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auszug aus einem typischen feedback, das ich heut gekriegt hab:
"Rechts hielt mich mein Mann, links Li und ich fühlte mich gut abgeschirmt von dem recht aufgeregten Arzt, der dauernd auf mich einredete."
:D
solche typen sind echt fehl am platz und irgendwie nur mühsam. können´s die ned besser ausbilden?
Beatchen
13.01.2004, 06:32
Nun ja, Berichte von ruppigen Hebammen ('Nun stellen Sie sich mal nicht so an!') sind auch keine Seltenheit.
Matthias
13.01.2004, 20:05
Da ist noch viel zu tun.
Original geschrieben von li
auszug aus einem typischen feedback, das ich heut gekriegt hab:
"Rechts hielt mich mein Mann, links Li und ich fühlte mich gut abgeschirmt von dem recht aufgeregten Arzt, der dauernd auf mich einredete."
:D
solche typen sind echt fehl am platz und irgendwie nur mühsam. können´s die ned besser ausbilden?
:D Könnte von mir und meiner Geburt stammen der Ausspruch, nur daß Du da ja nicht mit dabei warst (leider?).
Und es waren 2 Ärzte, welche wie aufgescheuchte Hühner rumliefen.
Original geschrieben von gela
nur daß Du da ja nicht mit dabei warst (leider?).
:) lustig, ich hab mir heut früh erst gedacht, dich hätt ich gern dabei, beim gebären.
:D darf man hier so auffällig flöatn?
Original geschrieben von li
:D darf man hier so auffällig flöatn? Normal nur mit mir. Aber bei der gela drück ich ein Äugl zu.
Die aufgeregten sollen zuhause bleiben. Es gibt aber auch entspannte und vernünftige, muss man hier wieder einmal erwähnen, denen darf man nicht Unrecht tun.
An der Ausbildung sollte wirklich mehr gefeilt werden. Polizisten kriegen zB eine Kriesenmanagementausbildung, da lernen sie, wie sie brenzlige Situationen und sich selbst (!) unter Kontrolle kriegen/halten.
Na, das is ja heute mal Balsam auf meiner gschundenen Seele.:)
Ach, weil ich euch so nett hier beisammen hab, hätt nicht eine von Euch Lust, meinem Schwesterl ein bisserl weiterzuhelfen?
http://elternforum.hebammen.at/showthread.php?s=&threadid=30319
Vielleicht wisst ihr ja eine Hebamme oder was über das KH Tulln?
Vielen lieben Dank!!
's Sonscherl
PS: Ich hab vorgestern von einer schnellen (hurra) spontan- (hurra) allein- (hurra) Badewannen(hurra)geburt geträumt - war ursuperschön! Und stillen konnte ich auch (hurra)!!!! Also wenn mentales geburts-vorerleben was bringt, bin ich jetzt echt guter Hoffnung, es diesmal ohne KS zu schaffen! :D :D
Aber das nur so nebenbei, weil ich es jemandem erzählen wollt ;)
@li: ich hab' dich nicht vergessen....
die dissertation hab' ich (endlich) bei mir liegen ...muss mich nur durch die wahnsinnig lange literaturliste "plagen"
weisst eh...bezüglich der motive, warum männer gyns werden
boah, du denkst wirklich noch dran?!:eek:
bin beeindruckt!
dankeschön.:)
ich hab'gar net alle 37 seiten literaturliste durchsehen müssen....:D
hier ist es:
AMENDT, Gerhard, 1989: Die bevormundete Frau oder Die Macht der Frauenärzte, Frankfurt am Main
Schon der Titel lässt Böses erahnen :(
Matthias
16.01.2004, 21:37
Meint ihr, da hat sich in 15 Jahren nichts geändert ?
Meint ihr, Männer werden bei Ärzten nicht ähnlich oft bevormundet, ok, nicht so oft in so einem intimen Bereich ?
Meint ihr, die Frauenärztinnen, von denen es 1989 kaum welche, heute aber schon eine ganze Menge gibt, sind da wesentlich anders? Ich hab schon beides gehört.
Meint ihr, der aufgeregte Arzt aus Post 1 "bevormundet" ? Da war ja wohl eher gegeben, dass alle anderen Beteiligten einfach bessere Nerven hatten, eventuell sogar zumindest in Punkten Erfahrung & Fachwissen.
Hallo Sonschi:
Der Wald mag ja eine natürliche Umgebung zum gebären sein, aber das Wasser? Letzteren Satz bitte nicht ganz ernst nehmen ;)
Der männliche Gynäkologe und seine Patientin - wie gehen beide mit ihren erotisch-sexuellen Bedürfnissen um? - Johannes Bitzer
Ein spannungsgeladener Titel, der zur Entwicklung von Phantasien einlädt. Was geht im männlichen Gynäkologen vor, wenn er die intimen Bereiche eines weiblichen Körpers anschaut, berührt, untersucht? Wie erleben Frauen diesen körper-bezogenen Kontakt, der sonst nur in sexuellen Beziehungen stattfindet? Darüber ist schon viel spekuliert, gesagt und geschrieben worden.
Die implizierten Bilder vom männlichen Gynäkologen reichen vom verklemmten Voyeur (ich erinnere an die ganzen Schlüssellochwitze) über den narzißtisch gestörten Don Juan (das Bild des Gynäkologen am Männerstammtisch) weiter zum überlegenen Frauenkenner, der alle weiblichen Schwächen mehr oder minder heimlich genießt, bis hin zum erkalteten, abgebrühten Techniker, den nichts mehr reizen kann, weil der weibliche Körper zum sachlichen Arbeitsfeld verkommt (der Gynäkologe als "Damenschneider").
Das Bild der Frau, die zum männlichen Gynäkologen geht, variiert ebenfalls erheblich: von der vom Gynäkologen ausgebeuteten Hilflosen, über die in ihren Gynäkologen verliebte, abhängige Romantikerin weiter zur heimlich, das versteckt Erotische der Situation genießenden Raffinierten hin zur verführerisch, dominanten Hysterischen.
In allen diesen Bildern ist übrigens eine bemerkenswerte Vorstellung von Erotik und Sexualität impliziert: Lust ist eigentlich minderwertig, gespalten, unterteilt, versteckt und gewissermaßen ein Nebenprodukt der Abhängigkeit der Frauen vom mächtigen Gynäkologen, der mehr über ihren Körper weiß, als sie selbst. Es sind, mit andern Worten, unterschiedliche Formen der Abwehr von Ängsten vor sexuell-erotischen Impulsen.
Das Terrain ist also angefüllt mit Phantasien, Vorurteilen, Projektionen und einer eindeutig spürbaren Lust aller Beteiligten am Enthüllen. Man möchte das Verboten-Verborgene decouvrieren.
Ich werde diese durchaus verständliche Lust nicht befriedigen. Ich werde weder über die Häufigkeit von Erektionen bei männlichen Gynäkologen noch über deren Masturbationsgewohnheiten berichten. Auch nicht über Verführungs- und Vergewaltigungsphantasien von Patientinnen.
Nicht, weil es das nicht gibt, sondern weil eine isolierte, abgespaltene Darstellung solcher Befunde das Erotisch-Sexuelle eigentlich abwehrt, anstatt es anzunehmen und zu verstehen.
(aus einem Referat auf der Jahrestagung der DGPGG Bremen 1996)
Edith Bauer u.a. (Hrsg.) Psychosomatische Gynäkologie und Geburthilfe - Beiträge der Jahrestagung 1996, Psychosozialverlag Göttingen 1997 - S.33 ff. - da geht's weiter.
ich bezweifle gar nicht, dass die motivation der (angehenden) gynäkologinnen (hebammen, doulas,... ebenso interessant ist/sein kann.
die gebär-lust ist (für mich) jedenfalls eine, die keinen mann und auch keine frau als partnerIn braucht oder sucht.
da genüg ich mir selbst mit meiner geburt;)
vielleicht ist es das, was manche schwer verkraften?
Original geschrieben von li
ich bezweifle gar nicht, dass die motivation der (angehenden) gynäkologinnen (hebammen, doulas,... ebenso interessant ist/sein kann.
die gebär-lust ist (für mich) jedenfalls eine, die keinen mann und auch keine frau als partnerIn braucht oder sucht.
da genüg ich mir selbst mit meiner geburt;)
vielleicht ist es das, was manche schwer verkraften?
Hm - Geburt als erotisches Erlebnis ? Scheint eine Eigenart der Spezies Mensch zu sein. Ein bis unter die Decke gekachelter Kreißsaal wirkt da natürlich ernüchternd.
Aber apropos Motivation von Hebammen : warum wird in einem Hebammenforum immer nur nach der Motivation männlicher Gynäkologen/Geburtshelfer gefragt ?
Übrigens bin ich mit einer (der Besten aller) Hebamme verheiratet - wenn ich die frage: Warum ? - bekomme ich zur Anwort: eigentlich wollte ich Weltmeisterin im 100-m-Lauf werden und für's Medizinstudium war ich im Abi zu schlecht.
:)
Original geschrieben von Frank-S
Aber apropos Motivation von Hebammen : warum wird in einem Hebammenforum immer nur nach der Motivation männlicher Gynäkologen/Geburtshelfer gefragt ?
da scheinst du einiges überlesen zu haben. selektive wahrnehmung?;)
zur erotik der geburt (sag nur, das ist dir neu?): dagegen richten kacheln gar nichts aus. der ort war mir wirklich wurscht. nur meine ruh haben wollte ich; ungestört sein.
achja, im übrigen: dass die erotik bei menschen nun mal spezifisch menschlich ist, würde ich annehmen;)
dass aber gebär-lust etwas spezifisch menschliches ist, schliesse ich aus:)
ich behaupte: es ist der "normalzustand". das spezifisch menschliche ist wohl eher die "minderbewertung, abspaltung,..." etc., du weisst schon.
@ li:
Ich glaub, der Frank-S und der Matthias sind so in ihrer eigenen pathologischen Welt und eigenen Realität verhaftet, dass es schwer ist, sie da raus zu kriegen. Denen ist wahrscheinlich nicht einmal bewusst, dass mann dort, wo das Baby rauskommt, auch was reinstecken kann (egal ob Viecherl oder Mensch). Die sind einfach total fixiert auf den medizinischen Fall Geburt, die kennen die gute Version einfach nicht. Wahrscheinlich können sie auch sonst nix mit weiblichen Geschlechtsorganen anfangen.
Anton_Jelinek
17.01.2004, 03:01
Ich glaub, der Frank-S und der Matthias sind so in ihrer eigenen pathologischen Welt und eigenen Realität verhaftet, dass es schwer ist, sie da raus zu kriegen.
Und das von einer Sexualpsychopathin!
@dagmar:
ich merke vor allem, dass die beiden zu kultivierter unterhaltung in der lage sind. das finde ich schon mal sehr positiv:)
meiner meinung sein müssen sie ja nicht.
@ li:
Ja, Rechtschreibung ist ok, und vor allem beim Hiasl merkt man, dass er net ganz teppert ist. Aber beide haben ihre Erfahrungen halt zu sehr auf ein Gebiet konzentriert, und glauben jetzt, das ist die Realität.
Matthias
17.01.2004, 20:29
Original geschrieben von DagmarR
Wahrscheinlich können sie auch sonst nix mit weiblichen Geschlechtsorganen anfangen.
Daggibaby, wenn ich so ein Macho wäre, wie Du anscheinend immer denkst, und ausserdem nicht verheiratet, würde ich sagen, komm mal vorbei und wir probierens aus. Es hat sich noch keine beschwert.
Aber bist Du sicher, dass nicht alle Männer, die sagen wir mal, nicht absolut geschlechtsuntypisches Verhalten an den Tag legen, nach dem ersten Gespräch mit Dir über solche Themen schreiend flüchten ?
P.S. Der beste Film zu diesem Thema ist immer noch "Harry und Sally".
