Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A gsunde Watschen hat noch niemanden geschadet
Ich lese immer wieder Aussagen, vor allem von der Großelterngeneration die lauten: "A g'sunde(?) Watschen hat noch niemanden geschadet" oder "Euch hat es ja auch ned geschadet" oder oder oder...
Da ich niemanden kenne der solche Aussagen tätigt würde mich interessieren ob schon mal jemand denjenigen oder diejenige gefragt hat woher er das weiß.
Und dann interessiert mich noch, ob jene Eltern hier denen gesagt wurde "Euch hat es ja auch ned geschadet" Ihren eigenen Eltern widersprechen und sagen "Mir hat es schon geschadet weil xy" oder ob sie eigentlich eh der Meinung sind keinen Schaden davon getragen zu haben.
Danke für Eure Meinungen
Ja, meine Mutter ist so eine Verfechterin der "Gsundn Watschn" und ja, ich hab ihr, als ich erwachsen war, meine Meinung dazu gesagt.
Und daß ihre gesunden Watschen unser Verhältnis nachhaltig zerstört haben.
Aber sie ist erkenntnisresistent.
Ich-bin-Ich
24.05.2007, 18:07
hat geschadet definitiv....
mit meiner mutter hab ich das gespräch schon durch.
mit meinem vater kommt es noch... gesprächsfetzen diesbezüglich gab es schon.
ich lernte zu widersprechen - aber schwer wars.
ich lernte auch bei meinem kind anders zu handeln, und das war fast noch schwerer. das einzige konfliktlösungsmuster bei diskrepanzen zwischen erwachsenen und kindern das ich kannte, waren watschen, die alternativen dazu musste ich mir erarbeiten, und die ersten 2-3 jahre waren echt hart.
wenn ich in einem streit zwischen mir und meinem mädel auf 180 war, juckte es mich in den fingern - ich krallte dann eine hand in die andere, ging, stampfte.... oder tat sonst irgendwas um genau DAS nicht zu machen.
nach nun mehr 5 jahren hab ich endlich die ruhe und übung, sowie ein bündel an alternativstrategien obrige situationen möglichst zur gänze zu vermeiden....
das umdenken im kopf war sehr einfach - die praktische umsetzung schwieriger...
jutta
hat geschadet definitiv....
mit meiner mutter hab ich das gespräch schon durch.
mit meinem vater kommt es noch... gesprächsfetzen diesbezüglich gab es schon.
ich lernte zu widersprechen - aber schwer wars.
ich lernte auch bei meinem kind anders zu handeln, und das war fast noch schwerer. das einzige konfliktlösungsmuster bei diskrepanzen zwischen erwachsenen und kindern das ich kannte, waren watschen, die alternativen dazu musste ich mir erarbeiten, und die ersten 2-3 jahre waren echt hart.
wenn ich in einem streit zwischen mir und meinem mädel auf 180 war, juckte es mich in den fingern - ich krallte dann eine hand in die andere, ging, stampfte.... oder tat sonst irgendwas um genau DAS nicht zu machen.
nach nun mehr 5 jahren hab ich endlich die ruhe und übung, sowie ein bündel an alternativstrategien obrige situationen möglichst zur gänze zu vermeiden....
das umdenken im kopf war sehr einfach - die praktische umsetzung schwieriger...
jutta
Danke für Deine offene Antwort! Und meine persönliche Gratulation!
Ja, meine Mutter ist so eine Verfechterin der "Gsundn Watschn" und ja, ich hab ihr, als ich erwachsen war, meine Meinung dazu gesagt.
Und daß ihre gesunden Watschen unser Verhältnis nachhaltig zerstört haben.
Aber sie ist erkenntnisresistent.
Wie hat sie reagiert? Wenn ich das Fragen darf?
teamtuku
24.05.2007, 19:15
Hallo,
Ich habe das bei der Schwägerin meines Ex probiert zu erkunden und sie hat echt nur blöd aus der Wäsche geguckt und kein Argumente gefunden, als ich ihr gesagt habe, dass ich denke, dass es nichts erniedrigenderes für ein Kind gibt als es ins Gesicht zu schlagen und das man damit rein gar nichts erreicht, als das das Kind Angst vor einem hat!
Mit Respekt hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, denn zwischen Angst und Respekt ist ein RIESEN Unterschied!!!
Eine Mitarbeiterin hat mir erzählt, dass sie ihre Kinder mit den Gürtel schlägt um sich Respekt zu "erarbeiten"..und das das bei ihnen immer so ist/war und sein wird..schlimm, oder!!!:mad:
Hallo,
Ich habe das bei der Schwägerin meines Ex probiert zu erkunden und sie hat echt nur blöd aus der Wäsche geguckt und kein Argumente gefunden, als ich ihr gesagt habe, dass ich denke, dass es nichts erniedrigenderes für ein Kind gibt als es ins Gesicht zu schlagen und das man damit rein gar nichts erreicht, als das das Kind Angst vor einem hat!
Mit Respekt hat das meiner Meinung nach nichts zu tun, denn zwischen Angst und Respekt ist ein RIESEN Unterschied!!!
Eine Mitarbeiterin hat mir erzählt, dass sie ihre Kinder mit den Gürtel schlägt um sich Respekt zu "erarbeiten"..und das das bei ihnen immer so ist/war und sein wird..schlimm, oder!!!:mad:
Ja, klingt schlimm. Und ich hoffe, mir erzählt nie wer sowas denn dann wäre ich in der persönlichen Zwickmühle denn sowas gehört eigentlich angezeigt.
Ja, klingt schlimm. Und ich hoffe, mir erzählt nie wer sowas denn dann wäre ich in der persönlichen Zwickmühle denn sowas gehört eigentlich angezeigt.
Jop, da gehört sofort nachgefragt und angezeigt.
lg
whoopie
Wie hat sie reagiert? Wenn ich das Fragen darf?
Mit einem Schulterzucken und einem Schluck Vodka.
Mit einem Schulterzucken und einem Schluck Vodka.
Na, das ist wenigstens konsequent! ;)
(Aber für Dich tut es mir leid!)
Na, das ist wenigstens konsequent! ;)
(Aber für Dich tut es mir leid!)
Tja...
Mit einem Schulterzucken und einem Schluck Vodka.
:eek: :eek: :eek:
Meine Mutter .... wobei sie selbst eigentlich gegen Watsche ist - ich kann mich jetzt nur an 1mal erinnern, da war ich in der VS und bin mal abgehauen und da hab ich dann ein paar gekriegt nachdem ich wieder aufgegabelt wurde, und ab und zu haben wir welche auf die Finger gekriegt, wenn wir nicht aufgehört haben am Essen rumzuzupfen während sie gekocht hat - aber ihr Vater hat sie und ihre Geschwister als Strafe öfters geschlagen, und da hat sie öfters gemeint "Das hat uns auch nicht geschadet", worauf meine ältere Schwester und ich ihr üblicherweise die Standardantwort "Und was hats dir gebracht?" gegeben haben. Auf die Aussage "Wir hatten halt Respekt vor unsrem Vater" bekam sie üblicherweise die Antwort "Ihr hattet keinen Respekt, ihr hattet Angst - das ist ein großer Unterschied".
Aber ich kann mich jetzt an keinen Fall erinnern, wo ich sowas von einer Person gehört habe, die Schläge in der Erziehung gutheißt.
