niemanden trifft)
- alle kleinen Kinder "blöde Babys" nennt
- alle Leute ungeniert anspricht
- hundert mal hintereinander von der Bank springt
- auf den Fensterbänken rumklettert (wir haben die Fenster versperrt)
- im Gasthaus nicht sitzen bleibt
- in der Kirche ganz vorne stehen muss
- sich nicht anstellen kann
- sich oft weh tut, weil er so wild ist (das ist am schwersten)

und auch sonst meine GANZ GROSSE LIEBE ist.

axi
30.05.2007, 14:35
vielleicht liegt es auch daran, dass in unserer gesellschaft immer weniger platz für kinder ist. denn all die dinge, die du hier aufzählst, sabsili, tun meine kinder auch. und die haben keine wahrnehmungsstörung. gottseidank haben wir raum, möglichkeiten und auch die nerven uns daran nicht zu stören.

@romana

das seh ich auch so, ist aber bei seiner familie etwas schwer weil sie alle eher ungeduldig sind und schnell in die luft gehen und laut werden. eltern und großeltern genauso.
dann sehe ich die unerträglichkeit aber weniger im verhalten des kindes als in dem der erwachsenen, sorry.

sabsili
30.05.2007, 15:21
hallo axi,

ja, du hast Recht, in unserer Gesellschaft ist wenig Platz für Kinder. Für so sein, wie Kinder eben sind. Räumlich und ideell.
Meine Aufzählungen mögen für alle Kinder gelten und sollten einen Auszug daraus darstellen, worüber man hinwegsehen sollte, um mit einem wahrnehmungsgestören Kind, welches diese Dinge in ganz bestimmter Weise ausübt, nicht den ganzen Tag - ausschließlich - zu schimpfen.

Da ich neu hier bin, weiß ich jetzt auch überhaupt nicht, welchen Bezug du zu diesem Thema hast. Bist du selber irgendwie betroffen?

Und auch wenn du meinst, dass die Reaktionen ungeduldiger, laut werdender Erwachsener unerträglich sind, habe ich doch mit Felix lernen dürfen, dass man gute Nerven und viel Liebe braucht, um sein Verhalten ertragen zu können und ich heilfroh bin, dass es Möglichkeiten gibt, die ihn unterstützen, sein Verhalten auch seiner Umwelt anzupassen.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es für ihn lustig und leicht ist, ein wahrnehmungsgestörtes Kind zu sein, besonders auch was die Reaktionen der Gleichaltrigen im KIGA und auf dem Spielplatz betrifft.

Ich hab so einen Satz in mir, der mich schon lange trägt und der heißt: Du bist genau richtig Felix, ..... so wie du bist. Auch wenn ich dich vielleicht nicht verstehen kann. Ich bin auch nur ein Mensch.
Damit im Herzen kommt man sehr weit. Und über vieles drüber.

LG
Sabine

MamaRomi
30.05.2007, 18:16
Hallo!

Ich kann Euch empfehlen, Euch mit Geomag (Original ist eindeutig am besten) auszustatten! Kann zwar nicht garantieren, ob das bei Eurem Neffen auch wirkt, aber mein Bub, der sich sonst sehr ähnlich verhält, spielt wahnsinnig gern und "ruhig" damit, und das stundenlang, und zeigt dabei außerordentliches Talent.

Lg und alles Gute!
Nikita

was ist das und wo gibts das?

Zieh dich bitte nicht zurück, das täte den Eltern sicher weh. Dass ihr genervt seid, wissen die Eltern sicher auch - sind sie ja selber wohl oft genug. Sag denen auch mal, dass du siehst, wie anstrengend und fordernd der Kleine ist und dann sag ihnen, dass du anerkennst, was sie leisten müssen .... oder sie sogar bewunderst.
Miterziehen ist sicher nicht angesagt, aber ein Stückchen mittragen helfen vielleicht.