Original geschrieben von Matthias
Daggibaby, wenn ich so ein Macho wäre, wie Du anscheinend immer denkst, und ausserdem nicht verheiratet, würde ich sagen, komm mal vorbei und wir probierens aus. Es hat sich noch keine beschwert.
Schade, dass du verheiratet bist. Ich hätte das Angebot gerne angenommen.
Ich habe übrigens weder gesagt, noch gedacht, noch geschrieben, dass du ein Macho bist.
Aber bist Du sicher, dass nicht alle Männer, die sagen wir mal, nicht absolut geschlechtsuntypisches Verhalten an den Tag legen, nach dem ersten Gespräch mit Dir über solche Themen schreiend flüchten ?
(schwieriger Satz) Welcher Mann sollte mit mir über solche Themen reden, außer die, die sich berufen fühlen?
P.S. Der beste Film zu diesem Thema ist immer noch "Harry und Sally".
Verzeih, aber jetzt versteh ich gar nix mehr.
Matthias
17.01.2004, 21:10
Das wäre natürlich auch ne Möglichkeit, dass mann bestimmte Themen ausklammert.
1.) Was bitte ist ein Hiasl ?
2.)erinnern Sie mich an Kurt Tucholsky, genauer gesagt an "Schloß Gripsholm" S. 126
1. Der Hiasl ist der Matthias. Wir sind schon so intim, dass wir einander liebevoll Daggibaby und Hiasl nennen.
2. Geh, lies mir das bitte vor!
Original geschrieben von DagmarR
1. Der Hiasl ist der Matthias. Wir sind schon so intim, dass wir einander liebevoll Daggibaby und Hiasl nennen.
Aha - ich fürchtete schon, daß es so etwas wäre wie Kaiserschmarrn oder Lungenbraten ist, wo kein Mensch außerhalb der Alpenschüssel auf die Idee kommt, daß man das auch essen könnte.
Original geschrieben von DagmarR
2. Geh, lies mir das bitte vor! .
Nö - selber lesen macht klug. "Schloß Gripsholm" sollte man schon mal gelesen haben - allerdings nicht nur Kapitel 5. Garantiert Frauenarztfrei !
Aber dafür gibt's ein Erich-Kästner (geb. 1899 in Dresden, Hausgeburt) -Zitat gratis:
Was auch geschieht,
was auch immer geschieht,
nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.
Original geschrieben von Frank-S
Aha - ich fürchtete schon, daß es so etwas wäre wie Kaiserschmarrn oder Lungenbraten ist, wo kein Mensch außerhalb der Alpenschüssel auf die Idee kommt, daß man das auch essen könnte.
Ich sag nur... Saumagen.
Nö - selber lesen macht klug. "Schloß Gripsholm" sollte man schon mal gelesen haben - allerdings nicht nur Kapitel 5. Garantiert Frauenarztfrei !
...
Ich biete 34 Kapitel Literatur (http://www.literature.org/authors/bronte-emily/wuthering-heights/) gegen eine einzige Seite Tucholsky.
Aber dafür gibt's ein Erich-Kästner (geb. 1899 in Dresden, Hausgeburt) -Zitat gratis:
Was auch geschieht,
was auch immer geschieht,
nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.
Der Jesus, ein Haberer von mir, ist übrigens eine Alleingeburt - wenn man den Josef, den Esel und den Ox wegrechnet.
@dagmar, hast jetzt leicht den odent glesn?;)
Bestellt, weil die avalon xagt hat, das Buch is leiwand. Ischon unterwegs, Montag rechne ich damit. Folglich noch nicht zum Lesen kommen.
Original geschrieben von Matthias
Meint ihr, da hat sich in 15 Jahren nichts geändert ?
glaub ich nicht wirklich...und ich wundere mich, dass die motive für männer gyns zu werden noch immer nicht bekannt sind, obwohl es ja schon seit längeren literatur darüber gibt....
ich erlebe gerade zwei fürchterliche scheidungen in meinem bekanntenkreis mit :(
in beiden fällen: ärzteehemänner misshandelten ihre ehefrauen krankenhausreif und das im beisein der eigenen kinder :mad:
im kh wird das vorgefallene dann unter den tisch gekehrt, da man einen kollegen ja nicht belasten möchte...könte ja der eigenen karriere schaden :(
Anton_Jelinek
18.01.2004, 18:08
Ärzte sind nun mal Folterknechte.
Das wollten Sie doch sagen.
nicht alle, aber wenn ich meinen nachbarn - der auch einer ist - nocheinmal erwische, dass er meinen kater tritt bekommt er eine anzeige :mad:
Anton_Jelinek
18.01.2004, 18:11
Ach immerhin: nicht alle!
Dann gibts ja Hoffnung.
Original geschrieben von Matthias
Meint ihr, da hat sich in 15 Jahren nichts geändert ?Aja, da fällt mir auch noch was ein:
Ja, es hat sich einiges geändert. Die Kaiserschnittrate ist in die Höhe geschossen und Gynäkologen lernen in ihrer Ausbildung nicht mehr, Beckenendlagen zu entbinden.
Original geschrieben von Anton_Jelinek
Ach immerhin: nicht alle!
Dann gibts ja Hoffnung.
naja, der mit dem kater ist no net verheiratet...wer weiss was aus dem no wird....
Original geschrieben von DagmarR
Montag rechne ich damit.Schon da!
Er ist zwar ganz leiwand, aber in einigen wenigen Punkten stimme ich nicht mit ihm überein. Elektronische Geräte und helle gekachelte Räume finde ich nicht schlimm. Mit den Geräten würde ich mich sicher spielen, und das Gekachelte erinnert mich an einen Nassraum mit Abfluss, also eher erleichternd zum alles-loslassen-können. Und hell darf es bei mir durchaus sein. So kannst du ja viel besser überblicken, ob wo ein Feind lauert.
Was MIR wichtig ist, ist eine Garantie, dass niemand reinkommt, das habe ich beim Odent nicht so klar formuliert gefunden.
Aber ansonsten hat er zweifellos kapiert, was eine Geburt ist.
@ Dagmar:
Schon mal daran gedacht, dass die KS-Raten auch deshalb steigen könnten, weil es einige Frauen WOLLEN, ohne dass dies medizinisch immer begründet sein muss?
Und dass so mancher KS deshalb gemacht wird, weil man auf der sicheren Seite für Mutter und Kind bleiben möchte?
Aber in Ihrer Gedankenwelt sind ja Frauen, die einen KS hatten, weil es so sein mußte oder auch nur, weil sie so wollten, Mütter 2. Klasse. Sie merken anscheinend gar nicht, wie frauenfeindlich Ihre speziellen Einstellungen sind.
Aber ich vergaß: die bösen Ärzte sind ja IMMER schuld... Die schneiden ja so gerne und immer grundlos. Weil sie Spaß daran haben, Menschen grundlos zu verletzen. Sie haben schon eine eigenartige Vorstellung von Ärzten.
So kannst du ja viel besser überblicken, ob wo ein Feind lauert. :D :D
Was MIR wichtig ist, ist eine Garantie, dass niemand reinkommt
Ich habe die Geburt meines Kindes noch vor mir bin zur Zeit in der 37 SSW. Aber wenn mir wer garantieren könnte das niemand rein kommt wärend ich so entblößt bin wäre mir auch viel leichter.
Ich war während meiner SS 3x stationär im KH.
2x bei einer vaginalen Untersuchung (US) ist noch ein anderer Artzt reingekommen und am liebsten hätt ich mich verkrochen.
Denn die Tür kann ja ruhig auch noch 3 Meter weit offen stehen.
Und beim zweiten mal auch Beine gespreitzt holte er noch einen Artzt dazu um im am Ultraschall zu zeigen dass mein Gebärmutterhals verkrümmt ist.
Echt toll als würd ich mich nicht schon schämen genug wenn einer da hinglozt.:( :mad:
Ich hab mich voll ausgeliefert gefühlt und mich total geschämt.:eek:
Original geschrieben von Nerris
:
Schon mal daran gedacht, dass die KS-Raten auch deshalb steigen könnten, weil es einige Frauen WOLLEN, ohne dass dies medizinisch immer begründet sein muss?
-Die Frauen wollen es, weil ihnen irgendjemand eingeredet hat, daß normale Geburt gefährlich ist und weh tut. Die haben einfach wahnsinnige Angst vorm gebären.
Und dass so mancher KS deshalb gemacht wird, weil man auf der sicheren Seite für Mutter und Kind bleiben möchte?
-Die meisten KS werden gemacht, weil die Ärzte auf ihrer eigenen sicheren Seite bleiben wollen. Sie haben nämlich auch Angst vor der normalen Geburt.
Ein Herr Prof. Rockenschaub hat diese Theorie bewiesen, als er damals in der Semmelweisklinik die Sectiorate auf unter 5% gesenkt hat. Es gab nicht mehr tote oder behinderte Kinder dadurch und es wurde auch nicht selektiert, daß nur völlig "risikolose" Schwangere dort gebären durften.
Das sollte einem schon zu denken geben!
Aber ich vergaß: die bösen Ärzte sind ja IMMER schuld... Die schneiden ja so gerne und immer grundlos. Weil sie Spaß daran haben, Menschen grundlos zu verletzen. Sie haben schon eine eigenartige Vorstellung von Ärzten.
-Es ist leider nicht nur eine Vorstellung, sondern erfahrene Realität!
@ Hufi:
Das mit der offenen Tür war sicher unpassend.
Aber eine zweite Meinung zu holen, ist in Ihrem Interesse. Sollte die Hinzuziehung nur zur Demonstration für den zweiten Arzt gedient haben, hätten Sie vorher gefragt werden sollen. Ich gebe zu, da hat nicht jeder das passende Taktgefühl. Auf der anderen Seite hätten Sie sich vielleicht nicht still "schämen" sollen, sondern sich dagegen verwehren. Hätte mehr gebaracht, oder?
Sie sollten auch mal überlegen, wofür oder warum Sie sich da "schämen". Sie sollten auch bedenken, dass dies in der genannten Situation nicht mehr und kein anderes Interesse erregt, als eine Brandwunde auf dem Unterarm. Schamgefühl vor einem Arzt ist kontraproduktiv; man sollte sich dem nicht so hingeben.
Schon mal daran gedacht, dass die KS-Raten auch deshalb steigen könnten, weil es einige Frauen WOLLEN, ohne dass dies medizinisch immer begründet sein muss?
-Die Frauen wollen es, weil ihnen irgendjemand eingeredet hat, daß normale Geburt gefährlich ist und weh tut. Die haben einfach wahnsinnige Angst vorm gebären.
Auch eine VORHER als wahrscheinlich normal ablaufende Geburt eingeschätzte kann gefährlich werden (und das sehr schnell). Hinsichtlich des Schmerzes: seien Sie nicht albern. Nicht umsonst leitet sich das Wort Kreissaal von "kreischen" ab. Eine Geburt als eine schmerzfreie Sache darzustellen, ist wohl die Untertreibung des noch frischen Jahrhunderts. Sie träumen ja wohl...
Und dass so mancher KS deshalb gemacht wird, weil man auf der sicheren Seite für Mutter und Kind bleiben möchte?
-Die meisten KS werden gemacht, weil die Ärzte auf ihrer eigenen sicheren Seite bleiben wollen. Sie haben nämlich auch Angst vor der normalen Geburt.
Ein Herr Prof. Rockenschaub hat diese Theorie bewiesen, als er damals in der Semmelweisklinik die Sectiorate auf unter 5% gesenkt hat. Es gab nicht mehr tote oder behinderte Kinder dadurch und es wurde auch nicht selektiert, daß nur völlig "risikolose" Schwangere dort gebären durften.
Das sollte einem schon zu denken geben!
Das sollte man mal mit Daten aus anderen Häusern vergleichen. Im Übrigen sollten Sie mal darüber nachdenken, ob die sichere Seite für die Ärzte nicht auch die SICHERE SEITE FÜR MUTTER UND KIND BEDEUTET. Sie unterstellen den Ärzten davon abweichende Motive, das ist unhaltbar.