Ambrosia30
24.05.2007, 22:05
hat geschadet definitiv....
mit meiner mutter hab ich das gespräch schon durch.
mit meinem vater kommt es noch... gesprächsfetzen diesbezüglich gab es schon.
ich lernte zu widersprechen - aber schwer wars.
ich lernte auch bei meinem kind anders zu handeln, und das war fast noch schwerer. das einzige konfliktlösungsmuster bei diskrepanzen zwischen erwachsenen und kindern das ich kannte, waren watschen, die alternativen dazu musste ich mir erarbeiten, und die ersten 2-3 jahre waren echt hart.
wenn ich in einem streit zwischen mir und meinem mädel auf 180 war, juckte es mich in den fingern - ich krallte dann eine hand in die andere, ging, stampfte.... oder tat sonst irgendwas um genau DAS nicht zu machen.
nach nun mehr 5 jahren hab ich endlich die ruhe und übung, sowie ein bündel an alternativstrategien obrige situationen möglichst zur gänze zu vermeiden....
das umdenken im kopf war sehr einfach - die praktische umsetzung schwieriger...
jutta
:danke:
weisst du, diese überlegung hatte ich auch schon öfter, einstweilen nur theoretisch, da ich erst im nov. zum 1. mal mama werd :rolleyes:
die überlegung, ob und wie ich es schaffen kann, die kranken verhaltensmuster meiner eltern nicht zu wiederholen, dazu gehören auch körperliche züchtigungen. ich hab sooo viel zeit gebraucht, mich davon zu befreien und so viel energie, aus diesem dickicht meinen eigenen weg zu finden und möcht das meinem kind auf alle fälle ersparen.
ich hoffe, es gut zu schaffen. falls ich mal schwierigkeiten hab, könntest du mir vielleicht mit alternativprogrammen helfen, falls wir uns hier noch lesen?? :)
Ambrosia30
24.05.2007, 22:39
@zyx: zu deiner frage: meine eltern bzw. mein vater war sehr betreten und wusste keine wirkliche antwort. unter alkoholeinfluss tut es ihm sehr leid (ich glaub auch nüchtern, aber da sagt ers nicht).
Ich denk mir bei sowas meinen Teil. Das, was ich sagen könnte, wäre potentiell zu kränkend für die betreffende Person, ich muss nicht auch noch Salz in offensichtlich noch offene Wunden streuen... Das äußerste, was ich sagen würde, wäre, dass es der Person offensichtlich zumindest so weit geschadet hat, dass sie nicht mal merken kann, dass es ihr geschadet hat.
lg
paprika
Ich denk mir bei sowas meinen Teil. Das, was ich sagen könnte, wäre potentiell zu kränkend für die betreffende Person, ich muss nicht auch noch Salz in offensichtlich noch offene Wunden streuen... Das äußerste, was ich sagen würde, wäre, dass es der Person offensichtlich zumindest so weit geschadet hat, dass sie nicht mal merken kann, dass es ihr geschadet hat.
lg
paprika
Ist das nicht überheblich und anmaßend? Woher willst Du wissen, daß es so ist?
keinetussie
24.05.2007, 23:32
Von meiner Mutter gabs auch ab und an Watschen, aber offen gesagt hab ich das überhaupt nicht in schlechter Erinnerung. Mein Bruder und ich haben uns eher bucklig gelacht, wenn sie uns mit dem Kochlöffel (war ein wichtiges Erziehungsinstrument zu der Zeit ;) ) nachgerannt ist und geschimpft hat.
Trotzdem hat mein Vater, der nie die Hand oder die Stimme gegen uns erhoben hat, immer viel mehr Respekt von uns bekommen als meine Mutter.
Demzufolge (und weil ichs eh nie übers Herz gebracht hätte, auf so ein kleines Wesen Gewalt auszuüben) wäre es auch nicht in Frage gekommen, meine Kinder abzuwatschen.
Meine Mutter ist zwar immer noch davon überzeugt, dass es uns nicht geschadet hat - aber sie sieht jetzt, dass es auch ohne geht.
Von meiner Mutter gabs auch ab und an Watschen, aber offen gesagt hab ich das überhaupt nicht in schlechter Erinnerung. Mein Bruder und ich haben uns eher bucklig gelacht, wenn sie uns mit dem Kochlöffel (war ein wichtiges Erziehungsinstrument zu der Zeit ;) ) nachgerannt ist und geschimpft hat.
Trotzdem hat mein Vater, der nie die Hand oder die Stimme gegen uns erhoben hat, immer viel mehr Respekt von uns bekommen als meine Mutter.
Demzufolge (und weil ichs eh nie übers Herz gebracht hätte, auf so ein kleines Wesen Gewalt auszuüben) wäre es auch nicht in Frage gekommen, meine Kinder abzuwatschen.
Meine Mutter ist zwar immer noch davon überzeugt, dass es uns nicht geschadet hat - aber sie sieht jetzt, dass es auch ohne geht.
Und findest Du selbst, daß es Dir geschadet hat oder nicht?
ich hab die xunden watschen noch in guter erinnerung.
bin dagegen dann aber resistent geworden und hab zum trotz die andere backe auch noch hingehalten....
und mir wurde doch wirklich noch mit dem "heim für schwer erziehbare kinder" gedroht, und das nicht einmal
also keine frage, was ich davon halte.
keinetussie
24.05.2007, 23:47
Und findest Du selbst, daß es Dir geschadet hat oder nicht?
Nein, ich finde nicht!
Aber ich finde es trotzdem blöd, einem kleinen Menschen, der vielleicht
10-15kg wiegt, zu zeigen, dass ich stärker bin! ;)
ich hab die xunden watschen noch in guter erinnerung.
bin dagegen dann aber resistent geworden und hab zum trotz die andere backe auch noch hingehalten....
und mir wurde doch wirklich noch mit dem "heim für schwer erziehbare kinder" gedroht, und das nicht einmal
also keine frage, was ich davon halte.
Ja, das ist wohl keine Frage.
Findest Du, daß es Dir geschadet hat? Und wenn ja, inwiefern?
Ja, das ist wohl keine Frage.
Findest Du, daß es Dir geschadet hat? Und wenn ja, inwiefern?
ja, es hat mir geschadet, denn ich empfinde noch immer eine unbeschreibliche wut wenn ich daran denke.
und ich hatte ein gefühl der hilflosigkeit und des ausgeliefertseins.
auch wenn ich nach aussen stark war.
es ist für mich eine art vertrauensmissbrauch gewesen - aus heutiger sicht.
aber es ist sehr schwer zu beurteilen, ich hätte meine kindheit einmal mit und einmal ohne xunde watschen verbringen müssen:D - dann könnt ich dir eine konkrete antwort geben....
keinetussie
25.05.2007, 00:17
@aljosha: Aber da hat sich´s nicht wirklich "nur" um Watschen gehandelt, oder?
Ich mein, bei uns war der Umgang miteinander z.b. trotzdem respektvoll...
@aljosha: Aber da hat sich´s nicht wirklich "nur" um Watschen gehandelt, oder?
Ich mein, bei uns war der Umgang miteinander z.b. trotzdem respektvoll...
Danke KT, das ist ja eine interessante Theorie. Es ist also möglich trotz Gewalt von respektvollem Umgang zu sprechen? Wie paßt das zusammen? Oder ist es sowas wie ein "Zeitscheibenumgang"?
@aljosha: Aber da hat sich´s nicht wirklich "nur" um Watschen gehandelt, oder?
Ich mein, bei uns war der Umgang miteinander z.b. trotzdem respektvoll...
