Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was versteht ihr unter Erziehung?
Oder anders gefragt,
was sind die Werte, die ihr euren Kindern vermitteln wollt?
Was sollen sie mitnehmen auf ihrem Weg?
LG
toneli
flip210475
29.04.2007, 11:00
1. Leute Grüßen ich meine nicht wild fremde, aber wenn man in ein Geschäft geht, und die Leute in unserem Ort.
Ist für mich sehr wichtig, da es mir jetzt mehr den je auffällt, das dies bei jungen Mangelware ist.
Und ich die Reaktion sehe von den Leuten wenn Kerstin sie grüßt.
2. keine Vorurteile haben, sondern zuerst selber schauen wie der jenige ist und nicht zuerst urteilen.
3. Miteinander und nicht gegeneinander
Dass man durch jede Schattenseite im Leben kommen kann und negative Sachen auch immer etwas positives beinhalten können ...
Dass man mit Vorurteilen nicht weit kommt und sich seine Meinungen selbst bilden sollte ...
Dass Liebe und Freundschaft keine Mangelware sein muß ...
Dass Ehrlichkeit am längsten währt ...
Dass es im Leben nichts umsonst gibt ...
Dass er auf jeden Fall *Mensch* bleiben soll ...
Das sie eine Verantwortlichkeit dem Leben gegenüber haben (und zwar allem Leben) und diese auch wahrnehmen sollen. Das beinhaltet bereits alles andere.
das thema war schon mal, da gabs einige sehr schöne antworten... aus blanker faulheit kopier ich hier rein, was ich damals geschrieben hab, weils irgendwie immer noch stimmt für mich... ;)
ich möchte, dass meine mädchen unverdrossen sind und nicht bei jeder hürde aufgeben. ich möchte, dass sie aufgaben mutig angehen, nicht von anfang an totbeten und sich auch mal ein bisserl mehr bemühen, als es erwartet wird, um eine lösung zu finden. ich möchte, dass sie ihre wege gehen, offene sinne für andere meinungen haben und bereit sind, ihren standpunkt zu ändern, wenn ihnen ein anderes argument besser erscheint. ich möchte, dass sie schwächeren mit demut und fürsorge begegnen und niemals versuchen, deren schwäche zu ihrem vorteil zu nützen. ich möchte, dass sie ihre familie schützen. ich möchte... jetzt hör ich auf, ist irgendwie alles zu detailiert, find ich.
Lollipop
29.04.2007, 15:03
Ich möchte u.a., dass
meine Tochter selbstbewußt wird, sich vor nichts und niemandem fürchtet,
nicht der Sklave irgendwelcher Menschen oder Meinunngen wird,
dass sie nicht krampfhaft versucht anderen zu gefallen oder dazuzugehören, dass sie offen auf andere zugehen kann, dass sie sich aber auch ehrlich zurückziehen kann,
überhaupt Ehrlichkeit zu den eigenen Gefühlen stehen zu können, sich nicht unterdrücken zu lassen, aber auch nicht andere zu unterdrücken,
frei zu denken und keine Angst vor neuen Wegen zu haben,
dass sie erkennt was wichtig ist im Leben, was für sie zählt und dementsprechend handelt,
dass sie nicht Oberflächlichkeiten nachrennt oder Ideologien oder dem Konsumwahn verfällt,
dass sie sich nicht stressen läßt, aber auch nicht dem Müßiggang verfällt,
dass sie fähig ist das Glück beim Schopf zu ergreifen, aber nicht verzagt, wenn mal was schiefgeht,
dass sie nicht so schnell aufgibt,
dass sie neugierig bleibt,
dass sie lernt das richtige Maß und Ausgeglichenheit zu finden,...
und alles was ihr oben schon geschrieben habt.
Ich möchte, dass meine Kinder den Menschen hinter dem Menschen erkennen können. Dass sie an sich selbst glauben. Dass sie zu ihren Taten stehen, und sich bewusst sind, dass ihr Tun auch immer Folgen hat. Dass sie fähig sind, zu lieben, zu verstehen, zu fühlen. Denn eigentlich sind das unsere Kinder ja, nur vielen wird all das genommen.
