Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zur Problematik von Haus- und Geburtshausgeburten
40_Fieber
05.01.2004, 17:38
http://www.******.de/forum/showtopic.php?threadid=14&time=1059228324
Hallo!
Der Dr. ******** ist mir schon bei anderen Themen über den Weg gelaufen. Er kann als Kinderarzt ja meinetwegen so gut sein wie er will, aber durch die Art und Weise wie er alles abtut was ihm nicht in den Kram paßt und was über seinen Horizont geht tue ich mir sehr schwer seine Beiträge als wirklich glaubwürdig einzustufen. Nach dem was er über Stillen und Muttermilch von sich gibt zweifle ich ob er überhaupt an sinnvollen Diskussionen mit anderen Standpunkten interessiert ist oder nicht einfach mit seiner Meinung überall drüberfahren will.
Außerdem find ich absolut kindisch wenn er sich unter falschem Namen zum selben Thread anmeldet, oder Privatmails mit Beschipfungen an Forumsteilnehmer schickt.
Selbst wenn er vielleicht mit dem unvorhersehbaren Risiko bei einer Hausgeburt recht hat, ernstnehmen kann ich ihn trotzdem nicht.
40_Fieber
06.01.2004, 12:35
Hallo Antschi,
mir ist völlig juck, was hier Einzelne mit den Informationen anfangen. Denken nehme ich nicht ab.
Claudia.Maxi
06.01.2004, 12:47
Hallo ********,
"Einzeln" ist Antschi nicht, wir sind mindestens schon zu zweit, bin vollkommen ihrer Meinung. War wohl bissi höher als 40, dein Fieber. :D
Original geschrieben von 40_Fieber
Hallo Antschi,
mir ist völlig juck, was hier Einzelne mit den Informationen anfangen. Denken nehme ich nicht ab.
Hallo 40Fieber!
Da bin ich aber froh daß ich noch selber denken darf! ;)
Prinzipiell denke ich daß es bei einer Geburt zu Situationen kommen kann wo es gut ist eine intensivmedizinische Betreuung zur Hand zu haben. Wie unerwartet diese Situationen sind, bzw. ob sie nicht durch die Umstände einer Geburt im KH unter einer Menge fremder Leute begünstigt werden, kann und will ich hier nicht beurteilen, ich bin nicht vom Fach.
Ich würde aber niemals, egal wofür, Dr. ******** zitieren (ausgenommen als schlechtes Beispiel für polemische Nicht-Kommunikation ;) ).
Er ist für mich wie gesagt einfach nicht mehr glaubwürdig. Meine Informationen suche ich mir an anderen Stellen.
PS: ich glaub auch, daß jede die sich nur ein bißchen einliest in den Foren wo Dr. ******** schreibt zu ähnlichen Ergebnissen kommen wird (außer sie stimmt ihm zu 100% zu, dann ists vielleicht mit dem selber denken nicht weit her)
davidmama
06.01.2004, 21:36
Original geschrieben von Claudia + Maxi
Hallo ********,
"Einzeln" ist Antschi nicht, wir sind mindestens schon zu zweit, bin vollkommen ihrer Meinung. War wohl bissi höher als 40, dein Fieber. :D
jetzt sind wir schon drei!;)
nein, wir sind schon (mindestens) VIER!!:p
Liebe Grüße,
Anne.
Anton_Jelinek
07.01.2004, 01:05
Ich finde den ersten Link sehr hilfreich.
Warum dies Gekreische?
Original geschrieben von Anton_Jelinek
Ich finde den ersten Link sehr hilfreich.
du Glücklicher... dann krieg doch dein Kind, wie und wo du willst *grins*
willst wohl wieder die User-Zahl in die Höhe jagen, oder hast grad eine akute Phase, wo nur mehr Foren-Zumüllen therapeutisch wirkt...
40_Fieber
07.01.2004, 01:23
Ich weiß nicht, ob dies Deine einzige Aussage zum Thema ist. Wenn ja ...man hätte sie sich sparen können. Ich finde den Umgangston hier äußerst fragwürdig. Hier war niemand außerhalb der Nettikette. Die Wortwahl ist unangebracht!
40_Fieber
07.01.2004, 01:25
Original geschrieben von Anne31
nein, wir sind schon (mindestens) VIER!!:p
Liebe Grüße,
Anne.
Das sind im Moment 4 : 111 (die diesen thread angeguckt haben). Nehm Dich nicht so wichtig
Anton_Jelinek
07.01.2004, 01:27
Seltsame Frauen hier.
Warum wollen die Kinder gefährden?
wir ösis sind so.:D
brutal und gefährlich.
Anton_Jelinek
07.01.2004, 02:53
Was für ein Zeug!
Anton_Jelinek
07.01.2004, 02:55
Hier scheint es niemandem an Sachlichkeit und Argumenten gelegen zu sein.
hat vielleicht weniger mit dem unwillen zur sachlichen diskussion zu tun,
als damit dass manche sich nur ungern auf eine gefakte diskussion einzulassen.
wenn auf einmal 2 neue user mit dem gleichen jargon im gleichen forum auftauchen, auf einen link hingewiesen wird, hinter dem sich noch einmal der gleiche schreibstil verbirgt, überlegt so manche sich wohl 2x wieviel ernsthaftig- und sachlichkeit sie erübrigen will.
und außerdem: never vex a pregnant woman ;)
andrea
Anton_Jelinek
07.01.2004, 13:11
Statt Auseinandersetzung mit dem fachlich guten Text nur Verfolgungswahn.
Ich bin EINE Person.
Matthias
07.01.2004, 16:11
Ach, und die mindestens 5 Threads, die Dagmar hier aufgemacht hat, und die eigentlich nur einem Tenor dienen:
"Allein(Haus)geburt gut, Kliniksgeburt schlecht, mäh, mäh"
finden kaum Widerspruch.
Claudia.Maxi
07.01.2004, 16:50
Boah ist das gemein, gell Matthias!!!
Kannst ja jederzeit gehen, wenns dir nicht passt, AntonMatthiasFieberPaula oder wer immer du gerade bist. Selber mähmäh
Anton_Jelinek
07.01.2004, 18:07
Tolles "Niveau".
@Anton und Fieber:
Falls der Zufall es so will und ihr wirklich keine Auswüchse vom ******** seids - hier zur Erklärung:
******** persönlich hat uns dieses G'schichtl schon an die tausendmal in sämtlichen Foren zu allen passenden und unpassenden Zeiten um die Ohren g'haut und eine tatsächlich sachliche Diskussion darüber immer strikt verweigert. Daher ist so ein Hinweis auf ****** immer ein Aufreger hier. Dagmar mag zwar auch einen extremen Standpunkt haben und der deckt sich sicher mit den meisten nicht, denn soweit ich weiß ist sie die einzige Allein-Gebärerin im Forum, aber sie diskutiert zumindest mit einem und akzeptiert weitgehend ohne persönliche Beschimpfung dass andere halt eine andere Meinung haben.
Ihr habt beide noch nicht so viele Beiträge, also könnt ihr das nicht wissen....
Gruß
's Sonscherl
Anton_Jelinek
09.01.2004, 18:13
Ein wahrhaft toller Thread.
Nur Unmaßgebliches und nichts zu der doch ganz wichtigen Sache.
Claudia.Maxi
09.01.2004, 21:21
Womit du auch deine Beiträge bewertet hast!
Anton_Jelinek
10.01.2004, 00:34
Wie meinen?
Nessa Nénharma
10.01.2004, 07:49
Original geschrieben von 40_Fieber
Das sind im Moment 4 : 111 (die diesen thread angeguckt haben). Nehm Dich nicht so wichtig
Na, ja, nachdem du so eifrig bist, würde ich sagen, davon könntest du z.B. hundert Mal reingeklickt haben :D. Jeder Klick ist nicht eine extra Person....