"nur" watschen? hmmm
wenn mir zB mein mann "nur" eine watschn geben würde, könnte er sonst noch so respektvoll mit mir umgehen...
ich war sicher kein einfaches kind
-bin auch kein einfacher erwachsener:D -
aber a watschen muss net sein.
als einzelkind hab ich auch keine verbündeten gehabt, dann ist das ganze vielleicht anders - vielleicht einen eigenen fredl wert...
aber watschen? du sollst ja nicht einmal einen hund mit der hand schlagen....
keinetussie
25.05.2007, 00:48
Danke KT, das ist ja eine interessante Theorie. Es ist also möglich trotz Gewalt von respektvollem Umgang zu sprechen? Wie paßt das zusammen? Oder ist es sowas wie ein "Zeitscheibenumgang"?
Hmmm, da seh ich den Unterschied...dass zu "Gewalt" eben auch dazugehört, den anderen zu unterwerfen. Das ist bei uns einfach nie passiert. Ich glaub, die Mama hat nur einfach nicht gewusst, wie sie gegen uns ankommen soll...weiß jetzt nicht, wie ich das richtig erklären soll...
Der allgemeine Umgang war aber eben immer respektvoll. Wir durften unsere Eltern "die Alten" nennen, aber das sagten wir vor ihnen - im Gegensatz zu denen, die nur bei ihren Freunden über "meine Oidn" schimpften.
Ich glaub, die Mama kannte einfach keine andere Art der Erziehung, das hat halt einfach dazugehört. Und es gibt in dem Fall für mich auch gar nichts zu verzeihen - in mir ist deswegen nichts zerbrochen.
Im Gegensatz zu vielen Kindern, die lange nicht darüber hinweg kommen. Und da hat es sich bestimmt nicht nur um eine Watschen gehandelt - sondern um die Demonstration von Macht und Aufzeigen von Ohnmacht.
keinetussie
25.05.2007, 00:49
"nur" watschen? hmmm
wenn mir zB mein mann "nur" eine watschn geben würde, könnte er sonst noch so respektvoll mit mir umgehen...
ich war sicher kein einfaches kind
-bin auch kein einfacher erwachsener:D -
aber a watschen muss net sein.
als einzelkind hab ich auch keine verbündeten gehabt, dann ist das ganze vielleicht anders - vielleicht einen eigenen fredl wert...
aber watschen? du sollst ja nicht einmal einen hund mit der hand schlagen....
Ich hab "nur" bewusst in "" gesetzt ;)
Ich hab "nur" bewusst in "" gesetzt ;)
jo, i a:D
trotzdem dürft mir niemand eine geben.
Und da hat es sich bestimmt nicht nur um eine Watschen gehandelt - sondern um die Demonstration von Macht und Aufzeigen von Ohnmacht.
oh ja, glaub mir, eine watschn zur falschen zeit kann viel zerstören.
aber es ist IMMER ein aufzeigen von ohnmacht
keinetussie
25.05.2007, 01:01
oh ja, glaub mir, eine watschn zur falschen zeit kann viel zerstören.
aber es ist IMMER ein aufzeigen von ohnmacht
Ich trau mich behaupten, dass es Unterschiede gibt zwischen Watschen und dass es - wie oben erklärt - sehr viel auf den sonstigen Umgang miteinander ankommt.
Ich glaub, die Mama hat nur einfach nicht gewusst, wie sie gegen uns ankommen soll...
Und da hat es sich bestimmt nicht nur um eine Watschen gehandelt - sondern um die Demonstration von Macht und Aufzeigen von Ohnmacht.
Bin ich jetzt pingelig?
Der allgemeine Umgang war aber eben immer respektvoll. Wir durften unsere Eltern "die Alten" nennen, aber das sagten wir vor ihnen
Also, ich glaube, wir müssen mal defnieren was respektvoller Umgang eigentlich heißt. Scheinbar habe ich ein anderes Verständnis von respektvollem Umgang.
- im Gegensatz zu denen, die nur bei ihren Freunden über "meine Oidn" schimpften.
Wobei es hier nicht danach klingt als ob Du den Ausdruck "die/meine Alten" für respektvoll hältst?
Ich trau mich behaupten, dass es Unterschiede gibt zwischen Watschen und dass es - wie oben erklärt - sehr viel auf den sonstigen Umgang miteinander ankommt.
Wäre es für Dich denkbar dich von Deinem Freund/Mann watschen zu lassen wenn es die "richtigen" Watschen sind? Und der sonstige Umgang paßt?
Also, ich hab nicht viele Watschen bekommen...ich glaub, weil meine Eltern eigentlich eh dagegen waren, aber die Verhaltensmuster, die ihnen in ihrer eigenen Kindheit widerfahren sind, nicht ganz durchbrechen konnten.
Meine Mama hat, wenn sie zornig war, richtig durchgezogen. Ich kann mich an die Watschen, an ihren Gesichtsausdruck, das brennende Gefühl auf der Wange und das leere, enttäuschte, zornige Gefühl und die Gedanken ans Davonrennen erinnern. Allerdings nicht, warum ich sie gekriegt hab - das heißt, Verhaltensänderung auf Dauer wurde sichtlich keine herbeigeführt.
Ich hab meine Mama als hypernervöse, oft überforderte Person in Erinnerung - sie war Volksschullehrerin und nach dem Vormittag komplett kaputt. Sie erachtet es aber als "böse", seine Kinder in Hort, Ganztagsschule oder ähnliches zu schicken und daher holte sie uns (einmal organisierte sie mir für ein Jahr ein Mittagessen im Kindergarten meines Bruders - wahrscheinlich mit urschlechtem Gewissen bis zur Selbstgeißelung) mittags heim und wir mussten mal stundenlang mucksmäuschenstill sein, bis sie sich so weit regeneriert hatte, dass sie ihre Korrektur- und Vorbereitungsarbeiten erledigen konnte - da mussten wir dann wieder mucksmäuschenstill sein. Eigentlich hätte sie einen Therapeuten gebraucht oder Yoga oder Supervision, aber das alles gab´s damals noch nicht wirklich bzw. war nicht als heilsam anerkannt.
Insgesamt ist ihr bei mir 3-5 Mal in meiner gesamten Kindheit die Hand ausgerutscht, bei meinem Bruder sicher bis zu 10 Mal - Gott sei Dank konnte sie sich sonst beherrschen.
Mein Vater gab eigentlich keine richtigen Watschen - er legte dir die Hand auf die Wange und drückte dann ein bisschen - offensichtlich war er strikt dagegen, wusste aber kein anderes Mittel.
Und auch dies kam nicht oft vor...
Insgesamt waren also meine Eltern schon die Versionsverbesserung im Vergleich zu meinen Großeltern - und bei mir hat sich´s dann noch einmal gebessert - das Jucken in den Fingern kenn ich auch (und meine Tochter testet ihre Grenzen weit öfter aus als ich damals - aber sie steht halt auch auf der gleichen Ebene wie ich und wird von mir respektiert - hat also keine Angst vor mir und traut sich auszucken) - und auch ich musste im Konfliktfall jahrelang gehen. Zweimal habe ich ihr leicht auf die Finger geklopft - jedesmal mit schlechtem Gewissen und oftmaliger Entschuldigung meinerseits verbunden.
Insgesamt hat mich Sophia sicher schon öfter geschlagen als ich sie - natürlich jedesmal gefolgt von einer entsprechenden Erklärung über Umgangsformen und mein seelisches Empfinden meinerseits.
Liebe Grüße und ruhige Hände ;) ,
Nicola
Ist das nicht überheblich und anmaßend? Woher willst Du wissen, daß es so ist?
