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calimero3
09.05.2007, 09:58
ich möchte einfach nicht dass mein sohn (9) mit gekauften Spielzeugwaffen spielt. grundsätzlich darf er schon schießen spielen, aber nur wenn er sich selber was gebastelt hat. (lego, sonos, karton, etc.)

ich find den anblick eines kindes mit einer spielzeugwaffe die wie eine echte aussieht einfach so schrecklich, muss immer an kindersoldaten denken oder an die ganzen amokläufer in den schulen.

mein LG versteht meine aufregung nicht und meint, dass ich ihm das nicht verbieten kann wenn er so was haben will.

im fasching darf er auch als cowboy gehen und den revolver dazu verwenden, aber sonst will ich das nicht, ich finds so schlimm, dass viele eltern ihren söhnen schon solche softguns kaufen mit denen man sich bestimmt auch verletzen kann (kugel ins aug, schläfe,...).

wie ist das bei euch?

lupinchen76
09.05.2007, 10:04
ich bin da ganz bei dir. wenn er sich selber etwas baut oder mit hölzern oder imaginären waffen spielt (kam bisher aber noch nicht vor), lasse ich ihn, aber ich werde keine spielzeugwaffen kaufen oder schenken lassen.

-Andrea1982-
09.05.2007, 10:13
unser sohn darf nicht mit waffen spielen egal ob selbergebaut oder nicht und er käme auch nie auf die iddee weil er einfach keine waffen kennt.

tinimauserl
09.05.2007, 10:20
meine söhne bekommen auch keine waffen, nicht einmal spritzpistolen - da gibt es alternativen. doch kommt es ab und zu vor das eben aus lego oder irgenwelchen hölzern pistolen entstehen, wenn ich es sehe verbiete ich es aber es kommt schon mal vor das sie im kinderzimmer ohne mich spielen. ;)

Carmen
09.05.2007, 10:21
ich bin da ganz bei dir. wenn er sich selber etwas baut oder mit hölzern oder imaginären waffen spielt (kam bisher aber noch nicht vor), lasse ich ihn, aber ich werde keine spielzeugwaffen kaufen oder schenken lassen.
du ersparst mir das schreiben!!!

:danke:
lg, carmen

lauraantonia
09.05.2007, 10:24
Waffen sind nix zum Spielen.

Vielleicht einmal eine echte Waffe unter Aufsicht (also Gewehr selber halten, Kind schießen lassen etc)..wenn die Buben und Mädeln den Rückschlag von Gewehr spüren, was für eine Kraft das hat und dann die zerfetzte Zielscheibe sehen, dann wird ihnen hoffentlich anders..

Ich wür den Ganzen ein, zweimal im Jahr schon einen Platz im Leben geben, nur halt, wie es der Natur der Sache entspricht, sehr kontrolliert und unter Aufsicht.

-Andrea1982-
09.05.2007, 10:29
Waffen sind nix zum Spielen.

Vielleicht einmal eine echte Waffe unter Aufsicht (also Gewehr selber halten, Kind schießen lassen etc)..wenn die Buben und Mädeln den Rückschlag von Gewehr spüren, was für eine Kraft das hat und dann die zerfetzte Zielscheibe sehen, dann wird ihnen hoffentlich anders..

Ich wür den Ganzen ein, zweimal im Jahr schon einen Platz im Leben geben, nur halt, wie es der Natur der Sache entspricht, sehr kontrolliert und unter Aufsicht.
sorry laura gehts noch :rolleyes:

lupinchen76
09.05.2007, 10:31
unser sohn darf nicht mit waffen spielen egal ob selbergebaut oder nicht und er käme auch nie auf die iddee weil er einfach keine waffen kennt.

nils "kennt" auch noch keine waffen, aber dabei wird es wohl kaum bleiben, da er ja nicht unter einer käseglocke lebt ;). ich bin schon überrascht, dass er nach 1,5 jahren kindergarten noch nie mit kampfspielen nach hause gekommen ist.

Carmen
09.05.2007, 10:35
unser sohn darf nicht mit waffen spielen egal ob selbergebaut oder nicht und er käme auch nie auf die iddee weil er einfach keine waffen kennt.
spätestens im kiga lernt er von anderen kindern und von comics waffen kennen ... :) was meiner alles bauen kann, also nciht nur waffen, er hat mir auch schon mal einen toaster gebaut :D

ulli81
09.05.2007, 10:37
ich find den anblick eines kindes mit einer spielzeugwaffe die wie eine echte aussieht einfach so schrecklich, muss immer an kindersoldaten denken oder an die ganzen amokläufer in den schulen.

im fasching darf er auch als cowboy gehen und den revolver dazu verwenden, aber sonst will ich das nicht, ich finds so schlimm, dass viele eltern ihren söhnen schon solche softguns kaufen mit denen man sich bestimmt auch verletzen kann (kugel ins aug, schläfe,...).


Ich seh das ganz genau so. Ich kauf meinem Sohn auch keine Spielzeugwaffen, finde das total bescheuert. Ich denke ganz verhindern kann man es ja eh nicht, dass sie darüber nachdenken und mit imaginären Waffen spielen oder einen Stecken als Gewehr verwenden, aber man muss ja die Kampfbereitschaft nicht fördern, ich versuche schon immer ihm bewusst zu machen, dass Waffen viel böses anrichten, viele Menschen leiden müssen und traurig sind. Er versteht das auch und jagd lediglich seine imaginären Räuber im Garten wenn er wieder mal Polizist ist.

tinimauserl
09.05.2007, 10:37
nils "kennt" auch noch keine waffen, aber dabei wird es wohl kaum bleiben, da er ja nicht unter einer käseglocke lebt ;). ich bin schon überrascht, dass er nach 1,5 jahren kindergarten noch nie mit kampfspielen nach hause gekommen ist.

bei meinem großen im kiga war ein kind von dem die eltern paintball "spielen" gehen, kannst dir sicher vorstellen was der junge dann den anderen kindern immer gezeigt hat. :eek:

meine söhne kennen waffen da wir meist am 26. oktober zum heldenplatz gehen wo dann die große schau des bundesheeres ist, es wird da ja nicht geschossen aber sehen kann man da genug. aber den kindern gefallen mehr die panzer, hubschrauber usw. da sind dann die ausrüstung usw. nebensache. ;)

lupinchen76
09.05.2007, 10:37
Waffen sind nix zum Spielen.

Vielleicht einmal eine echte Waffe unter Aufsicht (also Gewehr selber halten, Kind schießen lassen etc)..wenn die Buben und Mädeln den Rückschlag von Gewehr spüren, was für eine Kraft das hat und dann die zerfetzte Zielscheibe sehen, dann wird ihnen hoffentlich anders..

Ich wür den Ganzen ein, zweimal im Jahr schon einen Platz im Leben geben, nur halt, wie es der Natur der Sache entspricht, sehr kontrolliert und unter Aufsicht.

warum, um alles in der welt, möchtest du deine kinder das schießen lehren?:eek:

me.mom
09.05.2007, 10:42
ich find den anblick eines kindes mit einer spielzeugwaffe die wie eine echte aussieht einfach so schrecklich, muss immer an kindersoldaten denken oder an die ganzen amokläufer in den schulen.



bin ganz deiner meinung. ich krieg jedesmal eine gänsehaut, wenn ich ein kind mit ner täuschend echt aussehenden spielzeugpistole sehe.

allerdings braucht man nicht kindern nicht unbedingt so´n ding in die hand zu drücken..... hab mal in der u-bahn in berlin gesessen und mir gegenüber saß eine mutter mit ihrem 4-5jährigen sohn. der hat mit zeigefinger und daumen ne pistole geformt , auf mich gezielt und immer "peng, peng", "du bist tot" gerufen und mich dabei ganz ernst und böse angeschaut. da ist mir schon ganz anders geworden!! die mutter hat dabeigesessen und nicht wirklich was unternommen.
sowas gibts also auch, wenn das kind keine pistole hat...

unser sohn darf nicht mit waffen spielen egal ob selbergebaut oder nicht und er käme auch nie auf die iddee weil er einfach keine waffen kennt.
ja, das haben freunde meiner eltern auch gedacht. sie haben ihren sohn völlig gewaltfrei erzogen und ohne fersehen. sie waren auch immer strikt gegen spielzeugwaffen und dachten, ihr sohn würde eh nie auf solche gedanken kommen, weil er´s eben nicht kennt.
dann haben sie eines tages beobachtet , wie er mit den nachbarskindern im dorf "cowboy und indianer" gespielt hat. er war der erste der sich einen stock geschnappt hat und die indianer erschossen hat!:eek:;) für seine eltern ist damals eine halbe welt zusammengebrochen!!

Cash
09.05.2007, 10:43
fabian sah seine erste waffe auf einem bild im liederbuch: fuchs, du hast die gans gestohlen ;) .
seine erste legowaffe hat er sich mit 2 gebaut - ich glaube, man kann es kaum verhindern, dass kinder schießen spielen. ich war anfangs sehr dagegen und hab immer versucht zu erklären, wieso ich das nicht mag.

heute bin ich gelassener. er bekommt zwar keine spielzeugpistolen von mir oder sonst wem. aber mit stöcken, fingern etc. lass ich ihn schießen, ich mach aber nicht mit und ich möchte auch nicht unbedingt, dass er auf menschen zielt. wenn er aber mit seinen freunden "feinde" im gebüsch aufspürt, kann ich das als spiel so stehen lassen.

die große ausnahme: spritzpistolen im sommer. das macht uns allen zu viel spaß und ich möchte da nichts negatives hineininterpretieren wenn man sich mit wasser nass spritzt.

ein artikel, der mir sehr geholfen hat:
http://www.friedenspaedagogik.de/themen/kriegs_und_gewaltspielzeug/peng_du_bist_tot

lupinchen76
09.05.2007, 10:46
ja, das haben freunde meiner eltern auch gedacht. sie haben ihren sohn völlig gewaltfrei erzogen und ohne fersehen. sie waren auch immer strikt gegen spielzeugwaffen und dachten, ihr sohn würde eh nie auf solche gedanken kommen, weil er´s eben nicht kennt.
dann haben sie eines tages beobachtet , wie er mit den nachbarskindern im dorf "cowboy und indianer" gespielt hat. er war der erste der sich einen stock geschnappt hat und die indianer erschossen hat!:eek:;) für seine eltern ist damals eine halbe welt zusammengebrochen!!

ich wurde auch so erzogen, nicht einmal waffen im fasching oder spritzpistolen (wird es auch bei meinen kindern nicht geben). im wald hab ich trotzdem einen stock genommen unt tiere totschießen gespielt, meine eltern dachten ebenfalls, ihre welt stürzt ein. und das, wo ich immer tierärztin werden wollte:rolleyes: ;)
abgesehen von diesem experiment hat im endeffekt die pazifistische erziehung meiner eltern aber doch tiefe wurzeln geschlagen :)

naoma
09.05.2007, 10:57
Meiner Ansicht nach kann man Kindern sehr gut den Unterschied zwischen Spiel und Wirklichkeit beibringen. Ein Kind, dass jedes Lebewesen (egal ob Tier oder Mensch) respektiert, kann meiner Ansicht nach durchaus auch beim Spielen mit Spielzeugwaffen eine Grenze ziehen. Steinigt mich meinetwegen, aber gerade den Jungs das verbieten zu wollen, hebt nur die Neugier und den Reiz des Verbotenen. Die "Jagd" ist nach wie vor ein Trieb/Instinkt, der richtigerweise durch soziale Regeln im Laufe der Evolution eingeschränkt wurde.

Softguns/Waffenreplikas dürfen übrigens nicht umsonst erst an Volljährige verkauft werden. Üben Erwachsene Sportarten in diesem Sektor mit professionellen Vereinigungen aus, so ist immer gewährleistet, dass nur in abgesperrten Gebieten mit entsprechender Schutzausrüstung gespielt wird. DAS ist aus mehreren Gründen nichts für Kinder!

Meiner Meinung nach besteht also die Aufgabe der Eltern darin, ihren Kindern den Respekt vor dem Leben und anderen Lebewesen beizubringen (nur nebenbei: ist das gewährleistet, wenn man beispielsweise sinnlos und aus Spaß Fliegen zerklatscht?), dann ist es nicht nötig, sich Sorgen zu machen, weil sie einmal Räuber und Gendarm spielen.

lauraantonia
09.05.2007, 11:12
warum, um alles in der welt, möchtest du deine kinder das schießen lehren?:eek:

-Wenn sies unbedingt wollen, sonst eh nicht...

-Um zu zeigen, daß das wirklich kein Spielzeug ist, sonders was extrem gefährliches, mit dem man sehr vorsichtig umgehen muß

-weil ich selber gerne schieße, (aber auch nicht oft, vielleicht einmal im Jahr, das genügt) und das Bedürfnis danach verstehen kann.

-weil ich nichts davon halte, es zu verbieten und nur "ganz sanfte Spiele" zu erlauben.

Ich hab meine Tochter auch mit 4 Jahren mit einem richtig scharfen großen Küchenmesser schneiden lassen, die hat viel Gemüse geschnitten und gut auf die Finger aufgepaßt!!
Ich finde halt, man kann Kindern auch sehr gefährliche Dinge zeigen, wenn sie gut erklärt und beaufsichtigt werden. Ich halte das für besser, als sie in so künstlichen geschützten Welten zu halten.