Nessa Nénharma
10.01.2004, 07:53
Original geschrieben von Claudia + Maxi
Boah ist das gemein, gell Matthias!!!
Kannst ja jederzeit gehen, wenns dir nicht passt, AntonMatthiasFieberPaula oder wer immer du gerade bist. Selber mähmäh
Also unseren Hiasl muss ich schon in Schutz nehmen, der hat mich sogar mal gelobt, dass ich rechnen kann :p - leider ist er im Doppelpack mit diversen Frankfurtern nur als "Würstel" genießbar ;).
pinguin69
10.01.2004, 13:11
finde díese angstmachenden threats wirklich nur dumm!!!!
auch das mit dem bauchtanz was du da erst rein gestellt hast!! komischerweise gibt es sooo vielei leute die sowas anbieten und sooo viele die sowas schon überlebt haben!! du wirst es nicht glauben!!!!
also laß das bitte!!! normalerweiße bin ich kein mensch der schnell verurteilt aber ich glaub nicht das man werdenden müttern noch mehr angst machen muß, als man vor einer gebuirt vielleicht eh schon hat!! also behalte bitte deine tollen ratschläge für dich!!!
wenn eine hausgeburt so gefährlich wäre, dann würde der staat sowas garnicht zulassen!!!
Claudia.Maxi
10.01.2004, 13:21
Also unseren Hiasl muss ich schon in Schutz nehmen, der hat mich sogar mal gelobt, dass ich rechnen kann - leider ist er im Doppelpack mit diversen Frankfurtern nur als "Würstel" genießbar .
FÜr den Hiasl muss ich noch übersetzen : Frankfurter sind in Wien das was in Frankfurt Wiener sind !
Nessa, meinst er ist wirklich genießbar, so zum Reinbeißen und so?
Wie meinen?
Ja wenn nur "Unmaßgebliches" hier steht, dann ist deines ja wohl damit auch "unmaßgeblich" ?
Nessa Nénharma
10.01.2004, 14:36
Solange er sich nicht im Schlepptau von Behrli-Verteidigern befindet ist er recht lieb - finde ich.
Ich persönlich geh zwar in ein gutes KH das alles hat:p
Aber wenn bei Hausgeburten sooo viele Behindert wären oder sterben würden, Würd es uns alle doch eigentlih gar nicht geben.
Denn früher hat es das auch nicht gegeben und da waren Hausgeburten gang und gebe.
Mann denke nur mal an die Steinzeit zurück!
Was hätten denn die getan?
Und in Krankenhäuser sind leider auch schon kranke Kinder zur Welt gekommen oder gestorben.
Original geschrieben von pinguin69
wenn eine hausgeburt so gefährlich wäre, dann würde der staat sowas garnicht zulassen!!! Es hat in den vergangenen Jahren in D immer wieder Versuche gegeben, Hausgeburten zu verbieten. Dabei wurde von Gynäkologen Informationsmaterial gesammelt, das als Argumentationsmaterial für ein Verbot dienen hätte sollen. Nach anfänglicher Euphorie wurde es immer schlagartig still um solche Bemühungen.
Ob das auch in Ö versucht wurde, weiß ich nicht.
Anton_Jelinek
11.01.2004, 00:44
Man kann Selbstmord auch nicht verbieten.
Anton_Jelinek
11.01.2004, 00:44
Man kann Selbstmord auch nicht verbieten.
Nicht deshalb, sondern weil Hausgeburten sicherer sind.
ich weiss von einer frauenärztin,der hättens keinen kassenvertrag geben wollen,weil sie für hausgeburten war und da sehr unterstützend mitgewirkt hat... hier in ö
Es ist aber schon sehr weit hergeholt Hausgeburt und Selbstmord zu vergleichen!
Außerdem wenn man dann schon Tod ist wie willst Du den noch bestrafen?
Die Verwandten kann man da wohl kaum belangen.
Und wenn der Selbstmord misslingt kommt man in ein Psychoprogramm soweit ich weiß
Anton_Jelinek
11.01.2004, 18:01
Ein Psychoprogramm wäre für bestimmte Leute sicher sinnvoll.
Original geschrieben von Anton_Jelinek
Ein Psychoprogramm wäre für bestimmte Leute sicher sinnvoll.
Du hast recht, bei Dir wäre das sicher sinnvoll http://www.mainzelahr.de/smile/frech/fragglewech.gif
In der DDR waren Hausgeburten verboten.
Aber eher deswegen, weil der Staat gerne ALLES überwachen wollte und es auch keine selbständigen Hebammen gab - die hätte man nicht so gut kontrollieren können.
Dafür gabs immer mal wieder eine Hoppalla - außerklinische Geburt, wo Frau nicht "schnell genug" in die Klinik gekommen ist. Es gab ja auch nicht in jedem Haushalt ein Telefon, sondern allerhöchstens in jedem zehnten.
Voll geil, die Weiber! "Hoppala" - das hab ich damals auch behauptet.
Gibt es irgendwo eine Prozentangabe, wie viele Geburten hoppala geendet haben?
Als aufrechte Kommunistin tun mir solche Meldungen natürlich trotzdem weh. In meiner Diktatur wären dafür Krankenhausgeburten verboten.
Susanne23
11.01.2004, 22:32
hallo ihr!
zunächst möchte ich klar stellen:
ich bin keine hausgeburt befürworterin.
ich finde jeder sollte das für sich und sein kind entscheiden.
ich bewundere frauen die noch auf sich und ihren körper vertrauen und wissen das eine geburt etwas schönes und natürliches ist. es hätte keinen sinn, eine frau welche angst vor der geburt und angst vor komplikationen hat zu hause entbinden zu lassen. es hätte aber auch keinen sinn eine frau zu zwingen im spital zu gebären, wenn sie sich dort nicht wohl fühlt.
mir gehen panikmachen auch auf die nerven. jeder weiß was passieren kann. sowohl im spital als auch zu hause.
lg susanne
Original geschrieben von Susanne23
es hätte keinen sinn, eine frau welche angst vor der geburt und angst vor komplikationen hat zu hause entbinden zu lassen.Doch, das hätte einen Sinn. Nämlich deshalb, weil die Angst vor Komplikationen mit einer ca. 100mal höheren Wahrscheinlichkeit "erfüllt" wird, wenn die Frau EBEN WEGEN DIESER ANGST ins Krankenhaus geht, als wenn ich die selbe Frau irgendwo aussetze, wo es außer Fließwasser und Futter nix gibt.
Übrigens bekomme ich Mails von Frauen, die mich bitten, an ihnen ein Entführungsgeburtsexempel zu statuieren, einmal versteckt und einmal recht offen. Das lehne ich natürlich ab, aber nicht wegen irgendeiner nicht vorhandenen Gefährlichkeit, sondern weil ich unbescholten bleiben möchte. Sollen die Frauen doch selber ihre Hoppalageburt organisieren!
Original geschrieben von Susanne23
jeder weiß was passieren kann. sowohl im spital als auch zu hause.Das ist die größte Lüge in der Geburtsgeschichte. Eine Geburt, wo das Kind köpflings liegt und die Mutter die Lambdanaht am Muttermund ertasten kann, und die Plazenta mittels Ultraschall im oberen Bereich der Gebärmutter lokalisiert wurde, und die Mutter keine schweren Unfälle hatte, hat theoretisch nicht den Funken einer Chance, Komplikationen zu kriegen - bei einer Alleingeburt passiert da auch nix. Im Krankenhaus schaffen sie es trotzdem.
Susanne23
11.01.2004, 22:55
Doch, das hätte einen Sinn. Nämlich deshalb, weil die Angst vor Komplikationen mit einer ca. 100mal höheren Wahrscheinlichkeit "erfüllt" wird, wenn die Frau EBEN WEGEN DIESER ANGST ins Krankenhaus geht, als wenn ich die selbe Frau irgendwo aussetze, wo es außer Fließwasser und Futter nix gibt.
hmm dagmar!
aus dieser sicht habe ich es noch nie gesehen ist zwar ein bißchen brutal könnte aber funktionieren.
