Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sei brav!
Aus gegebenem Anlaß meine Frage: benutzt ihr auch dieses pauschale "sei brav"(in Bezug auf eure Kinder natürlich)? Sei brav sonst passiert das und das.....
Was ist brav???
Ist diese Formulierung auch in Kindergärten oder bei Tagesmütter in Verwendung?
LG und ich hatten gerade eine (noch nicht abgeschlossene) Diskussion darüber.....
Aus gegebenem Anlaß meine Frage: benutzt ihr auch dieses pauschale "sei brav"(in Bezug auf eure Kinder natürlich)? Sei brav sonst passiert das und das.....
Was ist brav???
Ist diese Formulierung auch in Kindergärten oder bei Tagesmütter in Verwendung?
LG und ich hatten gerade eine (noch nicht abgeschlossene) Diskussion darüber.....
Nein, denn ich empfinde das als drohung...
Das Wort brav hat eigentlich auch irgendwie einen negativen beigeschmack für mich :rolleyes: , ist wahrscheinlich ein überbleibsel aus der eigenen kindheit :rolleyes: ...
meine tochter ist zwar erst 14 monate alt, aber "sei brav" hab ich noch nie zu ihr gesagt, höre es aber bei anderen sehr sehr oft! ich kann es auch nicht leiden wenn immer gefragt wird "ist sie eh brav?" "schläft sie auch schön brav?" und vor allem "sei brav, sost passiert dies oder das..." damt kann ich überhaupt nichts anfangen. wenn mein kind etwas tut, das nicht okay ist, dann spreche ich es auf dies speziell an und sage ihr, dass sie das nicht machen darf, weil es z.b. gefährlich ist oder sonstwas.... ch finde "sei brav" einfach nicht angebracht. mir fällt keine situation ein, in der ich es gebrauchen könnte.
und: was ist "nicht brav" ? das interessiert mich schon lange :D alles, was aus der reihe tanzt wahrscheinlich. nur: was ist die reihe? ;)
lso ich mag das wort "brav" überhaupt nicht, ich kenn es auch aus meiner kindheit nicht - höchstens von irgendwelchen tanten, die sich hie und da mal einmischen wollten.
lg :winken:
Danili1980
03.05.2007, 16:12
Dieser Thread interessiert mich. Wollt selber schon einen aufmachen über das Wort "brav".
Frag mich nämlich auch, was es eigentlich bedeutet. Ist nämlich irgendwie ein eigenartiges Wort. Und ausserdem, was sagt es aus?
Ständig fragen die Leute: ist er eh brav? isst er brav, schläft er brav,...
Meine Schwiegis dasselbe. Wenn er was isst, sagens ständig (jetzt nimma :D ), brav tust essen. Ja und wenn er nichts essen möchte, ist er dann böse oder was?
meine gören sind alle "brav"
brav ist für mich alles was meine kids tun
schlimm wären sie nur dann wenn sie bewusst und absichtlich zerstörung und chaos organisieren. und da sie das meiner meinung nach noch nie getan haben (und hoffentlich auch niemals tun werden) sind sie immer brav:D
Dinimama
03.05.2007, 16:54
ich denke "brav" ist alles, was der norm entspricht, oder halt das, was diverse leute für die norm halten.
zb dass babies mit vier wochen durchschlafen, mit einem halben jahr ein ganzes glaserl leeren, nach dem trinken immer aufstossen, alle anlachen,.....
oder kinder, die bitte und danke sagen, grüßen, an der hand gehen, sofort tun, was die erwachsenen ihnen sagen, anstandslos ins bett gehen, keine frechen antworten gehen, ......
.....eben alles, was die meisten kinder halt so tun, oder?????;)
(ich find die frage "na, bist du auch brav?" vor allem bei babies total blöd!)
Nein, ich vermeide das Wort "brav" & "schlimm" so gut es geht.
Sonnensee
03.05.2007, 17:31
"Sei brav" klingt für mich gleich, wie "sei angepasst". oder "Benimm dich so, wie es für uns Erwachsene am angenehmsten ist" :rolleyes:
Ich mag diese Phrase nicht.
Nein, ich vermeide das Wort "brav" & "schlimm" so gut es geht.
ebenfalls!
ich hab die floskel "sie brav" als kind schon nicht verstanden. ich bin doch brav, ich spiel doch nur mit den buntstiften (kann ich was dafür, dass auf dem tisch kein papier liegt?).
oder "du bist schlimm". warum war ich schlimm? ich hab ja nur den kübel ausgeleert, weil der voll war (als beispiel ;)).
ich sag eher so sachen, wie "das find ich jetzt anstrengend" oder "das geht mir auf die nerven" bei negativen dingen. oder ich sage konkret, welches "benehmen" ich jetzt gern hätte.
christine49
03.05.2007, 17:59
brav sagt eigentlich nichts genaues aus, es ist viel zu allgemein, aber grad kinder brauchen sehr klare aussagen.
wenn du einem kind sagst sei brav und grüße immer freundlich, wäre es sinnvoller zu sagen
"ich finde es gut, dass du andere menschen so freundlich grüßt, jeder freut sich und grüßt auch gerne zurück"
aber komischerweise sage ich auch ich habe brave tageskinder.
irgendwie hab ich dieses wort von meiner kindheit übernommen.
zu den kindern selbst sag ich aber nicht du warst brav, da sag ich eher sowas wie das war jetzt lieb von dir, das hast du super gemacht oder so ähnlich halt.
lg christine
Martina333
03.05.2007, 18:09
das Wort kommt einfach aus den früheren Generationen.
Ich hab das sehr oft gehört, bin damit aufgewachsen, und ertappe mich immer wieder, dass ichs zu meiner Tochter sage.
Es ist schwer, den Kreislauf zu unterbrechen. Die meisten Dinge, die man selbst erfahren hat, macht man einfach automatisch.
Brav ist so ein Wort wie folgen. Nur folgen ist für mich noch mehr negativ behaftet, das verwende ich nie.
Schlimm sagen wir auch selten.
Wir sagen oft frech, dass ist aber auch eher im Spaß.
zb am Wochenende. Ich war unterwegs mit beiden Kindern beim Maibaumaufstellen, mit Wagerl für die Kleine, nur dass sie nicht im Wagerl sein wollte. Also hab ich Jasmin getragen, in der andren Hand den Kinderwagen, keine Hand für Franziska.
Vermutlich hab ich da zu ihr gesagt, geh bitte jetzt brav da auf der seite und halt dich beim kinderwagen an, damit dir nichts passiert, weil da können Autos kommen.
Jetzt wär ich auch versucht gewesen, aber dank des Threads eben ;)
Sie war heut bei der TM, hat danach nicht geschlafen, und da ists dann immer sehr schwierig, weil sie komplett überdreht ist, und kaum zu bremsen.
Sie macht dann einen Blödsinn nach dem andern. Als ich Jasmin vorhin gestillt habe, musste ich 3 mal unterbrechen, weil sie immer was andres gemacht hat.
Da wollte ich dann auch fast schon genervt sagen, bitte sei jetzt die 10 Minuten einfach brav, dann können wir eh rausgehen schaukeln (das wollte sie nämlich)....
Ich mein das dann nicht bös, und sicher auch nicht, dass sie irgendeiner norm entsprechen soll, ich bin selbst gegen genug dieser normen. Ich weiß auch, dass ich nicht "schubladisieren" (eigenkreation) soll. In kategorien wie schlimm und brav einteilen.
Ist auch nicht der fall.
Nur bei manchen situationen ist das "brav" einfach total verinnerlicht, weil eben selber nun mal 18 jahre damit aufgewachsen.
(Es gab aber eher nicht: Wenns nicht brav bist dann.... sondern meist die bitte oder aufforderung "brav" zu sein.)
Mir fehlen scheinbar manchmal einfach die ideen, was ich statt brav nun sagen soll.
LG Martina
Ich mag die Wörter brav, schlimm und folgen nicht. Das klingt fürchterlich nach Anpassung und den Erwartungen anderer entsprechen. Das ist nicht das Ziel, das ich verfolge, ein angepasstes Kind zu haben, das sich möglichst unauffällig verhält.
Eine (noch kinderlose) Freundin hat letztens gemeint "Der E. is echt brav.." Ich darauf: "Ja, er ist wirklich.... ööööhm... kooperativ!" Zu viel Juul gelesen? :D
Man sollte nicht für möglich halten, ab welchem Alter Kinder schon in die Brav-Schlimm-Kategorie eingeordnet werden. Das passiert schon Ungeborenen. :rolleyes:
lg
paprika
nicitier
03.05.2007, 21:25
... oder dann bei/nach der Geburt. Ich hab mal gehört, dass ein Baby "stur" war und deshalb die Geburt so lange gedauert habe.
Oder dass ein paar Tage altes Baby "zornig" ist.
Ist dann wahrscheinlich die gleiche Kategorie von Eltern, die ernsthaft befürchten, dass sie ihre Babys verwöhnen können (mit Körperkontakt, Herumtragen oä.) :confused:
Ich verweise dann immer bei Gelegenheit gerne auf unsere Tochter, die ja alle so süß und lieb, sozial und "super" finden und frage, ob das ständige Tragen und ständige Aufmerksamkeit quasi Verwöhnen ihr denn geschadet hätten? Irgendwie sehen viele nicht den Zusammenhang zwischen dem einen und dem Verhalten 1-2 Jahre später.