Das Grüßen, bitte-danke, usw, das sind keine Primärziele meiner "Erziehung" (mag dieses Wort nicht unbedingt), denn diese Dinge lernen sie sowieso durch beobachten. Wenn man nämlich ein gutes Vorbild ist, dann machen die Kids das von alleine.
Sie sollen einfach das Leben verstehen, in unserer heutigen Welt ist es nicht immer leicht, sich zurechtzufinden. Darum ist es ganz wichtig, dass sie Selbstbewusstsein haben, wissen, wo sie stehen, und dass sie immer aufgefangen werden (als Kinder von den Eltern, als Erwachsener vom Partner .. etc), dass sie wissen, wo sie Trost finden, und nicht aufgeben. Sie sollen ihre Träume wahrmachen, zu sich selber stehen. Aber sie sollen nicht vergessen, dass sie nicht allein auf der Welt sind. Dass es Menschen gibt, die ihrer Hilfe bedürfen. Dass es auch Menschen gibt, die es in ihrem Leben nicht so schön hatten, und die dadurch "anders" geworden sind. Sie sollen einfach mit ihrem Leben, ihrer Umwelt, ihren Mitmenschen umgehen können.
Physalis
29.04.2007, 15:16
Erziehung bedeutet für mich, Kinder in die Selbstständigkeit, auf dem Weg zur Teilnahme an der Gesellschaft, und auch zur Selbstverwirklichung begleiten/ geleiten zu dürfen.
Ich möchte, dass meine Kinder den Menschen hinter dem Menschen erkennen können. Dass sie an sich selbst glauben. Dass sie zu ihren Taten stehen, und sich bewusst sind, dass ihr Tun auch immer Folgen hat. Dass sie fähig sind, zu lieben, zu verstehen, zu fühlen. Denn eigentlich sind das unsere Kinder ja, nur vielen wird all das genommen.
Das Grüßen, bitte-danke, usw, das sind keine Primärziele meiner "Erziehung" (mag dieses Wort nicht unbedingt), denn diese Dinge lernen sie sowieso durch beobachten. Wenn man nämlich ein gutes Vorbild ist, dann machen die Kids das von alleine.
Sie sollen einfach das Leben verstehen, in unserer heutigen Welt ist es nicht immer leicht, sich zurechtzufinden. Darum ist es ganz wichtig, dass sie Selbstbewusstsein haben, wissen, wo sie stehen, und dass sie immer aufgefangen werden (als Kinder von den Eltern, als Erwachsener vom Partner .. etc), dass sie wissen, wo sie Trost finden, und nicht aufgeben. Sie sollen ihre Träume wahrmachen, zu sich selber stehen. Aber sie sollen nicht vergessen, dass sie nicht allein auf der Welt sind. Dass es Menschen gibt, die ihrer Hilfe bedürfen. Dass es auch Menschen gibt, die es in ihrem Leben nicht so schön hatten, und die dadurch "anders" geworden sind. Sie sollen einfach mit ihrem Leben, ihrer Umwelt, ihren Mitmenschen umgehen können.
Bitte darf ich so frech sein und mich inhaltlich einfach bei deinem Post anschließen - sin d nämlich genau dieselben Werte die ich meinen Kindern weitergebe.:winken:
Bitte darf ich so frech sein und mich inhaltlich einfach bei deinem Post anschließen - sin d nämlich genau dieselben Werte die ich meinen Kindern weitergebe.:winken:
och, wenn du so frech bist, biich einfach auch so frech und häng mich dran :winken:
och, wenn du so frech bist, biich einfach auch so frech und häng mich dran :winken:
ebenfalls, ich bin grade faul... danke... :goodpost: @mami20
lg
paprika
Erdbaerin
29.04.2007, 21:21
Hm, auch wenn das jetzt in eine ganz andere Richtung geht, aber ich sehe meine Aufgabe in erster Linie darin, unnötigen Schaden von meiner Tochter abzuwehren.
Beispiel: Ich kann nicht verhindern, daß sie sich beim Laufen lernen weh tut. Aber ich kann sie vor einer heißen Herdplatte beschützen.