Wenns nicht von selber auf die Idee kommen schießen zu wollen, sag ich eh nix.;)

@naoma:Tiere werden bei uns nur die getötet, die existenzbedrohend sind (zB Kleidermotten, ich hab viel mit Stoffen zu tun und wenn die all angeknabbert sind, so gehts einfach nicht)
Ameisen, Fliegen, Spinnen etc dürfen bei uns leben und werden wenn zu viele werden, mit "grauslichen Düften" vertrieben.

naoma
09.05.2007, 11:16
Ich halte das für besser, als sie in so künstlichen geschützten Welten zu halten.


... meine Rede ;)

Dimple
09.05.2007, 11:19
Ich weiß nicht, ob ich meinen Kindern wirklich nie Spielzeug-Waffen (ausser Spritzpistolen) schenke:
Ich habe viel mit Cowboy-Pistolen und Soldaten-Männchen usw. gespielt - mein Bruder auch. Wir sind beide Zivildiener gewesen, haben keine Waffe, waren nie (über die üblichen Raufereien unter Geschwistern und Freunden hinaus) gewalttätig.

Ich halte das alles für übertrieben.

lg
Dimple, ich verweise auf folgenden Artikel http://www.welt.de/kultur/article717073/Endlich_wieder_Mini-Panzer.html

PS: Den Link hat Berthold einmal gepostet - noch heute Dank dafür

naoma
09.05.2007, 11:37
Ich weiß nicht, ob ich meinen Kindern wirklich nie Spielzeug-Waffen (ausser Spritzpistolen) schenke:
Ich habe viel mit Cowboy-Pistolen und Soldaten-Männchen usw. gespielt - mein Bruder auch. Wir sind beide Zivildiener gewesen, haben keine Waffe, waren nie (über die üblichen Raufereien unter Geschwistern und Freunden hinaus) gewalttätig.

Ich halte das alles für übertrieben.

lg
Dimple, ich verweise auf folgenden Artikel http://www.welt.de/kultur/article717073/Endlich_wieder_Mini-Panzer.html

PS: Den Link hat Berthold einmal gepostet - noch heute Dank dafür

Vielen Dank für dieses Posting und den Link :winken:

findefuxmama
09.05.2007, 11:55
Meine Jungs haben keine Schwerter, keine Pistolen, keine Soldaten.
Ich werde so etwas auch nicht kaufen, da ICH kein Geld für Waffen ausgebe.

Es gibt aber sehr wohl Spritzpistolen ( ein 6jähriger mit einem Spritztier in der Hand während alle anderen eine Pistole haben ist einfach arm mMn) und auch die Minischwerter und Minipistolen ( Piratenschiff und Polizeistation) von den Playmobilmaxerl hab ich ( nachdem mich einige Freundinnen ausgelacht haben) den Jungs wiedergegeben.

Wenn meine Jungs sich eine Pistole von einem Freund ausborgen oder sich selbst etwas basteln, dann dürfen sie aber sehr wohl damit spielen, aber wir haben ihnen sehr oft erklärt, daß auch im Spiel nicht auf Mensch und Tier gezielt werden darf.

Sie wissen : andere Menschen mit Waffen bedrohen oder gar verletzen ist schlimm und auf Tiere zielen darf nur ein Jäger, weil das sein Beruf ist.

Dimple
09.05.2007, 12:27
... und auch die Minischwerter und Minipistolen ( Piratenschiff und Polizeistation) von den Playmobilmaxerl hab ich ( nachdem mich einige Freundinnen ausgelacht haben) den Jungs wiedergegeben.



So streng warst/bist Du??

Meine Eltern haben, nachdem sich die Dimple-Schwester die Pistolen selber gebastelt hat, bei Dimple und Dimple-Bruder eine gewisse Wurschtigkeit gezeigt: Wenn wir etwas unbedingt wollten und es auch preislich für den Anlass ok war (zB. im Rahmen, in dem wir uns auf dem Christkindlmarkt etwas kaufen durften) bzw. wir das Taschengeld verwendet haben, durften wir durchaus Pistolen, Schwerter und später Soldaten-Maxeln und Kampfflugzeug-Modelle haben.

lg
Dimple

Cash
09.05.2007, 12:53
nein, verbieten ist sicher nicht die lösung. mir hat mein bruder damals so leid getan: alle seine freunde durften sich am kirtag eine kleine spielzeugpistole kaufen, klar hätte er gerne mitgespielt, aber unser vater war so streng was das angeht. die liebe oma hat ihm also geld zugesteckt und er hat sich heimlich eine gekauft und daheim versteckt.

was hat mein vater davon gehabt? dass sein kind unehrlich zu ihm war.

man kann über alles reden, und wenns mir zu weit gehen mit dem schießen oder mit der waffenfaszination, dann sag ich das.

für mich war es anfangs, als mein sohn anfing, tiere auf plakatwänden abzuschießen, auch deswegen so befremdlich, weil ich als kind nicht schießen gespielt habe. männliche freunde haben mir aber durchwegs versichert, dass sie das alle gerne gespielt haben, und die sind heute nicht weniger pazifistisch als ich (und einige von denen haben gelitten, weil sie es heimlich spielen mussten).

und was mir dann noch eingefallen ist: ich kann nicht behaupten, dass ich als kind weniger aggressiv war. was ich mit meiner schwester und nachbarskindern gerauft habe! wenn das mein sohn heute machen würde, würde ich mir sorgen machen. ich hab mal meiner schwester mit einem holzscheit ein loch in den schädel gehaut! aber schießen hab ich nicht gespielt ;)

nochmals mein link von vorhin: http://www.friedenspaedagogik.de/themen/kriegs_und_gewaltspielzeug/peng_du_bist_tot
und ein zitat aus dem text:
"Kinder setzen sich im Spiel mit ihrem Alltag auseinander. Wenn es dabei kriegerisch zugeht, haben sie die Möglichkeit, aggressive Gefühle zu bewältigen, so die heute verbreitete Expertenmeinung."

findefuxmama
09.05.2007, 19:00
So streng warst/bist Du??

Meine Eltern haben, nachdem sich die Dimple-Schwester die Pistolen selber gebastelt hat, bei Dimple und Dimple-Bruder eine gewisse Wurschtigkeit gezeigt: Wenn wir etwas unbedingt wollten und es auch preislich für den Anlass ok war (zB. im Rahmen, in dem wir uns auf dem Christkindlmarkt etwas kaufen durften) bzw. wir das Taschengeld verwendet haben, durften wir durchaus Pistolen, Schwerter und später Soldaten-Maxeln und Kampfflugzeug-Modelle haben.

lg
Dimple

Ja, in diesem Punkt schon!!!
Wobei, wie eh schon gesagt, ich habs ihnen eh schon wiedergegeben..
Es ist bei uns aber auch nicht streng, weil die Jungs es eh nicht verlangen.
Und ich hab schon geschrieben : ICH gebe für Waffen kein Geld aus, die Oma hat schon die "megacoolen" Riesenwasserpistolen gekauft, und damit dürfen sie sogar auf Menschen zielen :)

Aber so Pistolen mit Spielmunition zB kommen mir nicht ins Haus, werden sie am Spielplatz ausgeborgt, dann ist es mir ( solange eben nicht auf Menschen gezielt weird) egal, aber wie schon gesagt : sie tuns einfach nicht.

Dafür wird bei uns viel Fussball gespielt und gekämpft ( manchmal so brutal, mir wird jedesmal schlecht, aber die Jungs am Platz sind sich alle einig : "Das ist ja nur Spiel ") :winken:

paprika
09.05.2007, 20:31
Genau so wie Lupinchen hab ich's auch vor. Spielzeugwaffen werde ich nicht kaufen, aber wenn er sich mal eine Waffe aus Lego oder sonstwas baut, dann ist das eben so. Ich muss nicht mein Geld für so einen Blödsinn beim Fenster raushauen, und ich find schon, dass man damit ein Zeichen setzen kann.

lg
paprika

calimero3
10.05.2007, 10:05
puhhh, so viele unterschiedliche ansichten, die werfen meine grundsätze etwas über den haufen....vorallem der artikel (danke für den link), dass es keine wissenschalftlichen zusammenhänge zwischen spielen mit waffen und gewalttätigen jugendlichen gibt. zitiere:"...lässt sich ein direkter Wirkungszusammenhang zwischen dem Spiel mit Spielzeugwaffen und gewaltorientierten Verhaltensmustern nicht nachweisen."
http://www.friedenspaedagogik.de/themen/kriegs_und_gewaltspielzeug/peng_du_bist_tot
diese studie würde ich gerne anzweifeln,vielleicht ein thema für meine dipl.-arbeit (studiere pädagogik!).

es war leider schon so, dass sich mein sohn, er ist übrigens schon 9, eine softgun von einem anderen ausgeborgt hat und damit in der siedlung herumgeballert hat. nur, ich habs nicht gesehen LG hat mir das erzählt (obwohl er meinem sohn versprochen hat mir nichts davon zu sagen). also, wie schon oben erwähnt, wenns verboten wird, wirds erst recht interessant und es wird heimlich getan.
vermeiden kann ichs eben nicht. nur, ich will ihm sowas wirklich nicht erlauben, bzw. ihm eine softgun kaufen, die gibts ja in jedem spielzeuggeschäft....er will aber unbedingt sowas haben. ich weiß nicht was ich für richtig halten soll. soll ich ihm seine machtspiele mit waffe erlauben, oder es ihm verbieten, und mich hintergehen lassen???? :confused: :confused: :confused:

oje, LG hat sogar eine echte waffe, und einen waffenbesitzschein (bei ihm in der firma wurde mal eingebrochen und da er oft alleine dort sein muss, hat er angst bekommen und sich die waffe besorgt). alleine DAS hat mich schon so wahnsinnig gemacht, doch ihm kann ichs ja echt nicht verbieten.
er ist halt der meinung, dass das zum bubensein dazugehört, er hat ihn auch grässliche abknall-pc-spiele spielen lassen, das hab ich aber schnellstens unterbunden. die waren erst ab 16 diese blöden spiele. na, da hört sich aber meine geduld echt auf.

paprika
10.05.2007, 10:24
es war leider schon so, dass sich mein sohn, er ist übrigens schon 9, eine softgun von einem anderen ausgeborgt hat und damit in der siedlung herumgeballert hat. nur, ich habs nicht gesehen LG hat mir das erzählt (obwohl er meinem sohn versprochen hat mir nichts davon zu sagen). also, wie schon oben erwähnt, wenns verboten wird, wirds erst recht interessant und es wird heimlich getan.

Du kannst ja trotzdem deinen Standpunkt klar machen, dass DU ihm keine Waffen kaufst und DU in deinem Haus keine Waffen haben möchtest, weil du es nicht möchtest aus den vielfach besprochenen Gründen. Wenn er sich wo anders welche beschafft, ist das seine Sache, würd ich ihm auch so sagen, kontrollieren kannst du es sowieso nicht, und dann gibt's auch keine Heimlichkeiten, sondern ich würd das einfach so hinnehmen, dass er halt woanders damit spielt. Der Reiz geht schnell verloren. Aber ICH möchte das nicht sehen. Und dass der Vater dem Sohn verspricht, es dir nicht zu sagen, weil er weiß, dass du das nicht willst, find ich schon mal eine Sache, die nicht okay ist, und die zweite ist, dass er es versprochen hat und erst recht weitersagt. Das würde mich stören.

lg
paprika

calimero3
10.05.2007, 10:40
ja eh, ich bleib dabei keine waffen zu kaufen.

sohnemann weiß eh nicht, dass der papa getratscht hat. ich finds auch blöd,dass er das versprechen gebrochen hat.

Mamaaaaaaaaa
10.05.2007, 16:53
Waffen sind ganz sicher ein Teil unserer Realität, mit der sich Kinder auseinandersetzen. Manche früher, manche später.

Dafür brauchen sie Begleitung, aber keine ablehnende. Sonst glauben sie es stimmt was nicht mit ihnen!

Ich würde den Wunsch deines Sohnes nach Waffen ernstnehmen und ihn so gut wie möglich begleiten, sonst bleibt dieser Wunsch einfach in ihm zurück ...

paprika
10.05.2007, 17:58
Waffen sind ganz sicher ein Teil unserer Realität, mit der sich Kinder auseinandersetzen. Manche früher, manche später.

Dafür brauchen sie Begleitung, aber keine ablehnende. Sonst glauben sie es stimmt was nicht mit ihnen!



Waffen sind aber ganz bestimmt kein Teil der Alltagswelt meines Kindes. Teil der Realität ist vieles, das mein Kind aber nicht am eigenen Leib erfahren und erlebt haben muss, um es zu verstehen und damit umgehen zu können. Und warum sollte mein Sohn glauben, mit ihm stimmt was nicht? Im Gegenteil, mit den Waffen stimmt was nicht.

lg
paprika

lauraantonia
10.05.2007, 18:58
Waffen sind ganz sicher ein Teil unserer Realität, mit der sich Kinder auseinandersetzen. Manche früher, manche später.

Dafür brauchen sie Begleitung, aber keine ablehnende. Sonst glauben sie es stimmt was nicht mit ihnen!

Ich würde den Wunsch deines Sohnes nach Waffen ernstnehmen und ihn so gut wie möglich begleiten, sonst bleibt dieser Wunsch einfach in ihm zurück ...