Also ich ertappe mich doch immer dabei das ich meinen Kind nach dem Kinderarzt sage wie brav und super sie nicht wahr und das sie das ganz toll gemeistert hat. Auch wenn sie erst so klein ist;) Jedoch würde es mir nie in den Sinn kommen das ich zu ihr das Gegenteil sage, nämlich das sie "schlimm" war oder ist. Ich denke man sollte das Wort "brav" nicht zu wörtlich nehmen. Meine Oma hat mich das als Kind immer wieder gefragt und klar hab ich jedesmal gesagt "sicher bin ich brav" *gg* doch sie hat nie zu mir oder zu wem anderen gesagt das ich schlimm bin bzw. gewesen wäre. Ich benutze das Wort "brav" als Lob---ich hoffe das dass nicht sehr schlimm ist:)
lupinchen76
03.05.2007, 21:41
ich benutze "brav" und "schlimm" so gut wie nie. wobei, seit mein sohn etwas älter ist und hartnäckig um seine autonomie kämpft:), kommen mir die worte schon manchmal in den sinn.
und er selber weiß offenbar auch (von großeltern, anderen, aus büchern,...) was sie bedeuten sollen, denn manchmal benutzt er sie selber- siehe signatur. ich habe ihm vorher gesagt, dass ich keine lust habe, den boden zu putzen weil überall essen liegt und keinewegs mit ihm geschimpft und dann kam das...;)
lg
ich benutze "brav/schlimm/folgen" nie.
wenn mir ein verhalten gefällt oder nicht gefällt, dann beschreibe ich das verhalten (und versuche auch ihre auswirkung auf mich oder andere menschen und gefühle, die sie bei mir verursachen zu beschreiben -> 3-teilige ich-botschaft) .
egal ob es um menschen im kinder- oder erwachsenenalter geht.
warum ich es mir dabei leicht tue?
wahrscheinlich weil ich diese worte nicht hören kann, weil wir es beide so machen, weil viele menschen die ich kenne, es auch so machen, weil ich den gordon mehrmals gelesen habe, weil ich das gordon-training gemacht habe, weil ich die montessori-asubildung mache, weil meine tochter (ab 20 monate) montessori-spielgruppe besuchte und jetzt in einem kinderhaus ist...
lg L.
Tinilein
04.05.2007, 09:05
Vor allem in Bezug auf Babies find ichs recht *witzig* .... wenns da ins Wagerl reinschaun und fragen: "Und ist sie eh recht brav??" :D
Die Wörter "Brav" und "Schlimm" kennt Sarah eh nur von den Grosies :rolleyes:
lg,
tini
lupinchen76
04.05.2007, 09:14
Vor allem in Bezug auf Babies find ichs recht *witzig* .... wenns da ins Wagerl reinschaun und fragen: "Und ist sie eh recht brav??" :D
ja, das hat mich auch immer ganz narrisch gemacht.:D
seit mein sohn älter ist und bei manchen dingen eine klare vorstellung davon hat, was von ihm erwartet wird, finde ich die bezeichnungen schon eher zulässig, aber eben auch nicht wirklich und nur in ganz wenigen situationen.
ist für mich einfach ein veralteter ausdruck, eine oberflächliche bezeichnung, die nicht hinter die gründe für das verhalten schauen lässt.
hm... ich sag zu flo abends immer, dass er heute sehr brav war und ein total liebes kerlchen ist.
er freut sich jeden abend wie ein wahnsinniger da drüber...
allerdings hab ich noch nie gesagt, dass er nicht brav ist, oder brav sein muss...
aber meine mutter hat das zu uns abends auch immer gesagt, dass wir einen tollen tag hatten u wir alle brav waren u lieb - egal was für blödsinnigkeiten wir zwischendurch angestellt hatten u aus dem grund sag ichs auch..
wir haben uns damals immer sehr gefreut, dass wir brav waren, trotz aller der "schlimmen sachen" *g*
was ich zu flo hin und wieder sag ist: "flo, du musst schon folgen!" *g* weiß nicht, ob das sinn macht. :D er hält dann zumindest inne u hört mir zu. :D :D
Melody22
04.05.2007, 10:43
also ich sag schon, das sie dieses und jenes brav macht, und wenn sie die kleine sikiert oder sachen schmeisst, das es nicht brav ist.
ich finde, brav und schlimm sind keine tabuwörter, man muss nur schaun das man sie richtig einsetzt und nicht nur schimpft sondern viel lobt, und versucht so gerecht wie möglich zu sein und gute werte zu vermitteln.
achja, wenn tanja mal topfi war (was selten ist) sagt sie selber:
brav eini glutelt (wortwörtlich)
und wenn sie was anstellt, sagt sie gleich: will brav sein!
lg
daniela
ich finde, brav und schlimm sind keine tabuwörter, man muss nur schaun das man sie richtig einsetzt und nicht nur schimpft sondern viel lobt, und versucht so gerecht wie möglich zu sein und gute werte zu vermitteln.es interessiert mich, ob du mit allen menschen so kommunizierst?
lg L.
hm... ich sag zu flo abends immer, dass er heute sehr brav war und ein total liebes kerlchen ist.
er freut sich jeden abend wie ein wahnsinniger da drüber...
allerdings hab ich noch nie gesagt, dass er nicht brav ist, oder brav sein muss...
was bedeutet für dich genau die bezeichnung "brav"?
lg L.
okay ich verwende häufig brav und schlimm eigentlich nicht.
Auch Sarah fragt mich , ob sie brav war - komischerweise wiederhole ich auf welche Taten ich stolz bin und wenn sie meint sie war heute schlimm, dann sage ich meist nein schlecht aufgelegt oder zuwenig geschlafen.
Einige Bekannte meinen meine Tochter wäre anstrengend oder gar schlimm - meisten sage ich aber nein sie ist eine Grenztesterin - sie testet meine Grenzen und Ihre *ggg*
Nunja auf zur Bücherei ich brauch noch mehr input *ggg*
was bedeutet für dich genau die bezeichnung "brav"?
lg L.
kann ich mit einem wort nicht beschreiben...
es ist einfach unser abendritual, dass ich ihm sag, dass ein total braver, lieber flo ist, und dass ich ihn lieb hab und dass unser tag toll war.
es ist also einfach ein kompliment für ihn - ich weiß ja nicht, wie er das auffasst - aber er hört es jeden tag von mir - egal was für streiche er ausgeheckt hat u so seh ich das als nicht schlimm an...
wie schon gesagt, ich habs genosssen, dass meine mutter jeden abend fand, dass wir brav u lieb und weiß der teufel was sind - das hat gut getan - in den augen unserer mutter brav zu sein - obwohl wir eigentlich unfug getrieben hatten...
ich kann dir leider nicht erklären was bei uns brav bedeutet... :rolleyes:
Sonnensee
04.05.2007, 13:34
und wenn sie was anstellt, sagt sie gleich: will brav sein!
Das hat mich jetzt ehrlich gesagt etwas erschreckt.
Warum oder wemzuliebe möchte sie brav sein?
Das erinnert mich ein wenig daran, dass ich als Kind einmal das Gefühl hatte, nicht geliebt zu werden, weil ich etwas angestellt hatte.
Ich hatte das Bedürfnis die Liebe zurückzugewinnen, indem ich immer wieder versichert habe "brav" zu sein (den Anforderungen, die in einer gewissen Situation an mich gestellt wurden, zu entsprechen, auch wenn sie gegen mein Naturell waren). :(
Physalis
04.05.2007, 13:46
"Brav" verwende ich höchstens beim Hund.
Es ist ja eine gute Frage, ob und wie weit Kinder entsprechen sollen.
Einerseits sollen sie sich selbst motivieren können, sich spüren, also nicht nur nach Lob heischen.
Andererseits sollen sie in manchen Situationen schon entsprechen(Schule, in gewissen Situationen später am Arbeitsplatz).
"Brav" verwende ich höchstens beim Hund.
"Brav sein, leise sein, aufpassen!" :D
Sorry (vielleicht unpassend) aber genau das ist mir beim Titel dieses Threads eingefallen....
ich verwende brav/schlimm/folgen auch nie. für mich sind das sehr negativ behaftete ausdrücke. solche, die eher für zirkuspferde oder hunde passen. mein kind ist ein gleichwertiges familienmitglied, der braucht nicht zu spuren.
und ich will ja selbst auch nicht nach den attributen brav oder schlimm beurteilt werden! ;)
Eine (noch kinderlose) Freundin hat letztens gemeint "Der E. is echt brav.." Ich darauf: "Ja, er ist wirklich.... ööööhm... kooperativ!" Zu viel Juul gelesen? :D
:D :D :D
brav/schlimm kommt in meinem sprachwortschatz so gut wie nicht vor
es ist auch eines der wenigen "worte" wegen derer ich mich manchmal dazu hinreissen lasse zum prinzipienreiter zu werden wenn jemand anderer mein kind brav "schimpft"
ich verwende brav/schlimm/folgen auch nie. für mich sind das sehr negativ behaftete ausdrücke. solche, die eher für zirkuspferde oder hunde passen. mein kind ist ein gleichwertiges familienmitglied, der braucht nicht zu spuren.
und ich will ja selbst auch nicht nach den attributen brav oder schlimm beurteilt werden! ;)
ich stell mir grade vor, wie ich jetzt dann meinem Mann entgegenwerfen werde, daß er soooo brav ist, weil er früher als geplant heimkommen wird :) . "brav bist, gut hast das gmacht ".
ich bekam auch nie eine Antwort, wenn jemand fragte ob er brav schläft oder trinkt und ich nachhakte, was dies zu bedeuten habe.
Es ist einfach ein veraltetes Wort, würde es zu folgsam einreihen.
Aurora76
08.05.2007, 08:55
kann ich mit einem wort nicht beschreiben...
es ist einfach unser abendritual, dass ich ihm sag, dass ein total braver, lieber flo ist, und dass ich ihn lieb hab und dass unser tag toll war.
Ich sag meinem Kleinen auch oft, dass ich ihn lieb hab, was ich allerdings problematisch finde ist, es in ZUsammenhalng mit brav zu stellen.
Ein Kind könnte kombinieren "Wenn ich nicht brav bin, hat mich die Mama nicht mehr lieb"
Du sagst selber, dass du nicht genau weißt, was brav für dich bedeutet. Noch viel weniger kannst du wissen, was dein Sohn darunter versteht.
kann ich mit einem wort nicht beschreiben...
es ist einfach unser abendritual, dass ich ihm sag, dass ein total braver, lieber flo ist, und dass ich ihn lieb hab und dass unser tag toll war.