Beim Rest, der Wertevermittlung, sind insbesondere die Eltern als Vorbilder gefragt. Aber wenn ich mir einen Wert aussuchen müsste, dann wäre mir Ehrlichkeit am wichtigsten. Denn nur wenn sie mir soweit vertraut, daß sie in jeder Situation offen und ehrlich mit mir darüber reden kann, kann ich ihr auch helfen.
nicitier
30.04.2007, 13:24
...bin auch bei mami20!
Ergänzung: mir ist es ein Anliegen, dass meine Kinder (bis jetzt hab ich eines) gückliche und zufriedene Menschen werden!
Für eine ganz wichtige Voraussetzung halte ich ein starkes Selbstwertgefühl. Ich möchte, dass sie weiß, dass sie geliebt wird, weil sie ist (um ihrer selbst willen) und nicht, weil sie das oder das tut/nicht tut.
Ich glaube, dass Menschen mit einem guten Selbstwertgefühl zufriedener sein können, da sie ohne Neid/Missgunst und dgl. auskommen, das Leben positiver sehen können und einfach "stark" sind.
@nicitier: Sehe ich genauso!
Wie ist das mit Werten die nicht in aller Munde sind?
Wie zum Beispiel:
Ehre
Würde
Stolz(?)
Loyalität
etc.
Sind die ein Thema für Euch?
@zyx: Wenn ein Kind/Mensch sich selbst akzeptiert/mag/etc., dann hat es auch einen natürlich Stolz (zuviel davon ist ja auch nicht gut ;)), und auch die Würde oder Loyalität - den Menschen gegenüber, die es auch verdient haben. Das kann man keinem Kind "lernen", aufzwingen, oder einreden, des sind Dinge, die es selber entdeckt, die es auch von den Eltern (oder dem Elternteil oder auch anderen Bezugspersonen) beobachtet und dadurch lernt. Es entwickelt sich ja zu einer ganz selbstständigen Persönlichkeit, es beginnt sich ab einem gewissen Alter für Dinge zu interessieren, die IHM PERSÖNLICH wichtig sind. Es weiß, was es fühlt, denkt und was ihm vorgelebt wird. Es kann sich dann durch diese Dinge weiterentwickeln.
Ein Kind muss in aller erster Linie geliebt werden! Es muss fühlen, dass es angenommen wird, so wie es ist. Um seinetwillen geliebt werden! Es muss spüren, dass es gewollt u. akzeptiert ist, dass es nicht allein gelassen wird, dass es Rückhalt hat, wann immer es ihn braucht. Es muss erkennen, dass es bedingungslos vertrauen kann, dass es immer Hilfe gibt. Denn nichts kann wichtiger sein, als das Wohl des Kindes. Es finden sich IMMER Wege. Es muss lernen, dass es selber die Welt entdecken kann. Es strebt ja danach, seine Umwelt zu erkunden, eigene Erfahrungen zu machen, mit seiner Umwelt im Einklang zu leben. Man sollte dem Kind auch die Chance dazu geben. Es soll eigene Erfahrungen machen. Wenn es genügend Rückhalt hat (von wo auch immer her), wird es sich leichter tun. Ein Kind soll frei sein, es soll in keine Rolle gedrängt werden, die es noch gar nicht sein kann. Das kommt früh genug!
Daher kommt Ehre, Stolz, Loyalität .. usw. von ganz allein! Ein Kind, dass von Herzen geliebt, respektiert, angenommen... wird, das findet allein zu diesen Zielen! Man kann ihm das nicht abnehmen. Es muss ganz allein entscheiden. Aber nur eines, dem das alles gegeben wurde, kann das mit "reinem Herzen" tun. Andere kämpfen, mit sich selbst, mit der Umwelt. Weil sie nicht wissen, wo sie hingehören, wer sie sind...
Wie ist das mit Werten die nicht in aller Munde sind?
Wie zum Beispiel:
Ehre
Würde
Stolz(?)
Loyalität
etc.
Sind die ein Thema für Euch?
kommt irgendwann von selber, bin ganz bei Mami20.
Lollipop
01.05.2007, 11:27
Diese Begriffe sehe ich mit gemischten Gefühlen, weil sie im richtigen Maß für mich wichtig sind, aber im Übermaß oder wenn gar nicht vorhanden ganz grausliche Auswirkungen zeigen können...