Der Schaden besteht darin, dass eine Watschn als "gsund" bezeichnet wird. Als zweckmäßig. Und dass sie das so sieht, belegt die Person ja mit ihrer Aussage und ist offensichtlich.
Ich würd mir nicht anmaßen, Persönlichkeitsdiagnosen abzugeben, das wäre zu kränkend und grenzüberschreitend, wie ich schon sagte. Aber nicht zu erkennen, dass Gewalt gegen Kinder niemals ein akzeptables Mittel sein kann, halt ich für einen durch die Watschn und die gleichzeitig bestehende Loyalität zu den Eltern entstandenen Schaden.
lg
paprika
Also, ich hab nicht viele Watschen bekommen...ich glaub, weil meine Eltern eigentlich eh dagegen waren, aber die Verhaltensmuster, die ihnen in ihrer eigenen Kindheit widerfahren sind, nicht ganz durchbrechen konnten.
Meine Mama hat, wenn sie zornig war, richtig durchgezogen. Ich kann mich an die Watschen, an ihren Gesichtsausdruck, das brennende Gefühl auf der Wange und das leere, enttäuschte, zornige Gefühl und die Gedanken ans Davonrennen erinnern. Allerdings nicht, warum ich sie gekriegt hab - das heißt, Verhaltensänderung auf Dauer wurde sichtlich keine herbeigeführt.
Ich hab meine Mama als hypernervöse, oft überforderte Person in Erinnerung - sie war Volksschullehrerin und nach dem Vormittag komplett kaputt. Sie erachtet es aber als "böse", seine Kinder in Hort, Ganztagsschule oder ähnliches zu schicken und daher holte sie uns (einmal organisierte sie mir für ein Jahr ein Mittagessen im Kindergarten meines Bruders - wahrscheinlich mit urschlechtem Gewissen bis zur Selbstgeißelung) mittags heim und wir mussten mal stundenlang mucksmäuschenstill sein, bis sie sich so weit regeneriert hatte, dass sie ihre Korrektur- und Vorbereitungsarbeiten erledigen konnte - da mussten wir dann wieder mucksmäuschenstill sein. Eigentlich hätte sie einen Therapeuten gebraucht oder Yoga oder Supervision, aber das alles gab´s damals noch nicht wirklich bzw. war nicht als heilsam anerkannt.
Insgesamt ist ihr bei mir 3-5 Mal in meiner gesamten Kindheit die Hand ausgerutscht, bei meinem Bruder sicher bis zu 10 Mal - Gott sei Dank konnte sie sich sonst beherrschen.
Mein Vater gab eigentlich keine richtigen Watschen - er legte dir die Hand auf die Wange und drückte dann ein bisschen - offensichtlich war er strikt dagegen, wusste aber kein anderes Mittel.
Und auch dies kam nicht oft vor...
Insgesamt waren also meine Eltern schon die Versionsverbesserung im Vergleich zu meinen Großeltern - und bei mir hat sich´s dann noch einmal gebessert - das Jucken in den Fingern kenn ich auch (und meine Tochter testet ihre Grenzen weit öfter aus als ich damals - aber sie steht halt auch auf der gleichen Ebene wie ich und wird von mir respektiert - hat also keine Angst vor mir und traut sich auszucken) - und auch ich musste im Konfliktfall jahrelang gehen. Zweimal habe ich ihr leicht auf die Finger geklopft - jedesmal mit schlechtem Gewissen und oftmaliger Entschuldigung meinerseits verbunden.
Insgesamt hat mich Sophia sicher schon öfter geschlagen als ich sie - natürlich jedesmal gefolgt von einer entsprechenden Erklärung über Umgangsformen und mein seelisches Empfinden meinerseits.
Liebe Grüße und ruhige Hände ;) ,
Nicola
Hallo Nicola!
Danke für Deine Schilderung. Darf ich Dich noch fragen ob Du Deine Eltern je darauf angesprochen hast und wie die Reaktion war? Und ob Du persönlich meinst durch die Watschen/Gewalt schaden genommen zu haben?
Ich traue mich fast nicht fragen weil es ja doch sehr persönlich ist, aber ich habe noch eine frage: Was war für Dich schlimmer und hatte mehr Auswirkung auf Dein Leben, die Watschen oder die "Stimmung" die zu Hause geherrscht hat?
Andromache
25.05.2007, 09:32
ich bin nie von meiner mama, zweimal von meinem papa gehaut worden, davon einmal durch die windel (mit der zeitung auf offener straße) und einmal durch die bettdecke.
es hat mir geschadet. es war furchtbar erniedrigend. ich hasse es, daran zurückdenken zu müssen. ich würde diese erinnerung am liebsten für immer auslöschen.
ich hatte angst vor meinem vater. eigentlich nicht, weil er mich schlug (das kam ja nur 2x vor), sondern weil er so brüllte beim streiten und damit alle unter seiner fuchtel hatte (inkl. meiner mutter). weil er meine mutetr zusammenbrüllte, wenn cih was angestellt hatte. irgendwann wandelte sich diese angst in ein absolutes gefühl des unbehagens, wenn slche situationen auftraten. und in der pubertät habe ich es dann geschafft mich zu emanzipieren und meine position zu erkennen. heute weiß ich: ich bin das einzige kind. ich bin die einzige, von de rer sich was sagen lässt. es ist zwar ungaublich mühsam, weil er immer gleich abblockt, leugnet, brüllt,... aber dann arbeitet es doch in ihm und im endeffekt sieht er ein, dass ich recht habe.
hat geschadet definitiv....
mit meiner mutter hab ich das gespräch schon durch.
mit meinem vater kommt es noch... gesprächsfetzen diesbezüglich gab es schon.
ich lernte zu widersprechen - aber schwer wars.
ich lernte auch bei meinem kind anders zu handeln, und das war fast noch schwerer. das einzige konfliktlösungsmuster bei diskrepanzen zwischen erwachsenen und kindern das ich kannte, waren watschen, die alternativen dazu musste ich mir erarbeiten, und die ersten 2-3 jahre waren echt hart.
wenn ich in einem streit zwischen mir und meinem mädel auf 180 war, juckte es mich in den fingern - ich krallte dann eine hand in die andere, ging, stampfte.... oder tat sonst irgendwas um genau DAS nicht zu machen.
nach nun mehr 5 jahren hab ich endlich die ruhe und übung, sowie ein bündel an alternativstrategien obrige situationen möglichst zur gänze zu vermeiden....
das umdenken im kopf war sehr einfach - die praktische umsetzung schwieriger...
jutta
geb dir vollkommen recht!! mein sohn ist erst 14 monate und ich arbeite hart an mir nicht die selben fehler zu machen wie meine mutter! es beruhigt aber unheimlich dass du es geschafft hast - das macht mut und gibt mir kraft!!
mariella25
25.05.2007, 10:02
Also ich wurde nicht nur mit der obligatorischen "gsundn Watschn" bestraft" sondern oft noch viel härter!!
Ob es mir geschadet hat JA oder NEIN????
Keine Ahnung aber eines Weiß ich mit sicherheit!!!!!
Mein/e Kind/er werden NIEMALS so bestraft!!!!
Ich hoffe so sehr das ich nicht in diese Schiene rutsche!!!!!
Niemals hat ein Kind es verdient geschlagen zu werden, da sollten sich die Eltern vorher selber schlagen und darüber nachdenken warum das Kind das gemacht hat das es ihrer Meinung nach die Schläge verdient hat!
lg mariella:winken:
Ich bin nicht oft geschlagen worden - kurz an den Haaren gezupft - an das kann ich mich schon erinnern, aber an keine einzige "Watschn", obwohl ich sicher auch welche bekommen habe.
