Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "geburts-trance"
dazu muss ich jetzt einen extra-fred aufmachen, denn das ist so entscheidend!
v.a. @beatchen und @frank_s:
ihr wisst sicher, dass man in trance kaum bis keine schmerzen spürt (je tiefer, desto weniger). dass man gefahren wahrnimmt und sich diesbezüglich optimal verhält, lange bevor andere überhaupt einen hinweis auf eine bestehende/zukünftige gefahrensituation bemerken.
und DARUM geht es.
krankenhäuser sind darauf nicht eingestellt. sie verhindern fast immer das erreichen dieser trance, und ich wette, dass sehr viele geburtsbegleiterInnen sie gar nicht kennen.
das ganze hat nichts mit gefühlsduselei zu tun.
wenn kaiserschnittmütter oder pda-gebärerinnen sagen, "ich hatte trotzdem das geburtserlebnis" dann deshalb, weil sie nicht wissen, wovon sie da eigentlich reden. sie kennen es nicht.
DAS geburtserlebnis hat nichts zu tun mit der farbe der wände im gebärzimmer, nichts mit "kuscheliger umgebung" oder netten gefühlen, die halt draufgabe sind, aber natürlich weniger wichtig sind, als die gesundheit von mutter und kind.
das personal in der geburtshilfe allerdings sollte doch wissen, dass es um eben diese trance geht, die ein optimales gebärverhalten garantiert.
wenn eine frau diese lust und "ekstase" schildert, kann ich davon ausgehen, dass sie drin war.
und das ist für die "gesundheit von mutter und kind" das beste, was passieren kann.
Bei mir selbst leider nicht erlebt :( , aber schon einige Male "beobachtet".
gela, das tut mir so leid für dich, wie das damals abgelaufen ist.:(
ich denke das oft... du bist eine so tolle und sensible hebamme und dann passiert dir selber sowas. macht mich mit dir traurig.
Sonnenkaefer
26.01.2004, 14:43
Hallo!
Möglicherweise habe ich auch sowas gehabt... habe zwar im KH entbunden... aber ohne jegliche Schmerzmittel; in der von mir ausgesuchten Geburtsposition (aufrecht); ohne, dass mir allzuviel dazwischen gequatscht worden wäre... ich habe die Geburt (zumindest ab dem Moment, wo ich endlich mitdrücken "durfte") nicht mehr schmerzhaft, sondern eher "euphorisch" in Erinnerung... allerdings: wenn das eine "Trance" gewesen sein sollte, hatte sie den Nachteil, dass ich mich nicht an mein Baby unmittelbar nach der Geburt erinnern kann :confused: ... kaum zu glauben, aber wahr... ich bin aufrecht im Bett gekniet; habe mich mit den Armen auf das aufgeklappte Kopfteil gestützt... konnte also meine Scheide bzw. das Baby nicht sehen... danach wollte ich unbedingt die Nabelschnur selbst durchschneiden (mein Mann war dabei; wollte aber nicht...)... ich kann genau beschreiben, wie die Nabelschnur ausgesehen hat; wie sie sich angefühlt hatte; wie es sich angefühlt hat, sie durchzuschneiden; etc... aber ich kann mich nicht an meinen Sohn erinnern... sein Gesicht, welche Farbe er hatte, ob Käseschmiere, Blut, etc. an ihm dran war... nichts...
Leider ist er dann obligatorisch weggebracht worden und ich habe ihn erst "schön" gebadet, angezogen und vermessen wieder gekriegt... daran kann ich mich dann wieder erinnern... schade...
LG, Petra
Ach weißt, es is jetzt drei Jahre her. Ich bin, denk ich drüberweg - so halbwegs. Irgendwann versuch ichs nochmal und dann mach ichs anders. (Die Kolleginnen lassen eh mit sich feilschen wegen Rufbereitschaftsbeginn:) )
Damals war ich mental einfach noch nicht bereit, sie rauszulassen.
Zu Haus hab ich hernach in meinem Stillaltersheimer immer überlegt, was ich denn für die Geburt noch herrichten muß :rolleyes: :D .
Beatchen
26.01.2004, 15:23
Wenn alles medizinisch optimal klappt, dann sei Dir die Hingabe zu Deinen orgasmischen Hochgefühlen gegönnt.