Wenn dein Neffe eine diagnostizierte Wahrnehmungsstörung hat, nehme ich an dass er in Behandlung ist. Ansonsten empfehle ich eine ergotherapeutische Abklärung mit Schwerpunkt Sensorische Integration. Das wäre z.B. ein Ratschlag, für den dir die Eltern bestimmt dankbar wären.
P.S.
Und weil ich jetzt noch mal den ganzen Tread gelesen habe:
Natürlich bekommen diese Kinder es mit, wenn sie angeschnauzt werden. Das ist eine ganz schlimme Abwärtsspirale. Diese Kinder wollen auch einfach nur geliebt werden. Das sind Schätze - wie die ganz ruhigen, pflegeleichten auch. Sie wollen bewundert und geliebt werden ... und machen es uns sooo schwer dabei. Das ist ja auch die ganz große Lernaufgabe für die Eltern und das Umfeld dazu - "können wir bedingunslos lieben?".
Nebenbei brauchen sie ganz feste Regeln und Konsequenz dazu. Aber nur für die wirklich wichtigen Sachen: z.B bei uns jetzt.: anderen Kindern wehtun oder Spielsachen werfen oder Verhalten auf der Straße. Aber da hat jedes Alter und jede Familie andere Themen. Und hier heißt es konsequent sein.
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nein ich zieh mich eh nicht zurück es fällt mir nur tag für tag wo ich ihn sehe schwerer mitanzusehen wie es mit ihm durchgeht und keiner mit ihm klarkommt.
ich bewundere die eltern eh sehr und das wissen sie auch.
ich willnicht in ihrer haut stecken und schon gar nicht weil sie ja noch eine kleine tochter haben die auch ihre bedürfnisse hat.
regeln haben sie und sie sind wirklich sehr konsequent was ich auchsehr bewundere.
er kennt die regeln ganz genau und trotzdem bricht er sie tag täglich.

@romana

dann sehe ich die unerträglichkeit aber weniger im verhalten des kindes als in dem der erwachsenen, sorry.

das trägt noch dazu bei da hast recht.

ich kann schon verstehen dassman irgendwann mal laut wird weil es echt sehr anstrengend ist mit ihm aber ich bin halt anders aufgewachsen.
das war immer schon so bei uns war alles immer viel liebevoller und behutsamer.
seit ich die familie kenne war ich immer etwas zurückhaltend weil eben das alles so viel anders ist.
es gibt nur wenige momente wo ich mich erinnern kann dass der kleine mal umarmt wird ausser er hat sich weh getan.
ich muss ihm immer drücken wenn ich ihn sehe und wenn ich wieder gehe genauso das ist tradition so.

in behandlung ist er nicht er wurde eben genau untersucht von einer spezialistin keine ahnung wie die heisst, hat auf jedenfall einen haufen gled gekostet.
er hat aber jetzt im kiga eine eigene tante bekommen die sich den ganzen tag nur um ihn kümmert weil die anderen tanten nicht klar kamen mit ihm.

umso mehr ich hier lese wie ihr mit so kindern umgeht und die tipps die ihr mir gebt umso mehr tut er mir leid am liebsten würd ichihn jetzt gleich holen.

ichhab mich halt auch mehr und besser um ihn kümmern können wir mein kleiner schatz noch nicht da war.

aber da ist er zb. ein wahnsinn da ist er auf einmal so liebevoll und vorsichtig wenn er den kleinen sieht da glaubt man das ist ein anderes kind.

lg

MamaRomi
30.05.2007, 18:19
ich frag mich halt auch oft was wenn er in die schule kommt. da hat er dann mehr probleme.

Nikita2908
30.05.2007, 18:46
@ MamaRomi

Geomag ist ein Magnetbauspiel bestehend aus Magnetstaberl und Metallkugeln und Bauplättchen. Gibts bei jedem Spielwarenladen, ist allerdings teuer, und man benötigt schon eine gscheite Grundausstattung um echt was bauen zu können. Da können großartige Bauwerke geschaffen werden und es erfordert eine irrsinnige Geduld und Konzentration, die mein Junior interessanterweise dafür aufbringt.
Sonst ähnelt er der Beschreibung deines Neffen sehr. Er stößt sich seit 2 Jahren täglich an derselben Stelle an, ERkennt keine Gefahr, ist ein Wirbelwind ohne Ende, und registriert gar nicht was man zu ihm sagt.
Bekommt Euer Neffe irgendeine Therapie? Hat er besondere Talente?

Lg,
Nikita

Nikita2908
30.05.2007, 18:50
ich frag mich halt auch oft was wenn er in die schule kommt. da hat er dann mehr probleme.

Schon mal daran gedacht, Frühförderung zu beantragen? Der Gedanke an die Schule verursacht bei mir auch schon Übelkeit...! Allein der Gedanke ihn mit dem Schulbus wegzuschicken ohne daß mein Adlersauge über ihn wacht, damit ihm nichts passiert....

Lg,
Nikita