Nein, mir hat es nicht geschadet - wahrscheinlich deswegen, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass man mich damit erniedrigen will, sondern weil ich Grenzen meiner Eltern überschritten habe... es hat meiner Mutter auch immer leid getan, wenn sie mir wehgetan hat. Es war für mich immer nur so ein Gefühl: "Oje, jetzt hab ich was falsch gemacht. Sollte ich wohl nicht mehr tun" - war aber überhaupt nicht nachhaltig.
Worunter ich gelitten habe (obwohl das auch nicht übermäßig vorgekommen ist - ich bin mit meinen Eltern tatsächlich im Reinen und habe ihnen nichts vorzuwerfen) waren diese kurzzeitigen Liebesentzüge - hat zwar nie lang gedauert vom "Jetzt mag ich Dich nicht mehr" oder vom "Jetzt hab ich Dich nicht mehr lieb" zum "Simma wieda gut!"- aber diese Minuten oder ganz selten Stunden waren für mich unerträglich.
Ambrosia30
25.05.2007, 10:06
Ich denk mir bei sowas meinen Teil. Das, was ich sagen könnte, wäre potentiell zu kränkend für die betreffende Person, ich muss nicht auch noch Salz in offensichtlich noch offene Wunden streuen... Das äußerste, was ich sagen würde, wäre, dass es der Person offensichtlich zumindest so weit geschadet hat, dass sie nicht mal merken kann, dass es ihr geschadet hat.
lg
paprika
bezieht sich deine stellungnahme auf mein posting? geht nicht klar hervor. falls ja, mir ist durchaus klar, dass mir die situation geschadet hat.
5. In meiner gesamten Karriere als Kind und Jugendliche warens genau 5. Und ich kann mich an jede einzelne und an jede Situation noch genau erinnern.
4 davon akzeptier ich im Nachhinein. Ich kann ausgesprochen sekant sein.:rolleyes:
Eine war vollkommen daneben, weil meine Eltern in dieser Situation eine Reife von mir erwartet haben die ich nicht haben konnte und ihre Enttäuschung der Auslöser war. Dabei haben sie diese Situation provoziert.
Diese eine hege und pflege ich, damit ich sie als "leuchtendes" Beispiel genau vor Augen habe sollte ich jemals in Versuchung geraten, mich als Mutter selber in so eine Situation zu lavieren.
Ich würd aber zur Frage gesund oder nicht sagen: defintiv nicht. Auch wenn ich 4 akzeptiert hab, hab ich sie nie vergessen. Und ich hab auch aus keiner eine "besondere" Erkenntnis gewonnen, außer dass ich das Nervenkostüm meiner Eltern überstrapaziert hab. Und denen ist es (sie sind absolut nicht die Typen denen die Hand leicht ausrutscht) auch nicht gut gegangen im Nachhinein weil die Situation so eskaliert ist.
keinetussie
25.05.2007, 10:25
@ZYX
Nicola und Pythia haben es recht treffend beschrieben, ich bring das scheinbar nicht so rüber!
So in etwa war es auch bei uns daheim.
Scheinbar kann ich mich zu dem Thema nicht so ausdrücken, dass du mich verstehst, lassma das, vielleicht irgendwann einmal face to face. ;)
bezieht sich deine stellungnahme auf mein posting? geht nicht klar hervor. falls ja, mir ist durchaus klar, dass mir die situation geschadet hat.
Nein, bezog sich nicht darauf.
lg
paprika
Ich habe meine Mutter ausgelacht - ich war ein kluges/hochsensibles Kind und habe sofort bemerkt, dass sie in diesem Moment (und auch ansonsten) einfach unsagbar ohnmächtig und hilflos war.
Auch wenn ich ihr körperlich unterlegen war, konnte ich viele Dinge/Zusammenhänge sehen/hören/spüren,
Watschen gab bei uns nicht wirklich oft, verletzender fand ich diese immense Respektlosigkeit und ihre fixen Erwartungshaltungen an mich wie ich ihrer meinung nach zu sein hatte.
Irgendwie sollte ich ihr wohl dankbar sein, ansonsten wäre ich wohl nicht der Mensch der ich heute bin.
Sie hat mich mal gefragt:
Wie sonst soll ein Kind folgen lernen, wenn man nicht ab und zu eine Watschn gibt.
Ich habe darauf lange nichts geantwortet, weil mir einfach die Spucke wegblieb.:eek:
:danke:
weisst du, diese überlegung hatte ich auch schon öfter, einstweilen nur theoretisch, da ich erst im nov. zum 1. mal mama werd :rolleyes:
die überlegung, ob und wie ich es schaffen kann, die kranken verhaltensmuster meiner eltern nicht zu wiederholen, dazu gehören auch körperliche züchtigungen. ich hab sooo viel zeit gebraucht, mich davon zu befreien und so viel energie, aus diesem dickicht meinen eigenen weg zu finden und möcht das meinem kind auf alle fälle ersparen.
ich hoffe, es gut zu schaffen. falls ich mal schwierigkeiten hab, könntest du mir vielleicht mit alternativprogrammen helfen, falls wir uns hier noch lesen?? :)
wenn du den festen willen hast, dass du das nicht willst, dann gelingt es dir auch! es ist echt nicht leicht, man gerät an seine grenzen, aber es geht!
Und findest Du selbst, daß es Dir geschadet hat oder nicht?
obwohl nicht angesprochen, antworte ich dennoch ;) ich kann mich an keine "watschn" erinnern, sondern an popsch-aushauen. hab aber jetzt keine schlimme erinnerung daran. viel "schlimmer", weil völlig fürn hugo fand ich das "in-die-ecke-stellen" oder aufforderungen wie "jetzt denkst drüber nach, was du getan hast" :confused: hab mich dabei immer wie ein volltrottel gefühlt, weil ichs einfach nicht verstanden hab, was jetzt das problem war.
wirklich "geschadet" hat mir - meiner psyche - und vor allem dem verhältnis zu meiner mutter die prügelattacken während meiner teenagerzeit.
das weiß sie. es tut ihr leid. ändern können wirs beide nimmer.
Danke KT, das ist ja eine interessante Theorie. Es ist also möglich trotz Gewalt von respektvollem Umgang zu sprechen? Wie paßt das zusammen? Oder ist es sowas wie ein "Zeitscheibenumgang"?
ich kann mich, trotz physischer gewalt und den oben beschriebenen "psychospielchen" an eine wirklich schöne kindheit erinnern. meine mutter hat viel zeit mit uns verbracht (war bis zum vs-alter hausfrau) und viel mit uns gespielt und unternommen. ob ichs jetzt respektvoll bezeichnen würd, weiß ich nicht. aber ganz ehrlich, als kleinkind kennst das wort nicht ;)
Ich kann mich an wenige Watschn direkt erinnern, meist waren's Schläge auf den Popo oder wo meine Mutter mich grade erwischt hat. Ich weiß, dass sie aus ihrer Hilflosigkeit und Überforderung resultiert sind. Und aus ihrer allgemeinen Haltung zum Thema Umgang mit Kindern. Mich haben auch andere Sachen mehr geprägt als die körperlichen Übergriffe, die waren eine logische Konsequenz aus der sonstigen Einstellung, die so ungewöhnlich damals nicht war...
