Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie verarbeiten sie es?
Anhängend zu meinem anderen Thema, dass Lena und ich regelmäßige Kämpfe und Riesenstreits wegen dem Eincremen haben: Was mich dabei irritiert - ich bin nach so einem Streit fix und fertig. Wenn sie danach in den Kiga geht (und ich versuch mich dann aber trotzdem immer normal und mit Bussi zu verabschieden) grübel und studier ich den ganzen Vormittag, was ich hätte besser machen können, warum alles wieder so ausgeartet ist. Ich bin richtig traurig und möcht sie eine halbe Stunde später am liebsten wieder vom Kiga abholen und sie ganz fest drücken....
aber scheinbar belastet das Lena so ganz und gar nicht. Zumindest kann sie total schnell umschalten. Vom tieftraurigen "Buhuuu, alles ist so schrecklich" zum unbekümmerten "Hey, ich mal jetzt ein Bild, okay??" sinds oft nur wenige Minuten. Wenn ich später mit ihr über den STreit reden will, hab ich oft das Gefühl, als wüsste sie gar nicht, wovon ich rede, bzw. hat sie gar kein Interesse, dieses Thema nochmal durchzukauen.
Sie steckt das locker weg, zumindest scheint es so. Und ich hab trotzdem panische ANgst, dass sie es nur verdrängt. Obwohl sie sonst ein sehr gesprächiges und offenes Kind ist.
Wie sind eure Kids so, nach einem Riesenkrach?
quakfrosch
07.05.2007, 13:39
meine spricht oft noch tage, wochen oder sogar monate davon. dann erzählt sie, dass sie traurig war und warum, alle details ganz genau (nur wann, sagt sie nicht, alles vergangene ist momentan "gestern")
auch unmittelbar nach so einer situation ist sie anhänglich, braucht viel nähe, bis sie sagt "jetzt gehts wieder", dann ist es wieder gut. aber darüber reden geht dann auch immer noch (mach ich auch immer)
also ganz anders als bei euch.
meine spricht oft noch tage, wochen oder sogar monate davon. dann erzählt sie, dass sie traurig war und warum, alle details ganz genau (nur wann, sagt sie nicht, alles vergangene ist momentan "gestern")
auch unmittelbar nach so einer situation ist sie anhänglich, braucht viel nähe, bis sie sagt "jetzt gehts wieder", dann ist es wieder gut. aber darüber reden geht dann auch immer noch (mach ich auch immer)
also ganz anders als bei euch.
ja, so wie du es beschreibst kenn ichs auch von anderen kindern. aber bei lena hab ich das gefühl: sobald mama wieder "lieb" ist, is alles vergeben und vergessen...
lupinchen76
07.05.2007, 20:25
hallo,
bei nils ist es so, dass es oft auch aussieht wie vergeben und vergessen, aber wir reden abends oft noch einmal über den tag und ich frage ihn sachen wie "was hat dir besonders gut gefallen" oder "hattest du einen schönen tag" oder "warst du auch einmal traurig" bzw. erzählt er es meistens auch ohne fragen (die waren eher so das gerüst als wir angefangen haben, diese gespräche zu führen).
da kommen die dinge dann schon oft wieder und es tut ihm sihctlich gut, darüber zu sprechen. manche dinge bleiben bei ihm hängen an die ich mich nichtmal mehr erinnern kann, wie z.bsp. erwähnt er manch,mal dass ich ihn in opas garten angeschrien habe weil er sich nicht mit sonnencreme einschmieren lassen wollte. das war letzten sommer.
lg
Kathrin ist eher die "Nachtragende". Gleich nach einer Auseinandersetzung scheint alles vergessen. Passiert aber eine ähnliche Situation, dann meint sie schon: "Aber damals hast du ..." und zeigt dabei ein erstaunliches Gedächtnis.