Ich sag meinem Kleinen auch oft, dass ich ihn lieb hab, was ich allerdings problematisch finde ist, es in ZUsammenhalng mit brav zu stellen.
Ein Kind könnte kombinieren "Wenn ich nicht brav bin, hat mich die Mama nicht mehr lieb"
Du sagst selber, dass du nicht genau weißt, was brav für dich bedeutet. Noch viel weniger kannst du wissen, was dein Sohn darunter versteht.auch meine meinung.
"brav" und "lieb" ist bewertung einer anderen person, "ich liebe dich" sind eigene gefühle.
lg L.
brrrr...
bin sonst schon eher auf der konservativen seite und durchaus der meinung, daß ein kind ab und zu folgen muß, aber genau dieses pauschale "sei brav" kann ich überhaupt nicht leiden. fehlt nur noch der nachsatz "sonst hat man dich nicht lieb". das ist für mich irgendwie eine implizite aufforderung zum anpassen zund selbstverleugnen. außerdem kann ein kind in den wenigsten fällen was damit anfangen, wenn, dann braucht es doch eher konkrete aufforderungen, was es tun oder nicht tun soll.
Kiki1982
08.05.2007, 13:35
wenn leute mit dem satz "ist sie eh brav?" oder "schläft sie eh brav" ankommen, dann wissen sie halt momentan nicht, was sie anderes sagen sollen oder welches wort sie anstatt "brav" verwenden sollen!
einmal hab ich einen bitterbösen blick von einer dame bekomme, die sich über mein wagerl beugte und eben sagte "schlooooofts eh braaaav?"
ich meinte nur im übertriebenen ton: "na klar schlooooofts brav....... (und dann im normalen ton) "aber selbst wenn sie keine 10 stunden schlafen würde... dann wär sie ja auch nicht schlimm!!!"
das hat sie momentan nicht verstanden!
naja.. für mich ist der satz "schlafts eh brav" eh eine floskel... mehr auch nicht! ich nehm das gar nicht so wirklich ernst!
ein 4 monate altes baby, kann ja meiner meinung nach nicht schlimm sein! wie soll den das gehen??? :rolleyes: :D
:winken:
Ich verwende es schon ab und zu, aber mehr als Erinnerung daran was die Kosequenzen sind wenn er sich nicht benimmt ( und mit 4,5 weiß er sehrwohl worauf ich hinaus will)- wenn jemand zur Kleinen mit 6 Monaten sagt sie ist brav, sag ich immer: ja sie kann halt noch nicht reden und hat derzeit eine sehr angenehme Phase!
da ich so sensibel auf dieses "brav" und "schlimm" reagiere fühle ich mich quasi schon verfolgt davon :D
erst heute wieder auf dem markt. wir kaufen für sohn (3) pistazien. er wird ungeduldig - aber alles im rahmen. die verkäuferin:"wennst nicht brav bist, wird dir die mama keine pistazien geben".
oder im kiga "sie ist eine ganz brave"
schule "die braven kinder...." und die "schlimmen kinder"
ich HASSSSE diese Form der hirnlosen und unüberlegten stigmatisierung und sie kann tatsächlich die entwicklung von kindern beeinträchtigen, die diese etiketten immer wieder aufgeklebt bekommen!:mad:
so, jetzt hab ich meine wut rausgeschrieben :cool:
ich mag die wörter auch nicht. noch schlimmer find ich "folgen". ich ertappe mich trotzdem immer wieder dabei, daß ich das verwende. besonders in situationen, wo ich mich am liebsten zerreissen sollte und "folg!" schneller ist als "lauf nicht vor, lauf nicht auf die strasse und gib mir endlich die hand, hier ist es gefährlich (wie bereits x mal wiederholt)". :rolleyes:
auf die "ist's brav?" frage - besonders auf's baby bezogen, sag ich meistens nur "ja, sie ist ein baby/kind".
ich mein "sie ist ein baby" bzw. "kind" ist da eh selbsterklärend.
brav klingt nach dressiertem hund für mich.
ich mag die wörter auch nicht. noch schlimmer find ich "folgen". ich ertappe mich trotzdem immer wieder dabei, daß ich das verwende. besonders in situationen, wo ich mich am liebsten zerreissen sollte und "folg!" schneller ist als "lauf nicht vor, lauf nicht auf die strasse und gib mir endlich die hand, hier ist es gefährlich (wie bereits x mal wiederholt)". :rolleyes:
mir gehts ganz gleich- obwohl ich diese worte eigentlich ablehne, gebrauche ich sie immer wieder in stress- und gefahrensituationen. obwohl ich versuche, nach gordon vorzugehen , schaffe ichs nicht, dabei ich-botschaften zu formulieren und kippe immer wieder in diese eigenartig altmodische sprache. irgendwie hör ich mich dabei an wie meine eigene oma :o
zum glück versteht mich p wenigstens :D
auch meine meinung.
"brav" und "lieb" ist bewertung einer anderen person, "ich liebe dich" sind eigene gefühle.
lg L.
aber ...
ich sag zu flo jeden tag dass er lieb und brav ist und dass ich ihn lieb hab u wir einen tollen tag hatten.
und glaubt mir, er ist nicht jeden tag "brav" aber das muss er ja gar nicht wissen.
ich habs eh vorhin schon versucht zu erklären: meine mutter hat zu uns jeden abend gesagt, dass sie uns lieb hat u wir ganz tolle und brave kinder sind. u bitte, wir waren verdammt schlimm u laut u raunzerig u fragt mich nicht was.
und es war soooo gut zu wissen, dass uns unsere mutter trotzallem lieb hat u uns als brave kinder ansieht!!!
was auch immer wir uns unter brav ausgedacht haben - es war schön zu hören, dass man am ende eines langen tages "positives feedback" bekommt.
und wenn sie gesagt hätte: ihr wart heute sehr kooperativ und freudlich und aufgeschlssen und unproblematisch... hätt ich das damals ja noch nichtmal verstanden (außer das freundlich)
so bekommt flo jeden abend ein brav und lieb und toll hingeknallt, das er mit seinen 2,5 jahren positiv einordnen kann (wie auch immer die genaue bedeutung davon ist)
und positiv deshalb - weil ich immer nen postiven tonfall drauf hab. und nicht, weil ich ihm erklärt hab, dass brav gut und schlimm schlimm ist.
schlimm gibts bei mir auch nicht und nicht brav auch nicht und sei brav auch nicht.
mein kind hat wegen dem bestimmt keinen schaden, sondern es ist unser ritual. Punkt.
und glaubt mir, er ist nicht jeden tag "brav" aber das muss er ja gar nicht wissen.
Was ich nicht verstehe, warum muss man das bewerten oder benennen, wie ein Kind ist oder den Tag über war? Warum kann es nicht einfach so sein, wie es ist, ohne das zu kommentieren oder in irgendeine Schublade zu stecken, auch wenn es eh immer die positive ist?
Wenn dein Sohn ein "BRAV hingeknallt kriegt, das er positiv einordnen kann", dann schwingt ja irgendwie mit, dass Bravsein ein erwünschter und erstrebenswerter Zustand ist, sonst würd er's ja nicht positiv einordnen. Damit kann ich nicht viel anfangen...
lg
paprika
Was ich nicht verstehe, warum muss man das bewerten oder benennen, wie ein Kind ist oder den Tag über war? Warum kann es nicht einfach so sein, wie es ist, ohne das zu kommentieren oder in irgendeine Schublade zu stecken, auch wenn es eh immer die positive ist?
Wenn dein Sohn ein "BRAV hingeknallt kriegt, das er positiv einordnen kann", dann schwingt ja irgendwie mit, dass Bravsein ein erwünschter und erstrebenswerter Zustand ist, sonst würd er's ja nicht positiv einordnen. Damit kann ich nicht viel anfangen...
lg
paprika
ich kann heut nicht mehr ganz so gut denken *gg* aber , ich mach das einfach so, weil es meine mutter so gemacht hat u mir das immer ein total gutes, schönes, warmes, wohliges gefühl vermittelt hat.
wir kinder haben damals einfach nicht über die bedeutung der einzelnen wörter nachgedacht u wenn sie so mit uns kuschelnd u leise und lieb zu uns gesagt hätte, dass wir den ganzen tag "idioten" gewesen sind, hätten wir wohl irgendwann gedacht, dass "idioten" was ganz tolles und interessantes u liebes ist. einfach, weil das ganze rundherum einfach toll war.
weil mir dieses schlafengeh-ritual so gut getan hat, will ich das bei meinem sohn auch so machen.
aber ...
ich sag zu flo jeden tag dass er lieb und brav ist und dass ich ihn lieb hab u wir einen tollen tag hatten.
und glaubt mir, er ist nicht jeden tag "brav" aber das muss er ja gar nicht wissen.
ich habs eh vorhin schon versucht zu erklären: meine mutter hat zu uns jeden abend gesagt, dass sie uns lieb hat u wir ganz tolle und brave kinder sind. u bitte, wir waren verdammt schlimm u laut u raunzerig u fragt mich nicht was.
und es war soooo gut zu wissen, dass uns unsere mutter trotzallem lieb hat u uns als brave kinder ansieht!!!
was auch immer wir uns unter brav ausgedacht haben - es war schön zu hören, dass man am ende eines langen tages "positives feedback" bekommt.
und wenn sie gesagt hätte: ihr wart heute sehr kooperativ und freudlich und aufgeschlssen und unproblematisch... hätt ich das damals ja noch nichtmal verstanden (außer das freundlich)
so bekommt flo jeden abend ein brav und lieb und toll hingeknallt, das er mit seinen 2,5 jahren positiv einordnen kann (wie auch immer die genaue bedeutung davon ist)
und positiv deshalb - weil ich immer nen postiven tonfall drauf hab. und nicht, weil ich ihm erklärt hab, dass brav gut und schlimm schlimm ist.
schlimm gibts bei mir auch nicht und nicht brav auch nicht und sei brav auch nicht.
mein kind hat wegen dem bestimmt keinen schaden, sondern es ist unser ritual. Punkt.