*zustimm*

Und ein archaisches Bedürfnis von jungen Männern...seit Generationen kämpfen junge Männer, das gehört irgendwie dazu.

In unsere Zeit ist es halt ein Problem weil die Waffen so gefährlich und gleichzeitig so leicht zu handhaben sind.

Diesem Bedürfnis muß irgendwo Raum gegeben werden, etwas entfernt vom Alltag, mit Respekt und Vorsicht.

Auch wenn wirs nicht wahrhaben wollen, Waffen SIND ein Teil unserer Realität.
Polizisten haben Waffen, am Bezirksgericht gibts Waffen, und wir werden auf Waffen kontrolliert.
Was glaubt ihr, suchen sie denn am Flughafen mit dieser Durchleuchtung???
Sprengstoff, Waffen... Es ist ein Teil unserer Realität, manchmal auf Waffen durchsucht zu werden. (außer, die die nie fliegen natürlich)

paprika
10.05.2007, 19:06
Und ein archaisches Bedürfnis von jungen Männern...seit Generationen kämpfen junge Männer, das gehört irgendwie dazu.


Und warum glaubst, kämpfen sie? Weil's dazugehört und sie von klein auf dazu erzogen werden. In Israel sind die Frauen auch beim Bundesheer und kämpfen genauso. Mein Mann war Zivildiener. Sooooo archaisch wird das jungmännliche Bedürfnis nach Waffen dann wohl nicht sein...

lg
paprika

maribah
10.05.2007, 19:34
Ja aber das archaische Bewusstsein ist der Kampf (aka Aggression). Kann gut sein, dass die eine oder andere Mutter hier das Problem zukünftig auch mit ihren Töchtern hat.;)

Ich halt nichts davon die Problematik auszuklammern. Waffen sind Teil unserer Gesellschaft immer noch und sie wird sich nicht von heute auf morgen ändern auch nicht wenn alle sie von sich werfen. Diesen Aspekt zu verwerfen heißt ihn erst recht interessant zu machen oder so mit Angst zu besetzen dass ein effizientes Auftreten dagegen womöglich verhindert wird.

Wie das konkret ausschaut: als Teil eines Kostüms oder als Wasserspritzpistole werd ich es ihnen nicht verweigern. Ich werd aber mit ihnen einige Teilaspekte ansprechen (respektive wird das eh von selber so kommen) u.a. wenn sie die Waffe das erste Mal im Eifer des Gefechts spaßeshalber auf mich richten obwohl ichs vorher mit ihnen besprochen hab. (eine self-fulfilling-prohecy ich weiß, aber eine für die ich meine Hand ins Feuer leg *g*)

Ich werd ihnen- wies meine Art ist :D - mit zig Beispielen kommen die ich für ihre Lebenswelt so anschaulich wie möglich würze, denn verbunden damit ist ja auch das Thema Verletzung und Tod. Und sie werden keinen Augenblick das Gefühl haben, dass Waffen mir egal sind oder ich sie in irgendeiner Weise billige. Und sie werden auch wissen warum.

Aber wie gesagt, bewusst ausklammern werd ich das Thema sicher nicht.;)

Kiki72
10.05.2007, 19:37
Tja, mein Bruder war auch beim Zivildienst. Er hat aber auch eine Pistole und schießt hie und da am Schießstand und hat sogar bei Schießwettbewerben etwas gewonnen. Als er ein kleiner Kerl war, hat er sich auch als Cowboy usw. verkleidet.

Wie ich es bei meinem Sohn handhaben werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich:confused:. Ich bin nämlich auch kein Freund von Waffen. Wahrscheinlich werd ichs auch so machen: Baut er sich eine Waffe aus Lego, werd ichs akzeptieren. Ich werd ihm aber keine Spielzeugwaffe kaufen.

Andererseits kann ich den Gedankengang von lauraantonia auch nachvollziehen. Es ist sicher nicht schlecht, wenn Kinder wissen, welche Kraft eine echte Waffe besitzt und was sie Schreckliches anrichten kann.

Schwierige Frage:confused:.

Tilda
10.05.2007, 19:41
Meine Tochter hat Spielzeugwaffen, seit sie Taschengeld bekommt und sich Spielzeug selber kaufen kann. Sie hat ein paar Wasserpistolen, ein Wassergewehr (so eines zum aufpumpen), einen Plastikdolch und ein Plastikschwert.
Sie sind, wie jedes andere Spielzeug bisher, nach einiger Zeit im Kinderzimmer irgendwo im Eck gelandet und verstaubt.

Ab und zu holt sie sie hervor und ist dann eine Superheldin, die die Welt rettet.

Vateralleinzuha
14.05.2007, 10:22
weder spielzeugwaffen noch andere waffen haben in unserem haushalt etwas verloren.

ZYX
14.05.2007, 11:23
Ich denke, dem Thema wird zuviel Stellenwert beigemessen in den möglichen Auswirkungen. Ob jemand gewalttätig wird liegt aus meiner Sicht nicht daran ob er jemals eine Spielzeugpistole in der Hand hatte oder im Wald Pfeil und Bogen gebastelt hat. Sondern daran, ob während des erwachsen werdens der Respekt und die Würde anderen Lebens verdeutlicht wird und insbesondere auch vorgelebt wird.

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke dann müßte ich bei den Befürchtungen hier wie schlimm es ist mit Waffen zu spielen, eigentlich ein Massenmörder sein. Aber dem ist nicht so, sondern so, wie Mr. Dimpl ausführt, ich führte und führe im sozialen Umgang ein extrem friedvolles, gewaltfreies Leben. Und das seit meiner Kindheit.
Wir bauten Pfeil und Bogen, wir bauten uns Blasrohre, wir hatten Plastikschwerter, wir hatten in der Schule im Turnen Speer werfen, wir schoßen mit Papier-U-Hakerl, ich war Tontauben schießen, ...

Bei diesen Spielen halte ich es für wichtig worum es eigentlich geht. Es ging beim Pfeil und Bogen bauen nicht darum jemanden zu töten oder zu verletzen. Es ging darum einen tollen Bogen zu bauen der möglichst gut ist, einen Stock zu finden der gerade genug ist einen Pfeil abzugeben. Es wurde geschnitzt und gebunden. Es ging um die Geschicklichkeit etwas auf eine bestimmte Entfernung zu treffen. (Styropor war glaube ich das Material der Wahl weil da der Pfeil auch stecken bleibt).
In anderen Beiträgen ist was von Agressionsabbau die Rede. Darum ging es, wenn ich mich recht erinnere, eigentlich nie. Diese Spiele waren immer extrem friedvoll und gemeinschaftlich. (So paradox das jetzt vielleicht klingt.)

Wenn ich nicht noch was ultimatives lese dann werde ich das bei meinem Sohn auch so halten wie meine Eltern bei mir. Mit ihm, wenn es soweit ist, in den Wald gehen und gemeinsam (auch) Pfeil und Bogen bauen. Und wenn ich ihm dann dabei ganz "nahe" bin dann fallen die Wörter betreffend kein Lebewesen zu verletzen oder gar zu töten etc. etc. auf sehr fruchtbaren Boden.

Dimple
14.05.2007, 11:39
Tja, mein Bruder war auch beim Zivildienst. Er hat aber auch eine Pistole und schießt hie und da am Schießstand und hat sogar bei Schießwettbewerben etwas gewonnen. Als er ein kleiner Kerl war, hat er sich auch als Cowboy usw. verkleidet.



Da werdet Ihr mich gleich wieder als Prinzipienreiter bezeichnen - aber ich finde es nicht ok, zuerst Zivildienst zu leisten (mit der Erklärung, es mit dem Gewissen nicht vereinbaren zu können, eine Waffe zu tragen) und dann Sportschütze zu sein.

Aber zu Spielzeug-Waffen: Ob Archaiisch oder Lebensvorbilder: Viele Kinder, v.a. Buben aber auch Mädchen, spielen gerne zeitweise mit Waffen: Stöcke als Pistolen, Spritzpistolen, Spielzeugwaffen aller Art,... - und die werden im Normalfall genauso friedliebende und anti-militaristische Erwachsene, die halt mit Spielzeugwaffen gespielt haben.

lg
Dimple

nini81
14.05.2007, 11:45
NIE UND NIMMER!!
Genauso werde ich meinen Kids NIE erlauben diese Schieß und schleichspiele am PC zu spielen!

Es regt mich jedes mal auf, wenn kinder im Hof woe geistesgestörte im Hof herumlaufen (4 Jährige!!:eek: :eek: )

und vorbeigehende leute anschießen. Ich mein, gehts noch???

Es gibt ja waffen für "Kinder" aus denen auch so rote kügelchen rauskommen!!

IRRSINN!!

Soph
14.05.2007, 11:50
stockerl, lego, spritzpistolen solang sie wie spielzeug aussehen, sind mir egal. sie darf damit nicht auf menschen zielen. auch nicht mit dem schießgewehr-das-in-wahrheit-ein-steckerl-ist. das macht mich grantig, wenn ich das sehe. (ausnahme ist die spritzpistole, solang sie nicht mich einwässert.)

spielzeug, das wie echte waffen oder zumindest absichtlich bedrohlich aussieht: nein.
softguns sowieso nicht, die sind sowieso erst für jugendliche.

ist eine bauchentscheidung bei mir.

wasserpistole.
von mir aus:
http://www.kids.edingershops.de/images/product_images/info_images/91100878_0.jpg

grenzwertig, eher nein:
http://www.fun-production.de/werbung/images/wasserpistole_3.jpg

nein:
http://www.filmemoker.de/req/images/chefkochs_wasserpistole.jpg

tagesmutter
14.05.2007, 12:13
stockerl, lego, spritzpistolen solang sie wie spielzeug aussehen, sind mir egal. sie darf damit nicht auf menschen zielen. auch nicht mit dem schießgewehr-das-in-wahrheit-ein-steckerl-ist. das macht mich grantig, wenn ich das sehe. (ausnahme ist die spritzpistole, solang sie nicht mich einwässert.)

spielzeug, das wie echte waffen oder zumindest absichtlich bedrohlich aussieht: nein.
softguns sowieso nicht, die sind sowieso erst für jugendliche.

ist eine bauchentscheidung bei mir.

wasserpistole.
von mir aus:
http://www.kids.edingershops.de/images/product_images/info_images/91100878_0.jpg

grenzwertig, eher nein:
http://www.fun-production.de/werbung/images/wasserpistole_3.jpg

nein:
http://www.filmemoker.de/req/images/chefkochs_wasserpistole.jpg
Also:
Ich denke wie auch schon hier erwähnt, etwas was "Verboten" wird, ist umso interessanter!
Wenn es bei uns ein Thema ist, (kommt ca. 1 mal im Jahr vor), werden die "Spielzeugpistolen" ausgepackt, ich denke würde ich sie ihm ganz verbieten, wäre es sicher öfter Thema.

Wir haben da ein paar Abmachungen, wie nicht auf Menschen und Tiere zielen,
im Grunde bin ich gegen Waffen, aber sie ganz vom Tisch zu geben, schafft man denke ich auch nicht!

Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind auch bei mir oft dabei!!!

Kiki72
14.05.2007, 12:52
Da werdet Ihr mich gleich wieder als Prinzipienreiter bezeichnen - aber ich finde es nicht ok, zuerst Zivildienst zu leisten (mit der Erklärung, es mit dem Gewissen nicht vereinbaren zu können, eine Waffe zu tragen) und dann Sportschütze zu sein.

lg
Dimple

Öhm! Nein eigentlich wollte er sich seine langen Haare nicht abschneiden. Und vom "Sportschützen" ist er meilenweit entfernt;).

Außerdem fand ers besser bei der Rettung zu arbeiten. Und da die Rettungsdienste eh den Mangel an Hilfskräften beklagen, war es meiner Meinung nach eine gute Sache!

Aber jeder nach seinem Wunsch. Er fands halt nach der Schilderung seiner Freunde, die erzählt haben, dass sie sehr oft im Soldheim besoffen herumlagen, nicht so prickelnd zum Heer zu gehen.

Kiki72
14.05.2007, 12:55
nein:
http://www.filmemoker.de/req/images/chefkochs_wasserpistole.jpg

:eek::eek:Na bumm! Da hätt ich ordentlichen Schiss, wenn mir jemand mit dieser "Spritzpistole" entgegenspritzen würde. Da würd ich schnell Reißaus nehmen!:o

Kiki72
14.05.2007, 13:01
@Heer: Wenn ich mirs so recht überlege, höre ich von Rekruten immer die selben Heldengschichteln: Gesoffen habens bis nicht mehr gewusst haben, wie sie heißen und geschossen habens:rolleyes:. (Das find ich irgendwie schade, weil mMn ein falsches Bild entsteht!)

Aber ich finde die Arbeit, die das Heer beim Katastrophenschutz leistet sehr beachtenswert und ziehe meinen Hut!


Zu Spielzeugwaffen: Naja. Wie schon gesagt, ein Freund bin ich nicht davon. Aber ich glaube auch, dass je mehr Aufhebens man darum macht, desto interessanter wirds. Wobei die Spritzwaffe im oberen Bild Kommt mir nicht ins Haus:boes:.