...darum auch mein Punkt "das richtige Maß finden können"....
Wie ist das mit Werten die nicht in aller Munde sind?
Wie zum Beispiel:
Ehre
Würde
Stolz(?)
Loyalität
etc.
Sind die ein Thema für Euch?
klingt ein bisserl klingonisch für mich. ;)
na, ich finde, das sind dinge, die nicht im vordergrund stehen, sondern miest mit der sonstigen wertvermittlung 'mitlaufen'... ehre mit prinzipieller ehrlichkeit und anständigkeit, würde mit dem hoffentlich vorhandenem selbstbewusstsein, stolz brauchma garnicht, loyalität.. naja, wenn ich jemand liebe und vertraue, werde ich prinzipiell auch loyal zu dieser person sein...
nicitier
01.05.2007, 13:12
noch eine Ergänzung:
... wichtig ist mir auch, meinen Kindern eine gewisse Naturverbundenheit mitzugeben, die Rhythmen und Kreisläufe der Natur zu verstehen. Dazu gehört auch, nicht verschwenderisch zu leben, eher frisches Essen zuzubereiten als Fertig- und Fastfood zu essen (ich find's zb erschreckend, dass viele Kinder diverse Gemüsesorten gar nicht mehr kennen), den Vögeln zuzuhören und zuzuschauen, zu beobachten, welche Blumen/Bäume zu welcher Jahreszeit blühen und Früchte tragen usw.
... dass meine Kinder mit anderen Menschen und deren Eigentum so umgehen, wie sie selbst behandelt werden wollen bzw. wie sie sich wünschen, dass mit ihrem Eigentum umgegangen werden soll. Das setzt voraus, dass sie ein Gefühl für sich selbst haben, um in Folge ein Gefühl für andere zu bekommen.
noch eine Ergänzung:
... wichtig ist mir auch, meinen Kindern eine gewisse Naturverbundenheit mitzugeben, die Rhythmen und Kreisläufe der Natur zu verstehen. Dazu gehört auch, nicht verschwenderisch zu leben, eher frisches Essen zuzubereiten als Fertig- und Fastfood zu essen (ich find's zb erschreckend, dass viele Kinder diverse Gemüsesorten gar nicht mehr kennen), den Vögeln zuzuhören und zuzuschauen, zu beobachten, welche Blumen/Bäume zu welcher Jahreszeit blühen und Früchte tragen usw.
... dass meine Kinder mit anderen Menschen und deren Eigentum so umgehen, wie sie selbst behandelt werden wollen bzw. wie sie sich wünschen, dass mit ihrem Eigentum umgegangen werden soll. Das setzt voraus, dass sie ein Gefühl für sich selbst haben, um in Folge ein Gefühl für andere zu bekommen.
:goodpost:
@all:
danke für eure antworten.
find ich schön, dass sich hier doch so viele gedanken machen.
wenn ich mich manchmal am spielplatz so umschaue, habe ich nämlich einen anderen eindruck- was manchen eltern da wichtig (bzw. gleichgültig) ist.....
lg
toneli
Ja, wenn man andere Eltern so beobachtet, dann fällt einem schon so einiges auf. Zb dass sie die Kinder wg. jeder Kleinigkeit "zusammenschimpfen", und dauernd bevormunden, oder sie ignorieren, oder nicht ernst nehmen... Das ist aber anscheinend alles ganz normal.
lupinchen76
01.05.2007, 22:09
-selbstbewusstsein, vertrauen auf die eigenen fähigkeiten und immer wieder
-mut fassen um weiterzumachen falls es einmal ausweglos erscheinen sollte
-ehrgeiz und mut, sich ihre träume zu verwirklichen
-die fähigkeit zu lieben und beziehungen einzugehen
-kritik zu ertragen und konstruktiv zu nutzen
-kritisches denken anstatt gehorsam, sich meinungen bilden und dazu zu
stehen, kein buckeln vor obrigkeiten
-respekt und toleranz den eigenheiten und bedürfnissen anderer gegenüber
-einstehen für schwächere bzw. diese niemals ihrer schwäche wegen zu
verachten
-liebe zur natur und zumindest ein bisschen damit verbundene lebensweise,
auch im sinne der nachhaltigkeit
-die fähigkeit und den willen, konflikte mit worten zu lösen und niemals mit
gewalt
...das wäre jetzt so eine ziemlich perfektionierte werteaufzählung.