Das passt schon so!:hug:
Es ist euer Ritual. Dein Floh und du ihr seid glücklich dabei!
Ich hab mich mit "brav" eigentlich erst auseinandergesetzt, als die Fragen kamen: "Schloft er eh brav?" :rolleyes:Wie kann man "brav" schlafen? Man schläft etweder gut oder schlecht. Wobei diese Bezeichnungen nicht den Schläfer sondern die Schlafqualität meinen.:D Ich schlafe übrigens schon seit der Frühschwangerschaft nicht mehr "brav":o. Mein GG weiß ein Lied davon zu singen.
Leuten, die fragen: "Is er brav?" (mein Sohn ist grade mal 9 Monate), geb ich die Antwort: "Jo, sehr brav!" wenns Fremde sind. Sinds Bekannte, sag ich: "Na! ER ist so schlimm!" Dabei roll ich mit den Augen und zähle alle Dinge auf, die Babys in seinem Alter halt so machen. Dann erklärens mir immer, dass das eh so gehört. Das find ich lustig!
Zu Floh: Ich denke, man sollte dieses Abendritual nicht so "überbewerten" und zerpflücken. Sie verwendet es ja nicht im "Sei-Brav, sonst..." Modus. Es ist einfach ein Ritual. Sie bewertet sein Verhalten ja auch nicht damit. Sonst käme ja das Wort "schlimm" auch vor.
Und ich komme jetzt nicht mit der "Gute Mutter - Schlechte Mutter"-Keule. Die mag ich nämlich selber nicht. Möchte aber schon anmerken, dass man nicht Dinge hineininterpretieren sollte, die da meiner Meinung nach nicht sind!;)
Tinilein
10.05.2007, 07:28
Ich hab mich mit "brav" eigentlich erst auseinandergesetzt, als die Fragen kamen: "Schloft er eh brav?" :rolleyes:Wie kann man "brav" schlafen? Man schläft etweder gut oder schlecht. Wobei diese Bezeichnungen nicht den Schläfer sondern die Schlafqualität meinen.:D Ich schlafe übrigens schon seit der Frühschwangerschaft nicht mehr "brav":o. Mein GG weiß ein Lied davon zu singen.
Leuten, die fragen: "Is er brav?" (mein Sohn ist grade mal 9 Monate), geb ich die Antwort: "Jo, sehr brav!" wenns Fremde sind. Sinds Bekannte, sag ich: "Na! ER ist so schlimm!" Dabei roll ich mit den Augen und zähle alle Dinge auf, die Babys in seinem Alter halt so machen. Dann erklärens mir immer, dass das eh so gehört. Das find ich lustig!
Zu Floh: Ich denke, man sollte dieses Abendritual nicht so "überbewerten" und zerpflücken. Sie verwendet es ja nicht im "Sei-Brav, sonst..." Modus. Es ist einfach ein Ritual. Sie bewertet sein Verhalten ja auch nicht damit. Sonst käme ja das Wort "schlimm" auch vor.
Und ich komme jetzt nicht mit der "Gute Mutter - Schlechte Mutter"-Keule. Die mag ich nämlich selber nicht. Möchte aber schon anmerken, dass man nicht Dinge hineininterpretieren sollte, die da meiner Meinung nach nicht sind!;)
:D ja gell, stell mir grad ein baby vor, welches "schlimm" schläft.... und welches überhaupt schlimm ist :rolleyes: bei irgendwelchen Leut sag ich auch "jaja, brav", was soll ich mit denen diskutieren? Das sind meist so ältere Leut, die ins Wagerl reinschaun und dann mit dieser Meldung kommen.
Und halt die Urli.... sie meint immer, meine beiden sind ja soooo brav ;)
lg
ich kann heut nicht mehr ganz so gut denken *gg* aber , ich mach das einfach so, weil es meine mutter so gemacht hat u mir das immer ein total gutes, schönes, warmes, wohliges gefühl vermittelt hat.
wir kinder haben damals einfach nicht über die bedeutung der einzelnen wörter nachgedacht u wenn sie so mit uns kuschelnd u leise und lieb zu uns gesagt hätte, dass wir den ganzen tag "idioten" gewesen sind, hätten wir wohl irgendwann gedacht, dass "idioten" was ganz tolles und interessantes u liebes ist. einfach, weil das ganze rundherum einfach toll war.
weil mir dieses schlafengeh-ritual so gut getan hat, will ich das bei meinem sohn auch so machen.
:lol:Hab das Post erst jetzt entdeckt. Musste schmunzeln beim Lesen. Dein Sohn wird dieses Gefühl sicher haben:love:. Und wenn du das Wort "brav" in diesem Zusammenhang verwendest, ist es meiner Meinung nach ok! Es ist hier ja nicht wertend.
:D ja gell, stell mir grad ein baby vor, welches "schlimm" schläft.... und welches überhaupt schlimm ist :rolleyes: bei irgendwelchen Leut sag ich auch "jaja, brav", was soll ich mit denen diskutieren? Das sind meist so ältere Leut, die ins Wagerl reinschaun und dann mit dieser Meldung kommen.
Und halt die Urli.... sie meint immer, meine beiden sind ja soooo brav ;)
lg
:DIch hab während der Schwangerschaft so schlimm geschlafen, dass mich mein GG aus dem Schlafzimmer vertieben hat!
Aber es stimmt, mit fremden oder älteren Leuten diskutier ich auch nicht! Bringt nichts und ist mir auch nicht so wichtig.
Genauso auf die Frage, ob er schon geht, wenn sie hören dass er schon 9 Monate alt ist. DA sag ich dann : "Nein". Und wenns dann meinen, dass Buben da fauler sind und ihre Mäderln schon gegangen sind in dem Alter. Dann grins ich nur und bewundere die Fähigkeiten der besagten Babys. Mir ist es ja wurscht. Unser Selbstbewusstsein (Tobis und meines) ist ja so hoch, dass wir nicht ergeizig sind:D.
Obwohl hie und da wärs schon nett (auch so ein Wort:rolleyes:), wenn er "brav" schlafen würde!;)
Tinilein
10.05.2007, 07:49
:DIch hab während der Schwangerschaft so schlimm geschlafen, dass mich mein GG aus dem Schlafzimmer vertieben hat!
Aber es stimmt, mit fremden oder älteren Leuten diskutier ich auch nicht! Bringt nichts und ist mir auch nicht so wichtig.
Genauso auf die Frage, ob er schon geht, wenn sie hören dass er schon 9 Monate alt ist. DA sag ich dann : "Nein". Und wenns dann meinen, dass Buben da fauler sind und ihre Mäderln schon gegangen sind in dem Alter. Dann grins ich nur und bewundere die Fähigkeiten der besagten Babys. Mir ist es ja wurscht. Unser Selbstbewusstsein (Tobis und meines) ist ja so hoch, dass wir nicht ergeizig sind:D.
Obwohl hie und da wärs schon nett (auch so ein Wort:rolleyes:), wenn er "brav" schlafen würde!;)
Du, ich schlaf jetzt immer noch "schlimm" .... lauf immer noch sicher 2x in der Nacht aufs wc ;)
Und jaja, diese Weisheiten.... Mädels können das früher, Buben das.... Und so langsam nervts mich, wenn die Leut Sarah jedes mal wieder auf ihr Gschwiserl anreden "Und was sagst zur kleinen Schwester?" "Hast du sie eh lieb, gell?" "Bist eh BRAV zu ihr?" .... bääähhh... ich nick immer nur mitleidig ;)
lg
Du, ich schlaf jetzt immer noch "schlimm" .... lauf immer noch sicher 2x in der Nacht aufs wc ;)
Und jaja, diese Weisheiten.... Mädels können das früher, Buben das.... Und so langsam nervts mich, wenn die Leut Sarah jedes mal wieder auf ihr Gschwiserl anreden "Und was sagst zur kleinen Schwester?" "Hast du sie eh lieb, gell?" "Bist eh BRAV zu ihr?" .... bääähhh... ich nick immer nur mitleidig ;)
lg
Ja! Das stell ich mir auch schlimm vor! Wenn die "ältern" Geschwister nur noch auf das Kleine angesprochen werden:(. Ich mach das nicht. Wenn ich Freunde mit ihren Kindern seh, begrüß ich immer zuerst das Ältere, stelle ihm Fragen zum werten Befinden und guck mir dann erst das Baby an. Meistens präsentierens mir dann eh ganz stolz das Geschwisterl:love:.
Tinilein
10.05.2007, 08:12
Ja! Das stell ich mir auch schlimm vor! Wenn die "ältern" Geschwister nur noch auf das Kleine angesprochen werden:(. Ich mach das nicht. Wenn ich Freunde mit ihren Kindern seh, begrüß ich immer zuerst das Ältere, stelle ihm Fragen zum werten Befinden und guck mir dann erst das Baby an. Meistens präsentierens mir dann eh ganz stolz das Geschwisterl:love:.
Vor allem ist das Thema Gschwisterl für die Sarah schon ein "alter Hut" (Alessa ist ja immerhin schon 4 Monate), das hätt höchstens die ersten paar Wochen gepasst. Sarah schaut eh schon immer ganz verdutzt wenn sie drauf angesprochen wird.
Vor allem ist das Thema Gschwisterl für die Sarah schon ein "alter Hut" (Alessa ist ja immerhin schon 4 Monate), das hätt höchstens die ersten paar Wochen gepasst. Sarah schaut eh schon immer ganz verdutzt wenn sie drauf angesprochen wird.
Ok! Dann ist das Thema ja wirklich schon ausgelutscht!
Arme Sarah, die muss sich auch was denken von den Leuten;).
Die Namen deiner Mädels gefallen mir übrigens sehr gut!