Dann muß ich das auch erlebt haben, denn mein Mann mußte mir hinterher erzählen, daß die Ärzte bei der Geburt dann nicht mehr dabei waren, weil sie vorher hinausgegangen sind.....
Außerdem habe ich - soweit ich mich erinnern kann - ab dem Zeitpunkt, wo Simon endlich so weit herunten war, daß die Preßwehen einen Sinn gemacht haben, bei jeder Preßwehe laut "Jaaaa" gestöhnt. ;-)
Drum sage ich auch, daß Wehen schon wehtun, aber die Geburt eigentlich nicht.
Eigentlich schade, daß wir keine Kinder mehr wollen.
Sabine
hallo:)
da muss ich dir recht geben:) sabrina unsere grosse bei ihr hatte ich eine pda und somit auch nicht wirklich eine anfangsbindung zu ihr, obwohl ich schon 13.stunden wehen hintermir hatte. katja unsere mittlere , hab ich ohne schmerzmittl, also pur natur bekommen, und das gefühl bei den presswehen und danach als sie da war kann man einfach nicht beschreiben. ich hab geschrien was das zeug hält, mir war es wurscht was die hebamme denkt, der arzt denkt, mein mann denkt ich habs pracktisch rausgeschrien, und meine ersten worte waren als katja da war "unser mädl ist da". diese gefühl als sie mir sie auf den bauch gleich legten, diese einheit was ich mit ihr gleich hatte, unbeschreiblich:) auch jetzt ist es noch so, das ich ganz genau weis wies ihr geht und fühle gleich, das mit ihr was nicht stimmt. diese bindung kann man nicht beschreiben:)
nina bekam ich per kaiserschnitt und es war schrecklich für mich:( gut das ist aber eine andere geschichte:)
es soll jetzt nicht heissen das ich zu sabrina und nina keine beziehung aufpaun hab können. aber so intensiv wie bei katja wars am anfang nicht, bei den zwein kam es langsam und stückerlweise. überhaupt bei nina, die ich ja erst drei tage später nach der geburt sah.
ich war bei timon voll in trance. hab auch keine schmerzen in dem sinne verspührt.
eigentlich wollte ich ja sowenig leute wie möglich im kreissaal haben.
angeblich habens mich gefragt, ob turnus und hebammen zuschauen dürfen, weil beckenendlage.
ich hab angeblich : is ma wurscht, gsagt.
ich war während den 9 presswehen war ich mit mir und meinem kind alleine! so hab ich es empfunden.
nachdem timon draussen war hab ich erst mitbekommen, wer aller im zimmer war . 3 hebammen, 1 oberärztin, 3 turnus und thomas :)
Original geschrieben von Beatchen
Wenn alles medizinisch optimal klappt, dann sei Dir die Hingabe zu Deinen orgasmischen Hochgefühlen gegönnt. Das ist aber kein Schicksal.
@dagmar: er-sie hat schon wieder nicht richtig gelesen:D
vor allem kann man sich die herablassung sparen. hier braucht niemandem irgendwas gegönnt zu werden.
es funktioniert ja genau anders rum.
sie kapiert´s einfach nicht oder will nicht, was weiss ich, jedenfalls verschwende ich meine energie nicht länger in die richtung.
Ja, gebären ist schon ein ganz seltsames Gefühl. Aber Trance war es, glaub ich, nicht. Es ist schwer zu beschreiben... Es klingt blöd, wenn man es in Worte faßt.
Ich war gleichzeitig in mir und ausserhalb von mir. Ich hab alles ganz deutlich gesehen und gehört, viel deutlichcher als "in echt", viel greller, die winzigsten Geräusche, und trotzdem hab ich vom Groben null mitbekommen. Zum Beispiel war der Roalnd beim Billa, während der Eröffnungswehen, und hat Jause gekauft. Er war fast eine Stunde weg. Für mich war's Tür auf, raus, Tür auf rein - fast im selben Moment. Ich hab gar nicht gemerkt, daß er üerhaupt weg war. :D
Ich hab übrigens auch "Jaaaaaaahhhh" gebrüllt, und "aussssaaaahhhh!" und so und hab gestampft und die Arme geschleudert. Aber nicht bewußt, das hat mir der Roland dann erzählt. Ich hab keine Schmerzen gehabt, aber so, daß ich nix gespürt hätte... nein, das kann man nicht sagen. Ich würde eher sagen, ich hab alles überdeutlich gespürt und wie in Zeitlupe. Und trotzdem kann ich mir jetzt gar nicht mehr vorstellen... bitte WAS hab ich in diesen 10 Stunden gemacht? Die Zeit ist nur so an mir vorbeigegangen.