S.i.a.
14.05.2007, 13:06
Wasserpistolen sind für mich O.K. Spielzeugpistolen habe ich nie gekauft, mein Sohn hat aber letztens ein Mickymaus Heft bekommen, da war eine Spielzeigpistole enthalten, er durfte sie behalten mit der Auflage nicht auf Menschen zu zielen - GsD war diese Pistole so ein Klumpat, dass es eh nach 2 Tagen kaputt war. :cool:


Weshalb üben Waffen so eine Faszination aus? (http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_Aktivitaeten_mit_Kindern/s_512.html)

prusiner
14.05.2007, 13:09
läßt sich (bei Buben? offenbar!) nicht verhindern; mein Sohn ist in den Wald gezogen, hat sich mit Feuersteinabschlägen Pfeil- und Speerspitzen gebaut, eine Steinaxt konstruiert, einen (erschreckend gut funktionierenden) Bogen gebaut; alles selbst; hätten wir das verhindern und verbieten sollen? Er hat niemand, weder Mensch noch Tier verletzt oder beschossen; das ist der Punkt, an dem Eltern wirksam eingreifen sollen;

fernhalten geht nicht; Waffenreplicas (Softguns) braucht man wirklich nicht kaufen, aber Ritterschwerter aus weichem Plastik zu verbieten oder eine Armbrust mit Stoppelpfeilen zu verbieten, das halte ich für übertrieben.

Soph
14.05.2007, 13:38
was verboten wird, wird interessant:
mag sein - zu dem anlaß kann man sich dann gleich darüber unterhalten, warum ich sowas nicht kaufen will und warum ich nicht gut finde, wenn sie mit sowas spielen.

wie echt aussehende spielzeuge machen leuten (anderen kindern) angst.
wie echt aussehende spielzeuge könnten von leuten für echte gehalten werden.
echt aussehendes spielzeug erinnert stark an echte waffen und provoziert ähnliche gedanken, reaktionen, gefühle.
mit waffen werden furchtbare dinge getan, die man dadurch verhamlost, indem man's als "spielzeug", "kinderspiel" verkauft.
aus dem gleichen grund würde ich keine spielzeug galgen, spielzeug granaten, spielzeug atombomben (spielzeuggranaten die aussehen wie teddybären damit sie kinder auch aufheben und mit heim nehmen, massenvernichtungswaffen, spielzeug biologische waffen, spielzeug kzs, bis wann ist es denn lustig?) kaufen.

spielerisch auseinandersetzten können sie sich auch mit der materie ohne spielzeug waffen, die wie echte aussehen (sollen).
die teile, die auch aussehen wie spielzeug: bitte sehr, wenns sein muß.

(spielzeugwaffen, die wie echte aussehen, befriedigen meiner meinung nach nix anderes als den ich-kann-macht-ausüben-wie-geil reflex, persönliche unterstellung, den ich eben genau extrem grauslig find, gekoppelt an waffen.)

Kiki72
14.05.2007, 13:43
läßt sich (bei Buben? offenbar!) nicht verhindern; mein Sohn ist in den Wald gezogen, hat sich mit Feuersteinabschlägen Pfeil- und Speerspitzen gebaut, eine Steinaxt konstruiert, einen (erschreckend gut funktionierenden) Bogen gebaut; alles selbst; hätten wir das verhindern und verbieten sollen? Er hat niemand, weder Mensch noch Tier verletzt oder beschossen; das ist der Punkt, an dem Eltern wirksam eingreifen sollen;

fernhalten geht nicht; Waffenreplicas (Softguns) braucht man wirklich nicht kaufen, aber Ritterschwerter aus weichem Plastik zu verbieten oder eine Armbrust mit Stoppelpfeilen zu verbieten, das halte ich für übertrieben.

:eek:Hast einen geschickten Sohn! Ich hab ja als Kind auch versucht mir Pfeil und Bogen zu basteln. Bin aber kläglich gescheitert:o. Ich glaub auch, dass diese Dinge nicht verbannt werden können, bzw. gehören sie zu manchen "Rollenspielen" einfach dazu;).

S.i.a.
14.05.2007, 13:47
Der Thread erinnert mich an eine Begebenheit die mich sehr irritiert und geschockt hat.
Letztes Jahr war in Zadar (Kroatien) ein Feiertag, wo in sämtlichen Gärten Lämmer gegrillt wurde und wir nur Kinder sahen die fröhlich durch die Gassen liefen - alle mit Maschinengewehr-Attrapen. Einige haben auf uns gezielt und so getan als wollten sie uns abknallen - schauderhaft....:eek:

Spucks
14.05.2007, 13:55
Juhuuuuuuu, ich darf wieder schreiben ... mich juckts eh seit Tagen in den Fingern :D

Alsoooo: Meine Kinder (ja, ich hab nur 1, werden aber noch mehr werden - wahrscheinlich, deswegen geh ich gleich von der Mehrzahl aus) werden nicht mit Waffen spielen dürfen, völlig egal ob gekaufte Spielzeugwaffen oder selbstgebastelt. Ich verstehs ehrlich gesagt nicht wenn hier Eltern sagen sie wollen nicht, dass ihr Kind mit Waffen spielt, deswegen kaufen sie Keine, aber wenn sies selber machen ists recht ... :confused:
Waffen sind heutzutage hauptsächlich dazu da andere Menschen (schwer) zu verletzen oder zu töten und ich akkzeptiere ganz sicher nicht, dass meine Kinder soetwas verherrlichen bzw. verharmlosen, was durch Spielen damit ja passiert -oder besser gesagt ICH verharmlose das Ganze dadurch.

Und nochmal zum "Ich bin gegen Waffen und kaufs nicht aber selber machen können sies" - da ist mir beim ersten Lesen sofort folgender (nur zur Sicherheit: völlig frei erundener) Dialog eingefallen: Franz Fuchs Mutter "Mein Bub :eek: Wie konntest du soetwas nur tun!?", Franz Fuchs "Aber wieso denn Mama? :confused: .... Habs ja eh selber bastelt."
Spielzeugwaffen sind Spielzeugwaffen, völlig egal wer die angefertigt hat und ob bezahlt wurde dafür.

Was ich noch nicht nachvollziehen kann sind die Aussagen von wegen zu Hause dürfen sies nicht aber wenns woanders sind ist mirs egal ....so ala "Solang ichs nicht seh kannst machen wast willst." - Find ich auch sehr bedenklich diese Haltung.

Ich akkzeptiere im Spielen Dinge, die ich auch im wahren Leben akkzeptiere, also wenn sich meine Kinder mal eine Waffe basteln, damit ein Tier "erschießen" um es danach zu häuten, zu zerschneiden und zu kochen (oder alternativ nach dem Erschießen aufs Rutschauto packen und zum Fleischhauer führen), dann hab ich damit kein Problem, da dies auch Taten sind, die ich "richtigen" Leben tolleriere - bin schließlich kein Vegetarier.

Das is den Links hab ich mir nicht durchgelesen, nur kurz mal angeschaut, und da stand wo etwas von wegen Aggressionen abbauen .... gut zu wissen, aber das heißt noch lange nicht, dass ich, wenn eins meiner Kinder mal anfängt mit Waffen zu spielen, mir einfach sage "Ja sie/er muss halt seine Aggressionen abbauen, macht ja nix.", sondern ich werde es als Anlass nehmen einmal gemeinsam mit dem Kind rauszufinden ob da tatsächlich Aggressionen dahinter stecken, wie diese zustande gekommen sind, und wie man sie auf eine andere Art und Weise abbauen kann.

Mir gehts beim Spielen mit Waffen nicht darum wie lang sie intressant sind, wann sie in eine Kinderzimmerecke wandern, usw, sondern darum, dass ich es absolut nicht als Spaß sehe, wenn die Ermordung anderer Menschen nachgestellt wird. Natürlich ist mir völlig klar, dassich nicht kontrollieren kann, was sie ohne mich so treiben (ich wills auch gar nicht kontrollieren), und das wird meinen Kindern auch klar sein, also vielleicht werden sie mal heimlich liebens gerne Krieg spielen - ABER sie werden ganz genau wissen, dass ICH das absolut schrecklich finde, da soetwas garantiert nicht zu den Werten gehört, die ihnen vermittle.


Zum Thema "das gehört zu unserer Realität" usw....: Vielleicht gehören Waffen/Gewalt ja genau deswegen immer mehr zu unserer Realität, weil es allgemein akkzeptiert wird ..... schon mal daran gedacht?
Und es heißt ja nicht, dass man sein Kind in einer Scheinwelt groß zieht, nur weil man Vieles, das in der Realität existiert, nicht akkzeptiert.

Frage an diejenigen, die das mit der "Realität" als Grund nannten, warum ihre Kinder mit (selbstgebastelten) Waffen spielen dürfen: Würdet ihr es auch okay finden, wenn eure Kinder sich nicht mehr "jagen" würden und schießen (ala Räuber-Gendarm oder Cowboy), sondern wenn sie Hinrichtung spielen würden und einer müsste sich hinknien und dann schießt ihm ein Andrer in den Kopf? Oder wenn sie mit einem Plastikschwert köpfen spielen würden? Oder wenn sie foltern oder vergwaltigen spielen würden?
Das gehört nämlich auch Alles zu unserer Realität!

jarjar
14.05.2007, 13:57
Ich denke, dem Thema wird zuviel Stellenwert beigemessen in den möglichen Auswirkungen. Ob jemand gewalttätig wird liegt aus meiner Sicht nicht daran ob er jemals eine Spielzeugpistole in der Hand hatte oder im Wald Pfeil und Bogen gebastelt hat. Sondern daran, ob während des erwachsen werdens der Respekt und die Würde anderen Lebens verdeutlicht wird und insbesondere auch vorgelebt wird.

Wenn ich an meine Kindheit zurück denke dann müßte ich bei den Befürchtungen hier wie schlimm es ist mit Waffen zu spielen, eigentlich ein Massenmörder sein. Aber dem ist nicht so, sondern so, wie Mr. Dimpl ausführt, ich führte und führe im sozialen Umgang ein extrem friedvolles, gewaltfreies Leben. Und das seit meiner Kindheit.
Wir bauten Pfeil und Bogen, wir bauten uns Blasrohre, wir hatten Plastikschwerter, wir hatten in der Schule im Turnen Speer werfen, wir schoßen mit Papier-U-Hakerl, ich war Tontauben schießen, ...

Bei diesen Spielen halte ich es für wichtig worum es eigentlich geht. Es ging beim Pfeil und Bogen bauen nicht darum jemanden zu töten oder zu verletzen. Es ging darum einen tollen Bogen zu bauen der möglichst gut ist, einen Stock zu finden der gerade genug ist einen Pfeil abzugeben. Es wurde geschnitzt und gebunden. Es ging um die Geschicklichkeit etwas auf eine bestimmte Entfernung zu treffen. (Styropor war glaube ich das Material der Wahl weil da der Pfeil auch stecken bleibt).
In anderen Beiträgen ist was von Agressionsabbau die Rede. Darum ging es, wenn ich mich recht erinnere, eigentlich nie. Diese Spiele waren immer extrem friedvoll und gemeinschaftlich. (So paradox das jetzt vielleicht klingt.)

Wenn ich nicht noch was ultimatives lese dann werde ich das bei meinem Sohn auch so halten wie meine Eltern bei mir. Mit ihm, wenn es soweit ist, in den Wald gehen und gemeinsam (auch) Pfeil und Bogen bauen. Und wenn ich ihm dann dabei ganz "nahe" bin dann fallen die Wörter betreffend kein Lebewesen zu verletzen oder gar zu töten etc. etc. auf sehr fruchtbaren Boden.
:goodpost:

S.i.a.
14.05.2007, 14:00
@Spucks

Was, wenn dein Kind eine Banane, Gurke als Waffe benutzt?
Manche haben soviel Phantasie denen genügt der eigene gestreckte Zeigefinger.

Kinder fühlen sich mit einer Waffe groß, stark und unüberwindlich. Dieses Spiel findet in der Phantasie statt. Schießen ist für Kinder nicht mit Tod oder Grausamkeit im Sinne der Erwachsenen verbunden. Wasserpistole, Pfeil und Bogen sind Spielsachen.

Bedenklich wird es dann, wenn das Kind ausschließlich mit solchen Dingen spielen möchte.

Spucks
14.05.2007, 14:07
@Spucks


Was, wenn dein Kind eine Banane, Gurke als Waffe benutzt?

Manche haben soviel Phantasie denen genügt der eigene gestreckte Zeigefinger. Da gilt dasselbe - ich möchte nicht, dass es mit Waffen spiel, ganz egal worauf diese Waffen bestehen .... bzw. hängt es wie erwähnt davon ab, was sie damit spielt, ob sie ein Tier töten will zum Essen oder einfach nur zum Spaß.