Tinilein
10.05.2007, 08:20
Ok! Dann ist das Thema ja wirklich schon ausgelutscht!
Arme Sarah, die muss sich auch was denken von den Leuten;).
Die Namen deiner Mädels gefallen mir übrigens sehr gut!
Danke :love:
Und ja, so langsam wirkt sarah nämlich auch schon genervt wenn sie jemand auf Alessa anspricht. Vor allem wenns heisst "freust dich eh dass das das du jetzt ein gschwisterl hast" ... manchmal ist sie eben stolz die grosse schwester zu sein, aber oft ist sie selbstverständlich auch genervt von ihr, weil mama eben *logischerweise* net immer Zeit für sie hat
Was ich nicht verstehe, warum muss man das bewerten oder benennen, wie ein Kind ist oder den Tag über war? Warum kann es nicht einfach so sein, wie es ist, ohne das zu kommentieren oder in irgendeine Schublade zu stecken, auch wenn es eh immer die positive ist?
Wenn dein Sohn ein "BRAV hingeknallt kriegt, das er positiv einordnen kann", dann schwingt ja irgendwie mit, dass Bravsein ein erwünschter und erstrebenswerter Zustand ist, sonst würd er's ja nicht positiv einordnen. Damit kann ich nicht viel anfangen...
lg
paprika
seh ich auch so! wenn ich den tag irgendwie besonders zusammenfassen will, sag ich, dass ich ihn besonders schön fand, genossen hab, es lustig war etc. oder auch mal, dass ich jetzt sehr müde bin, weils so anstrengend war, mir irgendwas nicht gefallen hat etc. aber das drück ich eigentlich immer in MEINEN gefühlen aus und nicht mit SEINEM verhalten.
seh ich auch so! wenn ich den tag irgendwie besonders zusammenfassen will, sag ich, dass ich ihn besonders schön fand, genossen hab, es lustig war etc. oder auch mal, dass ich jetzt sehr müde bin, weils so anstrengend war, mir irgendwas nicht gefallen hat etc. aber das drück ich eigentlich immer in MEINEN gefühlen aus und nicht mit SEINEM verhalten.
Ja, dann mach du das so und Floh machts halt auf ihre Art! Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten mit dem was getan wird, wohl fühlen!
In Wirklichkeit drück sie ja auch nicht "sein Verhalten" aus. Weil er ist ja nicht immer "brav".;)
Danke :love:
Und ja, so langsam wirkt sarah nämlich auch schon genervt wenn sie jemand auf Alessa anspricht. Vor allem wenns heisst "freust dich eh dass das das du jetzt ein gschwisterl hast" ... manchmal ist sie eben stolz die grosse schwester zu sein, aber oft ist sie selbstverständlich auch genervt von ihr, weil mama eben *logischerweise* net immer Zeit für sie hat
Das kann ich mir vorstellen! Ich bin ja auch eine "ältere" Schwester und mich hat immer diese "Nachgeben, vernünftiger sein...., weilst die Ältere bist..." genervt!:rolleyes:
Hallo,
interessante Frage ;) - das mit dem "brav sein" ist für mich auch ein großes Thema.
Ich sage nicht "sei brav". Brav sein bedeutet für mich, etwas tun, was man nicht will, weil es jemand anderer verlangt. Ausserdem ist es für mich zu unspezifisch.
Ich sage direkt, welches Verhalten ich (nicht) erwarte.
Im Kindergarten wird schon von "brav sein" gesprochen.
lG
Julia
PS: Meine beiden sind gute drei Jahre alt.
bingoundbongo
10.05.2007, 09:07
ich kann heut nicht mehr ganz so gut denken *gg* aber , ich mach das einfach so, weil es meine mutter so gemacht hat u mir das immer ein total gutes, schönes, warmes, wohliges gefühl vermittelt hat.
wir kinder haben damals einfach nicht über die bedeutung der einzelnen wörter nachgedacht u wenn sie so mit uns kuschelnd u leise und lieb zu uns gesagt hätte, dass wir den ganzen tag "idioten" gewesen sind, hätten wir wohl irgendwann gedacht, dass "idioten" was ganz tolles und interessantes u liebes ist. einfach, weil das ganze rundherum einfach toll war.
weil mir dieses schlafengeh-ritual so gut getan hat, will ich das bei meinem sohn auch so machen.
Hm, wenn ich dich richtig verstehe, dann kam das schöne warme Gefühl, das du damals hattest, mehr davon, dass deine Mama dir jeden Abend gesagt hat, dass sie dich lieb hat, als davon dass sie dich immer brav fand.
Und das find ich, ist ja auch das Wichtige und Schöne, das man einem Kind vermittelt, dass man es immer lieb hat, einfach, weil es es ist und völlig unabhängig von seinem Verhalten. Liebe ohne Bedingungen eben.
Also ich glaub nicht, dass eurem Abendritual was abgehen würde, wenn du das mit dem brav wegläßt und ihn nur deiner Liebe versicherst, weil der wirklich wesentliche Part wäre dann ja immer noch da.
Tinilein
10.05.2007, 09:10
Bei unserem Abendritual sprechen wir auch immer von "lieb". Und jedesmal läufts gleich ab...
Papa hebt Sarah hoch und knuddelt sie:
Er: Gute Nacht Sarah
Sie: Gute Nacht Papa
Er: So eine liebe Sarah
Sie: So ein lieber Papa :D
lg
Bei unserem Abendritual sprechen wir auch immer von "lieb". Und jedesmal läufts gleich ab...
Papa hebt Sarah hoch und knuddelt sie:
Er: Gute Nacht Sarah
Sie: Gute Nacht Papa
Er: So eine liebe Sarah
Sie: So ein lieber Papa :D
lg
:love:Das ist wirklich "lieb"!:D
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass um das Wort "brav" viel zu viel Tamtam gemacht wird. Ich mein jetzt nicht die Drohnungen: "Sei brav, sonst....!", die find ich auch nicht in Ordnung.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass um das Wort "brav" viel zu viel Tamtam gemacht wird. Ich mein jetzt nicht die Drohnungen: "Sei brav, sonst....!", die find ich auch nicht in Ordnung.wie schon gesagt, ich verwende adjektive "brav/schlimm" für menschen nicht.
@an alle die es tun, es würde mich interessieren, mit welchen worten könnten sie "brav/schlimm" ersetzen und welches verhalten in welche kategorie für euch persönlich dazugehört.
z.b. - was ich bisher gelesen habe
brav:
ruhig
folgsam
leise
macht nichts kaputt
schläft durch
isst alles
lernt viel
lernt gerne
schlimm:
laut
frech
grob
aggressiv
haut andere
schläft schlecht
macht sachen kaputt
provoziert machtkämpfe
ist trotzig
faul
lernfaul
danke L.
Ich verwende diese Worte auch nicht bewusst. Hie und da rutsch mir schon raus:o.
Würde meinen Sohn nie als "schlimm" bezeichnen, weil er nicht durchschläft und mit dem Essen spielt (außer auf die Frage: Is er eh brav - dann ist es aber nur eine "Pflanzerei" meinerseits;)).
Verhaltensweisen wie "agressiv" usw. als "schlimm" zu bezeichnen, ist sicher ein falscher Weg. Bringt ja nichts. Viel wichtiger ist es den Grund für dieses Verhalten zu erforschen.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass um das Wort "brav" viel zu viel Tamtam gemacht wird.
Ja, wenn ich mir's recht überleg, isses eh nicht nur das Wort brav, das mich nervt, sondern alle Eigenschaftsbeschreibungen, in denen eine Wertung über den Grad der Angepasstheit eines Kindes bzw. seines Verhaltens enthalten ist.
lg
paprika
BrantFranz
10.05.2007, 14:06
Sprache ist doch nur Konvention oder quasi eine Aneinanderreihung von Variablen, schon allein deshalb sollte man sich über ein harmloses Wort wie brav gar nicht erst aufregen. Wenn es einem nicht gefällt, ist es doch nicht schwer, einfach anders zu formulieren. Trotzdem finde ich das Thema irgendwie interessant... :D
Warum ist brav so ein Reizwort? Es liegt wahrscheinlich am inflationären Gebrauch durch Erwachsene in Gesprächen untereinander. Zudem wird es oft von Leutchen wertend verwendet, die rethorisch nicht besonders veranlagt sind und wer will sich schon von Menschen, die tumb formulieren, bewerten lassen.
Für manche (und da gibt es offensichtlich viele davon in diesem Fred) ist es daüberhinaus scheinbar der Inbegriff des konservativen Konformismus in der Kindererziehung. Brav sein heißt dann quasi Regeln befolgen und das geht gar nicht, wenn man selbst keine Regeln mag. Da löst das leichte Wörtchen brav umgehend rethorische Reflexe aus. Das ist natürlich eine tendentiöse Betrachtung eines Wortes, wie man sie in der Politik öfters mal beobachten kann: Die niedlichen Heuschrecken oder die leckeren Peanuts lassen grüßen. Wörter werden zum Feindbild hochstilisiert, um ideologisch und tendentiös formulieren zu können. Passiert halt.
Mich persönlich stört am Wort brav, dass es ein wenig langweilig daherkommt und wer möchte schon einen langweiligen Sohn, aber wirklich tangieren kann mich dieses Wort nicht. Es ist lediglich sehr ungenau.