Aber ich vergaß: die bösen Ärzte sind ja IMMER schuld... Die schneiden ja so gerne und immer grundlos. Weil sie Spaß daran haben, Menschen grundlos zu verletzen. Sie haben schon eine eigenartige Vorstellung von Ärzten.
-Es ist leider nicht nur eine Vorstellung, sondern erfahrene Realität!
Sie unterliegen massiven Fehldeutungen. Sie sollten Ihren Phantasien keine Allgemeingültigkeit einräumen. Suchen Sie sich passendere Objekte für Ihre frei flottierenden Ängste. Hier sind sie unangebracht.
Original geschrieben von Nerris
Nicht umsonst leitet sich das Wort Kreissaal von "kreischen" ab. Eine Geburt als eine schmerzfreie Sache darzustellen, ist wohl die Untertreibung des noch frischen Jahrhunderts. Sie träumen ja wohl...
ja, nicht umsonst! im kreissaal zu kreischen ist meistens durchaus begründet.
meine wohnung hingegen hat kein kreischzimmer. da hab ich einfach geboren. höchst lustvoll.:)
aber du weisst es natürlich besser.;)
Auch eine VORHER als wahrscheinlich normal ablaufende Geburt eingeschätzte kann gefährlich werden (und das sehr schnell).
-Wenn eine Geburt sehr "schnell" gefährlich wird, dann ist das ein Zeichen dafür, daß Warnsignale übersehen und/oder ignoriert wurden.
Hinsichtlich des Schmerzes: seien Sie nicht albern. Nicht umsonst leitet sich das Wort Kreissaal von "kreischen" ab.
-In einem Kreischsaal ist es auch nur zu natürlich, daß Geburt weh tut im Sinne von "sinnlosem" Schmerz. Der Begriff wurde außerdem zu einer Zeit geprägt, als noch ALLE Frauen ausschließlich in Rückenlage gelegt wurden und sich nicht rühren durften.
Außerdem ein, mit großer Wahrscheinlichkeit von Männern geprägter Begriff, die nicht nachvollziehen konnten, um was es eigentlich ging.
Frauen, welche NORMAL und ungestört gebären dürfen, kreischen nicht - das wäre ein Zeichen dafür, daß irgendetwas nicht stimmt.
Die hören sich eher nach "Arbeitsschmerz" an. Bzw. so, als wären sie gerade mit ihrem Mann im Bett zugange. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Ich weiß, wovon ich rede. Ich hab 5 Jahre Klinikgeburten miterlebt und 6 Jahre außerklinische Geburten.
Eine Geburt als eine schmerzfreie Sache darzustellen, ist wohl die Untertreibung des noch frischen Jahrhunderts. Sie träumen ja wohl...
-Ich träume nicht, ich erlebe es.
Das sollte man mal mit Daten aus anderen Häusern vergleichen. Im Übrigen sollten Sie mal darüber nachdenken, ob die sichere Seite für die Ärzte nicht auch die SICHERE SEITE FÜR MUTTER UND KIND BEDEUTET.
-Wenn dem tatsächlich so wäre, dann gäbe es weniger Kaiserschnitte.
Lese: A. Rockenschaub "Gebären ohne Aberglaube" ISBN 3-920482-05-0
Die einzigen Phantasien, welche mir wirklich Angst machen, sind die, daß unsere Kultur sich so weiterentwickelt, daß irgendwann keine Frau sich mehr eine normale Geburt zutraut, sondern sich lieber gleich aufschneiden lässt.
Original geschrieben von gela
so, als wären sie gerade mit ihrem Mann im Bett zugange.
mindestens!;):herz:
für mich war´s noch um einiges gewaltiger.
@nerris: geburt ist sex (hast du vielleicht schon mal gehört).
sex tut dann weh, wenn frau ihn nicht will.
nur sehr wenige frauen geniessen sex vor fremden leuten, die das spannen mit dem "betrachten einer brandwunde" vergleichen. die wahl dieses vergleiches lässt auf dein verständnis von geburt schliessen: ist abnormal, verletzt, tut weh, muss verarztet werden.
geburt ist normal wie scheissen und vögeln und macht spass!
Adsharta
20.01.2004, 14:14
bei mir ging die Geburt von Miriam so schnell und ich hatte nur eine total liebe Hebamme dabei. Die hatten dort innerhalb von 20 Minuten, nachdem vorher gar nix los war, plötzlich 3 Geburten. 10 Min vor der Geburt kam eine total aufgescheuchte Turnusärztin, wollte mir eine Leitung legen, hat es aber nicht geschaft (außer mir einen Blauen zu verpassen, der noch tagelang zu sehen war) und ist auf Nimmerwiedersehen davon gestürmt. :)
Dadurch daß es Miriam plötzlich so eilig hatte, haben wir es auch nicht mehr in den Kreissaal geschafft, sondern ich durfte im Vorbereitungszimmer (war super-gemütlich und total unsteril) entbinden. :)
lg Adsharta
Sie sollten auch mal überlegen, wofür oder warum Sie sich da "schämen". Sie sollten auch bedenken, dass dies in der genannten Situation nicht mehr und kein anderes Interesse erregt, als eine Brandwunde auf dem Unterarm.
Naja das seh ich aber anders ich seh da schon einen Unterschied!
Denn ich hätte keine Hämmungen meine Brandwunde am Unterarm jeden zu zeigen.
Hingegen diesen Intimen Bereich schon.
Die meisten Frauen sind halt sensibler und empfindlicher als Männer.
Aber ich hab nun schon von 2 Fällen gehört, Männer die Hodenkrebs hatten, einer davon war sogar erst um die 20.
Sie sagten er hat sich geschämt und ist nicht zum Artzt oder besser gesagt viel zu spät zum Artzt.
Wäre er früher gegangen hätte er Chancen gehabt.
Klar gibt es Menschen die auch bei anderen Krankheiten nicht zum Artzt gehen auch wenn´s kein Intimbereich ist aber in diesen Fällen liegt es daran dass man glaubt "Ach das wird ehh von selber wieder gut"
Ich gehe seit der SS lieber einmal mehr zum Artzt und schäme mich als einmal zu wenig und mich villeicht ein Leben lang fragen zu müssen was wäre gewesen wenn, aber das hab ich ehh schon so ähnlich gepostet.
Anscheinend rede ich malayisch...
Ich sprach nicht von IHRER Einstellung dazu, sondern von der Einstellung, die Ärzte dem entgegenbringen, weil hier ja schon die abstrusesten Einlassungen zu deren Motvationslage zu lesen waren. Auch Ausdrücke wie "spannen" weißt auf eine ziemlich kranke Phantasie, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Schämen Sie sich konsequenterweise dann auch vor einer lesbischen Hebamme? Sie verwechseln ganz schlicht persönliches mit professionellem Interesse und das nur, weil die Beteiligten eher Männer sind. Ist das bei einer Gynäkologin auch so unangenehm? Nun ja...
Im Übrigen sagte ich auch, dass ich einen gewissen Vorbehalt ja verstehen kann, nur nicht, dass dieser über allem steht.
Vielleicht lesen Sie zu den Schmerzen bei einer Hausgeburt (und das war ja auch noch eine, die "gut" ging, d.h. nichts größer gerissen ist) auch noch mal eine der neueren Geburtsberichte, da steht nämlich auch und sogar hier, dass die Schmerzen sehr, sehr schlimm waren (und wie gesagt: nix gerissen, bei Rissen ist sehr, sehr schlimm steigerungsfähig!).
Sie verbreiten hier eine zweifelhafte Ideologie: Hier böse Männer/Ärzte, die ja den Frauen in ihrer gloriosen Selbstbestimmtheit nur ans Leder/die Wäsche wollen und dort die weisen Frauen, gut, stark selbstbestimmt (und völlig desinformiert und desinformierend, mindestens).
Vielleicht nehmen Sie mal zur Kenntnis, dass sich der Ausgang einer Geburt nicht an die Regeln Ihrer Ideologie hält. Für die Kinder der werdenden Mütter hier wäre es sinnvoll, dass diese Mütter das begreifen.
Original geschrieben von li
welches buch ist es?
Geburt und Stillen. Und wie ich die Bestellung abschicken wollte, hat der amazon zu mir gesagt, die Leute, die dieses Buch bestellt haben, haben auch "Die Wurzeln der Liebe" bestellt. Na, hab ich's auch bestellt. Aber reingeschaut hab ich in letzteres noch nicht.
Original geschrieben von Nerris
@ Dagmar:
Schon mal daran gedacht, dass die KS-Raten auch deshalb steigen könnten, weil es einige Frauen WOLLEN, ohne dass dies medizinisch immer begründet sein muss?
Wenn eine Frau einen Kaiserschnitt WÜNSCHT, dann hat sie eine unberechtigte und krankhaft große Angst vor der Geburt. Viele Frauen glauben nämlich, dass eine Geburt weh tut, aber das ist falsch. Solche Frauen gehören aufgeklärt, nicht in ihr Verderben rennen gelassen.
Und dass so mancher KS deshalb gemacht wird, weil man auf der sicheren Seite für Mutter und Kind bleiben möchte?
Das glaubst ja wohl selber nicht!
Aber in Ihrer Gedankenwelt sind ja Frauen, die einen KS hatten, weil es so sein mußte oder auch nur, weil sie so wollten, Mütter 2. Klasse. Sie merken anscheinend gar nicht, wie frauenfeindlich Ihre speziellen Einstellungen sind.
Solche Diskussionen hatten wir schon genug. Ich denke, es gibt nichts frauenfeindlicheres als in eine hinein zu schneiden, auch wenn der Wunsch von ihr selbst ausgeht.
Aber ich vergaß: die bösen Ärzte sind ja IMMER schuld...
Aus meiner Sicht sind es die Frauen, die sich in solche Situationen bringen.
Da waren andere wieder schneller...
Original geschrieben von Nerris
Auch eine VORHER als wahrscheinlich normal ablaufende Geburt eingeschätzte kann gefährlich werden (und das sehr schnell). Hinsichtlich des Schmerzes: seien Sie nicht albern. Nicht umsonst leitet sich das Wort Kreissaal von "kreischen" ab. Eine Geburt als eine schmerzfreie Sache darzustellen, ist wohl die Untertreibung des noch frischen Jahrhunderts. Sie träumen ja wohl...
Das haben wir ja schon mehrmals erläutert, wo und warum bei Schwangerschaften, die eine absolut komplikationsfreie Geburt versprechen, trotzdem was schiefgeht. Und auch warum eine Geburt in unserer heutigen Gebärkultur weh tut. Von Natur aus tut sie aber nicht weh. Sie tut ganz einfach nicht weh. Meine ältere Tochter hat überhaupt nicht gemerkt, dass ich am Gebären war, bis das Baby heraußen war.
Das sollte man mal mit Daten aus anderen Häusern vergleichen. Im Übrigen sollten Sie mal darüber nachdenken, ob die sichere Seite für die Ärzte nicht auch die SICHERE SEITE FÜR MUTTER UND KIND BEDEUTET. Sie unterstellen den Ärzten davon abweichende Motive, das ist unhaltbar.
Eine tiefe Schnittwunde mit durchtrennten Nerven, Blutgefäßen, Muskeln ist für dich also "sicher". Das ist eine schwere Körperverletzung.
Sie unterliegen massiven Fehldeutungen. Sie sollten Ihren Phantasien keine Allgemeingültigkeit einräumen. Suchen Sie sich passendere Objekte für Ihre frei flottierenden Ängste. Hier sind sie unangebracht.
Ich glaube, es wird Zeit für dich zu begreifen, dass deine Welt nicht die Realität ist. Es gibt eine andere, eine schmerzfreie ohne Komplikationen. Wenn du dir eine aussuchen könntest, welche würdest du nehmen?
