Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Machtproben??
Hi,
eine Frage in die Runde:
Glaubt Ihr machen Kleinkinder "Machtproben"? Um zu sehen wer der "Stärkere" ist?
bluebaby
05.05.2007, 18:53
nicht nur kleinkinder;) lg blueHi,
eine Frage in die Runde:
Glaubt Ihr machen Kleinkinder "Machtproben"? Um zu sehen wer der "Stärkere" ist?
Trillian
05.05.2007, 18:55
ich würde es nicht als Machtproben bezeichnen. ich denke, dass sie schon sehr früh beginnen ihre Grenzen zu testen.
ich würde es nicht als Machtproben bezeichnen. ich denke, dass sie schon sehr früh beginnen ihre Grenzen zu testen.
Du meinst ihre eigenen Grenzen?
Trillian
05.05.2007, 19:18
Du meinst ihre eigenen Grenzen?
die Grenzen, die man ihnen als Elternteil setzt.
(ist vielleicht dasselbe wie machtproben nur in grün, kanns nur noch nicht genau sagen - sie ist ja noch nicht lange kleinkind)
macht gefällt mir in dem zusammenhang nicht. wie erwähnt, eher "grenzen austesten". wie weit kann ich gehen, was passiert, wenn...
die machtkarte wird (leider) eher von eltern ausgespielt.
machtproben? nein, glaub ich nicht. ichkann mir nicht vorstellen, dass kleinkinder nach macht streben in ihrer elternbeziehung
schauen wer der stärkere ist? klar, hab ich bei meinen ganz deutlich erfahren.
ich bin der überzeugung, dass dies aber im endeffekt die suche nach sicherheit ist, nicht das streben nach macht oder danach der stärkere zu sein.
Ich sag ja, auch wenn mir das Wort "Macht" nicht gefällt. Aber Eltern tun das wohl noch mehr als Kleinkinder.
"Machtprobe" steht ja eh unter Anführungszeichen. :)
Wobei ich es für unwesentlich halte ob man es "Machtprobe" oder "schauen wer der Stärkere ist" bezeichnet.
Aus Wiki: "Macht ist die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, das Verhalten und Denken von anderen Individuen oder Gruppen in ihrem Sinne zu bestimmen."
"Machtprobe" steht ja eh unter Anführungszeichen. :)
Wobei ich es für unwesentlich halte ob man es "Machtprobe" oder "schauen wer der Stärkere ist" bezeichnet.
Aus Wiki: "Macht ist die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, das Verhalten und Denken von anderen Individuen oder Gruppen in ihrem Sinne zu bestimmen."
Mag vielleicht kein besonderer Unterschied sein, aber mir gefällt z.B. "schauen wer der Stärkere ist" viel besser. Das Wort "Macht" hört sich für mich irgendwie so böse an.
ich glaub, sie schauen, ob der gegebene rahmen noch da ist, wo er vorher auch war. oder ob er villeicht plötzlich verhandelbar geworden ist ;)
den seh und empfinde ich weniger als einschränkung, als auch sicherheit und geborgenheit gebend.
lupinchen76
05.05.2007, 23:01
ich habe das gefühl, die kinder testen erst was passiert und dann immer wieder unsere reaktionen - ob sie sich ändern, ob sie gleiche wiederkommt, ob jeder erwachsene auf die gleiche art reagiert,... meine tochter schaltet 64mal den lichtschalter ein und aus bis sie begriffen hat, dass daraufhin immer wieder das licht an oder aus geht und mein sohn versucht 64mal trotz verbots im wohnzimmer fußball zu spielen bis er verstanden hat, dass es wirklich nicht erlaubt ist ;)
OT:
Lupinchen ... die Aussage deines Zwerges in deiner Signatur is genial :D
lupinchen76
05.05.2007, 23:09
OT:
Lupinchen ... die Aussage deines Zwerges in deiner Signatur is genial :D
ja, find ich auch. :D
allerdings hat sie mich ziemlich zum nachdenken gebracht, einerseits weil ich "schlimm" eigentlich nicht verwende und andererseits weil er ja so wie er es gemeint hat, vollkommen recht hat. deshalb hab ich es auch als erinnerung für mich selbst als signatur genommen ;)
Nein - glaube überhaupt nicht an Machtproben oder wie immer man es nennen mag.