Aber gerade weil brav so vieles bedeuten kann und obendrein noch relativ einfach auszusprechen ist, eignet es sich doch wiederum bestens zur Konversation mit unseren Kleinen. Ein Dreijähriger hat gerade mal 40 Vokabeln parat, da ist es doch wohl offensichtlich, dass brav wesentlich besser geeignet ist als kooperativ (Hallo Paprika ;) ), um z.B. ein Kind zu loben. Für den Umgang mit unseren Kindern ist dieses Wort also durchaus geeignet, falls man sich dem Begriff vorurteilsfrei nähern kann.
so long...
quakfrosch
10.05.2007, 15:36
Ein Dreijähriger hat gerade mal 40 Vokabeln parat, da ist es doch wohl offensichtlich, dass brav wesentlich besser geeignet ist als kooperativ (Hallo Paprika ;) ), um z.B. ein Kind zu loben. Für den Umgang mit unseren Kindern ist dieses Wort also durchaus geeignet, falls man sich dem Begriff vorurteilsfrei nähern kann.
so long...
ich brauch meinem kind gegenüber überhaupt keine vokablen, um es zu bewerten. "brav" ist eine bewertung. erst unlängst war ich wieder mal in der ungewohnten gegenwart lobender eltern und war ganz still und heimlich irrsinnig froh, dass ich mein kind weder loben noch sonst wie bewerten muss. ich käme mir einfach so komisch dabei vor.
ich brauch meinem kind gegenüber überhaupt keine vokablen, um es zu bewerten. "brav" ist eine bewertung. erst unlängst war ich wieder mal in der ungewohnten gegenwart lobender eltern und war ganz still und heimlich irrsinnig froh, dass ich mein kind weder loben noch sonst wie bewerten muss. ich käme mir einfach so komisch dabei vor.
Da hab ich eine Frage (auch an die anderen Eltern, die es so machen): Lobt ihr eure Kinder nie? Und warum nicht?
Wie geht ihr vor, wenn euer Kind etwas gut gemacht hat bzw. etwas Neues kann?
Das interessiert mich wirklich sehr!:)
Ist zwar ein bisserl vom Thema "brav" entfernt, aber mM gehörts doch dazu.
Hm, wenn ich dich richtig verstehe, dann kam das schöne warme Gefühl, das du damals hattest, mehr davon, dass deine Mama dir jeden Abend gesagt hat, dass sie dich lieb hat, als davon dass sie dich immer brav fand.
Und das find ich, ist ja auch das Wichtige und Schöne, das man einem Kind vermittelt, dass man es immer lieb hat, einfach, weil es es ist und völlig unabhängig von seinem Verhalten. Liebe ohne Bedingungen eben.
Also ich glaub nicht, dass eurem Abendritual was abgehen würde, wenn du das mit dem brav wegläßt und ihn nur deiner Liebe versicherst, weil der wirklich wesentliche Part wäre dann ja immer noch da.
ja, da hast du völlig recht... aber so mit 5/6 jahren war ich einfach voll stolz, dass meine mutter mich lieb hatte UND dass ich brav war. :) - obwohl ich kein ruhiges, ausgeglichenes, angepasstes kind war. wir alle drei nicht. trotzdem waren wir für unsere mutter absolut ok. :D
Da hab ich eine Frage (auch an die anderen Eltern, die es so machen): Lobt ihr eure Kinder nie? Und warum nicht?
Wie geht ihr vor, wenn euer Kind etwas gut gemacht hat bzw. etwas Neues kann?
Das interessiert mich wirklich sehr!:)
Ist zwar ein bisserl vom Thema "brav" entfernt, aber mM gehörts doch dazu.
genau dasselbe hab ich mich auch schon gefragt...
was, wenn man zu einem kind sagt: "du warst heute wirklich fleißig"
dann darf ich das nicht, weil ich darauf zurückschließen kann, dass es an den anderen tage, wo ich das vielleicht mal nicht sage, "nicht fleißig" ist?
dabei tut solches lob einfach gut...
vielleicht geh ich mit "brav" so "naiv" um, weil ich dieses wort NIE negativ erfahren habe...
Uns wurde an der PÄDAK immer das Lob als etwas Positives nahegebracht. Es wurde immer betont, dass wir "gutes Verhalten" durch Lob verstärken sollten (ich mein jetzt nicht das kritisierte "angepasste Verhalten", sondern Lernbereitschaft, Arbeitseifer, Teamgeist, eigene Initiative,...).
Daher interessiert mich diese Ansatz das Kind nicht zu loben doch sehr!
Was mir schon klar ist, ist, dass es nicht so ein sinnentleertes Lob sein soll, wie: "Jaja brav hast das gemacht!" oder "Schön hast gezeichnet!"
Da hab ich eine Frage (auch an die anderen Eltern, die es so machen): Lobt ihr eure Kinder nie? Und warum nicht?
Wie geht ihr vor, wenn euer Kind etwas gut gemacht hat bzw. etwas Neues kann?
Das interessiert mich wirklich sehr!:)
Ist zwar ein bisserl vom Thema "brav" entfernt, aber mM gehörts doch dazu.
Mich interessiert das auch sehr.
Wenn meine Tochter(14 Monate) etwas neues kann, freue ich mich darüber immer wahnsinnig (vielleicht auch deshalb, weil sie bei vielen Sachen später dran ist als gleichaltrige) und das zeig ich ihr auch. Nun hat sie angefangen sich selbst Beifall zu klatschen, wenn sie zum Beispiel einen Becherturm bebaut hat, oder ein Teil durch die richtige Öffnung beim Sortierspiel gesteckt hat. Jetzt frag ich mich auch, ob ich mich da vielleicht etwas mehr zurücknehmen sollte.
Zum Thema brav:
Wir fahren viel mit dem Bus und da bekomme ich oft von Fremden zu hören: das ist aber eine ganz Brave. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen und beziehe das vor allem darauf, dass sie halt sehr gerne beobachtet und dabei dann auch ruhig ist, und das vielleicht andere Fahrgäste als angenehmer empfinden als ein Kind das lauter und aktiver ist.
Zum Thema brav:
Wir fahren viel mit dem Bus und da bekomme ich oft von Fremden zu hören: das ist aber eine ganz Brave. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen und beziehe das vor allem darauf, dass sie halt sehr gerne beobachtet und dabei dann auch ruhig ist, und das vielleicht andere Fahrgäste als angenehmer empfinden als ein Kind das lauter und aktiver ist.
Stimmt! Damit kann man wirklich nicht viel anfangen! Mir ist beim Lesen grad durch den Kopf gegangen: Wie wär es, wenn man zu einem Erwachsenen, der leise in der U-Bahn sitzt und liest, sagen würde: "Na Sie sind aber ein ganz Braver!" oder zu einem der laut in sein Handy redet: "Sie sind aber gar nicht brav!" Das wär doch lustig:D!
Da hab ich eine Frage (auch an die anderen Eltern, die es so machen): Lobt ihr eure Kinder nie? Und warum nicht?
Wie geht ihr vor, wenn euer Kind etwas gut gemacht hat bzw. etwas Neues kann?
Das interessiert mich wirklich sehr!:)
Ist zwar ein bisserl vom Thema "brav" entfernt, aber mM gehörts doch dazu.
ich stelle fest, was er gemacht/geschafft hat. z.b. wenn er sich selber die hose auszieht. "hey, du hast die hose selbst ausgezogen. ganz allein" *strahl* "ja, ganz allein" :cool:
Wir fahren viel mit dem Bus und da bekomme ich oft von Fremden zu hören: das ist aber eine ganz Brave. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen und beziehe das vor allem darauf, dass sie halt sehr gerne beobachtet und dabei dann auch ruhig ist, und das vielleicht andere Fahrgäste als angenehmer empfinden als ein Kind das lauter und aktiver ist.
Was auch nur die Haltung unserer Gesellschaft widerspiegelt. Ein Kind darf nicht laut sein, weil es sonst andere stören könnte und dann als unangenehm empfunden wird.
lg
paprika
ich stelle fest, was er gemacht/geschafft hat. z.b. wenn er sich selber die hose auszieht. "hey, du hast die hose selbst ausgezogen. ganz allein" *strahl* "ja, ganz allein" :cool:
:)Ach ja! So kann ich mir das vorstellen.
Also kein "leeres Lob" wie: "Brav bist!" sondern das Ereignis verbalisieren. Wahrscheinlich ist das Wort "Lob" genauso sinnentleert wie das Wort "brav".
quakfrosch
10.05.2007, 18:02
Da hab ich eine Frage (auch an die anderen Eltern, die es so machen):
1 Lobt ihr eure Kinder nie?
2 Und warum nicht?
3 Wie geht ihr vor, wenn euer Kind etwas gut gemacht hat bzw. etwas Neues kann?
1 nein. ich weiß aber mittlerweile, dass viele unter "loben" auch das verstehen, was ich "mitfreuen" nennen würde. was ich nie mach, ist dieses bewerten. z.b. "das ist ein schönes bild" oder "das hast du gut gemacht", sowas sag ich nicht.
2 weil ich nicht bewerten möchte. ich weiß z.b. nicht, ob tochter das bild, das sie gemalt hat, schön findet. ich fände es auch komisch, wenn ich sie überschwänglich für etwas lobe, was für sie gerade selbstverständlich ist.
es hat mehrere gründe. eigentlich ist es so selbstverständlich, dass ich es gar nicht mehr so begründen muss. eher frage ich mich: warum sollte ich?
3 wie xenchen :winken:
"hey, du hast ... gemacht!" und abwarten, was zurückkommt.
1 nein. ich weiß aber mittlerweile, dass viele unter "loben" auch das verstehen, was ich "mitfreuen" nennen würde. was ich nie mach, ist dieses bewerten. z.b. "das ist ein schönes bild" oder "das hast du gut gemacht", sowas sag ich nicht.
Ja, das war mein Gedankengang! Jetzt versteh ich, wie ihr das "Nichtloben" meint. Sich "Mitfreuen" klingt eh besser und drückt auch das aus, was ich mache(n) (möchte)!
Danke für die Antwort!:winken:
quakfrosch
10.05.2007, 18:12
1 freue ich mich darüber immer wahnsinnig
...
Jetzt frag ich mich auch, ob ich mich da vielleicht etwas mehr zurücknehmen sollte.
2 Zum Thema brav:
Wir fahren viel mit dem Bus und da bekomme ich oft von Fremden zu hören: das ist aber eine ganz Brave. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen und beziehe das vor allem darauf, dass sie halt sehr gerne beobachtet und dabei dann auch ruhig ist, und das vielleicht andere Fahrgäste als angenehmer empfinden als ein Kind das lauter und aktiver ist.