Original geschrieben von Nerris
Sie verbreiten hier eine zweifelhafte Ideologie: Hier böse Männer/Ärzte, die ja den Frauen in ihrer gloriosen Selbstbestimmtheit nur ans Leder/die Wäsche wollen und dort die weisen Frauen, gut, stark selbstbestimmt (und völlig desinformiert und desinformierend, mindestens).
Hä??? Das hab ich hier noch gar nicht gelesen.
Aber wenn wir grad im Gespräch sind: WARUM gibt es Menschen, die eine gebärende Frau angreifen und anschauen wollen, obwohl das stört und auch nachgewiesener Maßen schädlich ist?
Vielleicht nehmen Sie mal zur Kenntnis, dass sich der Ausgang einer Geburt nicht an die Regeln Ihrer Ideologie hält. Für die Kinder der werdenden Mütter hier wäre es sinnvoll, dass diese Mütter das begreifen.
Interessanter Weise hält sich der Ausgang einer Geburt sehr wohl an das, was du "Ideologie" nennst. Das musst du doch am besten wissen.
@Dago:
Verrat mir mal, wie Du das machst, daß der zitierte Text fett ist und der eigene, dazugeschriebene, normal bleibt.
Ich kapier das nicht.
Also - momentan geht's hier ja zu wie auf'm Blockberg in der Walpurgisnacht.
Deshalb mal was zur KS-Rate: Erstens wird heutzutage fast jedes Frühchen unter 1500 g per KS geholt. Ist schonender für's Köpfchen. Zwotens denken sich die Ärzte die Risiken nicht aus sondern, unterliegen zudem noch dem Druck ihrer Umwelt, welche meint, Risiken existieren nicht und den Advokaten in die Spur schicken, wenn "Zwergileinchen" nicht ganz nach Erwartung ausfällt.
Als ganz junger Medizinstudent vor etwa 27 Jahren, nach dem 2. Semster, absolvierte ich mein erstes Pflegepraktikum auf einer Kinderstation, wo Kinder mit Hirnschäden betreut wurden - von 1 bis 14 Jahren. Ab und zu habe ich in den Krankenblättern gelesen und wunderte mich, daß dabei das Wort "BEL" sehr häufig unter der Rubrik "Geburtsmodus" vorkam.
Hat keinen statistischen Wert - aber später lernte ich, daß die "BEL" für das Kind (für die Mutter weniger) eine verdammt gefährliche Sache werden kann.
Übrigens - warum schreibt ihr hier immer von "Zwergen" ? Zwerge sind keine Kinder - sondern Erwachsene, meist mit Vollbart !
Zur naturbelassenen Geburt würde mich mal interessieren, wie hoch dabei die Verlustquote bei Mutter und Kind ausfällt. Mal ganz im Ernst. M.W. soll sie so bei 10 % oder mehr liegen.
Die das betrifft posten naturellement nicht in Foren mit Geburtberichten.
Die perinatale Mortalität bei einer unserer Katzen lag einmal bei 0 % einmal bei 20 %. War allerdings keine reine selbstbestimmte Geburt. Das Luder kam nachts halb eins ins Bett ihrer Untermieter gesprungen ( beide zufällig im gyn.-geb. Sektor tätig) und gebar 5 Kätzchen (1 war tot) aufs eheliche Linnen. Bei den letzten beiden hat die Miez ganz schön gejammert und machte keinen sehr lustbetonten Eindruck. Nicht ganz ernst gemeint ( ! ) - aber mich hat schon beschäftigt, wie das liebe selbstbestimmte Tierchen nach Geborgenheit gesucht hat.
Zurück zum KS: ich war zwölf Jahre überwiegend im Kreißsaal tätig und habe u.a. auch nicht wenige Beckenendlagen entwickelt - ob ich das heute noch so entspannt angehen könnte ? ... lange Rede kurzer Sinn - den Kliniken sitzt bei jeder Geburt auch die Haftpflichtklage im Nacken und die wird im Allgemeinen nicht von bösen Ärzten geführt. Den Hebammen aber zunehmend auch.
http://www.taz.de/pt/2003/10/28/a0096.nf/text (http://)
"In den vergangenen zwei Jahren hat es sechs Schadensfälle gegeben, deren Kosten sich bislang zu 800.000 Euro summiert haben", erklärt DEVK-Sprecherin Stephanie Embach die Vertragskündigung. Zwei der Fälle, in denen es bei der Geburt zu hirnorganischen Schäden gekommen sei, könnten noch die maximale Deckungssumme von 2,5 Millionen Euro erreichen. Es seien in jüngerer Zeit zwar nicht die Fallzahlen angewachsen, wohl aber die Summen, die dann geltend gemacht würden.
90 Prozent der Geburten in Geburtshäusern verlaufen komplikationslos. Die meisten Frauen sind zufrieden, ambulant entbunden zu haben. Etwa jede zehnte Frau muss allerdings spontan in eine Klinik umziehen, weil ärztliche oder technische Hilfe benötigt wird. Die Risikofälle finden also dort statt - darum kommt es in den Geburtshäusern selbst nur selten zu Schwierigkeiten.
"In 15 Jahren ist so gut wie nichts passiert", sagt die BFHD-Hebamme Jutta Ott-Gmelch. Jetzt führe eine unglückliche Häufung von zwei oder drei Fällen in wenigen Wochen dazu, dass die ganze außerklinische Geburtshilfe gefährdet sei. Der BFHD verlangt deshalb in einem Brief an Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD), die Absicherung der außerklinischen Geburtshilfe staatlich zu regeln. Die Versicherer sollten beispielsweise in einen Pool gezwungen werden, aus dem sie das Risiko gemeinsam bedienen.
"In 15 Jahren ist so gut wie nichts passiert", sagt die BFHD-Hebamme Jutta Ott-Gmelch. Jetzt führe eine unglückliche Häufung von zwei oder drei Fällen in wenigen Wochen dazu, dass die ganze außerklinische Geburtshilfe gefährdet sei. Der BFHD verlangt deshalb in einem Brief an Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD), die Absicherung der außerklinischen Geburtshilfe staatlich zu regeln. Die Versicherer sollten beispielsweise in einen Pool gezwungen werden, aus dem sie das Risiko gemeinsam bedienen
Dieser Ruf nach Vater Staat wird inzwischen auch im Land der Unbegrenzten Möglichkeit laut - da gibt es inzwischen nämlich Regionen, wo sich keiner mehr traut, Geburtshilfe zu betreiben, weil die Versicherungsprämien unerschwinglich geworden sind.
Das ist doch die Chance für DagmarR - allerdings sind die Amis ja ein bissel verklemmt.
Ich hätte den Text auch unter "Hausgeburt" plazieren könne, wo gela Horrorberichte über Klinikgeburten vermeldet. Daß jede Schwangere an der Kreißsaaltür mit der Flexüle begrüßt wird - ist Quatsch. Ebenso ist die Behauptung, daß in der Klinik die Frauen in Rückenlage gezwungen werden falsch - die werden nämlich gefesselt und geknebelt - Ätsch. Natürlich wird in den Kliniken auch Mist gebaut - um es mal ganz trivial auszudrücken . Bei ca. 750 000 Geburten in Deutschland und einer "Mistquote" von - na sagen wir mal - 0,1 % bedeutet das 750 Fälle , die Anwälten und Boulevard-Redakteuren zu Lohn und Brot verhelfen. Macht pro Woche zwei - damit läßt sich schon mal prima die Auflage steigern, diverse TV.magazine wollen ja auch was ab haben. Bei ca. 10 000 Hausgeburten bedeuten 0,1 % eine verdammt magere Ausbeute. Zumal unklar ist, wieviel Betroffene nach einem mißglückten Hausgeburterlebnis in "Geburtserlebnisforen" schreiben oder zum Anwalt bzw. Redakteur laufen. Eigentlich müßten lt. Angaben des BFHD (Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands) unter den Hausgeburtberichten 10% Nieten sein (s.o.). Nun habe ich das Geburtsberichtsforum nur überflogen - und keinen Hinweis auf eine abgebrochene Hausgeburt gefunden. Also gibt es sie nicht ? Aber der Hebammenbund schreibt doch selbst 10% (???) - ah ja - die Kollaborateure - alles klar, nur Panikmache.
Also bitte mal Karten auf den Tisch - die emotionale (Gefühl, Erotik) Seite ist die eine - die Risiken, die bei jeder Schwangerschaft und Geburt rein physiologisch oder pathophysiologisch auftreten KÖNNENTEN (Konjunktiv) eine ganz andere Geschichte.
Was man unter www. quag.de an Statistiken pro Hausgeburt geliefert bekommt, ist sehr mager.
Original geschrieben von gela
@Dago:
Verrat mir mal, wie Du das machst, daß der zitierte Text fett ist und der eigene, dazugeschriebene, normal bleibt.
Ich kapier das nicht.
Ganz einfach - Sie müssen das "[/B]" hinter den fetten Text ausschneiden und einfügen, wenn er am Ende des ganzen Zitates stehen bleibt - wird alles fett.
Apropos "Fett" - die Häufigkeit von Übergewicht bei Jugendlichen nimmt zu, Kinderärzte berichten, daß bereit auch bei Adulten Diabetes Typ II gehäuft diagnostiziert wird. Womit auch der Prozentsatz von Risikoschwangerschaften, Gestosen usw. einen Schub erfahren dürfte.
Man kann sich dieser Machenschaft der bösen Ärzte ganz einfach entziehen : bei Mäcksowieso nur das Grünzeug essen - den Rest wegschmeissen - schmeckt sowieso nicht.
Original geschrieben von DagmarR
Na, hab ich's auch bestellt. Aber reingeschaut hab ich in letzteres noch nicht.
ich hab nämlich dieses gmeint.
Original geschrieben von Frank-S
die emotionale (Gefühl, Erotik) Seite ist die eine - die Risiken, die bei jeder Schwangerschaft und Geburt rein physiologisch oder pathophysiologisch auftreten KÖNNENTEN (Konjunktiv) eine ganz andere Geschichte.
wie oft noch? "emotion" ist von der physiologie weder getrennt noch zu trennen.
Original geschrieben von Frank-S
Zur naturbelassenen Geburt würde mich mal interessieren, wie hoch dabei die Verlustquote bei Mutter und Kind ausfällt. Mal ganz im Ernst. M.W. soll sie so bei 10 % oder mehr liegen.
Die das betrifft posten naturellement nicht in Foren mit Geburtberichten.
Du meinst also, dass in einem Forum mit angekündigten Alleingeburten 10% der Mütter sterben? Das ist ein ziemlicher Blödsinn. Das würde außerdem auffallen. Man darf nicht von lebensbedrohenden Situationen bei Krankenhausgeburten auf die Realität schließen. 156 Frauen und alle dazu gehörigen Kinder haben in einem amerikanischen Alleingeburtsforum überlebt, eines musste mit Kaiserschnitt geholt werden, weil die Mutter nicht andücken wollte. Und das war's auch schon. Es waren da auch Frauen dabei, die sogar in der Schwangerchaft jede medizinische Hilfe ablehnten, oder es sich nicht leisten konnten.
Ich habe diese 10% schon von anderen Seiten gehört, allesamt massive Krankenhausgeburtsbefürworter. Aber das ist absolut illusorisch, nix weiter als eine Wunschvorstellung. Früher war das vielleicht so, oder in anderen Ländern ist das immer noch so ("früher" und "Afrika" werden auch sehr gerne genommen, um die Gefährlichkeit unbetreuter Geburten zu beweisen), wo es zB kein sauberes Wasser oder zu wenig zum Essen gab. Aber heute überlebt jede Frau und jedes Kind die Geburt.
Original geschrieben von Frank-S
Also bitte mal Karten auf den Tisch - die emotionale (Gefühl, Erotik) Seite ist die eine - die Risiken, die bei jeder Schwangerschaft und Geburt rein physiologisch oder pathophysiologisch auftreten KÖNNENTEN (Konjunktiv) eine ganz andere Geschichte.