Es stimmt schon, mann ist irgendwie "in der Welle" und das ganze Universum verbiegt sich. Irgendwie. Es erklärt sich schwer.
Lg,
Margit
Beatchen
27.01.2004, 01:10
>>hier braucht niemandem irgendwas gegönnt zu werden.<<
Warum nicht? Müssen wir Frauen immer nur von Neid und Mißgunst getrieben sein? Ich bedauere es viel mehr, wenn ich lese, daß eine Frau sich unnötig quälen mußte, nur weil man offenbar der Meinung war, daß das Ertragen von Schmerzen etwas durchaus Natürliches und Gesundes sei.
>>jedenfalls verschwende ich meine energie nicht länger in die richtung.<<
Bitte sehr, die Dame....
Original geschrieben von Beatchen
>>hier braucht niemandem irgendwas gegönnt zu werden.<<
Warum nicht? Müssen wir Frauen immer nur von Neid und Mißgunst getrieben sein?
sag, stehst du wirklich so auf der leitung? oder machts die einfach nur spass, so blöd auszuschauen?!
Original geschrieben von Beatchen
Ich bedauere es viel mehr, wenn ich lese, daß eine Frau sich unnötig quälen mußte, nur weil man offenbar der Meinung war, daß das Ertragen von Schmerzen etwas durchaus Natürliches und Gesundes sei.Jetzt tu nicht so, als ob DU das erfunden hättest!
ICH bin die, die immer sagt, Gebären tut von Natur aus nicht weh.
Beatchen
27.01.2004, 12:42
Weh tut's ganz kräftig, dafür hat die Natur schon gesorgt, nur gibt es überhaupt keinen Grund, warum eine Frau dies in unserer Zeit noch ertragen sollte. Wir lassen uns ja auch sonst nicht das Leben von den Tücken der Natur schwerer machen als unbedingt nötig.
(Die Dame Li möchte ich bitten, sich a bissl im Zaum zu halten, um den Ton hier nicht zu vergiften.)
da hast du schon recht, vertseh dich schon:) nur wenns die zeit nicht zulässt, dan musst durch die schmerzen durch obst willst oder nicht:) bei katjas geburt brauchte ich 2,5stunden mit allem drumm und drann, da war keine zeit mehr, mir irgentwelche schmerzmittl zu verabreichen:)
Bitteeee, ich mag mehr Antworten zu diesem Thema lesen und nicht schon wieder eine Endlosdisskussion. Wenn ihr zur Ausgangsfrage nichts zusagen habt, warum drückt ihr dann auf "antworten"? Mitteilungsbedürfnis so groß? Das NERVT!
Lg,
Margit
nagut, sopherl, hast eh recht. also, hier (m)eine höchst subjektive geschichte, "zur ausgangsfrage":
1. kind: in der morgendämmerung aufgewacht, mit bissi wehen, in die badewanne gangen, durch den langsam sich steigernden rhythmus und den schutz vor der aussenwelt immer mehr nach innen gegangen, in trance. austreibung war dann DAS erlebnis, das mein leben total verändert hat. nicht zu beschreiben, ausser denen, die´s selbst erlebt haben. alle zeit JETZT. aller raum HIER.
2.&3. kind: beginn war ähnlich, nur ging es dann so schnell und ich musste meine zeit leider damit verschwenden, mit der hebi zu telefonieren, die sanitäter und die notärztin von mir fernzuhalten, die oberärztin im kh anzubrüllen, mich gegen unzählige ärgerliche und schmerzhafte unnötigkeiten vergeblich zu verteiden... ich war ständig im "aussen" beschäftigt und hatte gar nicht die gelegenheit, mich dorthin zu verziehen, wo die kinder und ich am sichersten gewesen wären. fazit: frust und das vermissen jener einzigartigen bindung, die ich mit miriam erlebt habe und die unsere beziehung bis heute leichter macht als die zwischen den zwillingen und mir. (ganz abgesehen vom gebrochenen steissbein, der anschliessenden gebärmuttersenkung, dem in der gebärmutter unentdeckt verbliebenen stück plazenta und den geburtstraumen der kinder undundund...)