1 wenn du dich gerade wahnsinnig freust, ist es meiner meinung nach das beste, deiner wahnsinnigen freude ausdruck zu verleihen und dich dabei nicht zurückzuhalten. wär ja noch schöner, wenn du deine freude runterschluckst, weil irgendwer im hebiforum schreibt, dass loben doof ist.
freude ist eines der schönsten gefühle, raus damit! und das hat mit loben nix zu tun.
2 :D :D :D
Tinilein
10.05.2007, 19:49
Was das Thema Loben betrifft:
Irgendwie ist bei mir schon so das "Super Schatzl" hängengeblieben (aber das mein ich dann schon ernst und sags nicht so nebenbei, nur damit a Ruh ist, wenn sie mir was zeigt).
Eigentlich sollte man ja nicht das KÖNNEN an sich loben, sondern die Freude am Tun. zB nicht: "Das Bild hast du jetzt schön gemalt" sondern "Ich sehe du hast eine grosse Freude am Malen".... oder so ähnlich ;)
lg,
tini
ich verwende das wort brav eher auch selten.
meistens dann wenn ich die kids von einer freundin abhole: " waren´s eh brav?"
was soviel heißt wie: " habens eh nix angestellt/kaputtgemacht/frech/gehaut usw.
obwohl, meine kleine sagt öfters zu mir: "gö, ich bin bav?!" (das "r" kann sie noch nicht)
keine ahnung woher sie das hat. *grübel*
doch. nach längerem nachdenken fällt mir ein, dass ich z.b. nach einem arztbesuch sage: "jetzt hast aber brav den mund aufgemacht."
ok. ich gebs zu, das wort brav fällt bei mir eigentlich öfters.
lg
claudia
doch. nach längerem nachdenken fällt mir ein, dass ich z.b. nach einem arztbesuch sage: "jetzt hast aber brav den mund aufgemacht."
jetzt wo dus sagst ... in dem zusammenhang hab ichs auch schon gesagt!
Ich hab den Thread nicht duerchgelesen, nur die letzten paar posts:
1) stimme ich dem BrantFranz zu 100% zu
2) zum Thema loben:
Solang ich merke es ist echtes Gefühl dahinter find ich keine Reaktion (wie sie auch immer geartet ist "komisch" oder wertend.
Auch jeder Mensch ist persönlich im Ausdruck. Wenn jemand zu mir sagt: ma schön hast du das oder das gemacht (im übertragenen Sinn jetzt) und ich merke demjenigen ist das ernst, dann wiegt das gleichviel als wenn ich den Fakt herausheb, dass es so toll ist, weil ich das gemacht hab.
Ich weiß nicht ob grad rauskommt was ich meine. Ich wieg auch nicht die eine oder die andere Variante gegeneinander ab. Wichtig ist das ehrliche Gefühl das dahintersteht oder noch mal anders: Wenn das Lächeln echt ist, dann hör ich nicht mehr besonders auf die Worte die nachkommen. Und ich sprech jetzt natürlich aus meiner Erinnerung ans Kindsein. ;)
Ich kann mich an Situationen, an Gesichtsausdrücke, an "Gefühlsausbrüche" erinnern, aber ich kann zu keiner einzigen dieser Situationen die Worte abrufen die damals gefallen. Ist auch gar nicht notwendig wenn das Lob auf der richtigen Ebene zu mir gekommen ist. Und die hat mit Worten (zumindest bei mir) sehr wenig zu tun.
dabei tut solches lob einfach gut...
warum tut es dir persönlich gut, lob zu bekommen?
hast du schon darüber nachgedacht?
warum brauchen es manche so stark und manche gar nicht?
wie fühlst du dich, wenn du gerne für etwas gelobt werden möchtest, keiner es aber tut?
lg L.
ps - unterschreibe alles was quakfrosch geschrieben hat.
warum brauchen es manche so stark und manche gar nicht?
Also ich würd gern jemanden kennenlernen der gar kein Lob braucht. Respektive eigentlich eher nicht, denn so ein überbordendes Ego denk ich, würd ich nicht vertragen.
Kanns sein dass Lob und Lob in diesem Thread nicht dasselbe sind? Einmal als Streicheleinheit für die Seele und einmal als Suche nach Applaus aus der Umwelt?
Uns wurde an der PÄDAK immer das Lob als etwas Positives nahegebracht. Es wurde immer betont, dass wir "gutes Verhalten" durch Lob verstärken sollten (ich mein jetzt nicht das kritisierte "angepasste Verhalten", sondern Lernbereitschaft, Arbeitseifer, Teamgeist, eigene Initiative,...).
Daher interessiert mich diese Ansatz das Kind nicht zu loben doch sehr!
welche negative auswirkung das lob hat, was man statt einen menschen zu loben machen könnte und was tun wenn menschen an gelobt werden schon gewöhnt, bzw. davon abhängig sind, findest du bei gordon, rosenberg (juul wahrscheinlich auch, oder?) und co. sowie bei montessori.
lg L.
@ maribah:
es gibt menschen, die wirklich keine bewertung von außen brauchen um eigenes tun sowie kenntnisse abschätzten zu können. kennst du solche menschen nicht? ich schon.
lg L.
@ maribah:
es gibt menschen, die wirklich keine bewertung von außen brauchen um eigenes tun sowie kenntnisse abschätzten zu können. kennst du solche menschen nicht? ich schon.
lg L.
Menschen die absolut niemanden benötigen um ihr Ding zu machen? Doch die kenn ich...und wie gesagt ich find sie als Erwachsene ziemlich unsympathisch.
Aber wie gesagt, ich glaub dass wir zwei da von verschiedenen Ebenen ausgehen. Ein konkretes Beispiel wär da hilfreich.:confused:
Ich denk nämlich dass ein abgekoppelt sein vom Applaus der Umwelt (also das "fishing for compliments) auch sehr viel damit zu tun hat, dass das Ego in der Kindheit ganz besonders viel liebevolle Bestätigung erfahren hat.
Oder meinen wir zwei eh dasselbe?
Ich denke Lob kann auch ziemlich das Gegenteil von verstärkend wirken.
Z.B. ich habe in der Arbeit eine banale, für mich routine, Aufgabe erledigt. Dann kommt mein Chefin und lobt mich plötzlich dafür. Das würde mich ziemlich irritieren, wenn sie es übertreibt würde ich mich sogar fragen, ob ich in ihrer Augen nur so was banales gut tun kann?
Oder ich mache zum ersten mal was wirklich für mich herausforderndes und es gelingt mir sogar. Und jetzt kommt meine Arbeitskollegin und lobt mich intensiv dafür. Vielleicht freue ich mich zuerst. Und später beim nachhause fahren kaue ich alle nach. Scheisse, jetzt habe ich Angst, dass es nächstes mal nicht so gut geht. Finde es jetzt plötzlich nur erdruckend.
Ich habe meine Tochter (jetzt 22 Monate) früher viel gelobt ("well done!", "wow super dancing" etc.). Jetzt versuche ich einfach ausdrücklich mitzufreuen.
janamama
11.05.2007, 08:59
also ich verwende das bei allen 3 kindern, wenn sie irgendwo hin gehen, wo ich nicht dabei bin. im sinne von, wenn dervater/die mutter dort was sagt, was sie machen sollen, oder lassen sollen, dann sollen sie das auch machen.
ich hoffe das wird jetzt so verstanden, wie ich das meine :o :confused:
Ich denke Lob kann auch ziemlich das Gegenteil von verstärkend wirken.
Z.B. ich habe in der Arbeit eine banale, für mich routine, Aufgabe erledigt. Dann kommt mein Chefin und lobt mich plötzlich dafür. Das würde mich ziemlich irritieren, wenn sie es übertreibt würde ich mich sogar fragen, ob ich in ihrer Augen nur so was banales gut tun kann?
Oder ich mache zum ersten mal was wirklich für mich herausforderndes und es gelingt mir sogar. Und jetzt kommt meine Arbeitskollegin und lobt mich intensiv dafür. Vielleicht freue ich mich zuerst. Und später beim nachhause fahren kaue ich alle nach. Scheisse, jetzt habe ich Angst, dass es nächstes mal nicht so gut geht. Finde es jetzt plötzlich nur erdruckend.da du gerade die arbeitsplatzbeispiele erwähnt hast und englischsprachig bist - es gibt ein neues buch "punished by award" (oder ähnlich) - ich finde es nirgendwo. kennst du es vielleicht?
lg L.
Menschen die absolut niemanden benötigen um ihr Ding zu machen? Doch die kenn ich...und wie gesagt ich find sie als Erwachsene ziemlich unsympathisch.
Uuups, na dann - ich bin nämlich so ein Mensch. :cool:
Uuups, na dann - ich bin nämlich so ein Mensch. :cool:
Naaa Sia. Nie im Leben. Denn so wie ich das mein würdest du Egoismus pur Leben und alles was du hier schreibst wär ein Fake.;)
Naaa Sia. Nie im Leben. Denn so wie ich das mein würdest du Egoismus pur Leben und alles was du hier schreibst wär ein Fake.;)
Vielleicht meinen wir beide verschiedenes, wahrscheinlich wäre ein Beispiel wirklich hilfreich.
Vielleicht meinen wir beide verschiedenes, wahrscheinlich wäre ein Beispiel wirklich hilfreich.
Es gibt Erwachsene die sind äußerst kompetent was sie selbst und ihre eigene Leistung angeht keine Frage. Die nicht im geringsten Wert auf die Bestätigung durch die Umwelt legen. Aber da gibts eben mehrere Versionen davon, ich nehm hier nur die zwei Extreme
Der Erwachsene der von Kind auf gelernt hat mit sich selbst als Zentrum leben zu müssen weil von außen einfach nichts kam oder der Erwachsene der liebevoll dahingeführt worden ist, dass man sich selbst nicht dem Applaus der Umwelt zum Opfer bringen darf. Erstere Version wird diese Eigenkompetenz in seinem Sinne nutzen, zweitere wird u.U diese Eigenkompetenz zum Wohle anderer nutzen.