ABER: Ich würd NIE sagen, ich hab sie provoziert, ich hab ihre Grenzen überschritten, ich war sekkant. Damit würd ich die Verantwortung für ihre Grenzüberschreitung mir gegenüber übernehmen, fällt mir gar nicht ein. Oder doch, es würde mir doch einfallen, weil ich genau so erzogen bin. Deshalb steigen mir auch heute noch die Grausbirnen hoch, wenn Eltern zu anderen sagen "geeeh, ihr habt ja leicht reden mit eurem ruhigen Kind, bei unserem müssen wir manchmal hinhauen, sonst geht's nicht." Das ist nix anderes, als die Verantwortung an das Kind abzugeben...
lg
paprika
Irgendwie sollte ich ihr wohl dankbar sein, ansonsten wäre ich wohl nicht der Mensch der ich heute bin.
DAS hab ich mir auch schon öfter gedacht!
umso trauriger finde ich aber, dass meine schwester, die im selben haus mit der selben mutter und der selben erziehung aufgewachsen ist, ihr kind genauso erzieht, wie sie erzogen wurde :( :confused:
a) ich hab keine einzige antwort hier gelesen, möchte nur "meine geschichte" schreiben
b) ich habe ein sehr inniges, gutes Verhältnis zu meinen Eltern u ich muss ihnen kein einziges "vergehen" vorhalten
c) von meinem vater hab ich nie eine ohrfeige bekommen
d) von meiner mutter etwa eine handvoll.
an keine einzige kann ich mich konkret erinnern, ich weiß nur, dass ich sie jedesmal, wenn ich eine "bekommen" hab, sie so dermaßen provoziert hab, dass ich damit "gerechnet" hab, jetzt eine "abzufangen".
ich war ihr danach nie böse, sie hat sich aber auch nie entschuldigt.
ich wusste, was ich in dem moment falsch gemacht hab (auch wenn man das nicht mit ner ohrfeige hätte "bestrafen" müssen, aber, es war für mich völlig ok (!!) )
dazugesagt sei, dass meine mutter uns nie grün u blau geschlagen hat, oder der kopf 3 wochen später noch gewackelt hat.
ich hab mich als kind wegen ihrem verhalten nicht (!) respektlos behandelt gefühlt.
fragt mich nicht warum. es ist so.
weiters hab ich vor (ich hoffe, es gelingt mir) Flo nie mit einer Ohrfeige zu bestrafen.
ich bin aber schon der meinung, dass manche ohrfeigen einfach nur verletzend u erniedrigend sind - die, die ich von meiner mutter "bekommen" hab - waren's gsd nicht.
karin610
25.05.2007, 11:12
mein mann hat seinen eltern noch nie wiedersprochen. dabei merkt man das die elternkindbindung sehr darunter gelitten hat. er erzählt ihnen nie etwas aus unserem privatleben und er traut sich nie ihnen zu wiedersprechen. obwohl er jetzt schon 28 jahre alt ist habe ich das gefühl das er angst vor seinen eltern hat. ob das wirklich stimmt weiß ich nícht da er es nie zugeben würde.
ich hab mich als kind wegen ihrem verhalten nicht (!) respektlos behandelt gefühlt.
fragt mich nicht warum. es ist so.
Ich auch nicht, mir wurde ja auch vermittelt, dass ich's genau so verdient habe und auch noch schuld bin, wenn meine Mutter mich schlagen muss, wo's ihr doch mehr wehtut als mir. Gut und verstanden gefühlt hab ich mich trotzdem nicht. Und dass es respektlos war, wusste ich auch erst später.
lg
paprika
ABER: Ich würd NIE sagen, ich hab sie provoziert, ich hab ihre Grenzen überschritten, ich war sekkant. Damit würd ich die Verantwortung für ihre Grenzüberschreitung mir gegenüber übernehmen, fällt mir gar nicht ein.
Das sehe ich anders - alleine, durch die Feststellung, dass ich die Grenzen anderer überschritten habe, übernehme ich nicht die Verantwortung für die Handlung, die der andere daraus resultierend setzt - die trägt er/sie natürlich ganz alleine. Das war mir, soweit ich mich erinnern kann, auch schon als Kind bewusst.
Ich habe mir auch nie gedacht: "Das habe ich mir jetzt verdient, weil ich ein böses Kind bin."
Aber natürlich war ich und bin ich manchmal provokant oder überschreite die Grenzen anderer. Sekkieren tut ich eigentlich nie, jedenfalls nicht bewusst.
Hallo Nicola!
Danke für Deine Schilderung. Darf ich Dich noch fragen ob Du Deine Eltern je darauf angesprochen hast und wie die Reaktion war? Und ob Du persönlich meinst durch die Watschen/Gewalt schaden genommen zu haben?
Ich traue mich fast nicht fragen weil es ja doch sehr persönlich ist, aber ich habe noch eine frage: Was war für Dich schlimmer und hatte mehr Auswirkung auf Dein Leben, die Watschen oder die "Stimmung" die zu Hause geherrscht hat?
Also - ich kann nicht wirklich unterscheiden zwischen der Watschen und der Stimmung - es hat sich eine grausliche Stimmung aufgebaut, deren Gipfel dann die Watschen war. Aber die Stimmung wäre mit einer anderen Auflösung sicher erträglicher gewesen.
Hab vorhin vergessen zu schreiben, dass meine Mama sehr viel nachtragender war als mein Papa - er war meist 5 Minuten nach dem Konflikt wieder "gut".
Die Omama ist uns auch mit dem Pracker nachgerannt - aber erwischt hat sie uns nicht - und ich glaub, es war auch nicht geplant. Da hat sich die blöde Stimmung meist in Gelächter aufgelöst und sie hat´s ausgehalten, sich ein bisserl lächerlich zu machen. Allerdings weiß ich aus Erzählungen, dass ihre Kinder schone Ohrfeigen bekommen haben (auch die andere Großmutter berichtet solches).
Also - Versionsverbesserungen durch die Generationen sind bei uns in der Familie deutlich spürbar...sind halt eine g´scheite Familie:D
Meinen Vater hab ich nie wirklich persönlich drauf angesprochen - seine Ohrfeigen haben mich nicht verletzt, weil sie ja eigentlich gar keine waren.
Die von meiner Mutter haben sehr wohl psychisch als auch physisch verletzt - sie habe ich auch damit konfrontiert. Sie sagt drauf "Na, vü Watschen hobt´s net kriagt!" und gesteht aber auch ein, dass sie sich einfach nicht mehr zu helfen wusste.
Keiner in meiner Familie hält eine Watschen für g´sund und meine Argumente kontra Watschen finden breites Echo.
LG Nicola
Aber natürlich war ich und bin ich manchmal provokant oder überschreite die Grenzen anderer.
Jeder überschreitet mal die Grenzen anderer. Aber ich kann nicht für deren Grenzen und ihren Umgang damit verantwortlich gemacht werden. "Ich hab die Grenze überschritten, andere Leute provoziert und dafür eine gefangen" klingt so, als hätte mein Gegenüber keine Handlungsalternative gehabt - als hätte ICH ihm keine gelassen. Es gibt aber IMMER Alternativen zu Gewalt. (Auch wenn man sie manchmal nicht sieht...)
Die Argumentation erinnert ein bisschen an die geschlagener Frauen. "Er hat ja hinhauen müssen, ich hab ihn provoziert." - Nein. Ganz sicher nicht. Er hätt auch aus dem Zimmer gehen können oder sonstwas.
lg
paprika
5. In meiner gesamten Karriere als Kind und Jugendliche warens genau 5. Und ich kann mich an jede einzelne und an jede Situation noch genau erinnern.