Wenn ich meine Kinder beobachte ist es eher so, dass sie ihren unglaublichen Entdeckungsdrang befriedigen wollen und ich komme ihnen dabei leider oft in die Quere und dann kracht es;) .
Aber ich hatte noch nie auch nur ansatzweise das Gefühl, dass sie "stärker" sein wollen als ich.
OT:
Lupinchen ... die Aussage deines Zwerges in deiner Signatur is genial :D
ja, da gibt´s doch ein buch dazu: "als mama noch ein braves mädchen war" :D
Nein - glaube überhaupt nicht an Machtproben oder wie immer man es nennen mag.
Wenn ich meine Kinder beobachte ist es eher so, dass sie ihren unglaublichen Entdeckungsdrang befriedigen wollen und ich komme ihnen dabei leider oft in die Quere und dann kracht es;) .
Aber ich hatte noch nie auch nur ansatzweise das Gefühl, dass sie "stärker" sein wollen als ich.
Du ersparst mir einiges an Tippen :D
Ich bin seit mittlerweile elf Jahren Mutter und hatte noch nie Machtkämpfe auszutragen. Manchmal war es schwer zu verkiefeln, aber da war meine Grundstimmung schon etwas gereizt. Es ist meiner Meinung nach immer nur die persönliche Wahrnehmung. Heute Mittag war ich mit meiner Schwester essen und mein Sohn hat alles, was man ihm vorgesetzt hat, mit einem Wisch vom Tisch gefegt. Er fand es sehr lustig, ich nicht. Meine Erklärung war, dass er selbst schon überreizt, weil müde war. Siehe da, keine fünf Minuten später war er eingeschlafen.
josephine2
06.05.2007, 07:11
ich glaub, sie schauen, ob der gegebene rahmen noch da ist, wo er vorher auch war. oder ob er villeicht plötzlich verhandelbar geworden ist ;)
den seh und empfinde ich weniger als einschränkung, als auch sicherheit und geborgenheit gebend.
:goodpost:
@tilda: :eek::eek::eek: - du lässt also einfach alles passieren ....
@tilda: :eek::eek::eek: - du lässt also einfach alles passieren ....
Nein
Bei mir auch: keine Machtkämpfe, kein Grenzen austesten. Ich sehe Forscherdrang, Interesse; vielleicht Überforderung, schlechte Laune, körperliche Beschwerden; manchmal fehlende Erfahrung und Nicht-Wissen.
Viel eher sehe ich das bei den Erwachsenen in meiner Umgebung, die ihren Kindern aus einem Justamentsstandpunkt heraus den "Herren zeigen".
Ich bin seit mittlerweile elf Jahren Mutter und hatte noch nie Machtkämpfe auszutragen.
Ich seit 17 Jahren und ich hatte sehr wohl Machtkämpfe, die aber immer von mir ausgegangen sind. *schäm*
Aber GsD lernt der Mensch immer weiter - mit meinem jüngsten (5) gibt es keine Machtkämpfe.
Ich seit 17 Jahren und ich hatte sehr wohl Machtkämpfe, die aber immer von mir ausgegangen sind. *schäm*
Aber GsD lernt der Mensch immer weiter - mit meinem jüngsten (5) gibt es keine Machtkämpfe.
;)
Mit meinen Stieftöchtern hatte ich die auch sehr wohl und es war einfach nur aufreibend.
Glücklicherweise hab ich bis zur Geburt meines ersten eigenen Kindes massenhaft Erfahrungen gesammelt, mich elternmäßig weitergebildet, und bin auch etliche Male mit Anlauf angrennt :D
Weiter oben hab ich es eh geschrieben, dass es von meiner eigenen Befindlichkeit abhängt, wie ich das Verhalten meiner Kinder wahrnehme.