Du bist ziemlich künstlerisch veranlagt Sia und Menschen die der Kunst als innerem Antrieb folgen (und so würd ich dich sehen aus allem was ich hier von dir les) sind meistens auf eine sehr gesunde Weise abgekoppelt von der Bestätigung durch andere.
Jetzt stellt sich mir die Frage bezüglich des Lobes: warst du schon immer so abgekoppelt oder bist du so geworden durch die erzieherischen "Techniken" deiner Umwelt? Und wie spielt deine ureigenste Mentalität hier herein? Gibts nicht doch auch Menschen von denen du dir im innersten Bestätigung erhoffst? Die dich runterziehen können wenn sie dir die kalte Schulter zeigen. Denn wenn du sagst ja, ich hab niemandem und keine Situation in der ich die Bestätigung anderer brauch dann würd ich das persönlich als totale Abkopplung eines Ichs betrachten und da ich eher jemand bin der "gesund" mit seiner Umwelt verflochten ist (ja ich bin harmoniebedürftig, sogar sehr) ist das ein Ansatz den ich nicht nachvollziehen möchte.
Drum denk ich ist meine Auffassung von Lob eben eine andere als die z.b. von DoubleL, die fragt warum brauch ich das überhaupt. Ich empfind es als elementare Streicheleinheit für die Seele und darum brauch ich dafür keine Worte. Weder beim Geben noch beim Erhalten. Ich mach mich aber auch in keinster Weise abhängig davon.
Kams jetzt besser raus?
warum tut es dir persönlich gut, lob zu bekommen?
hast du schon darüber nachgedacht?
warum brauchen es manche so stark und manche gar nicht?
wie fühlst du dich, wenn du gerne für etwas gelobt werden möchtest, keiner es aber tut?
lg L.
ps - unterschreibe alles was quakfrosch geschrieben hat.
ich werd ja nicht mehr wie ein kind gelobt. :D :D *gg*
aber zeig mir mal ein kind, das nicht gerne gelobt wird. sei's jetzt "das hast du toll gemacht!" oder "das bild ist wunderschön!"
ich kenne kein einziges kind, das sich über ein ehrliches lob nicht freut.
doch, eine mitschülerin hatte ich mal, wenn da die lehrerin meinte, dass eine handarbeit gut gelungen ist, sagte die henne dauernd "das weiß ich eh". mir war die ur-unsympathisch.
und ich freu mich auch heute noch über "lob"
zB kam erst kürzlich mein gg nach hause mit 2 konzertkarten u die waren beide *g* für mich - auf die nachfrage, warum ich so unter dem jahr ein geschenk bekomme, meinte er, "weil du zuhause alles so toll schaukelst".
ja danke!! :love: :love: :love: ich weiß auch selbst, dass zuhause (meistens) alles rund läuft, ich weiß auch, dass ich recht viel leiste zuhause, aber das tut sooooooooooooooooooooooooooooo gut. :D :D :D
tollehechtin
11.05.2007, 13:30
ich hab das wort schon als kind gehasst, meine oma hat das immer gesagt.
auch die wörter "spuren" und "folgen" :D
kinder sind ja eigene menschen und keine pferde.
zum wortstamm fällt mir zu "brav" eine bessere bedeutung ein, nämlich brave ausn englischen was für mutig/tapfer steht.
keine ahnung ob das stimmt, aber dann könnt ich mir erklären warum ein kind, das beim arzt ned weint, "brav" ist :confused:
BrantFranz
11.05.2007, 15:03
maribahs posts, besonders der #92, gehen weitgehend einher mit meinen ansichten.
ich denke übrigens, dass strikte gordonianer(-innen) ebnso loben, sie nennen es nur anders.
BTW: ich stelle gerne noch ein beispiel zur verfügung: unser kleiner lässt sich im moment schlecht wickeln, weil er sich eben ständig dreht. klappt es ausnahmsweise mal ganz locker, möchte ich schon etwas darauf sagen.
alternativen:
"hej, du kannst ja toll stillhalten"
"oh, du hast stillgehalten und ganz von alleine!"
"jetzt warst du aber brav beim wickeln"
letztendlich bekommt das kind postives feedback und was ist das unter dem strich? eben... ein lob! so what!? oder gibt 's noch eine juul-variante?
gruß
bingoundbongo
11.05.2007, 15:20
da du gerade die arbeitsplatzbeispiele erwähnt hast und englischsprachig bist - es gibt ein neues buch "punished by award" (oder ähnlich) - ich finde es nirgendwo. kennst du es vielleicht?
lg L.
Meinst du vielleicht Punished by Rewards (http://www.amazon.de/Punished-Rewards-Trouble-Incentive-Praise/dp/0618001816/ref=pd_bbs_sr_1/028-9097233-5594956?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1178889249&sr=8-1) von Alfie Kohn?
Ich find das Buch ganz toll. Da werden die negativen Auswirkungen von Lob und Belohnungen in der Arbeit, in der Schule und im Umgang mit Kindern allgemein erklärt.
Alfie Kohn ist ein großer Gegner des Behavorismus.
von ihm gibts auch ein neueres Buch: Unconditional Parenting (http://www.amazon.de/Unconditional-Parenting-Moving-Rewards-Punishments/dp/0743487486/ref=sr_1_1/028-9097233-5594956?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1178889555&sr=1-1) hat mir auch gut gefallen.
bingoundbongo
11.05.2007, 15:24
oder gibt 's noch eine juul-variante?
Vielleicht sowas wie: Für mich war das jetzt sehr angenehm, dass du beim Wickeln liegengeblieben bist, so tu ich mir viel leichter.
O.K. vielleicht brauche ich keine Worte, für mich ist (reicht) das positive Ergebnis die Bestätigung.
Ich schminke z.B. eine Kundin, sie gefällt sich und strahlt.
Oder ich koche etwas leckeres, die Gäste "schmatzen" was das Zeug hält, alles ist ratzfatz weg.
Oder ich beginne einen Job in einer Bar und habe eine riesengroße Schar von Stammgästen die gerne und regelmäßig zu mir kommen.
Da brauche ich keine Lobworte da sehe ich einfach - das habe ich gut gemacht.
Der Erwachsene der von Kind auf gelernt hat mit sich selbst als Zentrum leben zu müssen weil von außen einfach nichts kam...
Aua. :cool:
Ja, ich bekam in meinem Elternhaus nie (ehrliches) Lob & viele andere Dinge nicht.
Wahrscheinlich kann ich deshalb auch sehr schwer "Lob" annehmen, finde es sogar oft regelrecht peinlich.
Natürlich schmeicheln mir allgemeine Floskeln hin und wieder, z.B. heute strahlst du, tolle neue frisur usw. aber je mehr ich darüber nachdenke umso mehr komme ich darauf, dass diese "Schmeicheleien" nur auf mein Äußeres reduziert sind und da denke ich habe ich es am meisten nötig. Wenn wir Schmeicheleien als Lob gelten lassen wollen?
BrantFranz
11.05.2007, 20:28
schmeichelein, lob, anerkennung... wie auch immer du es nennen magst, jeder mensch braucht es, der eine mehr der andere weniger. ich zweifele daran, ob man grundsätzlich danach streben sollte, unabhängig zu sein von anderen menschen. so ein ansatz gefällt mir nicht, denn das leben ist auch deswegen erfüllend, weil man zwischenmenschliche beziehungen pflegt. dazu gehört auch, dass man einander sagt, was einem am anderen gefällt.
gibt es falsche schmeichelein, lob und anerkennung? juul hin, gordon her: für mich ist es nur falsch, wenn nicht aufrichtig gemeint oder halt für allerweltsgeschichten/banalitäten. verkrampft nach formulierung zu suchen, die nicht nach lob klingen, ist für mich nach jetztigem stand in diesem fred korinthenkackerei.
Ich blick auch noch nicht ganz durch das Lob durch. Ich versteh's soweit, dass ich meinen Sohn nicht über seine Leistungen und sein Verhalten bewerten möchte ("brav!"), sondern ihn so nehmen möchte, wie er ist, so dass er sich immer angenommen und geliebt fühlt. So weit so gut
Bei manchen Beispielen erfass ich aber den Unterschied nicht. Wenn ich anerkennend zu meinem Kind sage "Du hast dir die Hose raufgezogen! Ganz alleine!", dann schwingt ja meine Freude und quasi ein "toll" mit. Ist es dann nicht wurscht, ob ich das dann noch dazusag oder nicht? Ich müsst mir in dem Moment auf die Zunge beißen, mir würde es unweigerlich rausrutschen.
Die Unabhängigkeit von Fremdverstärkung versteh ich so, dass ein Mensch seine Grenzen, Bedürfnisse, Wünsche wahrnehmen und ohne Angst vor Anerkennungsverlust äußern und durchsetzen kann. Nicht als rücksichtsloses Drüberfahren über andere, sondern natürlich in einem sozialen Rahmen, konstruktiv.
Die absolute Unabhängigkeit von der Anerkennung durch andere halt ich auch bestenfalls für eine Illusion, der Mensch ist ein soziales Wesen. Aber er sollte halt nicht ABHÄNGIG davon in einem pathologischen Sinn sein. Mir gefällt das Wort Anerkennung auch besser als Lob.
Ich glaub, es kommt sehr darauf an, wie man Anerkennung für sein Kind ausdrückt. Und wie man dem Kind vermittelt, dass man es bedingungslos liebt, unabhängig von seinen Leistungen, seinem Verhalten, Noten, was weiß ich was.
Über das Thema muss ich noch nachdenken, das find ich ziemlich schwierig, da auf einen grünen Zweig zu kommen... :confused:
Liebe Grüße,
paprika
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