AUAUAUAUA!
Du Arme! Hab nicht gewußt, daß sie Dir soooo zugesetzt haben!
:herz:
hallo,
ich hatte irrsinnige angst davor kinder zu bekommen,meine beiden schwestern hatte sehr schwere geburten,meine mutter hatte eine totgeburt und war selber in lebensgefahr.
ich wollte diese dinge nicht an mich heranlassen,obwohl ich oft träumte meine geburt würde in einer katastrophe enden.
als ich dann den blasensprung hatte,wurde auch mein angst weggespühlt,ich glaub so ruhig und sicher war ich noch nie in meinem leben,ich spührte was tolles kommt auf mich zu.
manche dinge weiß ich nicht mehr,mein mann erzählte mir,ich hab der hebamme über die wange gestreichelt und gesagt,sie sei eine tolle frau.
ich hatte lust am schmerz,ich freute mich auf jede wehe,ich war euphorisch als ich die preßwehen hatte,ich lachte anscheinend laut.
als es dann nach nur vier stunden vorbei war,war ich sogar enttäuscht das es schon vorbei ist.
irgendwie ging es mir zu schnell.
weiß nicht ob ich in trance war,aber so ein ähnlicher zustand wars sicher.
rosarot
Ich hab schon immer das Gefühl, dass ich während der Geburt meines Sohnes in einer Art Trance war. Hab irgendwie nix so recht mitbekommen, aber trotzdem alles gecheckt.
Komisch zu beschreiben, aber es war irgendwie alles ein Dämmerzustand. 1 Stunde war wie 5 Minuten, andererseits aber ware 1 Stunde wie ein Tag.
Versteht das wer? Glaub schon. Als ich in der Entspannungswanne gelegen bin, ist mein Freund kurz raus um eine zu rauchen und eine Kaffe zu trinken. Mir kam es vor als wäre er nur 10 Sekunden weggewesen, aber er war sicher 15 Min. weg.
Hab auch oft das Gefühl gehabt, dass ich mich von aussen sehe.
Irgendwie war das ein faszinierendes Gefühl; so unerklärlich. Hab mal gehört, dass der Körper diesen "Dämmerzustand" absichtlich bewirkt - Körpereigene Schmerzmittel und um eine bessere Entspannung zu bewirken.
Ach ja, ich bekam keine Schmerzmittel, deshalb war der Trance zustand wirklich rein körperlich.
sabine usa
02.02.2004, 05:06
Danke an euch alle , die ihr so tolle geburtserlebnisse schildert- so wuensch ihc s mir- hab hier in usa eine hynose-birthing - ausbildung gemacht und werd sie hoffentlich gut einsetzen bei der geburt----und so positive feedbacks sind super- man hat es eh schwer genug die ganzen horrrorstories zu vergessen bzw. zu ueberhoeren....:D
lg sabine
Original geschrieben von li
nicht zu beschreiben, ausser denen, die´s selbst erlebt haben. alle zeit JETZT. aller raum HIER.
schön hast das beschrieben, danke
Bald3erMama
02.02.2004, 21:44
ich weiß gar nicht, wie ich alles beschrieben soll, aber ich versuch es mal!;)
meine erste geburt war mit pda, zum schluß haben sie noch die saugglocke gebraucht! wie soll man den pressen, wenn man nichts spürt!?!? michael ist heute 9 jahre alt und ein kind, wo die lehrerin in der schule sagt, er spürt seine eigenen körpergrenzen nur sehr schwer! wir haben das jetzt mit massagen, übungen und igelballspielen halbwegs in den griff bekommen! ob das jetzt mit der geburt zusammenhängt, sei dahingestellt.
meine zweite geburt war 10 tage über den termin. ich wollte einfach nicht mehr! aus!! es war schon so mühsam und anstrengend! kein schlafen mehr, der bauch hat gejuckt wie irr uw. usw. also ich war reif zum entbinden! ;) am abend war ich schon im spital zur vorbereitung für die einleitung am nächsten tag! da hab ich mich nochmal so richtig geschneuzt, ich hatte ja so einen schnupfen. dadurch ist mir die blase gesprungen! eine halbe stunde später waren die ersten wehen da und 4,5 stunden später ist stefan geboren! mit 54 cm (ich bin 152 :D ) und 4,5 kg!!!
er war ein kuschler von der ersten minute an!