Und manchmal gehen sie mir schon ziemlich arg am Wecker.
Sonnensee
06.05.2007, 09:41
Ich glaube, dass Kinder uns und unserer Verhaltensweisen manchmal genauso erforschen, wie den Rest der Umwelt.
An Machtkämpfe glaube ich nicht - eher an Frust, wenn wir unseren Kindern bei ihren Entdeckunsreisen im Weg stehen.
ich bin überzeugt, dass es kindern nicht um macht geht. sie wollen lediglich grenzen spüren, grenzen geben sicherheit.
die eltern machen daraus einen machtkampf.
Ich würd das nicht an einem Wort wie "Machtkampf" festmachen. Wie soll jemand wachsen können, ohne sich zu erproben?
Herumschwimmen in der Theorie tun eh nur wir Erwachsenen, Kinder machen einfach.
Die brauchen keine Erziehungsratgeber zu lesen, keine Mentoren um sie anzuleiten. Sie tun dasselbe wie wir auch, nur roher, ungeschliffener, nicht hinter Floskeln versteckt, sie versuchen ihre Interessen (im ursprünglich biologischen Sinn) durchzusetzen und erweitern gleichzeitig ihren Horizont. Und spiegeln uns dabei selbst...die eigenen Strategien, gefärbt natürlich durch die ureigenste Mentalität des Kindes, aber recht unverkennbar, wenn man sich drauf einlassen möchte und hinschaut.
Ich würd das nicht an einem Wort wie "Machtkampf" festmachen. Wie soll jemand wachsen können, ohne sich zu erproben?
Herumschwimmen in der Theorie tun eh nur wir Erwachsenen, Kinder machen einfach.
Die brauchen keine Erziehungsratgeber zu lesen, keine Mentoren um sie anzuleiten. Sie tun dasselbe wie wir auch, nur roher, ungeschliffener, nicht hinter Floskeln versteckt, sie versuchen ihre Interessen (im ursprünglich biologischen Sinn) durchzusetzen und erweitern gleichzeitig ihren Horizont. Und spiegeln uns dabei selbst...die eigenen Strategien, gefärbt natürlich durch die ureigenste Mentalität des Kindes, aber recht unverkennbar, wenn man sich drauf einlassen möchte und hinschaut.
:goodpost: :danke:
lg axi
Hi,
eine Frage in die Runde:
Glaubt Ihr machen Kleinkinder "Machtproben"? Um zu sehen wer der "Stärkere" ist?
Warum sollten sie das tun?
wenn wir das verpönte 'machtproben' auf 'grenzaustestung' umwandeln können, dann glaub ich auch, dass sie das machen. und ja, meine töchter wollen auch oft mehr als ihnen ihre und meine grenzen erlauben (können).
und nein, es ist nicht aufreibend. es geht auch ohne aufrieb. ;)
nicitier
06.05.2007, 20:03
Vielleicht wollen sie u.a. unsere Grenzen kennenlernen?
An Machtkämpfe glaub ich auch nicht - außer, wenn sie von Eltern ausgetragen werden.
Danke für die Stimmen so weit!!
Ja ich glaube daran, zu sehen wie das Gegenüber reagiert, wieweit kann man gehen ohne Kosequenzen zu erfahren bzw. wer hat den längeren Atem- und ich habs mit dem Großen schon so einiges in dieser Richtung erlebt- er provoziert und fordert heraus- er will seine Erfahrungen machen so wie er will und nicht so wie die vernünftige Mama vorgibt:rolleyes:
karin610
08.05.2007, 14:55
meine beiden machen das auf alle fälle. der kleine zur zeit sogar ständig da er in der trotzphase ist. andré versucht es ab und zu.