Einem von euch Behrli-gerufenen hab ich's eh schon xagt: Wir müssen nicht darüber nachdenken, was passieren KÖNNTE, sondern wir sollten schauen, was TATSÄCHLICH passiert.
Original geschrieben von li
wie oft noch? "emotion" ist von der physiologie weder getrennt noch zu trennen.
in situ - JA (volle Zustimmung)
in praxi - NEIN .
Zwei Seelen wohnen - ACH - in meiner Brust. (Das ACH hat der Herr Goethe nicht umsonst eingefügt, allerdings nicht in Kapitalen, das war ICH !!).
Schöner Konflikt - ni woar ? Das Leben besteht aus Konfliklösungen.
:D
1. ich mag deinen stil. ich hoffe, das schadet deiner reputation nicht allzu sehr.
2. ich kann diesen konflikt zum teil nachvollziehen.
wäre interessant, ein beispiel zur illustration von dir zu hören.
Original geschrieben von li
@nerris: geburt ist sex (hast du vielleicht schon mal gehört).
geburt ist normal wie scheissen und vögeln und macht spass!
Ja, zweifellos - aber entscheident ist doch was hinten (sagte mal ein deutscher, dicker Buuunndeskanzlr) raus kommt - oder vorn (sage ich).
Was - übrigens - ist normal ???
Aber wir wollen doch nicht ein Zwergl mit einem Haufen Kacke vergleichen. Nö - Neugeborene Zwergl riechen viiieeel besser.
Original geschrieben von li
:D
1. ich mag deinen stil. ich hoffe, das schadet deiner reputation nicht allzu sehr.
Was für ein Reputation ?
Original geschrieben von Frank-S
Was für ein Reputation ?
als seriöser:D
Schämen Sie sich konsequenterweise dann auch vor einer lesbischen Hebamme?
Ich habe nie behauptet dass ich mich nur bei Ärtzten schäme.
Mir ist es einfach unangehem, ob es jetzt Männer oder Frauen sind (das hat nix mit lesbisch zu tun)
Würde ich mich ja bei einem schwulen Mann auch nicht wohler fühlen. Das wäre der selbe Vergleich.
ICh bin halt so.
Dennoch geh ich ins KH entbinden da muß ich halt durch.
Original geschrieben von li
:D
2. ich kann diesen konflikt zum teil nachvollziehen.
wäre interessant, ein beispiel zur illustration von dir zu hören.
Schwierig, schwierig - je länger ich da über vergangene Fälle nachdenke, umso mehr bemerke ich, daß da noch ein Widerspruch im Widerspruch lauert.
Erst mal theoretisch: Ein Aspekt ist die Kommunikation an sich - wenn wir kommunizieren, tun wir das auf zwei Ebenen: Objektebene und Beziehungsebene. Ersteres läßt sich in Gramm und Zentimeter ausdrücken, zweiteres hat etwas mit Wertzuweisungen, Wichtigkeiten, persönlichen Bedeutungen zu tun und ist somit nahe den Emotionen angesiedelt. Wehe aber, man trennt beides nicht fein säuberlich - um es letztendlich wieder zusammenfließen zu lassen. Das ist der Widerspruch im Widerspruch - Trennen und Zusammenfügen. Deshalb war mein NEIN sicher zu kategorisch - nach diesem NEIN geht die Geschichte ja weiter.
Vielleicht hast Du schon mal was von Paul Watzlawick gehört - auch ein Österreicher (geb. 1921 in Villach) - warum er letztendlich in Palo Alto / California landete, entzieht sich meiner Kenntnis. Er beschreibt das in seinem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" sehr anschaulich aber auch sehr amüsant. Wenn ich versuche, es mit eigenen Worten forumsreif zu formulieren, kommt bestimmt nur die Hälfte an und der Witz bleibt auf der Strecke, was sehr schade wäre.
Ich könnte den Passus mal durch den Scanner jagen - aber das Buch ist wirklich Klasse - auch wenn das Wort "Geburt" darin nicht vorkommt.
Im medizinischen Alltag heißt das, daß ich von Patientinnen, egal ob sie mir sympathisch oder unsympathisch (Nervensäge !) sind, Körpersymptome angeboten bekomme - welche ich zunächst (Objektebene) ernst nehmen und abklären muß.
Nehmen wir mal das Beispiel des berühmten Unterbauchschmerzes bei Frauen (sog. Pelvipathiesyndrom) - dahinter kann sich alles mögliche verbergen. Meistens aber findet man gar nichts organisch faßbares. Nun zur Beziehungsebene : wenn ich nun sage - "Da ist nichts - sie bilden sich das nur ein", kann ich sicher sein, daß Frau zwei Wochen später bei mir oder einem anderen Gyn. wieder auf der Matte steht. Wenn ich aber mitbekommen habe, daß sich hinter dem vorgetragenen Symptom irgendwelche Ängste verbergen könnten und den Befund (sinngemäß) so interpretiere:
"Ich merke, daß Sie Angst haben, an einer gefährlichen Krankheit zu leiden, weil sie erwähnten, daß ..... , wir haben aber feststellen können, daß erfreulicherweise ihre Organe keine Zeichen für das befürchtete Leiden aufweisen .... sollten wir vielleicht mal über Ihre Ängste sprechen ?" . - hat man zuzmindest eine Chance, das Problem zu lösen.
Bei anderen gyn. Problemen, wie der Kolpitis liegen die Dinge sicher ähnlich - aber auch hier, Befund, Bakterien- und Pilzkultur - bevor wir uns sanft dem Punkt nähern dürfen, daß vielleicht im Bett etwas nicht ganz rund läuft.
Aber auch der umgekehrte Fall ist möglich, wenn auch seltener. Ich erinnere ich mich an zwei Frauen Ende 50, ist ca. 5 - 6 Jahre her, die mir sehr unsympathisch waren, und meine erste emotional gesteuerte Intuition lautete: "DIE SPINNEN !" Mein Glück, aber auch das der Patientinnen war, daß ich meine Emotionen zähneknirschend unter Kontrolle genommen habe und die Diagnostik, wenn auch ziemlich zugeknöpft, durchgezogen habe. Die eine hatte ein Tuben-Ca., die andere ein Ovarial-Ca. Beide leben noch und nerven mich ab und zu.
In der Schwangerenbetreuung findet man solche Beispiele weniger - Fehlbildungen und intrauterin verstorbene Kinder sind sehr sehr selten - aber es gibt sie und sie beschäftigen den FA umso mehr, wenn sie eintreffen. Gut, wenn man dann zwischen Befund und Emotion zu differenzieren weiß, um letztendlich beides wieder zusammenzufügen.
Anzufügen ist aber auch, daß es bei der Abwägung Emotion-Befund heutzutage etwas gibt, was man "forensische Indikation" nennt. Im letzten "Frauenarzt" fand ich eine Buchbesprechung:
"Kind als Schaden" von Ulrike Riedel (Juristin).
Original geschrieben von Nerris
Schämen Sie sich konsequenterweise dann auch vor einer lesbischen Hebamme?Da fällt mir auch noch was ein.
Nachdem ja eine Geburt, wie wir alle wissen, mit den Geschlechtsorganen gemacht wird und daher ein sexueller Akt ist, wäre eine lesbische Hebamme gar nicht so schlecht. Wenn ich so richtig auf eine stehen tät, dann dürfte sie mich auch geburtserleichternd fisten. Das erhöht die Dehnungsgeilheit, die ja das Um und Auf einer guten Geburt ist.
Aber Dehnungsgeilheit ist ja in der Geburtspathologie völlig unbekannt, ihr kennt ja nur das zwangsweise Pressen.
@ Dagmar:
Sie haben recht merkwürdige Ideen. Sie sollten aber nicht davon ausgehen, dass ihre etwas, nun ja, eigenartigen Vorlieben, auch von anderen geteilt werden. Es ist nicht sehr "geil", wenn es zu Zerreissungen kommt. Oder zu starken Blutungen. Oder, oder, oder. Ihre "Geilheit" nutzt weiterhin Ihrem Kind nichts. Wenn was schiefgeht, haben Sie Ihren persönlichen, ich meine eher zweifelhaften, "Genuss", ihre Emotion über das Wohl Ihres Kindes gestellt. Ich würde Ihnen ja Ihren "Spaß" gönnen, ginge es nicht um das Kind, dass ja für die seltsamen Anwandlungen seiner Mutter nichts kann.
Der Hinweis darauf, dass Gebären ein natürlicher Vorgang ist, führt doch kein Stück weiter. Zivilisation und Fortschritt heißen doch auch, dass natürliche Vorgänge nach Möglichkeit ihrer Risiken beraubt werden (so man denn vernünftig ist). Oder, weil das hier gerade im thread auch erwähnt wurde, wenn Sie sich beim "Vögeln" ganz natürlich einen Tripper geholt haben, lassen Sie auch die Natur ihr Werk tun, weils halt so gemütlich natürlich ist?
Sie haben sehr bizarre Vorstellungen. Ich kann nur hoffen, dass nicht zu viele werdende Mütter, angeregt durch Ihre "Ratschläge" in die Verlegenheit kommen, festzustellen, dass sie sich und ihrem Kind nichts Gutes tun, wenn sie Sie nachahmen.
Original geschrieben von Nerris
Es ist nicht sehr "geil", wenn es zu Zerreissungen kommt. Oder zu starken Blutungen.Auch Zerreißungen und starke Blutungen treten fast nur im Krankenhaus auf. Zerreißungen in erster Linie wegen der Rückenlage, Blutungen, weil sich die Gebärmutter auf Grund der Hemmung des vagischen Nervensystems sich nicht richtig zusammen zieht.
Aja, und noch was: Ein Gynäkologe und Geburtshelfer, der auf Grund seiner Erfahrung (!) annimmt, dass es in 10% unbeeinflusster Geburten zu Todesfällen kommt, der macht nicht nur sehr viel sehr falsch, sondern vor dem muss eindringlich gewarnt werden.
Auch Zerreißungen und starke Blutungen treten fast nur im Krankenhaus auf. Zerreißungen in erster Linie wegen der Rückenlage, Blutungen, weil sich die Gebärmutter auf Grund der Hemmung des vagischen Nervensystems sich nicht richtig zusammen zieht.
Das ist Unfug.
Nein, das ist die Wahrheit.
Oder was hast DU für eine Erklärung, dass es fast ausschließlich bei Krankenhausgeburten dazu kommt?
Schmeiß nicht mit "Unfug" um dich, sondern spuck Fakten!
Original geschrieben von DagmarR
Aja, und noch was: Ein Gynäkologe und Geburtshelfer, der auf Grund seiner Erfahrung (!) annimmt, dass es in 10% unbeeinflusster Geburten zu Todesfällen kommt, der macht nicht nur sehr viel sehr falsch, sondern vor dem muss eindringlich gewarnt werden.
Jährlich sterben ca. 500.000 Frauen an schwangerschafts- und geburtsassoziierten Komplikationen. 25 % an Blutungen. Nur finden diese nicht in Wien und Umgebung statt, sondern in Gegenden, wo Schwangerschafts- und Geburtsbetreuung extrem naturell, sozusagen in Reinstform vorkommen und allein den "Instinkten" der Frauen überlassen, mit anderen Worten - hundsmisserabel, sind.
99 von 100 Opfern sterben in den Entwicklungsländern. Südlich der Sahara (wo es bekanntlich die höchste Krankenhausdichte der Welt gibt) stirbt jede 16. ( = rund 6 von 100) Frau daran. In Westeuropa ist es eine von 4000. In Deutschland starben nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2001 bei Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett 27 Frauen (2000: 43). In Deutschland also nicht einmal eine unter 10.000.