4 davon akzeptier ich im Nachhinein. Ich kann ausgesprochen sekant sein.:rolleyes:
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber ich lese hier öfter heraus, und Maribah dient jetzt nur als Beispiel, ich lese das auch bei anderen, daß es ok und verständlich ist, geschlagen zu werden wenn man sekkant war oder über Grenzen der Eltern ging oder Regeln gebrochen hat.
Die Eltern werden in Schutz genommen und man nimmt die Schuld für die Gewalt auf sich. ("ich habe es verdient, wäre ich nicht so sekkant gewesen...)
Ist es also so, daß man sich "Watschen" verdienen kann?
Ist es also so, daß man sich "Watschen" verdienen kann?
Nein, definitiv nicht. Aber genau das wird Kindern suggeriert. Siehe auch meine Postings weiter oben.
lg
paprika
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber ich lese hier öfter heraus, und Maribah dient jetzt nur als Beispiel, ich lese das auch bei anderen, daß es ok und verständlich ist, geschlagen zu werden wenn man sekkant war oder über Grenzen der Eltern ging oder Regeln gebrochen hat.
Die Eltern werden in Schutz genommen und man nimmt die Schuld für die Gewalt auf sich. ("ich habe es verdient, wäre ich nicht so sekkant gewesen...)
Ist es also so, daß man sich "Watschen" verdienen kann?
hab ich nie so gesehen. naja, vllt. als kind schon (kann mich aber nimmer dran erinnern), aber mittlerweile definitiv nimmer!
a) ich hab keine einzige antwort hier gelesen, möchte nur "meine geschichte" schreiben
b) ich habe ein sehr inniges, gutes Verhältnis zu meinen Eltern u ich muss ihnen kein einziges "vergehen" vorhalten
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Hi Floh!
Ich habe den Thread nicht deshalb eröffnet um Eltern irgendwas vorzuhalten oder irgendwelche Vergehen aufzudecken. Eröffnet habe ich ihn um verschiedene Dinge besser verstehen zu können, Fragen die ich mir stelle mir dadurch eventuell beantworten zu können. Ich bin sehr neugierig und tausche mich gerne mit anderen über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus und lerne dabei sehr viel.
Danke für Deine Antwort!
Jeder überschreitet mal die Grenzen anderer. Aber ich kann nicht für deren Grenzen und ihren Umgang damit verantwortlich gemacht werden. "Ich hab die Grenze überschritten, andere Leute provoziert und dafür eine gefangen" klingt so, als hätte mein Gegenüber keine Handlungsalternative gehabt - als hätte ICH ihm keine gelassen. Es gibt aber IMMER Alternativen zu Gewalt. (Auch wenn man sie manchmal nicht sieht...)
Die Argumentation erinnert ein bisschen an die geschlagener Frauen. "Er hat ja hinhauen müssen, ich hab ihn provoziert." - Nein. Ganz sicher nicht. Er hätt auch aus dem Zimmer gehen können oder sonstwas.
lg
paprika
Ich verstehe, was Du meinst und bin absolut bei Dir!
Ich bin absolut gegen jegliche Art von Gewalt, insbesondere gegenüber Kindern. Besonders verabscheuungswürdig finde ich Eltern, die Gewalt als bewusste Erziehungsmaßnahme einsetzen und dann noch Sprüche hinterherschieben, wie "Es tut mir mehr weh als Dir." Da kommt mir das Kotzen!!
Wenn Gewalt aus einer Überforderung heraus passiert (und ich spreche von Fingerklopfen, Haarezupfen oder Klaps auf den Popo - alles andere ist sowieso therapiebedürftig), muss dem Erwachsenen immer bewusst sein, dass ihn seine eigene Schwäche dazu getrieben hat, muss die Verantwortung dafür voll übernehmen und das Kind das auch wissen lassen. Für solche Situationen kann ich Verständnis aufbringen, ohne sie gutzuheißen.
Das andere ist mein persönliche Geschichte und mein Erleben als Kind. Ich habe mich als Kind immer geliebt, geborgen und wertgeschätzt gefühlt - ich wurde auch sehr, sehr selten mit emotional unsicheren Situationen alleine gelassen. Und aufgrund dieser tiefen und aufrichtigen Liebe, die mir meine Mutter entgegengebracht hat, kann ich auf der anderen Seite großmütig über ihre Schwächen hinwegsehen, ohne etwas beschönigen oder verharmlosen zu müssen. Aus diesem Erleben schließe ich aber keine allgemeingültige Formel, wie: a gsunde Watschn.... - im Gegenteil!!!
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber ich lese hier öfter heraus, und Maribah dient jetzt nur als Beispiel, ich lese das auch bei anderen, daß es ok und verständlich ist, geschlagen zu werden wenn man sekkant war oder über Grenzen der Eltern ging oder Regeln gebrochen hat.
Die Eltern werden in Schutz genommen und man nimmt die Schuld für die Gewalt auf sich. ("ich habe es verdient, wäre ich nicht so sekkant gewesen...)
Ist es also so, daß man sich "Watschen" verdienen kann?
Ich hab befürchtet dass das kommt.:D
Also ich kanns für mich aufklären:
Heute als erwachsene Frau, mit dem praktischen Wissen das mir mein Beruf bisher gegeben hat, mit der gesammelten Bandbreite an Kindern die ich schon erziehungstechnisch vor der Nase hatte und damit dass ich meine Eltern heute aufgrund gewisser Vorfälle auch sehr distanziert betrachten kann...also mit der ganzen Summe an Erfahrung die ich heute in mir trage... hab ich wortwörtlich geschrieben: ich hab sie akzeptiert.
Nicht, ich hab sie verdient... oder ich war schuld, was aber offenbar herausgelesen wird (und ich denk nicht nur von dir).
Und das ist ein Unterschied, oder?
Ich hab jede einzelne von der Situation her für mich analysiert und bin zu dem Schluß gekommen: ich bin nicht berauscht dass es stattgefunden hat, aber ich bin wirklich ans Limit gegangen (wie sehr kann hier keiner beurteilen der nicht dabei war). Ich erinner mich an sie aber das wars auch schon. Und darum hebt sich die eine, die ich ihnen nicht wirklich verziehen habe (ich empfind sie heut noch als Sauerei, weil sich hier zum körperlichen Übergriff auch noch eine massive Verletzung meines Gerechtigkeitsemfindens beigestellt hat) auch so ab. Sie wissen übrigens darüber Bescheid, ich brings alle heiligen Zeiten, wenn das Thema passt ,durchaus an.
Ich bin für mich nach wie vor der Meinung, dass Kinder bisweilen zwar wirklich Grenzen suchen, aber keinesfalls in dem Sinn, dass sie sehenden Auges in eine Watschn hineinlaufen:rolleyes:. Weshalb ich es als erwachsene Partei auf meine Kappe zu nehmen hab, wenn eine Situation mit Kind in die Richtung entgleist.(ab Pubertät laufen die Spielregeln imho ein bisserl anders, aber das führt jetzt weg vom Thema)
ich hab in meiner kindheit, vor allem jugend nur eine handvoll watschen bekommen. außer einer, waren alle von meiner mutter. bei einer einzigen ist mir noch der grund in erinnerung, weil sie in meinen augen ungerecht war. die anderen sind mir nicht so negativ in erinnerung geblieben, daß ich mir den grund merken mußte. - und ich kann WIRKLICH nachtragend sein.
es gab andere dinge in meiner kindheit, die mich viel mehr getroffen haben.
grundsätzlich muß ich aber sagen, daß ich zu meinen eltern ein gutes verhältnis habe und sie uach regelmäßig sehe.