Ich würde es zwar nicht so grass bezeichnen, aber es läuft darauf aus, dass einfach ausprobiert wird, wieweit sie gehen können.
ich hab mit nein gestimmt.
ich glaub ich weiss was der auslöser ist, oder ich weiss es nicht, aber ich kenne das auslösende gefühl (ist schon eine weile her als ich das das letzte mal hatte, es ist nicht leicht zu beschreiben):
es kommt vor allem an jenen tagen, an denen man die eine minute himmelhochjauchzend, und die nächste zu tode betrübt ist. an denen man leicht lachkrämpfe bekommt, die dann aber auch in weinkrämpfen enden können. man fühlt sich irgendwie verletzt, tief drinnen, weiss aber oft nicht warum. in diesem gefühlschaos kommt man dann leicht in diese "lästige laune":
man hat das dringende bedürfnis jemanden zu ärgern. und wenn diese laune intensiv ist, dann hört man nicht auf und ärgert ihn bis aufs blut :mad:
man kennt die grenze des anderen, man überschreitet sie bewusst. aber nicht um zu testen ob sie jetzt woanders liegt oder so. es geht auch keineswegs um macht. es geht auch nicht darum den anderen zu verletzen, das ist wenn dann das mittel, aber nicht der zweck.
das hört sich chaotisch an, und das ist es auch. es ist eine (gefühls-)sackgasse, in der man nicht umdrehen kann. man kommt nur raus, wenn man mit dem kopf durch die wand läuft. und ich glaube deswegen ärgert man jemanden, denn dann folgt unausweichlich eine eskalation (vorher hört man nicht auf), und dann ist man hoffentlich draußen, aus dieser unheilvollen sackgasse.
kinder haben viel stärkere gefühlschwankungen, und weniger kontrolle darüber, deshalb geraten sie da öfter rein.
kennt ihr diese laune bei euch nicht (wenn auch vielleicht in abgeschwächter, durch vernunft etwas kontrollierterer form)???
kennt ihr diese laune bei euch nicht (wenn auch vielleicht in abgeschwächter, durch vernunft etwas kontrollierterer form)???
Nein, ich denke nicht, ich kenne schon solche Tage, aber da ziehe ich mich "in mich selber" zurück und hinterfrage den Ursprung dieser Gefühle.
es kommt vor allem an jenen tagen, an denen man die eine minute himmelhochjauchzend, und die nächste zu tode betrübt ist. an denen man leicht lachkrämpfe bekommt, die dann aber auch in weinkrämpfen enden können. man fühlt sich irgendwie verletzt, tief drinnen, weiss aber oft nicht warum. in diesem gefühlschaos kommt man dann leicht in diese "lästige laune":
man hat das dringende bedürfnis jemanden zu ärgern. und wenn diese laune intensiv ist, dann hört man nicht auf und ärgert ihn bis aufs blut :mad:
man kennt die grenze des anderen, man überschreitet sie bewusst. aber nicht um zu testen ob sie jetzt woanders liegt oder so. es geht auch keineswegs um macht. es geht auch nicht darum den anderen zu verletzen, das ist wenn dann das mittel, aber nicht der zweck.
das hört sich chaotisch an, und das ist es auch. es ist eine (gefühls-)sackgasse, in der man nicht umdrehen kann. man kommt nur raus, wenn man mit dem kopf durch die wand läuft. und ich glaube deswegen ärgert man jemanden, denn dann folgt unausweichlich eine eskalation (vorher hört man nicht auf), und dann ist man hoffentlich draußen, aus dieser unheilvollen sackgasse.meiner meinung nach ist es verzweiflung, ein schreien nach hilfe, nach kontakt mit jemandem. was meinst du?
L.
@doubleL: ich weiss nicht. verzweiflung ja, aber primär verwirrung. vielleicht ähnlich dem gefühl bei unvollständigem erwachen (man ist unsicher, weiss nicht wo man ist, hat angst, weiss aber nicht wovor, .. das kann ganz extrem sein, ich glaube mein sohn hat das manchmal: er ist dann nicht ansprechbar und durch nichts zu beruhigen. und dann, von einem moment auf den anderen ist es als wär nix gewesen, als wär er eben erst aufgewacht)?
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