Daß diese erschreckenden Zahlen multifaktorielle Ursachen haben, und oftmals durch die simpelsten Maßnahmen behoben werden könnten, soll nicht verschwiegen werden.
http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0401/12_schwangerschaft.htm
aber Blutungen haben mit mangelnder Hygiene kaum etwas zu tun. Interessanterweise findet dieses Drama dort statt, wo Männern der Zutritt zu einer Gebärenden bei Todesstrafe verboten ist. Ja, ja ich weiß - die Lustfeindlichkeit usw. usw.
Und weil Du immer auf dem Cava-Syndrom als Wurzel allen Übels herumreitest - nach dieser Logik müßten Frauen spätestens ab 24. Woche im Stehen schlafen.
tschuldige bitte daß ich mich da einmische, weil des hatt ich eigentlich nicht vor, aber deine vergleichszahlen mit den 3 welt ländern haun mich vom hocker...
du willst mir allen ernstes erklären, daß eine frau die kaum was zu schnattern hat, deren umgebung äußerst menschenfeindlich ist, zu vergleichen wäre mit einer frau aus unseren gesellschaftsschichten??
diese statistiken kann ich dann leider nicht ernst nehmen.
interessant wirds für mich, wenn wir in unserem land bleiben und da die statistiken anschauen.
wieviele komplikationen gibts bei hausgeburten, und wie viele (in relation) bei krankenhausgeburten.
da in ö die hausgeburtenrate glaub ich bei erschreckend geringen 1 prozent liegt, muß man auf jeden fall relativieren.
von sagen wir mal 100 hausgeburten und 100 kh-geburten verlaufen wieviele komplikationslos?? welche komplikationen treten auf - vorwiegend zuhause - vorwiegend im krankenhaus...
und als jetzt selbst stolz hausgebärende kann ich dir nur sagen, was ich am eigenen leib festgestellt habe. in einer dementsprechend entspannten umgebung ertrage ich die wehen besser, als in einem kh-zimmer mit einer zweiten gebärenden neben mir (durch vorhang getrennt!!). ich fühl mich wesentlich wohler am eigenen sofa, neben meinem mann (und der hebamme - wenn sies das nächste mal früher schafft) gehen zu lassen und die wehen zu verarbeiten auf die weise wie es mir taugt, nämlich orgastisch schreiend (dabei tats aber wirklich sch***weh), als wenn ich dauernd irgendwelche ärztlichen gestalten um mich herumgeistern hab!
unser kind wurde die erste stunde von niemandem berührt außer mir und meinem mann. dann wurde abgenabelt, dann wurde sie weitere 8 stunden von niemand anderem berührt.
so stell ich mir das vor....
(notfälle bedeuten die ausnahme)
warum werden die erfahrungen der einzelnen hausgeburtsmamas immer so nebensächlich abgetan. tatsachenberichte zählen in einer welt der zahlen nicht, oder wie?
es gibt doch da auch die niederländischen statistiken. dabei schneiden die hausgeburten total super ab, aber die werden nicht mit einbezogen, wenns um angstmachen geht!
irgendwie stößts mir sauer auf, wenn ich sehe wie versucht wird, den frauen jegliche verantwortung aus den händen zu nehmen, damit ja nix passieren kann. statt die frauen zu bestärken, ihren selbstwert zu nähren wird mit beeindruckenden statistiken dargelegt wie gefährlich natürliche geburtsformen sind.
ist doch total pervers....
ich bin echt froh, daß es noch immer frauen gibt, die diese schöne sache in privater atmosphäre passieren lassen.
wär schade wenns bei uns so endet wie bei den amis - sicherheitshalber gleich einen kaiserschnitt, damit wir alles unter kontrolle haben.
die menschen werden die natur nie unter kontrolle haben, man kann höchstens mit und in ihr leben und sich anpassen. oder man wird irgendwann einfach weg sein....
grummel
sabine
Beatchen
25.01.2004, 15:32
Ich finde den Forschungsbericht höchst interessant, denn er zeigt doch, daß Schwangerschaft und Geburt alles andere als unkomplizierte Vorgänge sind, die man sich selbst überlassen kann. Selbst wenn man dennoch davon ausgehen kann, daß die meisten Frauen auch ohne jegliche medizinische Hilfe ein Kind austragen können, so ist die Minderheit derjenigen, die daran Schaden nehmen, im Verhältnis zu fortschrittlichen Ländern riesengroß.
Aus diesem Grund finde ich auch vereinzelte Berichte über glückliche unassistierte Geburten wenig überzeugend. Selbst wenn nur eine von hundert Frauen von der Schippe springen würde, während die übrigen 99 ihre Geburt stolz allein geschafft haben, so wäre das eine Müttersterblichkeit, die mit einem zivilisierten Land überhaupt nicht zu vereinbaren wäre.
Beatchen
25.01.2004, 15:40
>>nämlich orgastisch schreiend<<
Ich finde es ein wenig zynisch, den Schmerzensäußerungen einer Frau etwas 'Orgastisches' anzuhängen. Jede Frau, die eine rasche, unkomplizierte Geburt mit - sagen wir - erträglichen Schmerzen hatte, ist ja wohl heilfroh.
@ Frank-S:
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Krankenhausbefürworter, die afrikanische oder mittelalterliche Zustände bemühen, um mir zu beweisen, wie gefährlich Geburten sind, eh schon bemerkt haben, wie es wirklich ist. Die weichen dann halt in selbstbelügender Absicht aus. Übrigens sind Krankenhausgeburten in jenen Ländern, wo die Alleingeburt die üblichste ist, ebenfalls komplikationsreicher. Aus Afrika die Alleingeburten nehmen und aus Europa die Krankenhausgeburten, um sie zu vergleichen, ist gelinge gesagt feig. Du darfst nicht sagen, in jenen Ländern ist das und das schrecklich (schon vergessen, dass frau mit einem verstümmelten vernarbten Mauserl net so gut gebären kann?) sondern du musst mutig deinen Blick auf europäische, gut ernährte Mittelstandfrauen richten. Traust du dich das?
@ Beatchen:
So vereinzelt sind Alleingeburtsberichte gar nicht. Man muss sich nur mit ihnen beschäftigen. Irgendwann wird es jedem Krankenhausbefürworter zu blöd, immer zu bemerken, was für ein Riiiesenglück die Frau doch hatte. Solche Bemerkungen werden nämlich irgendwann inflationär.
@ alle 2: Es ist unverantwortlich, wider besseren Wissens zu behaupten, dass Krankenhausgeburten sicherer als Haus- oder Alleingeburten sind und Frauen so zu falschen Entscheidungen zu bringen.
@ sarma:
In irgendeinem Nachbarfred sind ein paar Links von mir über Geburtsstatistiken. Die von den Krankenhäusern sind die besseren, vor einem Jahr waren noch schlechtere im www, anscheinend hat sich dann wer vor mir gefürchtet, und die mit den 30%igen Kaiserschnittraten in nicht-Universitätskrankenhäusern (!) rausgenommen. Vor wenigen Tagen habe ich auf Anfrage ein E-Mail gekriegt mit 22,4% Kaiserschnittrate - die Kaiserschnittrate ist für mich sowas wie der Big-Mäc-Index: je höher desto unfähiger. Im Vergleich dazu gab es bei der Alleingebärerinnen-news-group 1 Kaiserschnitt, und der war meiner Meinung nach nur deshalb, weil die Frau zu sehr von diesem "alles-geht-von-selbst" beeinflusst war und einfach nicht angedrückt hat. Und dabei waren da auch Frauen dabei, die in der ganzen Schwangerschaft nicht beim Arzt waren und auch keine Hebamme hatten. Die Totgeburtenrate ist immer gleich hoch - in der news group gab es noch keine einzige -, dabei sollte doch von Krankenhäusern das Restrisiko ausgeschalten werden, das geschieht aber nicht, im Gegenteil.
Original geschrieben von Beatchen
>>nämlich orgastisch schreiend<<
Ich finde es ein wenig zynisch, den Schmerzensäußerungen einer Frau etwas 'Orgastisches' anzuhängen. Jede Frau, die eine rasche, unkomplizierte Geburt mit - sagen wir - erträglichen Schmerzen hatte, ist ja wohl heilfroh. Du outest dich immer mehr als Opfer. Du hattest offenbar eine grausliche Geburt und kannst es nicht ertragen, dass es Frauen gibt, die eine schöne hatten, weil sie im Gegensatz zu dir die richtige Entscheidung getroffen haben.
Ganz typisch ist nämlich, nicht richtig lesen zu können: Geburtsschmerzerfahrene Frauen können es sich nämlich gar nicht vorstellen, wie es ohne Qual ist, und wenn sie "Lust" lesen, glauben sie, das ist Schmerzlust. Irrtum! NUR Lust, OHNE Schmerz. Intime Frage: Wie groß war denn der größte Schwanz, den du drin hattest?
Die Schmerzen bei einer Hausgeburt sind übrigens IMMER erträglich, bei einer Alleingeburt nach meiner Erfahrung und der anderer praktisch nicht vorhanden. Es ist nicht notwendig, dass Frauen bei der Geburt Schmerzen haben.
Original geschrieben von Frank-S
Und weil Du immer auf dem Cava-Syndrom als Wurzel allen Übels herumreitest - nach dieser Logik müßten Frauen spätestens ab 24. Woche im Stehen schlafen. Nicht ALLEN Übels, nur EINES davon. Allerdings dürftest du Recht haben: So schlimm scheint es nicht zu sein, die meisten Babies überleben eine Rückengeburt, wenn auch mit massivem Sauerstoffmangel.
Die verursachende Rückenlage ist aber schon fast eine Komplikation an sich. Das Becken wird zusammen gedrückt, und es ist einfach technisch nicht möglich, so ein Kind heraus zu kriegen. Letzteres kannst du selbst einmal im Kleinformat nachvollziehen: Beim nächsten Stuhlgang nimm dir ein paar saugfähige Zellstofftücher, leg sich damit ins Bett und scheiße am Rücken liegend mit angezogenen Beinen. Viel Spaß dabei!
Claudia.Maxi
25.01.2004, 16:51
Und weil Du immer auf dem Cava-Syndrom als Wurzel allen Übels herumreitest - nach dieser Logik müßten Frauen spätestens ab 24. Woche im Stehen schlafen.
Genau, ab der 24. Woche hab ich immer gedacht ich sterbe, wenn ich länger als ein paar Minuten in Rückenlage lag. Bin sogar mal bei der Physiotherapeutin umgekippt deswegen. Und was musste ich bei der Geburt machen? Richtig Rückenlage, habe es anderswo schon mal geschrieben, im Protokoll stand drin, dass ich "unmotiviert" war. Perfekte Ausrede. Das arme Kind war ganz blau, dankeschön ans KH Dornbirn. Zuhause hätte das nicht sein müssten.
Nicht ALLEN Übels, nur EINES davon. Allerdings dürftest du Recht haben: So schlimm scheint es nicht zu sein, die meisten Babies überleben eine Rückengeburt, wenn auch mit massivem Sauerstoffmangel.
Das ist unzutreffend. Was ist für Sie "massiver Sauerstoffmangel"? Wie definieren SIE den denn?
Geburtsschmerzerfahrene Frauen können es sich nämlich gar nicht vorstellen, wie es ohne Qual ist, und wenn sie "Lust" lesen, glauben sie, das ist Schmerzlust. Irrtum! NUR Lust, OHNE Schmerz. Intime Frage: Wie groß war denn der größte Schwanz, den du drin hattest?
Die Schmerzen bei einer Hausgeburt sind übrigens IMMER erträglich, bei einer Alleingeburt nach meiner Erfahrung und der anderer praktisch nicht vorhanden. Es ist nicht notwendig, dass Frauen bei der Geburt Schmerzen haben.