und dann noch meine dritte geburt. sie war mit abstand die schönste! warum kann ich nicht beschreiben! mir ist zu hause um mitternacht die blase gesprungen (1 woche vorm termin), hab aber keine wesentlichen wehen bekommen! da nichts weiterging, haben sie mich um 9 uhr früh an den wehentropf gehängt! tja, was soll ich sagen - die wehen waren SOFORT da und ein hammer! natürlich hatte die hebamme den tropf so plaziert, das ich ihn nicht sehe! eh klar - denn sie hat ja ständig die dosis erhöht!!:D :D und das hab ich echt nicht gecheckt!! das hat mir erst mein lg später erzählt. also ich hab mich nur gewundert, das die wehen immer schneller und stärker wurden! hab auch total das zeitgefühl verloren. ich bin zum schluß auf der seite gelegen, ein fuss auf der hebamme abgestützt! es war so ein unbeschreibliches gefühl, wenn ich gepreßt habe, wie ich gespürt habe, wie julia nach vor- und dann wieder nach hinten rutscht! einfach ein wahnsinn! und meine kleine maus hatte die hand neben dem kopf und darüber die nabelschnur gewickelt! also wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn sie da nicht die hand dazwischen gehabt hätte!
hab mir eigentlich noch nie so gedanken darüber gemacht, aber der ausdruck von li, tranceähnlicher zustand - kommt auf jeden fall hin!!
was ich damit auch sagen will:
bei michael hatte ich einfach total angst, war sehr verspannt, konnte einfach nicht locker lassen - ihn auf die welt kommen lassen!
bei stefan war ich schon so froh, das er endlich kommt, das ich gar nicht mehr auf den gedanken kam, mich zu verkrampfen!
und bei julia war ich ja schon "erfahren" und hab mich deshalb auch nicht verkrampft!:D ;)
so, daß ist jetzt ein roman geworden!
lg
sandra
Original geschrieben von Bald3er Mama
so, daß ist jetzt ein roman geworden!
ein spannender, schöner:). solche les ich gern!
Vorletzte Nacht hat mich eine Frau kurz nach der (sehr lauten und durchaus kraftvollen) HausGeburt ihres Kindes gefragt, warum es nicht wehgetan hätte......:) . Sie war richtig verwundert darüber und hatte damit nicht gerechnet.
Und ich hab 'ne Extraportion Endorphine abgekriegt.:D :p
:):herz: wie schööön!!!!:herz::)
freut mich für euch alle!
keine ahnung, wie ich mich in trance fühle, aber dass die geburten damit zu tun haben, bin ich mir sicher.
1. geburt: notsectio
2. geburt: ohne pda. hatte zwölf stunden wehen, aber keine schmerzen. das pressen war anstrengend (weil im liegen und ich war schon recht müde) aber das gefühl, wie da eine macht durch mich hindurch nach unten (also zur scheide) drückt, das war gigantisch. mitbekommen hab ich auch fast nichts von "außen".
3. geburt: wehen waren ein intensives erlebnis mit mir selbst - nur auf das atmen konzentrieren, augen, ohren zu, nur riechen, nämlich meinem mann. hab arzt oder hebamme nicht wahrgenommen. das pressen ging dann so schnell, da war die zweite geburt eigentlich intensiver.
bei der zweiten habe ich gedacht, so muss ein trip sein. bei der dritten hab ich gewusst, es war beidemale tatsächlich einer!
lg susanne
Original geschrieben von susanna
habe ich gedacht, so muss ein trip sein.
... witzig, daß du das schreibst, bei Jonas Geburt war ich irgendwo und hab nichts wahrgenommen in der Austreibungsphase, es war sicher eine Art Trance, alles war so verschwommen und fern, wie durch einen Schleier, würde Presswehen auch nicht zwingend als schmerzhaft bezeichnen, eher als einen Kraftakt des Körpers.