Glaubst Du nicht, dass sie sehr wohl zwischen dem, was Du (ihr an)tun musst, weil sie krank ist und Dir als Person unterscheiden kann? Ich denke, sie ist auf ihre Krankheit wütend, auf diese Creme, auf diese Schmerzen - aber nicht auf Dich. Vielleicht kann sie diesen Konflikt zwischen Euch deshalb gut verarbeiten - weil sie da unterscheidet?
Glaubst Du nicht, dass sie sehr wohl zwischen dem, was Du (ihr an)tun musst, weil sie krank ist und Dir als Person unterscheiden kann? Ich denke, sie ist auf ihre Krankheit wütend, auf diese Creme, auf diese Schmerzen - aber nicht auf Dich. Vielleicht kann sie diesen Konflikt zwischen Euch deshalb gut verarbeiten - weil sie da unterscheidet?
nun ja, das wär zumindest eine erklärung. und es wär natürlich schön so. ich werd das mal genauer beobachten. wie sie reagiert, wenn ich "einfach so" mit ihr streite... allerdings passiert das dann doch eher selten. komisch eigentlich. manchmal denk ich mir, wenn diese krankheit nicht wär, wären wir die harmonischste familie.... :rolleyes: (aber vermutlich gäbe es dann andere dinge, wegen denen sie austickt.... ;) )
ich habe dein anderes posting gelesen.
Ich hab keinen Tip für Dich, wie du die Situation entschärfen könntest.
Wollte Dir aber von meinen Erfahrungen berichten.
Ich leide unter Höhenangst und wenn ich mit einem Sessellift fahre und zB mein Lg eine Bewegung macht - eine ganz harmlose - aber die meine "Angst/Paniik" verstärkt, würde ich ihn am liebsten zum Teufel wünschen. Nur damit ich einen schuldigen habe - es ändert nichts an meinen gefühlen zu ihm.
Wenn ich dann vom Sessellift aussteige, ist alles weg - nein nicht verdrängt, einfach weg. Ich kann es nur schwer beschreiben und auch mir ist es unverständlich, aber so ist es.
Alles Liebe deiner Familie!
Liebe Grüsse
Manuela
Ich schreib Dir dass,
Glaubst Du nicht, dass sie sehr wohl zwischen dem, was Du (ihr an)tun musst, weil sie krank ist und Dir als Person unterscheiden kann? Ich denke, sie ist auf ihre Krankheit wütend, auf diese Creme, auf diese Schmerzen - aber nicht auf Dich. Vielleicht kann sie diesen Konflikt zwischen Euch deshalb gut verarbeiten - weil sie da unterscheidet?
das hab ich mir auch gedacht.
und noch etwas:
meine verhält sich genau wie deine, wenn sie weiß, dass sie ein unnötiges theater gemacht hat.
(wenn ihre scheide z.b. gerötet war und ich sie eincremen wollte hatten wir das des öfteren)
wenn wir wirklich ein problem miteinander haben, erholt sie sich zwar auch schneller als andere kinder, aber halt nicht ganz so ruck-zuck
getern ist mir übrigens auch noch etwas eingefallen (weil die maus plötzlich vor dem zähneputzen auf´s klo wollte, sonst ist es umgekehrt).
manchmal hassen kinder einfach die routine.
vielleicht kannst du das eincremen auf andere uhrzeiten verlegen???
oder sie selbst entscheiden lassen, wann sie am besten damit zurecht kommt...?
nur so eine idee.
lg
toneli
danke für eure antworten. ihr habt recht, in panik reagiert man aggressiv, was sich aber dann nicht gegen die person richtet, sondern vermutlich einfach eine abwehrreaktion des körpers ist. (adrenalin und so... ;) )
ich werd mir eure ratschläge zu herzen nehmen. ich bin erwachsen. kann ja nicht sein, dass ich das nicht hinkriege. :rolleyes:
aber scheinbar belastet das Lena so ganz und gar nicht. Zumindest kann sie total schnell umschalten. Vom tieftraurigen "Buhuuu, alles ist so schrecklich" zum unbekümmerten "Hey, ich mal jetzt ein Bild, okay??" sinds oft nur wenige Minuten. Wenn ich später mit ihr über den STreit reden will, hab ich oft das Gefühl, als wüsste sie gar nicht, wovon ich rede, bzw. hat sie gar kein Interesse, dieses Thema nochmal durchzukauen.