Und Sie outen sich immer mehr als jemand, der seine phallischen Phantasmen in äußerst bizarrer Weise auf den Geburtsvorgang überträgt. Aber auch zu IHRER KENNTNIS: es gibt immer ein ZU groß. Wäre mal interessant, ob Ihr Endorphinausstoß auch noch hinlangt, wenn der Damm reißt und anderes... Frauen, die schlimmste SCHMERZEN haben, als in gewisser Weise minderwertige Frauen zu betrachten, die den unvergleichlichen "Genuss" einer Geburt nur nicht so recht zu würdigen wissen oder "falsch" gebären, ist brutal blöde, menschenverachtend und widerlich. Echt ekelhaft.
Richtig Rückenlage, habe es anderswo schon mal geschrieben, im Protokoll stand drin, dass ich "unmotiviert" war. Perfekte Ausrede. Das arme Kind war ganz blau, dankeschön ans KH Dornbirn. Zuhause hätte das nicht sein müssten.
Das könnn Sie doch so gar nicht sagen. Wie waren denn die begleitumstände?
Original geschrieben von Beatchen
>>nämlich orgastisch schreiend<<
Ich finde es ein wenig zynisch, den Schmerzensäußerungen einer Frau etwas 'Orgastisches' anzuhängen.
und ich finde es ein wenig sehr eigenartig, dass du beanstandest, wie sie über ihr eigenes gebären schreibt.
sie wird ja wohl selbst am besten wissen, wie sie schreit, wenn sie orgastisch schreit. nicht!?
li, leidenschaftliche orgastisch-gebärerin:D
Original geschrieben von Nerris
Frauen, die schlimmste SCHMERZEN haben, als in gewisser Weise minderwertige Frauen zu betrachten, die den unvergleichlichen "Genuss" einer Geburt nur nicht so recht zu würdigen wissen oder "falsch" gebären, ist brutal blöde, menschenverachtend und widerlich. Echt ekelhaft.
und um diese armen nicht zu diskriminieren, dürfen kliniken weiterhin schmerzhafte geburten verursachen? und wehe es sagt eine: daheim tut´s nicht so weh - das ist dann nämlich mangelnde frauensolidarität, oder wie??
Original geschrieben von Frank-S
Ja, zweifellos - aber entscheident ist doch was hinten (sagte mal ein deutscher, dicker Buuunndeskanzlr) raus kommt - oder vorn (sage ich).
das sagt sich so einfach, wird wohl auch niemand zu widersprechen wagen.
aber gerade diese einstellung ist es doch, durch die sich frauen oft zu re-produktionsmaschinen degradiert fühlen - wenn es dann sinngemäss heisst: wen interessiert, was sie empfinden, schämen sie sich, sich über solche nebensächlichkeiten aufzuregen, seien sie (UNS) dankbar, dass sie ein gesundes kind haben.
(übrigens kommen sie doch irgendwie -nach- hinten raus)
Was - übrigens - ist normal ???
ich wusste, dass das kommen würde:D hatte aber zu wenig zeit, mir ein vernünftigeres wort einfallen zu lassen. hab gehofft, du würdest die grösse haben, auf einen so billigen errungenen punkt zu verzichten.;)
Claudia.Maxi
25.01.2004, 19:40
Das könnn Sie doch so gar nicht sagen. Wie waren denn die begleitumstände?
Die Begleitumstände waren die, dass der Herr Doktor eine Sonde in den Kopf des Kindes schrauben wollte, was ihm mehrmals nicht gelungen ist. Er hat sie mir in den MuMu geschraubt und wieder rausgerupft, aLs er feststellen musste, dass er damit meine Herztöne ableitet und nicht die des Babys. Er hat ins Protkoll geschrieben, dass nun die Herztöne damit abgeleitet werden und ist wieder abgedampft.
Die Begleitumstände waren auch, dass der armen Claudia bei dieser Aktion schwarz vor den Augen geworden ist, vor diesen irren Schmerzen, (ich wiederhole, man stelle sich vor, eine Spirale in den wehenden MuMu gebohrt zu bekommen!). Da hab ich halt mal geweint, ich kann nimmer. Und das war dann unmotiviert.
Diese Aktion war einfach ganz große Sch... , total unnötig, da ja die kindlichen Herztöne am CTG seit Stunden bei 140, also ok. Wäre daheim nicht passiert, deshalb, weils daheim so was nicht gibt.
Claudia.Maxi
25.01.2004, 19:45
und weils so was nicht gibt und keiner da ist, der es reinbohren muss, muss man sich halt nicht in Rückenlage begeben. Und wenn man sich nicht in Rückenlage begibt, weil es einem da schwindlig wird, dann wird es einem halt nicht schwindlig !
@ Li:
und ich finde es ein wenig sehr eigenartig, dass du beanstandest, wie sie über ihr eigenes gebären schreibt.
sie wird ja wohl selbst am besten wissen, wie sie schreit, wenn sie orgastisch schreit. nicht!?
Wenns denn nur das eigene wäre...
Hier wird das aber so dargestellt, als ob es ÜBLICH WÄRE, das so zu empfinden. Es wird weiterhin so dargestellt, als ob bei einer Hausgeburt Schmerz KEIN PROBLEM wäre, ja gar, dass der Schmerz nur durch die Klinik VERURSACHT wäre. Die Frauen, die (auch zuhause!) vor SCHMERZEN BRÜLLEN und dem KEINERLEI, schon gar keinen (hallo Dagmar! hallo li!) sexuellen, Genuss abgewinnen können, werden als in gewisser Weise unnatürlich dargestellt, die zum WAHREN Frausein noch nicht gefunden haben. Ihr verbreitet hier einen bizarren Weiblichkeitsmystizismus, der Unerfahrene fehlleiten kann. Von den Gefahren, die bereits erwähnt wurden, gar nicht zu reden.
und wehe es sagt eine: daheim tut´s nicht so weh - das ist dann nämlich mangelnde frauensolidarität, oder wie??
Ja, da ist doch zu fragen: wars das zweite? War es kleiner als das erste Kind usw. Es gibt neben der Emotion ja auch noch viele weitere Faktoren, die das Maß an Schmerz und die den Schmerz begleitenden Empfindungen beeinflussen. So pauschal taugt das gar nichts.
Im Übrigen ist der Darstellung von Frank S wenig hinzuzufügen. Ich stimme ihm zu und hoffe, dass sich die werdenden Mütter eher an dieser Darstellung orientieren als an den anderen Darstellungen von Frauen, die einfach Glück hatten und überdies Genuss am Schmerz haben (so was solls ja auch geben).
Claudia.Maxi
25.01.2004, 19:48
ja und schwindlig ist mir in Rückenlage geworden, weils halt diese genannte Ader abgedrückt hat. Und damit auch dem Kind die Sauerstoffzufuhr, und daher war er halt ganz blau. Ist das nicht so ?
Original geschrieben von li
aber gerade diese einstellung ist es doch, durch die sich frauen oft zu re-produktionsmaschinen degradiert fühlen - wenn es dann sinngemäss heisst: wen interessiert, was sie empfinden, schämen sie sich, sich über solche nebensächlichkeiten aufzuregen, seien sie (UNS) dankbar, dass sie ein gesundes kind haben.
Ich glaube, daß ich bisher mich so ausgedrückt habe, daß man mir dieses gerade nicht unterstellen kann.
Das Bundeskanzlerzitat bezog sich ja doch auf Deinen Vergleich lustvoller Körperfunktionen. Und deshalb ist es wohl ein Unterschied und zwar ein entscheidenter, ob da Kacke oder ein Kind rauskommen.
Original geschrieben von li
übrigens kommen sie doch irgendwie -nach- hinten raus
Nö - nach vorn, der Beckenkrümmung folgend, bewegt sich das Köpfchen nach vorn, rotiert unter der Symphyse nach vorn und oben in Richtung Bauch der Mutter.
Beatchen
25.01.2004, 21:37
Zu Dagmar:
>>So vereinzelt sind Alleingeburtsberichte gar nicht. Man muss sich nur mit ihnen beschäftigen.<<
Na, vor allem muß man sie erstmal finden. Und zwar nicht nur vereinzelt. Sicher kannst Du da eine Quelle nennen - ?
>>Irgendwann wird es jedem Krankenhausbefürworter zu blöd, immer zu bemerken, was für ein Riiiesenglück die Frau doch hatte.<<
Nun ja, von einem ‘Riesenglück’ würde ich nicht reden. Sicher könnte die Mehrheit der Frauen (also über 50 Prozent) eine Hausgeburt, und sogar eine unassistierte, überstehen. Die Wahrscheinlichkeit, daß etwas Ernsthaftes schiefgeht, ist sicher geringer als die, daß es irgendwie schon klappt. Wenn dem nicht so wäre, hätte unsere Spezies es erst gar nicht so weit gebracht.
Dabei sollten wir allerdings nicht vergessen, daß solche Zahlen, wie sie in dem von Frank verlinkten Geburtsbericht stehen, nur deshalb so schockierend sind, weil wir uns so weit davon wegentwickelt haben. In der Natur ist es *normal*, daß bei einer Geburt ab und an was schiefgeht. Es ist *nicht normal*, daß so gut wie jeder Säugling überlebt und so gut jede Mutter – unter welchen Bedingungen auch immer – die Geburt glücklich übersteht. Wenn wir uns wieder dahin zurückbegeben wollen, wo unserer Vor-vorfahren waren – bitte sehr, dann können wir auch wieder ‘natürlich’ zu Hause gebären.
>>Du hattest offenbar eine grausliche Geburt und kannst es nicht ertragen, dass es Frauen gibt, die eine schöne hatten, weil sie im Gegensatz zu dir die richtige Entscheidung getroffen haben.<<
Hach nein, werden wir Frauen denn noch durch anderes angetrieben als nur Neid, Mißgunst und Unaufrichtigkeit? Was müssen wir Weiber nur hinterhältig sein!
Nee, mal ehrlich: Ich habe mich jedesmal gefreut, wenn ich von einer Freundin hörte, daß es bei ihr – pardon – nur so ‘flutschte’, und sie sich nicht lange quälen mußte. So eine Geburt wünscht man jeder Frau, und ich habe noch keine gehört, die sich doch lieber ein wenig länger und intensiver geplagt hätte.
>>Die Schmerzen bei einer Hausgeburt sind übrigens IMMER erträglich, bei einer Alleingeburt nach meiner Erfahrung und der anderer praktisch nicht vorhanden.<<
Auf welche repräsentative Erhebungen stützt Du denn Deine Aussagen?
Beatchen
25.01.2004, 21:58
Zu Li:
>>sie wird ja wohl selbst am besten wissen, wie sie schreit, wenn sie orgastisch schreit. nicht!?<<
Sie schreibt von “Sch***schmerzen”. Ob das wohl so klingt wie ein Orgasmus?
>>und um diese armen nicht zu diskriminieren, dürfen kliniken weiterhin schmerzhafte geburten verursachen?<<
Ich frage mich, wie es wohl in ärmeren Ländern zugeht, in denen Frauen durch die Bank zu Hause gebären - müssen. Ob die wohl alle schmerzarm davonkommen?
Im übrigen muß ich Nerris zustimmen. Die Heroisierung des Ertragens von Geburtsschmerzen halte ich für eine außerordentlich bedenkliche Entwicklung. Da werden Frauen alle möglichen Flöhe ins Ohr gesetzt, von wegen die ‘Natur’ habe sie dazu erschaffen, große Schmerzen heldenhaft zu erleiden, oder der Schmerz sei die Grundlage für die Liebe zum Kind. Es darf einen doch nicht verwundern, wenn Frauen Erfahrungen machen, wie in einem anderen Strang berichtet wurde, daß man ihnen die erlösende PDA verwehrt und sie kaum Mitgefühl vom Krankenhauspersonal erwarten können. DA fängt nämlich wirklich die Demütigung an!
@ Beatchen:
Wenn denn nur heroisiert würde...
Hier wird ja
1. behauptet, dass es bei Hausgeburt gar nicht schmerzt und
2. dem sogar eine explizit extrem lustvolle Konnotation gegeben.