Jedenfall hat GG mir nachher erzählt, ich hätte ständig so seltsam mit den Augen gerollt, meinen Kopf hin und her gewogen und mein Körper hätte sich so seltsam gewunden, in einer anderen Situation hätte er sich wohl gedacht, daß ich einen Trip eingeworfen hätt'.
dolleken
14.02.2004, 23:39
hm, interessant, was hier alles so steht...
meine geburt dauerte 11 std. vom blasensprung an, 9 std. mit wehen, davon 4,5 std. heftig. die 3.letzte stunde war fast unerträglich für mich, da ich auch sehr geschwitzt habe. exakt 2std. vor der geburt bin ich in die badewanne. ca. 1,5 std. vor der geburt muss mein weggetretener zustand begonnen haben. ich hab immer gesagt: da muss die endorphinausschüttung gewesen sein. vorher hatte ich fast nur die augen auf, in den letzten 90min fast nur zu. die zeit raste davon, ich habe kaum etwas mitbekommen und doch alles intensivst erlebt. ich habe nichts gespürt und doch heftigste wehen gehabt. ich war zutiefst verzweifelt und euphorisch. ich hatte angst und war doch voller gewissheit, dass alles richtig läuft. ich hatte noch NIE so ein großes vertrauen in mich und mein können und in meinen körper. ich habe meinen mann kaum wahrgenommen, sogar seine berührung abgelehnt (darunter hat er recht lange gelitten- aber da es für mich in den minuten gut war, ist´s auch für ihn o.k.). ich habe 45min vor der geburt angefangen zu schreien, war aber im nachhinein fest davon überzeugt, dass ich erst in den beiden letzten wehen gebrüllt habe. ich habe mich mit einem arzt unterhalten, an den ich mich nicht im entferntesten erinnern kann. ich habe dinge gesagt und getan, die mir im gedächnis fehlen. schön war meine wassergeburt, ein erhebendes gefühl, etwas so einzigartiges und tolles zu vollbringen, es war schmerzhaft, aber auszuhalten. ich war stolz, sehr stolz darauf, dass es mit der wassergeburt auch geklappt hatte und ich weder wehen- noch schmerzmittel brauchte.
besonders glücklich bin ich darüber, dass ich praktisch 2 geburtserlebnisse habe!!!!!!!!!!!! meine beste freundin redete vorher auf mich ein, unbedingt ein video zu drehen von der entscheidenden phase. pervers, so dachte ich. doch sie redete weiter auf uns ein. wir müssen es ja hinterher nicht anschauen, aber falls wir es doch wollen, so haben wir es wenigstens. also stellte mein mann die kamera auf, in meinem rücken, man sieht weder ein gesicht noch überhaupt etwas konkretes... doch es ist das schönste überhaupt für mich, das video zu haben. man erlebt seine eigene entbindung KOMPLETT anders, als sie eigentlich war. und es ist wunderschön, die kräfte der natur, die da eingewirkt haben, noch einmal zu sehen. natürlich ist das video NUR für uns, nie wird es jemand sehen... doch, irgendwann sicher unsere tochter, aber ohne ton :-).
übrigens ist diese endorphinausschüttung, also dieser trance, ganz ganz wichtig für die kinder, nicht nur für die mütter. wie wichtig, das kann keiner wissenschaftlich beweisen, aber es scheint sehr wichtig für das urvertrauen zu sein.
vielleicht wäre es anders auch so gewesen, aber unsere tochter ist bis jetzt (hoffentlich bleibt das so) ein fröhliches und sehr ausgeglichenes kind.
mir fällt jetzt erst wieder etwas zu meiner zweiten geburt ein: die letzten zwei stunden der eröffnungswehen war ich so weggetreten, obwohl ich gar nicht unter schmerzen litt, dass ich wirklich meinte, wo anders gewesen zu sein. vielleicht bin ich auch eingeschlafen und habe geträumt, jedenfalls habe ich von der konkreten umgebung überhaupt nichts mehr wahrgenommen. und als dann die presswehen anfingen war so ein urvertrauen da, ich hab mich den wehen "hingegeben", hab alles zugelassen. angst oder ähnliche gefühle haben überhaupt keine rolle gespielt. heute denk ich mir, hätte man mich nicht aufs bett gezwungen, wären das pressen deshalb auch schneller gegangen, da ich aber schon sehr müde war, hats dann doch noch lange gedauert (über eine stunde).
zum erinnern: was sich in meinem körper abgespielt hat, weiß ich, was "außen" war, musste mir jedesmal mein mann erzählen - nicht nur beim ks!
susanne
meinen Senf dazugeben, nachdem ich schon soviel gelesen hab ;). Meine 1. Geburt war von großer Unsicherheit begleitet was da wohl wirklich auf mich zukommen wird und wie es sich anfühlen könnte. Ich konnte mein Baby nicht richtig loslassen und so ist Julian lange Zeit nicht mit dem Kopf nach unten gerutscht. Ich mußte ca. 3 Stdn. in stehender Position und Wehen veratmend verbringen, damit der kleine Kerl sich Richtung "Ausgang" bewegt. Letztendlich war ein Dammschnitt unumgänglich, weil sich die Herztöne rapide verschlechterten. Trotzdem war es für mich ein durchaus positives Geburtserlebnis.