Kinder fühlen sich mit einer Waffe groß, stark und unüberwindlich. Dieses Spiel findet in der Phantasie statt. Schießen ist für Kinder nicht mit Tod oder Grausamkeit im Sinne der Erwachsenen verbunden. Wasserpistole, Pfeil und Bogen sind Spielsachen. Warum braucht ein Kind sowas um sich groß und stark zu fühlen? Meine spontane Antwort darauf wäre, dass es sich ansonsten mickrig und klein fühlt - weils so behandelt wird.
Mein Kind kriegt sicher keine Wasserpistole, mit der sie Andre erschießt, die kann aber gerne Spritztiere haben, die dann so frech sind und Andre anspucken.
Pfeil und Bogen .... damit hab ich als Kind auch gespielt .... kommt drauf an was sie damit tun will .... Krieg spielen - nein .... auf die Jagd gehen - gerne.

jarjar
14.05.2007, 14:12
Ich bin der Meinung es kommt immer darauf an, wie man mit seinen Kindern kommuniziert und ihnen gewisse Themen aufbereitet.
Denn, wenn jedes Kind, das in seiner Kindheit mit "Waffen" spielt, wenn auch nur fiktiv, von mir aus mit dem Zeigefinger, wie gerade gepostet, als Erwachsener ein von Gewalt geprägtes Leben führen würde, müssten wir vermutlich unsere Gefängnisse ausbauen...

Ich bin der Meinung, dass es bei diesem Thema, wie überall, einen Mittelweg geben muss, der mit Erklären, Veranschaulichen und Vorleben am besten funktioniert.
Es kann ja nicht stimmen, dass alle Kinder von Waffenträgern, z.B. Polizisten aggressiv sind und gewaltbereit, nur weil die Eltern oder ein Elternteil mit Waffen zu tun hat, bzw. die Kinder ja mit dem Bewußtsein aufwachsen...

nini81
14.05.2007, 14:17
Juhuuuuuuu, ich darf wieder schreiben ... mich juckts eh seit Tagen in den Fingern :D

Alsoooo: Meine Kinder (ja, ich hab nur 1, werden aber noch mehr werden - wahrscheinlich, deswegen geh ich gleich von der Mehrzahl aus) werden nicht mit Waffen spielen dürfen, völlig egal ob gekaufte Spielzeugwaffen oder selbstgebastelt. Ich verstehs ehrlich gesagt nicht wenn hier Eltern sagen sie wollen nicht, dass ihr Kind mit Waffen spielt, deswegen kaufen sie Keine, aber wenn sies selber machen ists recht ... :confused:
Waffen sind heutzutage hauptsächlich dazu da andere Menschen (schwer) zu verletzen oder zu töten und ich akkzeptiere ganz sicher nicht, dass meine Kinder soetwas verherrlichen bzw. verharmlosen, was durch Spielen damit ja passiert -oder besser gesagt ICH verharmlose das Ganze dadurch.

Und nochmal zum "Ich bin gegen Waffen und kaufs nicht aber selber machen können sies" - da ist mir beim ersten Lesen sofort folgender (nur zur Sicherheit: völlig frei erundener) Dialog eingefallen: Franz Fuchs Mutter "Mein Bub :eek: Wie konntest du soetwas nur tun!?", Franz Fuchs "Aber wieso denn Mama? :confused: .... Habs ja eh selber bastelt."
Spielzeugwaffen sind Spielzeugwaffen, völlig egal wer die angefertigt hat und ob bezahlt wurde dafür.

Was ich noch nicht nachvollziehen kann sind die Aussagen von wegen zu Hause dürfen sies nicht aber wenns woanders sind ist mirs egal ....so ala "Solang ichs nicht seh kannst machen wast willst." - Find ich auch sehr bedenklich diese Haltung.

Ich akkzeptiere im Spielen Dinge, die ich auch im wahren Leben akkzeptiere, also wenn sich meine Kinder mal eine Waffe basteln, damit ein Tier "erschießen" um es danach zu häuten, zu zerschneiden und zu kochen (oder alternativ nach dem Erschießen aufs Rutschauto packen und zum Fleischhauer führen), dann hab ich damit kein Problem, da dies auch Taten sind, die ich "richtigen" Leben tolleriere - bin schließlich kein Vegetarier.

Das is den Links hab ich mir nicht durchgelesen, nur kurz mal angeschaut, und da stand wo etwas von wegen Aggressionen abbauen .... gut zu wissen, aber das heißt noch lange nicht, dass ich, wenn eins meiner Kinder mal anfängt mit Waffen zu spielen, mir einfach sage "Ja sie/er muss halt seine Aggressionen abbauen, macht ja nix.", sondern ich werde es als Anlass nehmen einmal gemeinsam mit dem Kind rauszufinden ob da tatsächlich Aggressionen dahinter stecken, wie diese zustande gekommen sind, und wie man sie auf eine andere Art und Weise abbauen kann.

Mir gehts beim Spielen mit Waffen nicht darum wie lang sie intressant sind, wann sie in eine Kinderzimmerecke wandern, usw, sondern darum, dass ich es absolut nicht als Spaß sehe, wenn die Ermordung anderer Menschen nachgestellt wird. Natürlich ist mir völlig klar, dassich nicht kontrollieren kann, was sie ohne mich so treiben (ich wills auch gar nicht kontrollieren), und das wird meinen Kindern auch klar sein, also vielleicht werden sie mal heimlich liebens gerne Krieg spielen - ABER sie werden ganz genau wissen, dass ICH das absolut schrecklich finde, da soetwas garantiert nicht zu den Werten gehört, die ihnen vermittle.


Zum Thema "das gehört zu unserer Realität" usw....: Vielleicht gehören Waffen/Gewalt ja genau deswegen immer mehr zu unserer Realität, weil es allgemein akkzeptiert wird ..... schon mal daran gedacht?
Und es heißt ja nicht, dass man sein Kind in einer Scheinwelt groß zieht, nur weil man Vieles, das in der Realität existiert, nicht akkzeptiert.

Frage an diejenigen, die das mit der "Realität" als Grund nannten, warum ihre Kinder mit (selbstgebastelten) Waffen spielen dürfen: Würdet ihr es auch okay finden, wenn eure Kinder sich nicht mehr "jagen" würden und schießen (ala Räuber-Gendarm oder Cowboy), sondern wenn sie Hinrichtung spielen würden und einer müsste sich hinknien und dann schießt ihm ein Andrer in den Kopf? Oder wenn sie mit einem Plastikschwert köpfen spielen würden? Oder wenn sie foltern oder vergwaltigen spielen würden?
Das gehört nämlich auch Alles zu unserer Realität!

Das ist des BESTE Posting hier!!

Danke Dir!! :hug:

Spucks
14.05.2007, 14:19
Es kann ja nicht stimmen, dass alle Kinder von Waffenträgern, z.B. Polizisten aggressiv sind und gewaltbereit, nur weil die Eltern oder ein Elternteil mit Waffen zu tun hat, bzw. die Kinder ja mit dem Bewußtsein aufwachsen...

Weilst es grad erwähnst: Es wurde ja auch angesprochen, weil jemand was sagte in der Art von "Ich wüsste nicht wo mein Kind das herhaben könnte", dass das wohl automatisch kommt, weil das Kind ja mitkriegt, dass es sowas wie Waffen gibt .... also.... eine damals 4jährige (jetzt is sie 5) fragt einen uniformierten Polizisten "was ist das?" und zeigt auf die Pistole. Nicht bemerkenswert? Ich find schon - der Polizist ist nämlich ihr Vater.
Mann muss einem Kind ja nicht Alles unter die Nase reiben, nur weil es Realität ist .... ich vögel ja auch nicht vor meinem Kind herum, nur weil auch Sex zu unserer Realität gehört, genausowenig werde ich akkzeptieren, dass sich mein Kind mit 10 niedersäuft, obwohl auch Alkohol zu unserer Realität gehört.

maribah
14.05.2007, 14:27
Nein, das ist das beste posting hier:;)
Ich denke, dem Thema wird zuviel Stellenwert beigemessen in den möglichen Auswirkungen. Ob jemand gewalttätig wird liegt aus meiner Sicht nicht daran ob er jemals eine Spielzeugpistole in der Hand hatte oder im Wald Pfeil und Bogen gebastelt hat. Sondern daran, ob während des erwachsen werdens der Respekt und die Würde anderen Lebens verdeutlicht wird und insbesondere auch vorgelebt wird.


Kinder werden immer wieder in unserer Welt auf Gewalt, Tod und die Materialien dazu treffen. Das zu vermeiden ist unmöglich. Der Umgang damit ist der Knackpunkt, die innere Einstellung dazu.

Soph
14.05.2007, 14:30
Nein, das ist das beste posting hier:;)

Kinder werden immer wieder in unserer Welt auf Gewalt, Tod und die Materialien dazu treffen. Das zu vermeiden ist unmöglich. Der Umgang damit ist der Knackpunkt, die innere Einstellung dazu.

irgendwie ist das ein unlogisches argument. :confused:
wer spielzeugwaffen schlecht findet wird da wohl AUCH SONST respekt vor leben haben und diesen vorleben.

wenn nicht, wie in deinem beispiel, ist's natürlich genauso ein schaß, aber die norm ist das ja wohl nicht.

maribah
14.05.2007, 14:39
soph das war mir zu schnell *g*

Ich hab das Beipiel wieder rauseditiert weil der Wiedererkennungswert zu hoch war (hat damals einen kleinen Wirbel bei uns verursacht).;)

Was war unlogisch?

Soph
14.05.2007, 14:41
soph das war mir zu schnell *g*

Ich hab das Beipiel wieder rauseditiert weil der Wiedererkennungswert zu hoch war (hat damals einen kleinen Wirbel bei uns verursacht).;)

Was war unlogisch?

hab's editiert. ;)

unlogisch ist die aussage (sinngemäß): "ist auch schon egal, wenn man spielzeugwaffen verbietet und sonst eh keinen respekt vor leben vorlebt".

ja klar.
aber das ist ja meist nicht der fall, das "und sonst keinen respekt vorleben".
aber ohne das beispiel klingt's jetzt eh nicht mehr so unlogisch. ;)

maribah
14.05.2007, 14:47
Danke für dein edit::hug:

Grundsätzlich sag ichs so: ich klammer nichts aus, der Gedanke und der Umgang das in den richtigen Kontext zu stellen, seh ich als meine Aufgabe.

Ich hab nur eben schon erlebt, dass manchmal eine Sache verteufelt wird und der wichtige Kern dahinter - nämlich der Wert des Lebens - nicht weitergegeben wird.

Aber es ist nicht die Norm, das ist klar.

Soph
14.05.2007, 14:55
ich seh das eigentlich eh als "vorleben".
ich lebe den kindern vor, daß ich zu etwas einen standpunkt habe und warum, und daß ich diesen auch durch meine taten vertrete.

es ist mir nicht egal, daß es tiertransporte gibt. ich kaufe fleisch aus der nähe.
es ist mir nicht egal, daß frauen geschlagen werden. in meiner wohnung gibt es keine musik, die das als gut hinstellt.
es ist mir nicht egal, daß fremdenfeindlichkeit in ist. in einem geschäft, das ausländerfeindlich tut, kaufe ich nicht ein.
es ist mir nicht egal, was die fpö sagt. ich nehm vom fpö-standel keine wahlwerbekugelschreiber an.
es ist mir nicht egal, daß sich leute erschiessen. ich will trage keine waffennachbildungen in meine wohnung.

ZYX
14.05.2007, 14:56
irgendwie ist das ein unlogisches argument. :confused:
wer spielzeugwaffen schlecht findet wird da wohl AUCH SONST respekt vor leben haben und diesen vorleben.



Ich fürchte, daß ist kein zulässiger Umkehrschluß.

Wenn ich einerseits hier lese daß das Kind niemals mit "Waffen" spielen darf, auch nicht mit selbstgebastelten und andererseits von der gleichen Person in anderen Freds lese mit welcher Verachtung und welchem Haß sie vom "Erzeuger" des eigenen Kindes spricht dann entdecke ich den Respekt und die Achtung vor anderem Leben und anderen Menschen leider gar nicht und frage mich, wie sie das dann vorleben wollen.

Ebenso habe ich mir erzählen lassen daß es angeblich viele Familien gibt die sehr darauf bedacht sind nach außen ein harmonisches Familienbild abzugeben. Wenn oben angedachte Logik stimmt dann müßten doch gerade diese Familien besonders darauf bedacht sein, daß es nach innen ebenso ist. Aber gerade daß soll, wie mir ezählt wird, oft nicht der Fall sein und hinter verschlossenen Türen die grauslichsten Sachen passieren.

Tilda
14.05.2007, 15:00
Ich fürchte, daß ist kein zulässiger Umkehrschluß.

Wenn ich einerseits hier lese daß das Kind niemals mit "Waffen" spielen darf, auch nicht mit selbstgebastelten und andererseits von der gleichen Person in anderen Freds lese mit welcher Verachtung und welchem Haß sie vom "Erzeuger" des eigenen Kindes spricht dann entdecke ich den Respekt und die Achtung vor anderem Leben und anderen Menschen leider gar nicht und frage mich, wie sie das dann vorleben wollen.

Ebenso habe ich mir erzählen lassen daß es angeblich viele Familien gibt die sehr darauf bedacht sind nach außen ein harmonisches Familienbild abzugeben. Wenn oben angedachte Logik stimmt dann müßten doch gerade diese Familien besonders darauf bedacht sein, daß es nach innen ebenso ist. Aber gerade daß soll, wie mir ezählt wird, oft nicht der Fall sein und hinter verschlossenen Türen die grauslichsten Sachen passieren.