Sie steckt das locker weg, zumindest scheint es so. Und ich hab trotzdem panische ANgst, dass sie es nur verdrängt. Obwohl sie sonst ein sehr gesprächiges und offenes Kind ist.
Wie sind eure Kids so, nach einem Riesenkrach?
wenn ich da von mir oder von Fiona ausgeh, dann seh ich, dass man oft gar nicht auf den anderen böse is, wenn man sozusagen "austickt".
Fiona kriegt hysterische Anfälle, wenn ich nur das Wort "Hustensaft" (oder sonst irgendwelche medizin, sie hatte grade windpocken) hauche, ich brauchs nicht mal Laut sagen. Dann werd ich meist hysterisch, weil ich das gekreische nicht ertragen kann und dann fetz ma uns schon. Es gibt das ganze auch beim Einkaufen, nur weniger Heftig, wenn sie sich einbildet, dass 3 Sachen für sie nicht reichen.
Egal wo, sie steigert sich rein, ich reagier heftig drauf und dann bin ich die böseste Mutter der Welt. Wenns dann vorbei is, dann hab ichs meistens gleich vergessen, sie aber nicht. Ich kann da auch schnell umschalten, sie merkt sich das aber Monatelang, aber wenn wir wieder "gut" sind, dann is sie auch gleich wieder nett, aber sie hält es mir dann regelmässig vor, wenn ich mit ihr geschimpft hab o. ä.. Is ja nicht so, dass ein Kind in dem Alter nicht versteht, was streiten is, lernen sie ja von klein auf ;), is ja kein Weltuntergang.
Also lange Rede, kurzer Sinn: ich glaub, es is einfach Typ-Temperament-Charakterabhängig. Vorallem aber, wie schon oben erwähnt, weiß Lena ja, dass du ihr helfen willst, zb beim eincremen etc. und trotzdem gefällt ihr das nicht. Das würds mir auch nicht, glaub ich. Ich würd genauso schreien :D und wenns vorbei is hätt ich dich noch immer gleich lieb :p
Ich würd genauso schreien :D und wenns vorbei is hätt ich dich noch immer gleich lieb :p
danke! :D
Fiona kriegt hysterische Anfälle, (...). Dann werd ich meist hysterisch, weil ich das gekreische nicht ertragen kann und dann fetz ma uns schon.
klingt so sowas von nach mir! :rolleyes:
klingt so sowas von nach mir! :rolleyes:
das gekreische und gejammere bringt mich nur nicht sofort auf die Palme, wenn ich wirklich einen sehr sehr sehr sehr guten Tag habe. Da halt ich das länger aus. Aber ich glaub, Fiona legts genau darauf an. Wenn ich nämlich nicht sofort (oder ziemlich schnell ;)) reagiere, dann kreischt und nervt sie so lange bis ich reagiere.. :D
Aber ich kenn das noch von mir und meiner Mutter; Die hatte auch manchmal überschwenglich gute Laune. Das hab ich wohl nicht verstanden. Also hab ich so lange genervt und war so lange unausstehlich, bis ich sie wieder auf dem Level hatte, der mir zwar nicht gefallen hab, aber den ich verstanden habe.
;)
ich glaub ja, ich bin viel zu wenig fröhlich, vielleicht daher....
oder aber ein guter alter Machtkampf. Sie hat mich ja damit unter Kontrolle. Wenn sie schon was tun muss, dass sie nicht will, dann nervt sie mich mit dem Geschrei. Dann muss ich nämlich auch etwas aushalten, dass ich nicht möchte.
wird wohl ne kombination aus Beidem sein :)
:hug:
Copyright ©2000-2013, Parents.at Internet Service GmbH.