Mich erinnert das aber zu sehr an "Frauen wollen vergewaltigt werden", deshalb verfolge ich das nicht weiter. Aber Tatsache ist, dass Frauen sich eine Alleingeburt wünschen, sich das aber nicht offen sagen trauen, also "nix dafür können" wollen, wenn es doch passiert. Solche Wünsche gibt es. Ich bin aber nicht die richtige Ansprechpartnein für sowas. Möchte das hier nur schnell einmal deponieren. Ich werde mich garantiert nicht an irgendwas beteiligen, was nach erzwungener Alleingeburt aussehen soll. Wenn du (also die andere, nicht du, Susanne23) es wirklich machen willst, dann mach es! Ich habe es damals auch allein gemacht und niemanden gebraucht, der mich "ein bissl dazu zwingt".
Funktionieren tät's auf jeden Fall. Wetten?
Original geschrieben von Susanne23
es hätte aber auch keinen sinn eine frau zu zwingen im spital zu gebären, wenn sie sich dort nicht wohl fühlt.
hätte??? "hat" meinst du, oder?
Anton_Jelinek
12.01.2004, 03:02
Wer möchte schon mit einer,die total daneben ist wie diese Dagmar,über Unsinn wetten?
Daneben? Neben der Norm, meinst Du wohl!
Die Norm ist die etwas ängstliche Frau, die sich von wildfremden Menschen zwischen die Beine greifen lässt, einen Dammschnitt bekommt und der das Kind nach der Geburt entwendet wird um es zu wiegen, waschen, messen und sonst noch was mit dem armen Geschöpf zu machen.
Eine selbstbewusste Frau, die sagt: "ICH gebähre mein Kind alleine weil ich weiß, dass mein Körper das kann" passt natürlich nicht in dieses Schema. Dass sie den hoch dekorierten Ärzten die Arbeit stielt und kein Krankenhausbett belegt ist aber schließlich auch nicht unwesentlich.
Die ungeahnten Kräfte einer Frau werden leider oft an der Pforte des KH hinterlegt!
doro2003
12.01.2004, 08:22
Also, ich habe die Diskussionen mit diesem Arzt nicht mitverfolgt, habe aber kurz auf diesen Link geschaut.
Ich habe zwar im KH entbunden, aber bei diesem Text, den der geschrieben hat, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.
Sind wir in einem totalitären Staat? Ich bin mir sicher, dass dieser ******** auch rigoros gegen Abtreibung ist. Wahrscheinlich überhaupt gegen die freie Meinung und Entscheidung von Frauen.
Ich gebe auch einer Meinung vollkommen recht, es gebe uns UND auch Dr. ******** nicht, wenn alle Hausgeburten soooo schrecklich verlaufen würden.
Ja, es gibt sicher da und dort einen Pfuscher - das gibt es aber auch in vielen anderen Arztsparten.
Ausserdem würde ich gerne einmal die Statistik der verpfuschten Geburten in Krankenhäusern sehen. Darüber schweigt man gerne.
Und meine Herren, Ihr Ton lässt zu wünschen übrig. Es kommt mit bei Ihnen so vor, dass Sie die Frauen gerne unter Kontrolle haben wollen.
Ach ja, Hausgeburten sind im ländlichen Bereich (egal in welchem europäischen Staat) die einzige Möglichkeit, Kinder auf die Welt zu bringen. Oder müssen die Wehen sich mindestens 1 Woche vorher ankündigen, dass die Bäuerin vom Bergbauernhof im verschneiten Winter vielleicht rechtzeitig ins KH kommt. Und bei diesen Hausgeburten, kommt die Hebamme oftmals nicht rechtzeitig zur Geburt an.
LG Doris
Matthias
12.01.2004, 08:32
Original geschrieben von doro2003
Es kommt mit bei Ihnen so vor, dass Sie die Frauen gerne unter Kontrolle haben wollen. Wenn es nur um die Frauen ginge, wäre die Problematik geringer, es geht aber um die Kinder. Deswegen ist die Frage der Entscheidung der Frau welche Geburtsform nun die feministisch korrektes und das ganze Gerede um "zwischen die Beine greifen" zweitrangig. Es interessiert in erster Linie, was das medizinisch sinnvolle ist, um Risiken für das Kind ( in zweiter Linie für die Frau) zu vermindern.
Dagmar: Mich erinnert das aber zu sehr an "Frauen wollen vergewaltigt werden" Das erinnert mich aber zu sehr an "Alle Männer sind Vergewaltiger"
Dagmar: Eine Geburt, wo das Kind köpflings liegt und die Mutter die Lambdanaht am Muttermund ertasten kann, und die Plazenta mittels Ultraschall im oberen Bereich der Gebärmutter lokalisiert wurde, und die Mutter keine schweren Unfälle hatte, hat theoretisch nicht den Funken einer Chance, Komplikationen zu kriegen Und das ist schlicht FALSCH !
Matthias, Du hast recht! Es geht natürlich auch um die Kinder!
Meine Schwägerin hatte das was man einen Horrorgeburt nennt: 2 Tage Wehen, die nichts bewirkt haben, Wehentropf, ständig wechselnde Ärzte mit wechselnden Meinungen zum Zustand ihres Muttermundes (ständige Tastbefunde incl.), die ganze Zeit auf einem schmalen Bett mit anderen Gebährenden in Hörweite.
Letzendlich hat sich ein Arzt auf ihren Bauch gelegt und das Baby rausgedrückt. Ich hab noch nie einen so derartig zugerichteten Bauch gesehen *grusel*(blau, grün, gelb-fleckig)
Heute sagt sie, dass sie die ganze Zeit keine Ruhe hatte, nicht schlafen konnte und nichts zu Essen bekam!!!
Entbinden ist hat sehr viel mit loslassen, sich öffnen zu tun. Je mehr ich mich gehen lassen kann und entspannt bin, desto leichter flutschen die Kleinen raus.
Zu Hause bzw. in einer heimeligeren Umgebung hätte sie sicher eine ganz normale Geburt hingelegt. Aber wer kann sich schon entspannen in so einer Situation und unter ständiger Beobachtung und Beurteilung.
Zu Hause dürfen die Wehen auch mal aufhören oder schwächer werden, wenn es dem Kind dabei gut geht. Im KH werden sie da gleich nervös. Dabei ist das meist eine so wertvolle Zeit in der die Frau neue Kräfte sammeln kann. Das wird ihr im KH meist nicht gelassen, sie ist am Schluss entkräftet und den Rest kennt man ja.
Zu Hause wird frau lediglich begleitet und unterstützt. Da die Hebamme bei Hausgeburten ausschließlich für die eine Frau da ist und ganz sicher bis zum Schluss da bleibt, kann sie sich voll auf die Frau konzentrieren und stört sie nicht in ihrem Tun.
Eine entspannte Geburt ist mit sicherer - auch für das Kind!!!
Matthias
12.01.2004, 10:23
Da frage ich mich dann, wie es dazu kommt, dass früher Frauen, die durchaus gut situiert waren und die ihr Kind ganz in Ruhe zu Hause mit einer "weisen alten Frau" als Hilfe hätte bringen können, dort nach einigen Tagen samt Kind an Entkräftung gestorben sind, weil es aus verschiedenen Gründen einfach nicht weiter ging.
Vielleicht kann man bestimmte Situationen in Krankenhäusern verbessern, aber zu behaupten die Schwägerin hätte deswegen zuhause keine oder zumindest deutlich weniger Probleme gehabt ist bestenfalls eine überaus gewagte Annahme.
Ich denke mal, dass diese Frauen damals das Problem hatten, dass es keine Vorsorgeuntersuchungen gab!!!