für mich macht es auch einen unterschied, ob grundsätzlich das eltern/kind verhältnis liebevoll und respektvoll. oder ob man sich gegenseitig nicht respektiert. meine eltern haben uns sehr selbstständig und freigeistig erzogen, daß man sich immer seine eigene meinung bilden und auch dazu stehen soll. die watschn resultierten wohl wirklich aus einer permanenten grenzüberschreitung meinerseits. wodurch meine mama in der schwächeren position war. wie gesagt - ich hab sie nicht negativ in erinnerung. negativ waren andere dinge.
lg
lisigei
Dinimama
25.05.2007, 17:55
auch ich habe in meiner kindheit immer wieder watschen bekommen von meinen eltern, die es selber von ihrem eltern auch nicht anders kennengelernt haben.
ich hatte trotzdem ein gutes verhältnis uns würde sagen, dass ich eine schöne kindheit hatte.
und dennoch... das gefühl nach so einer ohrfeige war vor allem erniedrigung, ausserdem fan ich es extrem ungerecht, da ja kinder nicht zurückschlagen durften.
bei mir hat es also nur protest und auflehnung ausgelöst und bestimmt keine einsicht, dass ich ev. etwas falsch gemacht habe.
ich habe mir schon als kind vorgenommen, es bei meinen kindern anders zu machen, was mir bis jetzt auch gelungen ist.
muss aber zugeben, dass es mir manches mal verdammt schwerfällt, nicht nach den alten mustern zu handeln.
und ich bin jedes mal stolz und froh, wenn es mir gelungen ist, so eine situation anders als mit gewalt zu bewältigen, das gibt kraft, es auch das nächste mal zu schaffen.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber ich lese hier öfter heraus, und Maribah dient jetzt nur als Beispiel, ich lese das auch bei anderen, daß es ok und verständlich ist, geschlagen zu werden wenn man sekkant war oder über Grenzen der Eltern ging oder Regeln gebrochen hat.
Die Eltern werden in Schutz genommen und man nimmt die Schuld für die Gewalt auf sich. ("ich habe es verdient, wäre ich nicht so sekkant gewesen...)
Ist es also so, daß man sich "Watschen" verdienen kann?
Ein sehr interessantes Thema...
Die Frage bringt mich auf ein weiteres gedankliches Gleis:
Kann es sein, dass man sich als Kind bisweilen bewusst eine Watschen verdienen will?
Ist es nicht denkbar, dass ein Kind, das Watschen als Zeichen von Schwäche der Eltern erkannt hat, absichtlich die Eltern provoziert um sie dahin zu bringen, diese Schwäche zu zeigen?
Ein sehr interessantes Thema...
Die Frage bringt mich auf ein weiteres gedankliches Gleis:
Kann es sein, dass man sich als Kind bisweilen bewusst eine Watschen verdienen will?
Ist es nicht denkbar, dass ein Kind, das Watschen als Zeichen von Schwäche der Eltern erkannt hat, absichtlich die Eltern provoziert um sie dahin zu bringen, diese Schwäche zu zeigen?
Ja, auch eine interessante Frage. Allerdings müssen die Eltern zuerst einmal zugeschlagen haben damit ein Kind überhaupt weiß was eine Watschen oder andere Gewalt, ist.
Ich persönlich glaube nicht, daß ein Kind bewusst oder unbewusst sich eine Watschen verdienen will. Ich denke eher, daß das eine willkomene Ausrede für den Gewalttätigen ist und die Kinder übernehmen nur zu gerne die Verantwortung für das was passiert ist.
"Du hast mir ja keine andere Wahl gelassen, und hast darum gebettelt, gell. Ja Mama"
Ja, auch eine interessante Frage. Allerdings müssen die Eltern zuerst einmal zugeschlagen haben damit ein Kind überhaupt weiß was eine Watschen oder andere Gewalt, ist.
Ich persönlich glaube nicht, daß ein Kind bewusst oder unbewusst sich eine Watschen verdienen will. Ich denke eher, daß das eine willkomene Ausrede für den Gewalttätigen ist und die Kinder übernehmen nur zu gerne die Verantwortung für das was passiert ist.
"Du hast mir ja keine andere Wahl gelassen, und hast darum gebettelt, gell. Ja Mama"
es müssen die eltern nie geschlagen haben, um so eine bewusste provokation erst möglich zu machen. laß kinder unter kinder sein, da lernen's gleich mal, was a watschn ist.
und ja - ich hab meine schwester, die 3 jahre älter ist - beim streiten oft bewußt so provoziert, daß ich eine watschn bekommen hab. wenn sie sich geärgert hat und immer wütender wurde, hab ich sie gaaaanz ruhig angesehen und bin ihr nicht drauf eingestiegen. das konnte ich (und könnte ich auch heute noch) perfekt.
der unterschied ist aber, daß ich jetzt erwachsen bin und konflikte zumindest unter erwachsenen anders lösen kann. (ich geh jetzt davon aus, daß die anderen ein gewisses maß an gesellschaftlichen spielregeln einhalten. ich war dadurch noch nie in der situation bei einem erwachsenen ob ich eine watsche verteilen soll)
bei einer trotzenden 3 jährigen, die über eine stunde völlig durchdreht und zu beißen beginnt - weil sie sich schnäuzen soll und keine, wirklich keine tricks mehr helfen. da tu ich mir persönlich schon sehr viel schwerer, daß ich ihr mal keinen klaps auf den po gebe.
außerdem bin ich der meinung, daß es in einer gesellschaft so was wie eine gesunde hierachie gibt. d.h. zuhause mit dem ehepartner wird sicher auf anderer ebene gestritten als zwischen vorgesetzte und angestellen. ich versuche immer bei streits auch mit GG, sachlich zu bleiben. vor allem nichts zu sagen, was mir nach der versöhnung leid täte.
DAS machen aber die meisten nicht. wieviele nennen ihren GG beim streit a*loch o.ä. beim chef würde man das aber nicht machen. - das habe ich mit hierachie gemeint.
kinder testen ihre grenzen ja auch bei den vertrautesten personen am meisten aus. wenn sie nicht zuhause sind, zB kindergarten werden die grenzen bei weitem nicht so fordernd ausgetestet wie zuhause. zumindest ist das bei uns so. im KIGA ist sie das schüchterne, kleine engerl - zuhause sieht es manchmal ganz anders aus. ;)
lg
lisigei
ich halte nix davon, weil es nix bringt. Gut so pauschal kann man das nicht sagen, es kommt darauf an, was du für ein Kind möchtest... Möchtest Du Deinem Kind vermitteln: mit Gewalt löst man Probleme, wenn Du nicht weiter weißt, dann darfst Du zuschlagen usw. dann musst du hin und wieder hin hauen.
Es kommt in der Erziehung wie immer darauf an, was du bewirken möchtest.
Natürlich kann es schon mal passieren, dass Dir die Hand ausrutscht. Schließlich sind wir alle nur Menschen. Meiner Meinung nach kommt es dann darauf an wie man damit umgeht.
Mir ist das einmal passiert, da hätte meine große Tochter fast ihren Bruder (war noch ein Baby) erwürgt. Allerdings hab ich dann mit ihr geredet und mich auch dafür entschuldigt...
Ich kann mich auch noch an die eine oder andere Ohrfeige erinnern. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass mir aber der psychische Terror im besonderen das Inzestuelle das bei uns abgelaufen ist mehr geschadet hat als die eine oder andere Ohrfeige. Bei uns stand Hauen nicht an der Tagesordnung und wurde auch nicht als Gesund bezeichnet. Der Unterschied liegt sicher in der Einstellung des Einzelnen.
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