:goodpost:

Soph
14.05.2007, 15:00
das ist mir alles zu schwammig.
jeder kennt doch immer irgendeinen, hat von einem gehört, etc.
wenn das so ist, ist es schlecht.
deswegen ist es auch nicht immer so. oder oft so. oder irgend ein allgemeiner zusammenhang. :confused:

Dimple
14.05.2007, 15:01
Ich bin überzeugt, daß meine Kinder (so nicht viel schiefläuft) Respekt vor Mensch und Tier haben werden, nicht gewaltätig werden,...

Nichtsdestotrotz weiß ich, auch aus eigener Erfahrung als Kind, daß Spielzeug-Waffen einen ungeheuren Reiz ausüben, Krieg und Räuber & Gendarm und Cowboy & Indianer-Spielen mit Spielzeugwaffen oder kleinen Plastiksoldaten o.ä. Spaß macht,...

Was ist aber die Konsequenz, die jemand zieht, der eben schon Spielzeugwaffen hatte und NIE eine echte Waffe in der Hand hatte und das Heer aus dem Grund, lieber alte Leute mit dem Krankentransport herumzuchauffieren, denn mit Waffen durch den Wald hirschen (gesoffen habe ich während meiner Zivildienstzeit auch), abgelehnt hat:

ES IST WURSCHT!!!

Für die Erziehung zum Respekt vor anderen Lebewesen, egal ob Tier oder Mensch, zum Dialog anstatt Gewalt, zu Liebe statt Haß ist es egal, ob das Kind mit Spielzeugwaffen schießt oder nicht.

lg
Dimple, der sogar Pistolen hatte, die kleine Plastikkugerln abgefeuert haben und sich mit dem Bruder damit Duelle geliefert hat

S.i.a.
14.05.2007, 15:03
Da gilt dasselbe - ich möchte nicht, dass es mit Waffen spiel, ganz egal worauf diese Waffen bestehen .... bzw. hängt es wie erwähnt davon ab, was sie damit spielt, ob sie ein Tier töten will zum Essen oder einfach nur zum Spaß.
Tja, du wirst dein Kind nicht ewig "kontrollieren" können, dann machen sie es eben heimlich.


Warum braucht ein Kind sowas um sich groß und stark zu fühlen? Meine spontane Antwort darauf wäre, dass es sich ansonsten mickrig und klein fühlt - weils so behandelt wird.


Ich behandle keines meiner Kinder so, dass sie sich klein und mickrig vorkommen, zwei meiner drei Söhne haben das "Waffen-spiel-alter" hinter sich , sie sind heute weder aggressiv noch verherrlichen sie Gewalt oder Waffen.

@ZYX
Danke!

Soph
14.05.2007, 15:06
dimple, MIR als mutter ist es aber nicht egal, wenn eine eins-zu-eins nachbildung einer kalaschnikow im kinderzimmer herumliegt. das ist ein bisserl was anderes als mini-manderl und plastikschwert.

ZYX
14.05.2007, 15:07
deswegen ist es auch nicht immer so. oder oft so. oder irgend ein allgemeiner zusammenhang. :confused:

Genau das wollte ich sagen.

Und eben diesem zusammenhang

wer spielzeugwaffen schlecht findet wird da wohl AUCH SONST respekt vor leben haben und diesen vorleben.

widersprechen. Weil es für mich kein zwingender Zusammenhang ist.

Dimple
14.05.2007, 15:08
dimple, MIR als mutter ist es aber nicht egal, wenn eine eins-zu-eins nachbildung einer kalaschnikow im kinderzimmer herumliegt. das ist ein bisserl was anderes als mini-manderl.

Das ist natürlich etwas anderes - lebensechte Nachbildungen habe ich nur in 1:87 oder kleiner gehabt.

lg
Dimple

Spucks
14.05.2007, 15:19
Tja, du wirst dein Kind nicht ewig "kontrollieren" können, dann machen sie es eben heimlich. Darauf bin ich meinem ersten Post eh eingegangen, dass ich es nicht kontrollieren kann (und will), aber dass esmir deswegen noch lang nicht wurscht ist.
Ich schätz mal, dass du auch nicht willst, dass deine Kinder z.B. Andre verprügeln, oder? Das kannst du aber auch nicht immer kontrollieren .... ich nehm das nur als Beispiel, weil ich das Argument "ich erlaubs ihnen, weil kontrollieren kann ichs eh nicht" ziemlich dämlich finde.

Spucks
14.05.2007, 15:26
Ich fürchte, daß ist kein zulässiger Umkehrschluß.

Wenn ich einerseits hier lese daß das Kind niemals mit "Waffen" spielen darf, auch nicht mit selbstgebastelten und andererseits von der gleichen Person in anderen Freds lese mit welcher Verachtung und welchem Haß sie vom "Erzeuger" des eigenen Kindes spricht dann entdecke ich den Respekt und die Achtung vor anderem Leben und anderen Menschen leider gar nicht und frage mich, wie sie das dann vorleben wollen.

*rofl* Ich glaub das wird langsam zwanghaft bei dir, was?

Nur zur Info: Ich hab das Recht Gefühle zu haben, und Verachtung und Hass sind genauso Gefühle wie Liebe und Zuneigung auch. Und ich finde nix Schlimmes daran meinem Kind auch zu vermitteln, dass auch sogenannte "negative" Gefühle ihre Daseinsberechtigung haben, dass sie sehrwohl das Recht hat jemanden zu verachten, wenn er ihr großen Unrecht getan hat, ihr gegenüber gewalttätig geworden ist, oder was auch immer. Das hat auch mit Respekt gegenüber Leben zu tun - ich lehre sie nämlich nicht nur Respekt vor dem Leben und Gefühlen Anderer zu haben, sondern auch gegenüber sich selbst.

(Mal abgsehen davon, kriegt mein Kind meine negativen Gefühle ihrem Erzeuger - der nun mal nichts weiter ist, schließlich hat er sie bloß erzeugt und das wars dann - nicht mit, da ich sie vor ihr verheimliche, da sie diese Gefühle in ihrem Alter unreflektiert übernehmen würde, was ich nicht will, weil sie sich selbst ihre Meinung bilden soll.)

Ich schlag mal vor für das Thema wanderst du wieder ins AE-Unterforum in den altbekannten Thread - wie wärs damit? Du musst ja nicht aus jedem Thread einen "Die is soooooooo böse zum lieben Papa ihrer Kleinen, das kann nur heißen, dass sie durch und durch ein böser Mensch ist"-Thread machen, oder?

maribah
14.05.2007, 15:51
Nur zur Info: Ich hab das Recht Gefühle zu haben, und Verachtung und Hass sind genauso Gefühle wie Liebe und Zuneigung auch. Und ich finde nix Schlimmes daran meinem Kind auch zu vermitteln, dass auch sogenannte "negative" Gefühle ihre Daseinsberechtigung haben, dass sie sehrwohl das Recht hat jemanden zu verachten, wenn er ihr großen Unrecht getan hat, ihr gegenüber gewalttätig geworden ist, oder was auch immer. Das hat auch mit Respekt gegenüber Leben zu tun - ich lehre sie nämlich nicht nur Respekt vor dem Leben und Gefühlen Anderer zu haben, sondern auch gegenüber sich selbst.

Siehst du dich als Vorbild?

Ist eine ernstgemeinte Frage spucks. Du schreibst so ich-zentriert. Bist du das Maß, dass deine Tochter im Zentrum ihrer Erziehung wiederfindet?

Spucks
14.05.2007, 19:36
Siehst du dich als Vorbild?

Ist eine ernstgemeinte Frage spucks. Du schreibst so ich-zentriert. Bist du das Maß, dass deine Tochter im Zentrum ihrer Erziehung wiederfindet?

Na schon, schließlich bin ich diejenige, die sie hauptsächlich großzieht.

Wie ich-zentriert? In dem Post, das du zitiert hast, habe ich ZYX zitiert der meint (korrigiert mich wenn ichs falsch verstanden habe), dass ich meinem Kind keinen Respekt vor dem Leben (Anderer) beibringen kann, wenn ich über den Erzeuger meiner Tochter schlecht denke und rede. Da gings ja schließlich um meine Gefühle ihm gegenüber, also kanns ja nur ich-zentriert sein.

lupinchen76
14.05.2007, 20:01
ich seh das eigentlich eh als "vorleben".
ich lebe den kindern vor, daß ich zu etwas einen standpunkt habe und warum, und daß ich diesen auch durch meine taten vertrete.

es ist mir nicht egal, daß es tiertransporte gibt. ich kaufe fleisch aus der nähe.
es ist mir nicht egal, daß frauen geschlagen werden. in meiner wohnung gibt es keine musik, die das als gut hinstellt.
es ist mir nicht egal, daß fremdenfeindlichkeit in ist. in einem geschäft, das ausländerfeindlich tut, kaufe ich nicht ein.
es ist mir nicht egal, was die fpö sagt. ich nehm vom fpö-standel keine wahlwerbekugelschreiber an.
es ist mir nicht egal, daß sich leute erschiessen. ich will trage keine waffennachbildungen in meine wohnung.

:goodpost:
Danke, danke, danke

Spucks
14.05.2007, 20:27
:goodpost:
Danke, danke, danke

Schließ mich an.

maribah
14.05.2007, 21:07
Na schon, schließlich bin ich diejenige, die sie hauptsächlich großzieht.

Wie ich-zentriert? In dem Post, das du zitiert hast, habe ich ZYX zitiert der meint (korrigiert mich wenn ichs falsch verstanden habe), dass ich meinem Kind keinen Respekt vor dem Leben (Anderer) beibringen kann, wenn ich über den Erzeuger meiner Tochter schlecht denke und rede. Da gings ja schließlich um meine Gefühle ihm gegenüber, also kanns ja nur ich-zentriert sein.
Naja, ich würd es nur ungern sehen, wenn mich meine Kinder als Vorbild nehmen.

Klar ich bin ihre Mutter, aber ich bin nichts dem sie nacheifern müssten. Ich möchte ihnen ein Rüstzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie nach ihrem Ermessen ihr Leben in die Hand nehmen. Manches werden sie mit sich nehmen wenn sie es brauchen können, einiges liegen lassen wenn sie der Ansicht sind dass ihr Weg besser sein wird.
Dieses Rüstezug wird so hoffe ich die Waage beinhalten zwischen persönlicher Selbstverwirklichung und der Einbringung ins große Ganze. Der Verantwortlichkeit sich selbst und anderen gegenüber.

Dazu brauchts kein Vorbild dem man ständig nachläuft.

Und ich-zentriert hab ich herausgelesen weil ich in deinen posts recht oft zu lesen ist. Ich find nichts schlimmes oder was auch immer daran, ich mache, ich zeige, ich lehre...

Mein Ansatz ist halt ein anderer, drum ist mir das aufgefallen.

Spucks
14.05.2007, 21:44
Naja, ich würd es nur ungern sehen, wenn mich meine Kinder als Vorbild nehmen.

Klar ich bin ihre Mutter, aber ich bin nichts dem sie nacheifern müssten. Ich möchte ihnen ein Rüstzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie nach ihrem Ermessen ihr Leben in die Hand nehmen. Manches werden sie mit sich nehmen wenn sie es brauchen können, einiges liegen lassen wenn sie der Ansicht sind dass ihr Weg besser sein wird.
Dieses Rüstezug wird so hoffe ich die Waage beinhalten zwischen persönlicher Selbstverwirklichung und der Einbringung ins große Ganze. Der Verantwortlichkeit sich selbst und anderen gegenüber.

Dazu brauchts kein Vorbild dem man ständig nachläuft.
Es geht nicht ums Nachlaufen -ich erwarte nicht von ihr, dass sie mir nachläuft .... ich will auch nicht, dass sie mir nachläuft oder irgend jemandem sonst, sie soll ihren eigenen Weg gehen, aber ICH bin diejenige, die sie erzieht, mit der sie die meiste Zeit ihrer Kindheit verbringt, deswegen bin ich automatisch ein Vorbild für sie (egal ob in positiver oder negativer Hinsicht) und ihr Verhalten orientiert sich hauptsächlich an meinem Verhalten, und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben.
Ich glaub es ist unmöglich zu verhindern, dass Kinder zu allererst ihre Eltern als Vorbilder haben, weil sie ja Alles nachahmen, was sie sehen - das ist ihr "Job" ;)

Und ich-zentriert hab ich herausgelesen weil ich in deinen posts recht oft zu lesen ist. Ich find nichts schlimmes oder was auch immer daran, ich mache, ich zeige, ich lehre...

Mein Ansatz ist halt ein anderer, drum ist mir das aufgefallen.

Klarkommts oft vor, weil ich ja nur sagen kann, wie ich Dinge handhabe, was ich darüber denke, welche Werte ich meinem Kind vermitteln möchte, usw....