ABER die 2. Geburt war der HAMMER: Ich habe die Wehen sehr lange und daheim in aller Ruhe "ansteigen" lassen, weil ich wirklich erst in letzter Sekunde ins KH fahren wollte. Meine Geburt war von Anfang bis zum Ende selbstbestimmt und dauerte von der Ankunft im KH bis zur Geburt von Elias exakt 70 Min. Ich war in jeder Sekunde völlig bei mir, habe das Köpfchen mit der Hand gefühlt als es fast heraussen war, habe mit der Hebamme besprochen wie wir einen Dammschnitt verhindern können und mit ihr und meinem LG über den künftigen Namen gesprochen. Obwohl die Preßwehen sehr heftig waren und eine die andere jagte, habe ich alles - und auch nichts - gespürt. Ich habe geschrien und gejammert, aber eigentlich nur weil der Druck nach "unten" so groß war, als Schmerzen würde ich es aber nicht beschreiben. Und ich habe mich so weit nach vorne beugen können, daß ich gesehen habe, wie nach dem Kopf unser "ganzes" Kind geboren wurde.
ES WAR DAS SCHÖNSTE ERLEBNIS IN MEINEM BISHERIGEN LEBEN und wenn ich mir vorstelle, es könnte immer so sein, möchte ich noch 5 haben :D (mal abgesehen von den folgenden schlaflosen Nächten ;))
Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, aber ich war IN mir, neben MIR und ÜBER mir und trotzdem war ich auch "Draussen" bei den anderen.
Ziemlich wirr, nicht wahr, aber es war super!
LG
Regine
JUHUUU!;):herz:
ich freu mich immer so, wenn ich sowas hör!:)
Barbamama
26.02.2004, 17:04
wow, das sind ja ganz tolle berichte!!! zum heulen schön! da krieg ich sofort wieder gusto auf die nächste geburt!
ich hab mich schon vor der schwangerschaft und auch währenddessen immer auf die geburt meines kindes gefreut. auf die grenzerfahrung und das erlebnis ein leben auf die welt zu bringen. ich hatte nie angst (bis auf den moment des blasensprungs wo kurz das gefühl auftauchte 'jetzt gibt's kein zurück und keinen aufschub mehr')
ich hatte schon einige stunden vor dem blasensprung wehen, die ich aber für vorwehen hielt (5 tage vorm termin). darum hat die geburt für mich subjektiv ab blasensprung 4 stunden gedauert.
sobald die wehen stärker wurden hab ich mich auch immer mehr in eine trance begeben. anfangs nur während der wehen (dazwischen hab ich noch ferngesehen - dachte ja es sind vorwehen) und später als ich im krankenhaus war und die wehen immer heftiger wurden, auch zwischendurch. ich war ziemlich bald in der badewanne und unterhielt mich zwischen den wehen noch ein wenig mit der hebi und meinem mann, mußte mich aber dann immer mehr konzentrieren um überhaupt mitzukriegen was die sagten.
es war auch so, wie einige schon beschrieben haben, dass die zeit gleichzeitig ganz langsam und ganz schnell verging. und einerseits kann ich mich (glaub ich) an alles genau erinnern, aber andererseits an die schmerzen überhaupt nicht mehr. ich weiß zwar, dass ich schmerzen hatte kann sie aber überhaupt nicht mehr nachfühlen.
meine aufmerksamkeit war total nach innen gerichtet, was außerhalb der badewanne passierte erlebte ich wie durch einen schleier. öfters wollten mein mann oder die hebi mir etwas zu trinken geben oder warmes wasser nachlassen oder fragten, ob sie die cd nochmal aufdrehen sollten (grover washingtons 'winelight' lief im dauerlauf :) ) - das war mir ja alles so was von wurscht. angeblich war das wasser nach 3 stunden schon ziemlich kalt, aber ich hab anscheinend wie ein kraftwerk hitze produziert.