wenn es mir gelänge, zumindest einen teil davon meinen kindern so weit zu vermitteln, dass sie mit diesen werten leben und sie zu den ihren machten, wäre ich schon glücklich. aber das vorleben fällt mir nicht immer gerade leicht.
lg
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?
josephine2
03.05.2007, 13:09
-selbstbewusstsein, vertrauen auf die eigenen fähigkeiten und immer wieder
-mut fassen um weiterzumachen falls es einmal ausweglos erscheinen sollte
-ehrgeiz und mut, sich ihre träume zu verwirklichen
-die fähigkeit zu lieben und beziehungen einzugehen
-kritik zu ertragen und konstruktiv zu nutzen
-kritisches denken anstatt gehorsam, sich meinungen bilden und dazu zu
stehen, kein buckeln vor obrigkeiten
-respekt und toleranz den eigenheiten und bedürfnissen anderer gegenüber
-einstehen für schwächere bzw. diese niemals ihrer schwäche wegen zu
verachten
-liebe zur natur und zumindest ein bisschen damit verbundene lebensweise,
auch im sinne der nachhaltigkeit
-die fähigkeit und den willen, konflikte mit worten zu lösen und niemals mit
gewalt
...das wäre jetzt so eine ziemlich perfektionierte werteaufzählung.
wenn es mir gelänge, zumindest einen teil davon meinen kindern so weit zu vermitteln, dass sie mit diesen werten leben und sie zu den ihren machten, wäre ich schon glücklich. aber das vorleben fällt mir nicht immer gerade leicht.
lg
:danke:
Lollipop
03.05.2007, 14:18
Gut und böse? schwierig...
Böse ist für mich alles was andere mit Absicht oder aus purer Unachtsamkeit und Egoismus verletzt oder schädigt.
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?
Ich hab ein Problem mit GUT und BÖSE als Polaritäten und möchte versuchen, meinem Kind zu vermitteln, dass es dazwischen noch ca. 3 Millionen anderer Adjektive gibt.
Mich ganz neutral zu verhalten und das Kind selbst sein Bild machen lassen, würd ich wohl nicht schaffen, ich denke, Bewertungen schwingen oft unwillkürlich mit... Aber ich hoffe trotzdem, meinem Kind ein Vorbild in Sachen Differenzierung sein zu können, d.h. ned einfach nur Dinge, Verhaltensweisen, etc. in gut und böse einteilen.
lg
paprika
nicitier
03.05.2007, 14:58
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?
Diese Eigenschaftswörter in dem SInn wie sie hier gemeint sind, kommen bei uns generell nicht vor. (ein Essen hingegen kann natürlich schon gut schmecken!)
Bin, was das Schwarz-Weiß-Denken betrifft, ganz bei Paprika...
youngmother79
03.05.2007, 15:28
ich möchte auch, das meine kinder in mir vertrauen haben, und einmal sagen: danke, mama, es war ok. mehr bräucht ich da gar nicht.
und das sie das werden können was sie werden wollen, und das ich ihnen dabei helfe, es zu schaffen. sofern es in einem möglichen rahmen ist, natürlich.
ich denk der rest mit ehrlich sein, grüssen, was weiss ich noch alles, möchte doch jede mama, aber ob wirs dann auch wenn sie älter sind so hinkriegen ist eine andere frage.
und vorbild kannst auch sein, aber die kinder kommen dann in ein alter, wo sie dann halt auch nicht grüssen oder ehrlich sind, auch wennst es ihnen hundertmal vorbetest, ich seh das bei meiner nachbarin.
ich hoffe, dann in solchen momenten, das ein paar sachen, die ich mir vornehme an meine kinder weiterzugeben, ein bischen fruchtet, und sie in ihrem späteren leben verwenden und hie und da meinen gutmeinten mutterratschlag nicht in den wind schiessen. :D
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?da muss ich mich paprika (mal wieder ;)) und nicitier anschließen: das ist mir viel zu schwarz-weiß, ich mag kein schubladen-denken.:winken:
Ich möchte gern mit meinem Kind so umgehen, daß sie die Chance auf ein erfülltes und glückliches Leben hat. Was das jetzt genau ist, was sie glücklich macht, das weiß ich nicht, das muß sie selbst herausfinden.