Was ist dein Ansatz?

axi
14.05.2007, 21:48
ok

mag mir bitte jemand erklären was "spielzeugwaffen" sind?

in unserem kinderzimmer finden sich holzschwerter und selbstgestaltete holzschilder, stecken die zu pfeil und bogen umfunktioniert wurden, unzählige stöcke, die vielfältige funktionen haben, aja und helme aus karton finden sich auch noch irgendwo.

dann ist es natürlich so, dass die playmobil wikinger so schwerter und äxte und lanzen haben und die bionicles haben auch so zeugs, u.a. können sie murmeln und kleine frisbees ca. 2m weit schiessen.

und dann haben wir natürlich noch für den sommergartenspass spritzpistolen. (an dieser stelle möchte ich festhalten, dass lustige und waffenferne spritztiere kindern ab einem gewissen alter nur mehr beschränkt freude bereiten - spätestens nämlich dann, wenn die spritzpistole des nachbarkindes 10m weit schiesst, das fröhliche spritztier aber höchstens 2m)
übrigens ist es meines wissens nicht das ziel einer wasserpistolenschlacht andere umzubringen, sondern sie naß zu machen.


so - offensichtlich ist unser kinderzimmer eine rüstkammer.

wie soll ich es mir unter diesen umständen erklären, dass meine kinder fliegen vor dem ertrinken retten und in tränen ausbrechen, wenn bei einer tierdoku ein rehlein gerissen wird?
wieso bloß verstehen meine söhne, dass streit nur dann gut war, wenn man sich danach wieder ordentlich verträgt?
und muss ich jetzt ernsthaft sorge haben zwei kleine terroristen großzuziehen, die ihre verachtung anderen menschen gegenüber mit holzwaffengewalt ausleben?

leute, ganz ehrlich, man kann alles übertreiben.

und von kindern, die in einer welt aufwachsen, in der rundherum mord und totschlag herrscht, in der man ungestraft menschen aufgrund ihrer herkunft zumindest verbal niedermachen darf, in der supermächte fröhlich krieg führen und kriegsberichterstattung ein eigener erwerbszweig ist, wird erwartet auf ihre holzschwerter und spritzpistolen zu verzichten, weil sie sonst keinen respekt vor leben haben können? oweh

maribah
14.05.2007, 22:00
so - offensichtlich ist unser kinderzimmer eine rüstkammer.

.:D

ZYX
14.05.2007, 22:02
@Spucks:

Ich habe weder Dich angesprochen noch steht in meinem Post irgendein Urteil darüber noch steht da was von einem ach soooo lieben Papi oder einem ach sooo bösen Menschen.

Was Du aber rauslesen möchtest um mich dann mit Zwanghaftigkeit zu versehen finde ich fast so spannend wie die Frage die Dich zu Deinem Post veranlaßt hat.

maribah
14.05.2007, 22:05
Ich glaub es ist unmöglich zu verhindern, dass Kinder zu allererst ihre Eltern als Vorbilder haben, weil sie ja Alles nachahmen, was sie sehen - das ist ihr "Job" ;)
Vor dem graut mir ja. :D (und der Lacher gilt mir)



Klarkommts oft vor, weil ich ja nur sagen kann, wie ich Dinge handhabe, was ich darüber denke, welche Werte ich meinem Kind vermitteln möchte, usw....

Was ist dein Ansatz?
Mein Kind. Womit ich nicht gesagt haben will das du das nicht auch im Zentrum stehen hast. Es hat sich für mich nur anders gelesen im vorigen post.

Und der Rest (also das woher das kommt, dass ich so Vorbildscheu bin) ist nichts fürs öffentliche Forum, weil er aus meiner eigenen Geschichte herrührt und doch einige hier im Forum mitlesen, die wenn auch nicht beteiligt, so doch Bekannte von mir sind.;)

xandimama
14.05.2007, 22:06
@ axi: wie gewohnt :danke:

Du ersparst mir immer waaahnsinnig viel Arbeit!

Irgendwie haben wir nie so einen Wirbel darum gemacht, wenn unser Kind sich Waffen gebastelt hat (aus Duplo, Lego...). Spritztiere sind lieb, mag er nach wie vor, aber gegenseitig jagen kann man sich damit nicht...
Wahrscheinlich war der Spuk dadurch schnell vorbei

UND: Unser Kind ist SEHR sensibel, was die Gesundheit und das Leben geliebter Menschen oder Tiere betrifft - er leidet bei Tier-Dokus immer mit -und hat von sich aus sofort gecheckt, dass das Zielen auf Menschen nicht OK ist (Spritzpistole ausgenommen).

@ Spucks: Du kannst auch nicht dein Mäderl mit einem 4 - 6jährigem Buben vergleichen, was Spielverhalten betrifft. Meiner würd ja auch nicht mit einer rosa Glitzerbarbie spielen wollen ;)

Spucks
14.05.2007, 22:06
und von kindern, die in einer welt aufwachsen, in der rundherum mord und totschlag herrscht, in der man ungestraft menschen aufgrund ihrer herkunft zumindest verbal niedermachen darf, in der supermächte fröhlich krieg führen und kriegsberichterstattung ein eigener erwerbszweig ist, wird erwartet auf ihre holzschwerter und spritzpistolen zu verzichten, weil sie sonst keinen respekt vor leben haben können? oweh

Hat das irgendjemand behauptet?

Mir geht es darum, dass ich es für eine Verharmlosung halte und deswegen nicht möchte, dass mein Kind damit spielt, es hat niemand gesagt, dass Kinder, die mit Spielzeugwaffen spielen, keine Achtung vorm Leben haben können.

Spucks
14.05.2007, 22:10
@ Spucks: Du kannst auch nicht dein Mäderl mit einem 4 - 6jährigem Buben vergleichen, was Spielverhalten betrifft. Meiner würd ja auch nicht mit einer rosa Glitzerbarbie spielen wollen ;)

Wenn ich mich selbst zitieren darf:


Alsoooo: Meine Kinder (ja, ich hab nur 1, werden aber noch mehr werden - wahrscheinlich, deswegen geh ich gleich von der Mehrzahl aus)

Hab nie geschrieben, dass meine zukünftigen Kinder auch alle Mädchen werden :D Bei mir gilt das für Alle, egal ob Sohn oder Tochter .... aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Einstellung noch, wenn ich selber mal einen Sohn hab, ich hab keine Erfahrung damit .... bin mit 3 Schwestern aufgewachsen ;) Aber von meinem jetztigen Stand her, mach ich da keinen Unterschied ob Mädchen oder Bub.

Spucks
14.05.2007, 22:13
Mein Kind. Womit ich nicht gesagt haben will das du das nicht auch im Zentrum stehen hast. Es hat sich für mich nur anders gelesen im vorigen post.
Natürlich gehts ums Kind, aber trotzdem kann ich meinem Kind nur die Werte vermitteln, die mir selbst wichtig sind, und ich muss entscheiden, wie ich mein Kind erziehen möchte ... ich kann ja schwer mein Kind fragen "Was für ein Mensch möchtest du werden, wie möchtest du leben, und wie muss ich dich erziehen, damit wir deinen Wünschen gerecht werden?" - wär super, geht bloß nicht.

Spucks
14.05.2007, 22:15
@Spucks:

Ich habe weder Dich angesprochen noch steht in meinem Post irgendein Urteil darüber noch steht da was von einem ach soooo lieben Papi oder einem ach sooo bösen Menschen.

Was Du aber rauslesen möchtest um mich dann mit Zwanghaftigkeit zu versehen finde ich fast so spannend wie die Frage die Dich zu Deinem Post veranlaßt hat.

Ah eh

Ich fürchte, daß ist kein zulässiger Umkehrschluß.

Wenn ich einerseits hier lese daß das Kind niemals mit "Waffen" spielen darf, auch nicht mit selbstgebastelten und andererseits von der gleichen Person in anderen Freds lese mit welcher Verachtung und welchem Haß sie vom "Erzeuger" des eigenen Kindes spricht dann entdecke ich den Respekt und die Achtung vor anderem Leben und anderen Menschen leider gar nicht und frage mich, wie sie das dann vorleben wollen.


Du hast das natürlich nicht auf mich bezogen .... wie konnte ich nur so blöd sein und so etwas denken :rolleyes:

axi
14.05.2007, 22:23
Mir geht es darum, dass ich es für eine Verharmlosung halte und deswegen nicht möchte, dass mein Kind damit spielt, es hat niemand gesagt, dass Kinder, die mit Spielzeugwaffen spielen, keine Achtung vorm Leben haben können.

ganz ehrlich - ich finde diese einstellung kindern gegenüber überheblich und stark vereinfachend - ich kann doch nicht die wertevorstellungen eines erwachsenen unreflektiert auf ein kind übertragen.

einerseits wird aktiv zugehört, be- und gesprochen, ich-botschaften werden versendet und das bedürfnis des kindes wird bei jeder gelegenheit erforscht. für schwierige situationen gibt es einfühlsame bücher und genau bei diesem thema - das nebenbei die wenigsten von uns jemals ir betroffen hat, und wovon wir deshalb auch nur theoretisch etwas verstehen - wird erwachsene moral den kindern übergestülpt.

wenn ich dir jetzt sage, es ist für viele kinder ein bedürfnis ihr kindsein auch dadurch auszuleben, unsere welt auch dadurch zu 'begreifen', soziales verhalten zu erlernen, dass sie mit spielzeugwaffen hantieren - und, dass sie davon profitieren, die waffen, wenn fertig bearbeitet, auf die seite legen und nie mehr wieder brauchen werden - bist du wirklich davon überzeugt, dass diese lernarbeit, bei der die 'spielzeugwaffe' nichts anderes ist als werkzeug, wirklich eine verharmlosung darstellt :confused:

jarjar
14.05.2007, 22:44
ok

mag mir bitte jemand erklären was "spielzeugwaffen" sind?

in unserem kinderzimmer finden sich holzschwerter und selbstgestaltete holzschilder, stecken die zu pfeil und bogen umfunktioniert wurden, unzählige stöcke, die vielfältige funktionen haben, aja und helme aus karton finden sich auch noch irgendwo.

dann ist es natürlich so, dass die playmobil wikinger so schwerter und äxte und lanzen haben und die bionicles haben auch so zeugs, u.a. können sie murmeln und kleine frisbees ca. 2m weit schiessen.

und dann haben wir natürlich noch für den sommergartenspass spritzpistolen. (an dieser stelle möchte ich festhalten, dass lustige und waffenferne spritztiere kindern ab einem gewissen alter nur mehr beschränkt freude bereiten - spätestens nämlich dann, wenn die spritzpistole des nachbarkindes 10m weit schiesst, das fröhliche spritztier aber höchstens 2m)
übrigens ist es meines wissens nicht das ziel einer wasserpistolenschlacht andere umzubringen, sondern sie naß zu machen.


so - offensichtlich ist unser kinderzimmer eine rüstkammer.

wie soll ich es mir unter diesen umständen erklären, dass meine kinder fliegen vor dem ertrinken retten und in tränen ausbrechen, wenn bei einer tierdoku ein rehlein gerissen wird?
wieso bloß verstehen meine söhne, dass streit nur dann gut war, wenn man sich danach wieder ordentlich verträgt?
und muss ich jetzt ernsthaft sorge haben zwei kleine terroristen großzuziehen, die ihre verachtung anderen menschen gegenüber mit holzwaffengewalt ausleben?

leute, ganz ehrlich, man kann alles übertreiben.

und von kindern, die in einer welt aufwachsen, in der rundherum mord und totschlag herrscht, in der man ungestraft menschen aufgrund ihrer herkunft zumindest verbal niedermachen darf, in der supermächte fröhlich krieg führen und kriegsberichterstattung ein eigener erwerbszweig ist, wird erwartet auf ihre holzschwerter und spritzpistolen zu verzichten, weil sie sonst keinen respekt vor leben haben können? oweh
:danke:
Respekt, besser kann mans wohl nicht formulieren!

Spucks
14.05.2007, 22:51
ganz ehrlich - ich finde diese einstellung kindern gegenüber überheblich und stark vereinfachend - ich kann doch nicht die wertevorstellungen eines erwachsenen unreflektiert auf ein kind übertragen. Was ist daran überheblich wenn ich sage ich möchte nicht, dass mein Kind mit Waffen spielt?

und genau bei diesem thema - das nebenbei die wenigsten von uns jemals ir betroffen hat, und wovon wir deshalb auch nur theoretisch etwas verstehen - wird erwachsene moral den kindern übergestülpt. Geb dir Recht, es weiß wohl Niemand so wirklich was Genaues darüber ... Keiner kann genau sagen welche Auswirkungen es hat wenn Kinder mit Waffen spielen dürfen, oder wenn sies nicht dürfen, deswegen können wir Alle nur danach handeln, was wir für richtig halten, und während Manche es eben für richtig halten den Kindern Spielzeugwaffen zu kaufen, wenn sie welche möchten, und Andere ihnen zwar keine kaufen, aber es okay finden, wenn sie mit selbstgebastelten Waffen spielen, finde ich eben nichts davon okay.

wenn ich dir jetzt sage, es ist für viele kinder ein bedürfnis ihr kindsein auch dadurch auszuleben, unsere welt auch dadurch zu 'begreifen', soziales verhalten zu erlernen, dass sie mit spielzeugwaffen hantieren - und, dass sie davon profitieren, die waffen, wenn fertig bearbeitet, auf die seite legen und nie mehr wieder brauchen werden - bist du wirklich davon überzeugt, dass diese lernarbeit, bei der die 'spielzeugwaffe' nichts anderes ist als werkzeug, wirklich eine verharmlosung darstellt :confused: Behauptest du das jetzt oder weißt du das? Werkzeug wofür? Welches soziale Verhalten erlernen sie durch Spielzeugwaffen?

Zwergenfee
14.05.2007, 23:53
ich halte auch so überhaupt nix von Waffen - Playmobil mit Waffen, Katapulte geschweigedenn Schwerter...