irgendwann hat die hebamme mal den muttermund den letzten zentimeter aufgedehnt, weil er sich irgendwie verhakt hatte ( :confused: keine ahnung wie das möglich sein kann) - jedenfalls hat sie mich gewarnt, dass es weh tun kann, ich hab aber außer der wehe nichts gespürt.
die preßphase hat ziemlich lange - ich glaub 1 stunde - gedauert, weil ich einfach nicht glauben wollte, dass das köpfchen da unten durchpaßt. obwohl's eh schon fast heraußen war, wie ich gemerkt habe, als ich mich endlich traute runterzugreifen. mit der nächsten wehe war Kaya da :D .
ich konnte sie leider nicht gleich auf den bauch legen, weil die nabelschnur zu kurz war. zuerst traute ich mich auch noch nicht mich total zu freuen, weil ich irgendwie angst hatte, dass irgendwas nicht stimmen könnte mit ihr. dann hab ich sie begrüßt. und dann war ich überwältigt wie perfekt und sauber und duftend und schön sie war. ich hatte mir ein verschrumpeltes, blutiges, blaues, verschmiertes menschlein erwartet, aber sie war rosig und total sauber (kam ja auch direkt aus der badewanne :D ). außerdem entdeckte ich gleich einen total süßen knick im ohr und dann war's endgültig um mich geschehen. :herz:
tja, dann mußte ich raus aus der badwanne und zitterte plötzlich am ganzen körper vor kälte und erschöpfung. wir wurden in badetücher gewickelt und ich mußte im kreisszimmer zum nähen auf 'den stuhl', hatte aber die ganze zeit kaya am bauch liegen.
tja, insgesamt war's natürlich das tollste erlebnis in meinem bisherigen leben und ich freue mich schon auf's nächste kind und die nächste geburt (würde das auch am liebsten noch ein paarmal erleben).
die tage danach waren viel unangenehmer als die geburt, weil ich wegen des blutverlustes 2 tage kaum aufstehen konnte, ohne fast ohnmächtig zu werden. außerdem hat mir wochenlang das steißbein höllisch weh getan (bin ganz krumm gegangen und sitzen war auch fast unmöglich).
ich finde übrigens, dass ich die wochen nach der geburt auch irgendwie in einem rauschzustand war. ich führ's auf die still-hormone zurück. ich hatte irrsinnig viel kraft für's nächtliche aufwachen und stillen und fand's überhaupt nicht anstrengend. außerdem kann mich auch an vieles nicht mehr genau erinnern.
puh, das ist jetzt aber lang geworden,
liebe grüße
babs
Nicki 1976
26.02.2004, 18:11
Wahrscheinlich war das bei mir dann das genauso ich hatte auch keine Schmerzmittel ich kann mich zwar errinnern als ich endlich Pressen durfte aber wie oft und was alle zu mir sagten und wieviele Schwestern und Ärzte und Hebammen zusammen da waren kann ich mich nicht mehr erinnern ein paar Tage später habe ich mich erst wieder daran erinnert das irgendwer auf meinen Bauch gedrückt hat und mir meinen Sohn buchstäblich rausgedrückt hat aber ob es eine Frau oder ein Mann war weiß ich bis Heute nicht denn daran kann bin aber komischerweise auch noch nie auf die Idee gekommen meinen Mann zu fragen werde ich aber heute tun. Als mein Sohn da war kann ich mich schon wieder erinnern wie er aussah.
Hallo ihr alle!
Bin nun Ende 33 SSW und bin durch eure Berichte super"aufgebaut" und freue mich schon viel mehr auf die Geburt unseres Sohnes!
Die Geburt meiner Tochter im September 2002 war für mich ziemlich schlimm, habe mich extrem verkrampft und mich dadurch in ein Schmerzuniversum katapultiert (Trance andersrum??). Ich denke, dadurch, dass ich nun weiß, dass das Geburtserlebnis für viele Frauen nicht nur leistbar, sondern auch ein wunderschönes Erlebnis ist, kann es doch diesmal bei mir vielleicht auch so sein!? Ich weiß, dass ich mich selbst blockiert habe, dass es auch andersrum funktionieren kann. Bin schon gespannt.
Auf jeden Fall freue ich mich für alle, die so schöne Erlebnisse hatten. Danke, solche Schilderungen habe ich gebraucht!
:) :) :)
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