Wenn ich am Ultraschall sehe, dass das Kind in Querlage liegt, die Nabelschnur 3x um den Hals hat oder es Zwillinge werden, die verdreht liegen, dann würde ich wohl auch nicht im trauten Heim entbinden. Aber das konnte halt damals nur schwer festgestellt werden. Dafür wäre eine sehr gute Ausbildung notwendig gewesen, die damaligen Hebamme meist völlig fehlte.
Heute schaut die Sache einfach ganz anders aus: Super ausgebildete Hebammen, Vorsorgeuntersuchungen + Ultraschall und wenn nötig schnelle Überstellung in eine KH sind halt ganz andere Voraussetzungen.
Meine Schwägerin HÄTTE zu Hause oder eben in einer Situation, die dem nahe kommt leichter entbunden. Davon ist SIE überzeugt.
Matthias
12.01.2004, 12:38
Original geschrieben von li
zum zweiten: eine frau zu vergewaltigen und sich dabei als held zu fühlen, der das kind rettet - diese einstellung halte ich für eine ganz gefährliche.
Ich habe nie von gerichtlichen oder anderen Zwangsmassnahmen geredet.
Ich verbitte mir endgültig diese Vergewaltigungsphantasien in diesem Zusammenhang, da sie unter anderem dadurch echte Vergewaltigungen relativieren und verharmlosen, von der Verunglimpfung medizinischen Personals (ÄrztInnen und Hebmammen/Geburtspfleger) mal abgesehen.
Mit dieser ständigen extremen Darstellung einer fremdbestimmten Geburt habt ihr echt ein Rad ab und helft gebärenden Frauen in der Mehrzahl ganz bestimmt nicht.
Das "es" hätte genauer definiert gehört. "Es" ist aus der Sicht der Interessenverteidigung von Beteiligten. Dabei kann die Frau für sich im Rahmen ihres Wissens, Könnens, und der Einflussnahme anderer durchaus eine eigene Entscheidung treffen, das Kind nicht. "Es" ist zum Zeitpunkt der ruhigen Entscheidung ob eine Haus/Alleingeburt oder eine Kliniksgeburt sinnvoll ist. Das kann man meinetwegen durchaus unterschiedlich sehen und auch diskutieren, aber diese ständigen Darstellungen von "Alleingeburt ist risikolos" oder "zuhause wäre es bestimmt besser gewesen mit der schwierigen Geburt" sind maßlos und bei bestem Willen nicht nachvollziehbar.
Bei einer medizinischen Notfallmaßnahme geht es um etwas ganz anderes.
Original geschrieben von li
frauen sind keine (re)produktionsmaschinen, mit deren körper gemacht werden dürfte, was immer für das endprodukt als notwendig/optimal erachtet wird.
Und Säuglinge sind kein "Endprodukt" und Verhandlungsmasse durchgeknallter männerhassender paranoider Feministinnen.
Ich finde jeder sollte das tun was er für sich und sein Baby richtig hält und das ist bei mir Entbindung im KH!:p
Sicher werde ich mich verkrampfen weil es mir unangenehm ist in dieser Lage fremde Menschen um mich zu haen habe ja ein ziemlich ausgeprägtes Scharmgefühl:mad:
Als Alleingebärende wie Dagmar dasimmer beschreibt verkrampft man sich sicher nicht oder weniger das glaub ich auch ABER
Ich würde mich dann wahrscheinlich verkrampfen da es mein erstes ist und ich ja noch nicht weiß wie mann wann und wo etwas macht und ich könnte mit dem nicht leben wenn dann etwas schief ginge und mit dem Baby etwas nicht in Ordnung wäre.
Würde mir ewig Vorwürfe machen und mich fragen ob es nicht doch besser gewesen wäre in einem KH zu entbinden!
Ich persönlich fühle mich sicherer wenn ich weiß dass mir jemand zur Seite steht der was davon versteht natürlich für den Fall der Fälle.
Da muß ich halt das einstecken und mich halt schämen dafür brauch ich kein schlechtes Gewissen meinem Baby über zu haben.
Schief gehen kann da und dort etwas das ist klar aber man fragt sich sicher immer was wäre wenn???
Dann ist es aber schon zu spät und im Nachhinein is man immer gescheiter.
Anton_Jelinek
12.01.2004, 19:13
Und Säuglinge sind kein "Endprodukt" und Verhandlungsmasse durchgeknallter männerhassender paranoider Feministinnen.
__________________
Matthias
Ist es hier aber mal wieder.
Es ist schon grauenhaft,mit welcher egomanen Selbstherrlichkeit und Durchblickslosigkeit hier einige Damen agieren.
Original geschrieben von Matthias
Ich habe nie von gerichtlichen oder anderen Zwangsmassnahmen geredet.
Ich verbitte mir endgültig diese Vergewaltigungsphantasien in diesem Zusammenhang, da sie unter anderem dadurch echte Vergewaltigungen relativieren und verharmlosen, von der Verunglimpfung medizinischen Personals (ÄrztInnen und Hebmammen/Geburtspfleger) mal abgesehen.
Und warum erlebe ich dann immer wieder Frauen im Wochenbett, die eine ganz "normale" Geburt in der Klinik erlebt haben, sich vorher sogar ganz bewußt dafür entschieden hatten, daß Kind rausgepreßt wurde von irgendjemandem, der sich auf ihren Bauch geworfen hat, ihren Dammschnitt bekommen haben und das Kind 2 Stunden lang im Wärmebettchen lag, weil es sich auf dem Bauch der Mutter eine Verkühlung geholt hätte. Diese Frauen erzählen mir, daß sie sich wie vergewaltigt vorkommen - ein Wort, welches in diesem Zusammenhang mir früher (vor 10 J.) nie in den Sinn gekommen wäre!!!
Ich red jetzt gar nicht mal von der Frau, welche wegen Unfähigkeit des Personals einen KS bekommen hat, nackt und bei vollem Bewußtsein im OP lag, die Beine gespreizt in den Beinhaltern und jeder, der zur Tür reinkam, konnte ihr bis sonstwohin schauen. Wo bleibt da die Würde des Menschen, welche in unserem Grundgesetz an erster Stelle steht, bzw. wo haben bitteschön diese Mediziner ihr Studium gemacht - auf dem Mars???
Ich denke, daß mit Dir, Antonmatthiaspaulaundadelheid, überhaupt gar nicht darüber zu diskutieren ist, da DU:
1. noch nie in der Situation einer Gebärenden warst oder sein wirst,
2. dank Deines Berufes Deine Interessen grundsätzlich eh ausschließlich den Kindern gelten - aber an einer Geburt IMMER 2 beteiligt sind, deren Wohlergehen sich unmittelbar gegenseitig bedingt - was aber nicht in Deinen Kopf will und den Weg dorthin wohl auch nie finden wird, weils ja die meisten Geburtsmediziner nicht mal kapieren,
und 3. Du es nienienienienie verstehen wirst, worum es hier eigentlich geht, da Du es nicht verstehen willst.
Anton_Jelinek
12.01.2004, 22:43
Was tun SIE gegen diese Mißstände?
JEDER hat die Möglichkeit,etwas dagegen zu tun.
Sie haben Berufsverbände.
Was tun DIE?
Ansonsten gehen Sie nicht auf die Risiken der außerklinischen Geburt ein,wobei es um Leben und Tod/Behinderung geht und nicht um Unannehmlichkeiten.
Original geschrieben von Matthias
Und Säuglinge sind kein "Endprodukt" und Verhandlungsmasse
eben.
Beatchen
13.01.2004, 06:26
Ich halte es schon für recht vermessen, bei einer unsanften Geburtshilfe nun gleich von 'Vergewaltigung' zu sprechen.
Zur 'natürlichen' Geburt so viel:
Der Mensch hat sich evolutionär vom Tier wegentwickelt und damit hat auch eine natürliche Auslese in Richtung Gebär- und Stillfähigkeit nicht mehr stattgefunden.