Schwerter - heute hat meine kleine ein Schwert ins Gesicht bekommen - platzwunde Unter- und oberlippe innen - na wenigstens musste es nicht genäht werden. - Und warum - weil meine Neffen sich gegenseitig mit Brustpanzer - Ritterhemd und schild gegenseitig verdroschen haben.

denke schon dass die welt brutal genug ist - da braucht man sich das nicht auch noch "heranzüchten".

Zwergenfee

Dimple
15.05.2007, 08:32
ich halte auch so überhaupt nix von Waffen - Playmobil mit Waffen, Katapulte geschweigedenn Schwerter...

Schwerter - heute hat meine kleine ein Schwert ins Gesicht bekommen - platzwunde Unter- und oberlippe innen - na wenigstens musste es nicht genäht werden. - Und warum - weil meine Neffen sich gegenseitig mit Brustpanzer - Ritterhemd und schild gegenseitig verdroschen haben.

denke schon dass die welt brutal genug ist - da braucht man sich das nicht auch noch "heranzüchten".

Zwergenfee

Liebe Zwergenfee,

Der große Irrtum ist IMHO, daß man sich etwas heranzüchten oder eben vermeiden kann. Kinder (Mädchen auch - meine Schwester bekam niemals Waffen, bis sie mit Stecken und Lego gekommen ist) spielen mit Autos, Puppen und auch "Waffen", also Pistolen, Schwertern,...

So wie ich die Ansicht vertrete, daß Erwachsene nicht durch brutale Actionfilme brutal werden, glaube ich auch nicht, daß Kinder durch das Spielen mit Spielzeugwaffen den Respekt vor den anderen verlieren und Waffen und Krieg als etwas normales ansehen. Es ist ein Spiel, das manchmal seinen Reiz für das Kind hat und manchmal nicht. Es ist eine Mischung aus Sport und Aggression und Phantasie.

Was Kinder daraus machen, kommt auf das Kind und die Umwelt (Eltern, Freunde, Lebenssituation im allgemeinen) an. Ich glaube sogar, daß das Spielen mit Waffen, der spielerische Kampf durchaus Teil eines vernünftigen und normalen und gesunden Aufwachsens ist und viele von uns, weil wir Kampf aus der Sicht des Erwachsenen, der täglich Nachrichten schaut, sehen, hier vorschnell und über das Ziel hinausschießend tabuisieren. Das Spiel Kampf ist genauso ein Spiel, wie das Spiel Vater-Mutter-Kind. Nur weil dort auch Aggression mitspielt, dürfen wir es nicht verbieten, weil eben die Aggression und der Umgang damit (auch Kampf bis zur Grenze des Gefährlichen, weil eben ja geachtet wird, daß sich der andere nicht verletzt) auch ein Teil der Entwicklung und des Lernens ist.

Ich behaupte, daß es nicht schädlich ist, wenn man einem Kind keine Spielzeugwaffen aufdrängt (also keine Schäden, wenn es nicht Krieg oder Räuber & Gendarm spielen will), aber es ist auch nicht schädlich, wenn das Kind damit spielen will und wir Eltern es ermöglich.

Wir probieren - ich natürlich auch - unsere Erfahrungen und Wertvorstellungen weiterzugeben. Wir geben natürlich auch unsere Ängste weiter. Doch wir sollten uns hüten, Spiele aus der Sicht der Erwachsenen-Welt zu sehen. Das haut einfach nicht hin (mein Sohn kann nur Mutter beim Vater Mutter Kind - Spiel werden, niemals in Realität). Daher sollten wir, im Rahmen des halbwegs ungefährlichen und solange Spielzeugwaffen klar als Spielzeug zu erkennen sind, hier eine Gelassenheit entwickeln.

lg
Dimple

Kiki72
15.05.2007, 10:55
Liebe Zwergenfee,

Der große Irrtum ist IMHO, daß man sich etwas heranzüchten oder eben vermeiden kann. Kinder (Mädchen auch - meine Schwester bekam niemals Waffen, bis sie mit Stecken und Lego gekommen ist) spielen mit Autos, Puppen und auch "Waffen", also Pistolen, Schwertern,...

So wie ich die Ansicht vertrete, daß Erwachsene nicht durch brutale Actionfilme brutal werden, glaube ich auch nicht, daß Kinder durch das Spielen mit Spielzeugwaffen den Respekt vor den anderen verlieren und Waffen und Krieg als etwas normales ansehen. Es ist ein Spiel, das manchmal seinen Reiz für das Kind hat und manchmal nicht. Es ist eine Mischung aus Sport und Aggression und Phantasie.

Was Kinder daraus machen, kommt auf das Kind und die Umwelt (Eltern, Freunde, Lebenssituation im allgemeinen) an. Ich glaube sogar, daß das Spielen mit Waffen, der spielerische Kampf durchaus Teil eines vernünftigen und normalen und gesunden Aufwachsens ist und viele von uns, weil wir Kampf aus der Sicht des Erwachsenen, der täglich Nachrichten schaut, sehen, hier vorschnell und über das Ziel hinausschießend tabuisieren. Das Spiel Kampf ist genauso ein Spiel, wie das Spiel Vater-Mutter-Kind. Nur weil dort auch Aggression mitspielt, dürfen wir es nicht verbieten, weil eben die Aggression und der Umgang damit (auch Kampf bis zur Grenze des Gefährlichen, weil eben ja geachtet wird, daß sich der andere nicht verletzt) auch ein Teil der Entwicklung und des Lernens ist.

Ich behaupte, daß es nicht schädlich ist, wenn man einem Kind keine Spielzeugwaffen aufdrängt (also keine Schäden, wenn es nicht Krieg oder Räuber & Gendarm spielen will), aber es ist auch nicht schädlich, wenn das Kind damit spielen will und wir Eltern es ermöglich.

Wir probieren - ich natürlich auch - unsere Erfahrungen und Wertvorstellungen weiterzugeben. Wir geben natürlich auch unsere Ängste weiter. Doch wir sollten uns hüten, Spiele aus der Sicht der Erwachsenen-Welt zu sehen. Das haut einfach nicht hin (mein Sohn kann nur Mutter beim Vater Mutter Kind - Spiel werden, niemals in Realität). Daher sollten wir, im Rahmen des halbwegs ungefährlichen und solange Spielzeugwaffen klar als Spielzeug zu erkennen sind, hier eine Gelassenheit entwickeln.

lg
Dimple

:goodpost:

Unser Sohn ist ja noch ein kleines Zwutschkerl. Daher hab ich mich vorher noch nicht so wirklich mit der Frage Spielzeugwaffen - ja oder nein - auseinandergesetzt.
Im Laufe dieses Threads hab ich mich jetzt doch mit einigen Meinungen befasst. Meine erste Einstellung: Nein, nie! - hat sich ein bisschen geändert. So wie du es geschrieben hast, find ich es wirklich gut. Diese Vorgehensweise können sich mein Mann und ich auch bei unserem Sohn vorstellen.

PS: Ich hoff ja immer noch ein bisschen, dass sich unser Sohn gar nicht für Waffen interessiert oder sich mit den "selbstgebauten" zufrieden gibt. Ich hab als Mäderl aber auch gegen Monster und Bösenwichte gekämpft und hab mir vorgestellt, ich leb im Wald und muss mir ein Tier erlegen. Warum sollte es Tobias anders machen;).

Michael1976
15.05.2007, 12:15
Hallo!

vorweg...ich bin neu hier und wie man an meinem Nick erkennen kann keine Mutter ;) , dennoch interessiere ich mich brennend für gewisse Themen der Kindererziehung und bin durch Zufall auf dieses Forum..bzw. auch diesen Beitrag gestossen.

Das Thema "Waffen" ist ein sehr heikles..ich weiss das aus eigener Erfahrung da ich und auch meine Frau schon sei vielen Jahren im Sportschiessen mein Hobby gefunden habe.
Vorweg..ich schiesse nicht auf Tiere...und ich habe meine Waffe auch nicht zu Hause lagernd sondern am Schiesstand eingesperrt, zu Hause brauch ich sie ja sowieso nicht.

Jetzt zum eigentlichen Thema.

Ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man Kinder ( ab einem gewissen Alter ) unter Aufsicht das Hantieren mit "Waffen" ( wir sagen lieber Sportgeräte dazu...bzw. auch nicht schiessen sondern "Zielsport" ) schon erlauben kann.
Kinder die Interesse an diesen Dingen haben, können schnell mal "Unfug" machen...Unfug mit einem Luftgewehr das Opa vielleicht irgendwo in der Ecke stehen hat zum "Spatzen schiessen" oder sonstwas kann aber lebensverändernte Auswirkungen haben...für das Kind selbst oder auch für einen unbeteiligten 3ten der unschuldig zum Handkuss kommt...man liest es ja oft genug in div. Zeitungen und ich ärgere mich immer wieder über solche Sachen...

wie gesagt..es liegt mir fern einem Kind den Umgang mit einer "Waffe" nahezubringen...aber wenn das Interesse augenscheinlich da ist, dann sollte man vielleicht Kontakt mit geschulten Leuten suchen und dies in geordnetem Rahmen machen.
Ich habe selbst immer wieder mit zweifelnden Müttern zu tun und freue mich immer wieder wenn ich sie einladen kann damit sie den Ablauf kennenlernen können..und diese dann mit einer ganz anderen Einstellung an die Sache herangehen..

mfg, michael

P.S.: da ich ab 01.07. in Karenz sein werde kann es leicht sein dass ich ab dieser Zeit vermehrt hier schreiben werde...bzw. mich jetzt schon über div. Probleme informieren werde....damit ich dann der Suuuper-Papa sein kann..:)

Soph
15.05.2007, 13:24
axi, was mich persönlich betrifft, hab ich es eh schon erklärt: "aller was einer echten waffe ähnlich sieht".

spielzeug: http://thumbs.ebaystatic.com/pict/1500451094584040_1.jpg

von mir aus auch noch spielzeug:
http://www.bergintoys.com/sp_guns/current/02-311.jpg

spielzeug: http://www.kaleidoshop.de/produktkatalog/produktgrafiken/pocket-line-mini-spritzpistole.jpg



kein spielzeug (obwohl auch so bezeichnet):
http://www.hephaistos.at/images/galerie/kinder_schwert.jpg

kein spielzeug:
http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/39373000/jpg/_39373227_toygun203.jpg

kein spielzeug:
http://411toys.com/airguns/n16a1.jpg

"may provoke an armed response" steht auf den packungen (http://www.shortnews.de/start.cfm?id=582670)
und mögl. reaktionen (http://www.abendblatt.de/daten/2004/06/01/300645.html), reaktionen (http://www.assoziations-blaster.de/blast/Waffe.13.html), reaktionen (http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10490&detailid=304314), ...




.
.
schöner schnuller, über den ich beim googeln gestolpert bin: http://z.about.com/d/queens/1/0/v/4/gunplay.jpg

sane
15.05.2007, 13:45
Mir geht es darum, dass ich es für eine Verharmlosung halte u

Spielzeugwaffen sind aber doch harmlos. :confused:

Spucks
15.05.2007, 13:46
Spielzeugwaffen sind aber doch harmlos. :confused:
Ihr wollts mich einfach nicht verstehen, oder?

Spucks
15.05.2007, 13:52
Ich warte übrigens immer noch auf Antworten ->



Zum Thema "das gehört zu unserer Realität" usw....: Vielleicht gehören Waffen/Gewalt ja genau deswegen immer mehr zu unserer Realität, weil es allgemein akkzeptiert wird ..... schon mal daran gedacht?

Frage an diejenigen, die das mit der "Realität" als Grund nannten, warum ihre Kinder mit (selbstgebastelten) Waffen spielen dürfen: Würdet ihr es auch okay finden, wenn eure Kinder sich nicht mehr "jagen" würden und schießen (ala Räuber-Gendarm oder Cowboy), sondern wenn sie Hinrichtung spielen würden und einer müsste sich hinknien und dann schießt ihm ein Andrer in den Kopf? Oder wenn sie mit einem Plastikschwert köpfen spielen würden? Oder wenn sie foltern oder vergwaltigen spielen würden?
Das gehört nämlich auch Alles zu unserer Realität!

sane
15.05.2007, 13:52
denke schon dass die welt brutal genug ist - da braucht man sich das nicht auch noch "heranzüchten".

Ich glaube nicht, dass die Welt heute wesentlich brutaler ist als früher, ich denke, dass die Medien dafür sorgen, dass wir das glauben. Mord und Totschlag hat es immer gegeben, auch Kriege und Massaker.

Wir sind am Land aufgewachsen: was haben wir Räuber und Gendarm gespielt, Cowboy und Indianer, Ritter, Schmuggler etc. - mit selber gebauten Waffen, mit geschnitzten Stöcken. Es gab immer wieder einmal Platzwunden, Schnitte, Schrammen etc. Aber ein brutaler Gewaltverbrecher ist aus unserer Runde keiner geworden.

Meiner Meinung nach wird heute aus jedem Mist ein Düngerhaufen gemacht, der es den Kindern fast nicht mehr möglich macht, sich frei zu entwickeln.

sane
15.05.2007, 13:54
Ihr wollts mich einfach nicht verstehen, oder?

doch, will ich schon, aber ich halte Spielzeugwaffen für harmlos, also bitte erkläre mir, was daran gefährlich sein soll.