Leider haben werdende unerfahrene Mütter, die sich auf diese Einschätzungen verlassen, die Gefahr, in doppelter Hinsicht zu verlieren: Zum einen haben sie, wenn sie tatsächlich eine Geburt nur mit Hebamme machen, niemanden da, der ihnen die Schmerzen wirklich rasch und wirksam erleichtern könnte (da können sie dann auf den Knien liegen und ihre Gutgläubigkeit verfluchen: hilft nix, bis der Arzt kommt), zum anderen gehen sie natürlich die von diesen Damen ( ich benutze das Wort einmal, auch wenn es mir wegen der Wortwahl und, nun ja, sehr spezieller und demonstrierter "Vorlieben" etwas schwer über die Tastatur kommt) auch in Abrede gestellten Risiken für sich selbst und das Kind ein.
Original geschrieben von sarma
tschuldige bitte daß ich mich da einmische, weil des hatt ich eigentlich nicht vor, aber deine vergleichszahlen mit den 3 welt ländern haun mich vom hocker...
du willst mir allen ernstes erklären, daß eine frau die kaum was zu schnattern hat, deren umgebung äußerst menschenfeindlich ist, zu vergleichen wäre mit einer frau aus unseren gesellschaftsschichten??
diese statistiken kann ich dann leider nicht ernst nehmen.
Es geht hier um die Klärung der Frage - Was passiert, wenn man der Natur oder dem Schicksal einfach seinen Lauf läßt. Letzteres schießt bekanntlich nicht mit Platzpatronen. (Mark Twain) Außerdem habe ich ja den Link gepostet, woraus klar hervorgeht, daß das Dilemma von einer halben Million Frauen, die infolge ihrer Schwangerschaft sterben müssen, nicht allein auf die Frage Klinik- versus Hausgeburt zu reduzieren ist. Und man sollte sich auch die Links anschauen, die sich auf der Seite außerdem befinden.
z.B. http://www.unfpa.org/rh/mothers/index.htm
http://www.unfpa.org/rh/mothers/index.htm (http://)
Original geschrieben von sarma
interessant wirds für mich, wenn wir in unserem land bleiben und da die statistiken anschauen.
wieviele komplikationen gibts bei hausgeburten, und wie viele (in relation) bei krankenhausgeburten.
da in ö die hausgeburtenrate glaub ich bei erschreckend geringen 1 prozent liegt, muß man auf jeden fall relativieren.
von sagen wir mal 100 hausgeburten und 100 kh-geburten verlaufen wieviele komplikationslos?? welche komplikationen treten auf - vorwiegend zuhause - vorwiegend im krankenhaus...
.
Da sich niemand so richtig die Mühe macht, die Risikoschwangerschaften, die von vornherein in der Klinik landen und für eine Hausgeburt niemals in Frage gekommen wären, aus den Statistiken herauszurechnen, ist das schwierig. Auch schweigen sich die Befürworter der Hausgeburt darüber gern aus, was mit den ca. 10% abgebrochenen Hausentbindungen passiert, die in der Klinik landen. Ja - ich weiß, die meisten entbinden spontan - nur wie es weitergeht in Bezug Morbidität dieser Kinder - Schweigen im Walde. Ich laß mich da gern belehren. Was mir noch bei dem Wort Statistik einfällt: Rockenschaub führt in seinem Buch eine amerikanische Statistik an, aus der hervorgeht, daß von Praktischen Ärzten und Hebammen geleitete außerklinische Geburten eine geringere perinatale Mortalität aufweisen als die der obstetricans/gynaecologists. Hhm - habe ich mich gefragt - wo haben denn die practitioners and midwifes ihre Ausbildung erhalten, ihre Anfängerzeit absolviert ? Das ein unerfahrener Anfänger mehr Fehler macht, als jemand, der schon mehrere Jahre im Fach steht (Fachrichtung unwichtig) dürfte wohl unbestritten sein - aber wohin buchen wir die Fehler der Anfänger? Im konkreten Fall dürften sie wohl bei den obstetricans/gynaecologists kleben geblieben sein - vermute ich mal. Aber auch hier lasse ich mich gern eines besseren belehren.
und als jetzt selbst stolz hausgebärende kann ich dir nur sagen, was ich am eigenen leib festgestellt habe. in einer dementsprechend entspannten umgebung ertrage ich die wehen besser, als in einem kh-zimmer mit einer zweiten gebärenden neben mir (durch vorhang getrennt!!). ich fühl mich wesentlich wohler am eigenen sofa, neben meinem mann (und der hebamme - wenn sies das nächste mal früher schafft) gehen zu lassen und die wehen zu verarbeiten auf die weise wie es mir taugt, nämlich orgastisch schreiend (dabei tats aber wirklich sch***weh), als wenn ich dauernd irgendwelche ärztlichen gestalten um mich herumgeistern hab!
Dein Stolz sei Dir unbenommen. Die durch Vorhänge getrenntem Kreißbetten habe ich kennengelernt. Gibt es die noch ? In meinem Umkreis - Nicht. Obwohl ich nach Besichtigung der neuesten Klinik, dasTerminal B 54 des Frankfurter Flughafens als außergewöhnlich gemütlich einstufen würde.
(notfälle bedeuten die ausnahme)!
Richtig. Dem höchsten Wesen, welches wir verehren, sei Dank !
Nur sehen das Eltern, die von der Ausnahme betroffen sind, deren Anwälte und die Gerichte anders. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich ein Maximum an Lustgewinn bei postuliertem Null-Risiko auf die Fahnen geschrieben hat.
(tatsachenberichte zählen in einer welt der zahlen nicht, oder wie?)
Ich habe eher den Eindruck, ,daß wir in einer Welt der Tatsachenberichte leben.
irgendwie stößts mir sauer auf, wenn ich sehe wie versucht wird, den frauen jegliche verantwortung aus den händen zu nehmen, damit ja nix passieren kann. statt die frauen zu bestärken, ihren selbstwert zu nähren wird mit beeindruckenden statistiken dargelegt wie gefährlich natürliche geburtsformen sind.
ist doch total pervers....
Verantwortung wird auch sehr, sehr gern aus den Händen gegeben und auf andere übertragen. Ärzte können ein Lied davon singen, wenn sie ihre Patienten darauf hinweisen, daß letztgenannte auch Verantwortung für die eigene Gesundheit tragen. Oft heißt es dann: Wieso ich ? Sie sind der Fachmann. Pervers würde ich das nicht unbedingt nennen. Eher erinnert es mich an Karl Marx:
"Nichts Menschliches ist mir fremd" .
die menschen werden die natur nie unter kontrolle haben, man kann höchstens mit und in ihr leben und sich anpassen. oder man wird irgendwann einfach weg sein....
Stimmt - aber die Ansprüche an die "NATUR" ändern sich ständig.
Original geschrieben von Beatchen
Sie schreibt von “Sch***schmerzen”. Ob das wohl so klingt wie ein Orgasmus?
frag sie doch einfach noch mal, wie sie´s gemeint hat.
daß man ihnen die erlösende PDA verwehrt und sie kaum Mitgefühl vom Krankenhauspersonal erwarten können
jemandem zuerst schmerzen zuzufügen, um ihn/sie dann grossartig zu "erlösen"... das ist auch ein krankheitsbild, gelle?
Original geschrieben von Frank-S
Und deshalb ist es wohl ein Unterschied und zwar ein entscheidenter, ob da Kacke oder ein Kind rauskommen.
WEShalb?
[QUOTE]Original geschrieben von Frank-S
Nö - nach vorn, der Beckenkrümmung folgend, bewegt sich das Köpfchen nach vorn, rotiert unter der Symphyse nach vorn und oben in Richtung Bauch der Mutter.
du meinst das etwas anders, glaub ich. vorne sind für mich klitoris und harnröhre. vaginalöffnung in der mitte, eigentlich.:)
trotzdem siehts doch mehr nach "hinten" aus, wenn es rauskommt. ...na jedenfalls nicht vorne. aber ist ja auch wurst:D
anfühlen tut sich´s auch mehr nach hinten:D
aber den vergleich hatten wir ja schon... hat dir nicht so gefallen.
Original geschrieben von Nerris
Das ist unzutreffend. Was ist für Sie "massiver Sauerstoffmangel"? Wie definieren SIE den denn?
Also, Sauerstoffmangel ist, wenn man fast am Ersticken ist. Das ist ein alltägliches Problem in der medizinischen Geburtshilfe.
Und Sie outen sich immer mehr als jemand, der seine phallischen Phantasmen in äußerst bizarrer Weise auf den Geburtsvorgang überträgt. Aber auch zu IHRER KENNTNIS: es gibt immer ein ZU groß. Wäre mal interessant, ob Ihr Endorphinausstoß auch noch hinlangt, wenn der Damm reißt und anderes... Frauen, die schlimmste SCHMERZEN haben, als in gewisser Weise minderwertige Frauen zu betrachten, die den unvergleichlichen "Genuss" einer Geburt nur nicht so recht zu würdigen wissen oder "falsch" gebären, ist brutal blöde, menschenverachtend und widerlich. Echt ekelhaft.
Du hast Recht. Frauen sollten weiterhin extreme Schmerzen haben und komplikationsreiche Geburten. Das kann doch gerade ich als Frau ihnen nicht antun, dass sie sowas wie Verantwortung übernehmen für ihr Tun und dessen Folgen.
Ja, ich sehe das auch so: Schmerzen und Komplikationen sind im Sinne der Frauen.
Original geschrieben von DagmarR
@ Frank-S:
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Krankenhausbefürworter, die afrikanische oder mittelalterliche Zustände bemühen, um mir zu beweisen, wie gefährlich Geburten sind, eh schon bemerkt haben, wie es wirklich ist. Die weichen dann halt in selbstbelügender Absicht aus. Übrigens sind Krankenhausgeburten in jenen Ländern, wo die Alleingeburt die üblichste ist, ebenfalls komplikationsreicher. Aus Afrika die Alleingeburten nehmen und aus Europa die Krankenhausgeburten, um sie zu vergleichen, ist gelinge gesagt feig. Du darfst nicht sagen, in jenen Ländern ist das und das schrecklich (schon vergessen, dass frau mit einem verstümmelten vernarbten Mauserl net so gut gebären kann?) sondern du musst mutig deinen Blick auf europäische, gut ernährte Mittelstandfrauen richten. Traust du dich das?
Kein Problem - mit den gutgenährten (zunehmend zu gut genährten) europäischen Mittelstandsfrauen verdiene ich schließlich meine Brötchen und richte täglich meinen Blick auf's mittelständische wohlernährte "Mauserl" - ihr ötzis habt aber wirklich hübsche Begriffe !
Daß allerdings die Krankenhausgeburt in den Regionen, wo die Beschneidung der Frauen usus ist, risikoreicher sein soll, als die Alleingeburt - kann ich mir nicht vorstellen. Haste' mal ne' Quelle ?
Ich kannte mal einen Kollegen, der war zwei Jahre in Äthiopien und war oft damit beschaftigt, das Chaos, daß die Beschneiderinnen (nein - das "i" wird in diesem Fall stets klein geschrieben) angerichtet hatten , wieder zusammen zu nähen - er war übrigens Facharzt für HNO.
Original geschrieben von Beatchen
Die Heroisierung des Ertragens von Geburtsschmerzen halte ich für eine außerordentlich bedenkliche Entwicklung. Da werden Frauen alle möglichen Flöhe ins Ohr gesetzt, von wegen die ‘Natur’ habe sie dazu erschaffen, große Schmerzen heldenhaft zu erleiden, oder der Schmerz sei die Grundlage für die Liebe zum Kind.Sag einmal, stellst dich nur so teppert oder bistas wirklich? Davon hat NIIIIEMAND geredet! Ganz im Gegenteil! Frauen sollten eben KEINE Schmerzen haben, DAMIT sie schneller und besser eine positive Beziehung zum Kind aufbauen können.
Ich bin eine absolute Gegnerin von Geburtsschmerzen, weil sie unnötig sind und weh tun.
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