Während weibliche Tiere mit Gebärproblemen in freier Wildbahn dieses Merkmal nicht oder nur sehr begrenzt weitervererben können, hat die Intelligenz des Menschen es ermöglicht, daß auch Frauen mit erheblichen Problemen während der Schwangerschaft und Geburt Kinder bekommen. Auch die Fähigkeit zum Stillen ist keine Voraussetzung für Nachwuchs mehr.
Als Konsequenz hat sich die menschliche Spezies quasi von der Geburtshilfe abhängig gemacht. Auch wenn man immer wieder mal von einigen heldenhaften Frauen liest, die es allein geschafft haben, so ist doch die Gefahr, daß im Alleingang etwas schiefgehen kann, ganz erheblich.
Der weibliche Körper ist, wie der Mensch überhaupt, nur noch begrenzt den Erfordernissen der Natur gewachsen. Was beim Tier oftmals spielend leicht funktioniert, (z. B. das Säugen), bereitet vielen Frauen große Probleme. Jungtiere, die nicht saugen, verenden und können diese Unfähigkeit nicht weitervererben. Babys dagegen werden immer irgendwie durchgebracht, und so findet auch in dieser Hinsicht keine natürliche Auslese mehr statt.
Wer jetzt 'zurück zur Natur' will, fordert dem Körper des Menschen etwas ab, das er vielfach nicht mehr leisten kann.
Beatchen, deine Theorie hat zwei große Denkfehler:
1) Die Geburtshilfe gibt es noch nicht so lange, als dass sie bereits evolutionär wirksam werden kann.
2) Menschenweibchen sind immer noch perfekt ausgestattet. Es gibt keine menschenspezifischen Schwierigkeiten. Die im Krankenhaus haben welche, die Alleingebärerinnen nicht. So einfach ist das.
Übrigens sind die heutigen Geburten eher geeignet, Kinder hervorzubringen, die unter größeren Schwierigkeiten überleben. Und bei den sauerstoffreicheren Alleingeburten kommen auch genetische Weicheier durch.
[QUOTE]Original geschrieben von Beatchen
Zur 'natürlichen' Geburt so viel:
Der Mensch hat sich evolutionär vom Tier wegentwickelt und damit hat auch eine natürliche Auslese in Richtung Gebär- und Stillfähigkeit nicht mehr stattgefunden.
Grad die Entwicklungsgeschichte ist in dem Fall kein überzeugendes Argument. Wenn Du die menschliche Entwicklungsgeschichte als einen Tag mit 24 Stunden betrachtest, sind wir vielleicht 3-4 Minuten vom Neandertaler weg.
Die medizinische Geburtshilfe von der wir hier reden existiert gerade mal ein paar Sekunden - Du willst uns doch nicht allen Ernstes weismachen, daß das schon einen so großen Einfluß auf die menschliche Anatomie hätte? Und das alles begrenzt auf die 1. Welt, weil in der 3. Welt ist die medizinische Versorgung noch nicht so berauschend.
Und was hat Vererbung mit einer Querlage des Kindes zu tun, oder mit einer Mutter die deshalb erschöpft ist weil sie während der Geburt mit etlichen fremden Menschen zu tun bekommt, die ihr nicht die Gelegenheit geben auf ihren Körper zu hören? Die mehr oder weniger sanft zu einer für die Geburtshelfer einfacheren Position überredet wird obwohl sie sich z.B. am Boden leichter täte? Wo eine Frau routinemäßig nach einer halben Stunde Wehenpause an den Wehentropf gehängt wird obwohl sie nur etwas Zeit bräuchte um neue Kräfte zu sammeln für den Endspurt?
Unsere Lebensweise hat sich drastisch verändert, das machts aus, und nicht eine nicht mehr stattfindende "natürliche Auslese"!
Klar überleben heute mehr Kinder die vor 100 Jahren gestorben wären (z.B. Kinder von Diabetikerinnen), und ich bin froh drum.
Trotzdem bin ich davon überzeugt daß es nur ganz wenige Mütter und Kinder gibt die wirklich von der Geburtsmedizin abhängig sind.
Wenn sie über den Ablauf einer Geburt besser Bescheid wüßten, vorher entsprechend ernährt sind, und schlicht das Selbstvertrauen in ihren Körper hätten (das auch heutzutage noch einem Mädchen/einer Frau ganz gerne aberzogen wird), wäre es kein Problem. Kein Spaziergang, aber auch nicht das hilflose Ausgeliefertsein. Und auch nicht die scheinbare Entscheidungsfreiheit wo in Wirklichkeit Routinemaßnahmen und Klinikpersonal bestimmen was gemacht wird (und die Frau vielleicht nur deswegen spontan gebären darf weil durch den Schichtwechsel der Kaiserschnitt-Befürworter heim geht).
Während weibliche Tiere mit Gebärproblemen in freier Wildbahn dieses Merkmal nicht oder nur sehr begrenzt weitervererben können, hat die Intelligenz des Menschen es ermöglicht, daß auch Frauen mit erheblichen Problemen während der Schwangerschaft und Geburt Kinder bekommen. Auch die Fähigkeit zum Stillen ist keine Voraussetzung für Nachwuchs mehr.
Vererbung ist es kaum - wenn, dann Krankheit und Mangelernährung. Auch bei Tieren funktioniert nicht immer alles reibungslos. Die Natur ist grausam, da gehts nicht um das einzelne Individuum, sondern um die (bestangepaßte) Spezies.
Und Tiere haben sehr wohl auch Stillprobleme, nur können die nicht aus Bequemlichkeit zur Flasche greifen und müssen das durchstehen.
Übrigens könnten 98% aller Frauen stillen, zumindest körperlich wären sie dazu in der Lage. Wiederum fehlt das Wissen und das Wollen, dafür hat die Babynahrungsmittelindustrie mit ihren Werbekampagnen schon gesorgt.
Wer jetzt 'zurück zur Natur' will, fordert dem Körper des Menschen etwas ab, das er vielfach nicht mehr leisten kann.
Aber zu verhindern, daß aus einem Ereignis das die Natur bei Gesunden gut steuern kann ein pathologischen Vorgang gemacht wird hat nichts mit "zurück zur Natur" zu tun.
@li: :rolleyes:
Ich Dich am meisten und die Antschi und die Dago ebenfalls!
(Eigentlich konnte ich nur mal wieder meinen globalen Zorn nicht im Zaum halten - liegt wahrscheinlich an den Hormonen;) )
Nessa Nénharma
13.01.2004, 15:07
Original geschrieben von Matthias
Mit dieser ständigen extremen Darstellung einer fremdbestimmten Geburt habt ihr echt ein Rad ab und helft gebärenden Frauen in der Mehrzahl ganz bestimmt nicht.
Du meinst, man sollte Frauen, vor der "Verwaltigung" ruhigstellen bzw. ihnen die Vergewaltigung schmackhaft machen bzw. wenn ihnen das Wort "Vergewaltigung" trotzdem in den Sinn kommt, dann gehört ihnen das mittels Psychiater ausgeredet....ich finde, DU hast ein Rad ab und es ärgert mich, dass du aus der letzten Diskussion wieder nix gelernt hast...
Frauen die angeschnauzt, angeschrien werden; Frauen die angeschnallt werden, Frauen die gezwungen, geohrfeigt (!), gewürgt (!), psychisch unter Druck gesetzt werden, gedemütigt werden - JA WO GLAUBST DENN, WERDEN SICH DIE GESCHÜTZTEN VERGEWALTIGER DENN BESSER AUFGEHOBEN FÜHLEN ALS BEI DIR???
Und alles unter dem Deckmantel "notwendige medizinische Maßnahmen" - und sei dir gesagt - eine Vergewaltigung zu verharmlosen ist genauso deppert wie von "echten" Vergewaltigungen zu sprechen - weil es hier nicht um Penetration geht - sondern um "gefügig machen" mit sexuellen Anteilen dabei.