Zu einem glücklichen Leben gehört nach meinem Gefühl ein gesundes Mittelmaß zwischen Selbstverwirklichung (das gesunde Ego) und sozialer Nähe (der Respekt und die Einfühlsamkeit gegenüber anderen).
Sie soll auf jeden Fall die Chance auf eine gute Bildung und Ausbildung haben, damit sie später einmal auch finanziell die Möglichkeit hat, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es gerne haben möchte.
Die Wurzel für ihre "Glücksfähigkeit" sehe ich auf jeden Fall auch darin, daß ich sie als Person so respektiere und liebhabe, wie sie eben ist. Meine Anerkennung und Unterstützung muß sie sich niemals verdienen, die hat sie einfach so.
Der Rest ist eine Frage der Kommunikation und des guten Vorbildes. Kinder haben die natürliche Veranlagung, 1. nachzuahmen und 2. sich der großen Herde anzupassen. Wenn man das stillschweigend voraussetzt, braucht man eigentlich keine großartige Erziehung, das lernen die Kinder von ganz allein. Grüßen und Bitte-Danke-sagen macht mein Kind ganz hervorragend, obwohl (oder weil?) ich sie nie dazu aufgefordert habe.
lupinchen76
03.05.2007, 21:46
gut und böse...sehr schwierig. diese worte benutze ich eigentlich nie, aber ich habe schon ziemlich genaue vorstellungen davon was ich als "gut" und was ich als "böse" erachte (siehe unten). ich glaube, das sind die einzigen dinge, bei denen ich "streng" bin bzw. sein werde, denn moralisch stelle ich schon recht hohe ansprüche an mich, das was ich vermitteln möchte und in folge auch an meine kinder.
lg
Sonnensee
03.05.2007, 22:17
Oder anders gefragt,
was sind die Werte, die ihr euren Kindern vermitteln wollt?
Was sollen sie mitnehmen auf ihrem Weg?
LG
toneli
Mit dem Begriff "Erziehung" kann ich nicht soviel anfangen.
Wir versuchen für die Kinder einen Lebensraum zu schaffen, indem sie sich sicher, geborgen und respektiert fühlen können.
Was wir uns für unsere Kinder wünschen ist, dass sie an sich glauben, dass sie zu sich stehen und sich selbst mögen, genauso wie sie sind.
Ich denke, wer sich selbst mag, kann auf andere eingehen, sich in andere einfühlen. Ich wünsche mir, dass sie so gefestigt sind, dass sie sich keinem Gruppenzwang unterwerfen müssen, dass sie auch für Schwächere da sind, dass sie ihren Weg gehen und auch Hindernisse in Kauf nehmen.
Was wir ihnen mitgeben können ist in erster Linie Liebe, Vertrauen und Respekt!
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?
Und wie ist das bei Dir? Kannst Du gut und böse allgemeingültig definieren? Und wie bringst Du´s Deinen Kindern bei?
Ich muß noch eine Frage nachschieben:
Wie ist das mit GUT und BÖSE?
Vermittelt ihr das oder sollen sich die Kinder darüber ein eigenes Bild machen? Wo ist die Grenze?
Gut und Böse ist immer relativ, kommt darauf an aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Mein Sohn bezeichnet Krampusse, Monster und schlechte Menschen als böse.
Aporpos gut und böse:
Laut Maria Montessori zeigen Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, weil sie ihren Platz in der großen Ordnung erfahren wollen, ein großes Bedürfnis zwischen gut und böse, sowie richtig und falsch zu unterscheiden. Sie wollen wissen was die Gesellschaft zusammen hält, was sind die Regeln nach denen sie lebt, was in Ordnung ist und was nicht?
Etwas darüber z.B. hier (http://www.montessori.at/Artikel/a_ch_ke_das%20kind.htm)
lg L.
Copyright ©2000-2013, Parents.at Internet Service GmbH.