Dass manche Frauen allzu gerne verdrängen und manchmal ein gesundes Kind als Trost zur Vergewaltigung dazukommt, das einem zur Aufarbeitung oft keine Zeit lässt, wird mitunter von vergewaltigenden bzw. bei der Vergewaltigung mithelfenden Hebamme als Druckmittel verwendet:
Kurz nach der Geburt: "Sie müssen jetzt ans Kind denken!"
und später: "WAS?? Sie sind noch immer nicht darüber hinweg, das Kind ist doch schon bald 2 Jahre alt!!"
Solche Aussagen sind ein Armutzeugnis - WER hat jemandem vorzuschreiben, WANN er WAS aufzuarbeiten hat....zu des Pudels Kern nämlich von Vergewaltigung sprechen zu dürfen wird niemand vorgelassen, weil ich tief davon überzeugt bin, dass viele in der "Geburtshilfe" wissen, dass es so ist - und sich panisch bei derartigen Anzeichen die Hände abwischen und sich schnell schleichen und sich ängstlich und wohlbehütet hinter Leuten wie dir verstecken.
Original geschrieben von Anton_Jelinek
Was tun SIE gegen diese Mißstände?
Ich arbeite täglich dagegen an!
Ich könnte natürlich auch Medizin studieren, meinen FA in Gyn/Geb.hilfe machen, die Karriereleiter erklimmen und irgendwann mal EINEN Kreißsaal verändern - aber dafür bin ich wirklich schon zu alt, als daß ich nochmal beim Urschleim anfange. Ich hab 7 Jahre Ausbildung hinter mir. Da verdreh ich doch lieber den Frauen die Köpfe, daß die in den Kliniken aufmucken. Da erreich ich weit mehr damit.
Sie haben Berufsverbände.
Was tun DIE?
Die tun allerhand. Es ist nur nicht ganz einfach, sich gegen die Ärztelobby und die Pharmaindustrie durchzusetzen.
Ansonsten gehen Sie nicht auf die Risiken der außerklinischen Geburt ein,wobei es um Leben und Tod/Behinderung geht und nicht um Unannehmlichkeiten.
In diesem Fred geht es momentan aber in allererster Linie um "Unannehmlichkeiten"
Und zwar um welche, die nicht nur ein paar einzelne Frauen, sondern unsere ganze Kultur beeinflussen.
Und da HIER niemand mit mir Kind kriegen will, muß ich HIER auch niemanden über Risiken aufklären.
Glaub mir, daß mach ich tagtäglich auf Arbeit.
@Nessa:
Glaub mir, es geht bei dieser Art von Vergewaltigung auch um Penetration und zwar alle zwei Stunden - laut Lehrbuch.
Und wenn der eine sich nicht ganz sicher ist mit seiner "Befunderhebung", dann "schaut" sicherheitshalber gleich nochmal jemand nach, damit auch ja kein Zentimeter verpasst wird.
Beatchen
13.01.2004, 15:26
Zu Dagmar:
Ich gehe mal davon aus, daß Geburtshilfe schon so lange existiert, wie die menschliche Spezies und ihre unmittelbaren Vorfahren in der Lage waren, dies zu leisten. Letztlich ist es ja die Intelligenz, die den der Natur körperlich so schlecht angepaßten Menschen über alle Tiere erhebt.
Die ‘perfekte Ausstattung des weiblichen Körpers’ ist heutzutage ein Ideal, das nur noch einige Frauen erreichen. Schon daß ein beträchtlicher Teil der Frauen bei der Geburt reißt, ist im Grunde widernatürlich. Hinzu kommen die Probleme, die ein bedeutender Teil der Frauen mit dem Stillen hat – sei es, daß das Neugeborene nicht saugen will, sei es, daß die Milchproduktion nicht so recht in die Gänge kommt… In keiner Spezies unserer tierischen Verwandten würden sich solche Mängel auf die Dauer halten. Entweder, die Spezies würde eingehen, oder die Mängel würden sich ‘herausmendeln’.
Was die Geburt als ‘Belastungsprobe’ für das Neugeborene anbelangt, so denke ich nicht, daß die Fähigkeit, Sauerstoffarmut längere Zeit zu überleben, einen entscheidenden Vorteil im späteren Leben bringt.
Zu Antschi:
Bei Geburtshilfe denke ich nicht nur an die medizinisch voll durchorganisierte Geburt, sondern auch an jene Formen, die Hebammen – vermutlich seit Beginn der Menschheitsgeschichte – geleistet haben.
Zu den Stillproblemen: Sicher gibt’s die auch im Tierreich, nur – wie Du schon schriebst – die Natur ist grausam. Und ein Muttertier, das nicht säugen kann, wird auch keinen Nachwuchs erzeugen. So löst sich das Problem innerhalb der Spezies vielfach von selbst.
>>Übrigens könnten 98% aller Frauen stillen, zumindest körperlich wären sie dazu in der Lage.<<
Sieht man sich die Zahl der Frauen an, bei denen es mit dem Stillen nicht klappt, so dürfte 98% weit überschätzt sein. Mir tun übrigens solche Frauen leid, die sich gewaltig unter Druck setzen ihr Kind stillen zu können, weil alle Welt ihnen erzählt, daß so gut wie jede Frau dazu in der Lage sei. Klappt’s auch nach zig Anläufen nicht, so fühlen sich diese Frauen als Versagerinnen und martern sich mit Selbstvorwürfen, weil sie etwas angeblich ach so Selbstverständliches nicht auf die Reihe kriegen. Was für ein Rückschritt in unserer zivilisierten Gesellschaft!
Zu Li:
Ich halte es für gefährlich, die Anwendung des Begriffs ‘Vergewaltigung’ zur privaten Auslegungssache zu machen. Bedenken wir doch bitte, daß es aufgrunddessen viele Frauen, die WIRKLICH vergewaltigt wurden, schwer haben, dies glaubhaft zu machen. Unter Berücksichtigung solcher tragischen Fälle sollte man doch bitte mit dem Begriff nicht herumspielen, sondern sich an die gemeinverständliche Definition halten. Wenn eine Frau durch die unsachgemäße Behandlung während einer Entbindung körperlich oder psychisch traumatisiert wurde, so ist das in sich ein ernsthaftes Problem, das für sich Aufmerksamkeit verdient, ohne den dramaturgischen Effekt der Vergewaltigungsmetapher bedienen zu müssen.
Nessa Nénharma
13.01.2004, 15:52
Original geschrieben von Beatchen
Zu Li:
Ich halte es für gefährlich, die Anwendung des Begriffs ‘Vergewaltigung’ zur privaten Auslegungssache zu machen. Bedenken wir doch bitte, daß es aufgrunddessen viele Frauen, die WIRKLICH vergewaltigt wurden, schwer haben, dies glaubhaft zu machen. Unter Berücksichtigung solcher tragischen Fälle sollte man doch bitte mit dem Begriff nicht herumspielen, sondern sich an die gemeinverständliche Definition halten. Wenn eine Frau durch die unsachgemäße Behandlung während einer Entbindung körperlich oder psychisch traumatisiert wurde, so ist das in sich ein ernsthaftes Problem, das für sich Aufmerksamkeit verdient, ohne den dramaturgischen Effekt der Vergewaltigungsmetapher bedienen zu müssen.
Du meinst der Inzest war bis vor 70 Jahren auch keine Vergewaltigung, weil die gemeinverständliche Definition damals von Kindern als Eigentum (quasi unSACHgemäße Behandlung) ausging *groteskgrins* - wurde jemand während der Geburt psychisch traumatisiert und spricht dann von selbst von "Vergewaltigung" - hat der Patient eigentlich dann deiner Meinung nach dramaturgische Phantasien um die Aufmerksamkeitsrate zu erhöhen.
Genausogut könnte ich sagen das Geburtshelfertum ist in jedem Fall eine beliebte Plattform für tendenzielle Sexualverbrecher, die beim Erwischt-Werden der Frau ein Geburtstrauma diagnostizieren können ...und eigentlich ihre Massnahmen recht spielerisch medizinisch ausleben können...im schlimmsten Fall in die Psychiatrie einweisen....
Ich finde die echten Vergewaltigungen im Geburtshelferbereich sollten bald in einen Katalog aufgenommen werden und bei Bedarf gerichtlich verfolgt werden.
Original geschrieben von Beatchen
Zu Dagmar:
Ich gehe mal davon aus, daß Geburtshilfe schon so lange existiert, wie die menschliche Spezies und ihre unmittelbaren Vorfahren in der Lage waren, dies zu leisten. Letztlich ist es ja die Intelligenz, die den der Natur körperlich so schlecht angepaßten Menschen über alle Tiere erhebt.
gela: Es ist leider die Intelligenz, die das Gebären für den Menschen so schwierig macht. Gebären hat was mit Instinkt zu tun und den haben die meisten Frauen sich einfach abgewöhnt.
Beatchen: Die ?perfekte Ausstattung des weiblichen Körpers? ist heutzutage ein Ideal, das nur noch einige Frauen erreichen. Schon daß ein beträchtlicher Teil der Frauen bei der Geburt reißt, ist im Grunde widernatürlich.
gela: Nie waren die Frauen körperlich besser ausgestattet zum gebären als heute: sogut wie nie sieht man verformte Becken, weil die Lebensbedingungen hierzulande sehr gut sind und die Frauen, wenn sie nicht gerade bulämisch sind, meistens auch gut ernährt sind. Der gesamte Energiezustand einer Frau von heute ist im allgemeinen ideal zum gebären. Die hygienischen Bedingungen sowieso.
Daß Frauen bei der Geburt reissen, liegt eher an der vorgegebenen Gebärhaltung bzw. reissen die meisten Frauen eh nur so minimal, daß es kaum eine Rolle spielt.
Beatchen: Hinzu kommen die Probleme, die ein bedeutender Teil der Frauen mit dem Stillen hat - sei es, daß das Neugeborene nicht saugen will, sei es, daß die Milchproduktion nicht so recht in die Gänge kommt? In keiner Spezies unserer tierischen Verwandten würden sich solche Mängel auf die Dauer halten. Entweder, die Spezies würde eingehen, oder die Mängel würden sich ?herausmendeln?.
gela: Wenn das nachgeburtliche Bonding zwischen Mutter und Kind nicht gestört wird und die Frau nicht von vornherein verunsichert wird, dann klappt es auch mit dem Stillen.
Beatchen: Was die Geburt als ?Belastungsprobe? für das Neugeborene anbelangt, so denke ich nicht, daß die Fähigkeit, Sauerstoffarmut längere Zeit zu überleben, einen entscheidenden Vorteil im späteren Leben bringt.
gela: Sauerstoffmangel ist das große geburtsmedizinische Gespenst, welches durch alle Kreißsäle geistert. Meistens geht einem vermeintlichen Sauerstoffmangel immer eine generalisierte Unterversorgung des Kindes mit Nährstoffen aller Art in der Schwangerschaft vorraus.
Und ein Kind, welches eine Zangengeburt überlebt, hätte eine normale Geburt wahrscheinlich auch überlebt.
Original geschrieben von Beatchen
Die ‘perfekte Ausstattung des weiblichen Körpers’ ist heutzutage ein Ideal, das nur noch einige Frauen erreichen. Schon daß ein beträchtlicher Teil der Frauen bei der Geburt reißt, ist im Grunde widernatürlich.
Die Rückenlage ist eine hervorragende Position um den Damm überzustrapazieren! Ausserdem ist es nach dem Kopfstand sowieso die beste Geburtsposion ;) :rolleyes: , am Besten noch mit den Füßen auf 2 Ständern!
Bei Hausgeburten reisst der Damm nur in den seltensten Fällen bzw. wird noch seltener geschnitten und ich kenne nur eine Frau, die zu Hause entbunden hat und nicht stillen konnte.
Was ist es nur, was Hausgeburten so anders macht :confused: ;)
Irgendwie krieg ichs nicht hin, verschiedene Schriftarten in einem Beitrag zu verwenden um verschiedene Benutzer zu unterscheiden.:(
Matthias
13.01.2004, 16:55
Na Nessa, da scheint es, siehe Gela, doch schon sehr enge Definitionen zu geben.
Alle 2 Stunden nachschauen = Vergewaltigung.
Ich bin ja öfter in der Opposition hier, kann mir aber kaum vorstellen dass das Mehrheitsmeinung ist in einem Elternforum einer Hebammenseite.
Juristisch gesehen ist selbst eine medizinisch nicht begründete Härte bei der Geburtshilfe eine Körperverletzung und keine Vergewaltigung. Jene ist zu ahnden, aber als solche.
Oder sollen wir die Geburtshilfe abschaffen, nur weil manche Frauen es nicht ertragen können, dass medizinisch notwendige Eingriffe nun halt mal dort an ihrem Körper notwendig sind, wo auch ihre sexuellen Organe liegen ?
Und Nessa, wenn ich beim Urulogen bin und meine Prostata untersucht wird und der ein bischen zu grob ist, ist das dann auch eine Vergewaltigung oder ist das ein Privileg der Frauen ?
Matthias
13.01.2004, 17:00
Original geschrieben von Edith
Was ist es nur, was Hausgeburten so anders macht :confused: ;)
Die Vorselektion, die Risikofälle sind in der Klinik.
Die Vorselektion rauszurechnen ist schwierig bis unmöglich bei allen Betrachtungen.
Das ist auch das, was ich immer an Dagmar's Fakten zu diesem Vergleich kritisiere. Man müsste randomisiert risikoarme Frauen Kliniken, Hausgeburten und Alleingeburten zuweisen, was aus verschiedenen Gründen nicht geht.
Hey, das war doch mal ein (fast) sachliche Frage und Antwort.
Können wir das noch in diesem Thread ?
Alle 2 Stunden "nachschauen" ist NICHT medizinisch notwendig bei einer Geburt!
"Körperverletzung" bezieht sich auf den rein physischen Vorgang und muß sich nicht unbedingt auf die Genitalien beziehen.
Bei einer Vergewaltigung wird eine Frau aber auch nachhaltig psychisch verletzt - ihre Intimsphäre wird verletzt. - Das macht manchen Frauen, die nicht so hartgesotten sind, eben doch sogar nach Jahren noch zu schaffen.
Der Vergleich mit einer Prostatauntersuchung hinkt ein wenig - da gehst Du freiwillig hin, weil Du Beschwerden hast.
Vergleich es einfach mit einer "unsanften" Behandlung beim Zoll: Du weißt ganz sicher, Du hast nix zu verbergen, aber alle glauben, Du hast Rauschgift bei Dir. All 2 Stunden popelt jemand mit seinen Fingern im DEINEM Hintern, obs denn wohl irgendwann zu finden ist. Das Verhör dauert im schlechtesten Fall 24 Stunden.
Wie fühlst Du Dich dabei?
Nessa Nénharma
13.01.2004, 17:23
..und darf ich fortsetzen, die dabeistehende Frau wird gefragt: "Na wüst a amol zuwigspürn?" und weil du dich so anstellst dabei, wirst angeschnallt und zum Schluss, weil der Matthias vor lauter Wohlfühlfaktor aufs Gacken verzichtet, wird ihm unterstellt, er hätte wirklich was zu verbergen, sonst könnte er ja problemlos gacken, und nach einer Operation, die zwar einwandfreie aber rauschgiftfreie Gacke zu Tage gebracht hat, wird er von einem Psychologen derselben Abteilung "begutachtet" - Diagnose: "Gacktrauma".
Matthias
13.01.2004, 17:27
Original geschrieben von gela
Bei einer Vergewaltigung wird eine Frau aber auch nachhaltig psychisch verletzt - ihre Intimsphäre wird verletzt. - Das macht manchen Frauen, die nicht so hartgesotten sind, eben doch sogar nach Jahren noch zu schaffen.
Das mag aus der Sicht der Frau so sein, und bei der psychischen Aufarbeitung mag der Unterschied nicht groß ( aber vorhanden) sein, aber bei einer Vergewaltigung geschieht diese, weil der Vergewaltiger sexuelle Lust und Machtausübung vorsätzlich der Frau antut. Das ist bei der Geburtshilfe, selbst wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt wird, normalerweise nicht der Fall. Und das ist juristisch ein gewaltiger und richtiger Unterschied.Für die Psyche der Frau im übrigen auch, wenn sie mal drüber nachdenkt.
Der Vergleich mit einer Prostatauntersuchung hinkt ein wenig - da gehst Du freiwillig hin, weil Du Beschwerden hast.
Vergleich es einfach mit einer "unsanften" Behandlung beim Zoll: Du weißt ganz sicher, Du hast nix zu verbergen, aber alle glauben, Du hast Rauschgift bei Dir. All 2 Stunden popelt jemand mit seinen Fingern im DEINEM Hintern, obs denn wohl irgendwann zu finden ist. Das Verhör dauert im schlechtesten Fall 24 Stunden.
Wie fühlst Du Dich dabei?
Mein Vergleich hinkt ein wenig, das muss er, das ist klar, aber deiner hinkt um Größenordnungen mehr.
Die Frau ist ja auch im Krankenhaus, weil sie ein Kind kriegt. Es gibt auch jede Menge Frauen, die haben mit Untersuchungen dabei wenig oder keine Probleme, weil sie den Sinn einsehen.
Über die Frequenz mag ich mich nicht auslassen, dass nachsehen Sinn machen kann, halte ich für auf der Hand liegend, wie soll eine unerfahrene Frau unterscheiden, ob das alle zwei Stunden geschehen muss oder nur einmal oder vielleicht alle 10 Minuten.
Da muss ich jetzt ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiss, wie medizinisch relevant das ist, aber es gibt genug Frauen, die erzählen völlig locker darüber, wie die Hebammen immer wieder angesagt hat, wie es um den Muttermund steht, und haben keinen Deut Probleme damit. Wenn man Euch hört, muss jede Frau schon anfangen zu schreien, sobald sich irgendjemand einen Handschuh überzieht.1
Beatchen
13.01.2004, 17:33
Zu Gela:
Einen Instinkt kann man sich nicht einfach ‘abgewöhnen’. Entweder er ist da, oder er ist nicht da.
Daß Frauen heute im Schnitt gesünder und kräftiger sind als vor, sagen wir, 100 Jahren, hat ja nun auch nichts damit zu tun, daß der Mensch sich evolutionär von der Natur wegentwickelt hat.
Davon abgesehen, mit den kräftigeren Frauen sind auch die Babys größer und kräftiger geworden.
Das Reißen hat damit zu tun, daß das Gewebe der extremen Dehnung nicht standhält. Daß die Risse vielfach gering sind, dürfte vor allem daran liegen, daß die Hebamme durch ihr Eingreifen Schlimmeres verhindert.
Daß sich Stillprobleme auf das vernachlässigte ‘Bonding’ zurückführen lassen, halte ich für reine Spekulation. Ich hoffe, daß man Wöchnerinnen im Krankenhaus nicht so einen Schmarren erzählt, damit erzeugt man nämlich Druck und Schuldgefühle, wenn’s dann wirklich nicht klappt.
Matthias
13.01.2004, 17:36
Wisst ihr, was, geht einfach in den Wald und kriegt da euer Kinder. Hat sich ja schon mal jemand drüber geäussert, dass sie das toll fände.
Tragt die unvermeidlichen Verluste dann bei www. darwinawards.com ein.
Original geschrieben von Edith
Was ist es nur, was Hausgeburten so anders macht :confused: ;)
ich glaub die frau, die zu hause entbindet. weil sie von vorne herein eine andere einstellung hat. sie kann nicht davon ausgehen probleme zu bekommen, sonst würde sie nicht zuhause entbinden. sie ist voller selbstvertrauen und stärke und weiss um ihre kraft, sonst würde sie nicht zuhause entbinden. sie hat eventuell eine hebamme dabei, der sie vertraut und fühlt sich sicher und gut aufgehoben, sonst würde nicht zuhause entbinden.
und sie weiss, dass männer dabei nichts in irgendeiner verantwortlichen oder angeblich solchen position verloren haben, weil männer nämlich keine ahnung haben vom kinderkriegen und auch nie haben werden. so isses nämlich. und da können herren w.o. vorlauter empirischen, wissenschaftlichen oder sonstigen weisheiten triefen: männer haben keine ahnung von geburten und werden auch nie eine ahnung haben.
und deshalb schert sich die frau, die zuhause entbindet, auch nicht um so unqualifizierte meinungen. und wissts was, recht hat sie!
Beatchen
13.01.2004, 18:33
Zu Axi:
Du hast vergessen zu erwähnen, daß Frauen auch deshalb zu Hause entbinden, weil sie wissen, daß im Notfall eben doch ein Arzt einsatzbereit ist, um zur Hilfe zu eilen.
Im übrigen haben wir fast alle medizinischen Errungenschaften weitestgehend männlichen Wissenschaftlern zu verdanken. Auch daß kaum noch Frauen und Kinder bei der Geburt sterben geht darauf zurück. Klar, nun dürfen Hebammen triumphieren, wie überflüssig doch Männer für die Geburt seien...
meinst du, dass wir jetzt auch noch danke sagen müssen dafür, dass in den vergangenen jahrhunderten frauen systematisch ferngehalten wurden von möglichkeiten des wissenserwerbes und auch heute noch teilweise ferngehalten werden von möglichkeiten der ausübung ihres wissens? interessanter ansatz :rolleyes:
Matthias
13.01.2004, 18:46
Original geschrieben von axi
und sie weiss, dass männer dabei nichts in irgendeiner verantwortlichen oder angeblich solchen position verloren haben, weil männer nämlich keine ahnung haben vom kinderkriegen und auch nie haben werden. so isses nämlich. und da können herren w.o. vorlauter empirischen, wissenschaftlichen oder sonstigen weisheiten triefen: männer haben keine ahnung von geburten und werden auch nie eine ahnung haben.
Jaja,
und Frauen können nicht denken.
Boah was für ein demagogisches Niveau.
Du, es gibt so viel auf der Welt, was von Leuten ausgeführt wird, die das selber noch nie erfahren haben.
Ich mein, welche Krankengymnastin ist schon querschnittgelähmt.
Zur Geburtshilfe zugelassen werden, wenn überhaupt, nur Ärztinnen und Hebammen, die selber schon mal geboren haben.
Und wie kann man nur auf ein Schiff steigen, ohne je den Ärmelkanal durchschwommen zu haben.
Es soll sogar Leute geben, die Blitzschutzanlage installieren, ohne jede einen Blitz am eigenen Leib erlebt zu haben.
Und Bestatter begraben Leute, ohne selber tot zu sein.
Ja, alles hinkende Vergleiche, aber woher willst du das eigentlich wissen, was ein hinkender Vergleich ist, hinkst du ?
Anton_Jelinek
13.01.2004, 18:47
Gela:
All 2 Stunden popelt jemand mit seinen Fingern im DEINEM Hintern, obs denn wohl irgendwann zu finden ist. Das Verhör dauert im schlechtesten Fall 24 Stunden.
Wie fühlst Du Dich dabei?
Armselig.
Nicht alles was hinkt,ist ein Vergleich.
Es geht darum,was erforderlich ist;und das kann man ja erklären.
Beatchen
13.01.2004, 18:59
Axi,
auch seitdem Frauen vollen und uneingeschränkten Zugang zu allen Fachbereichen haben und vielfach sogar gefördert werden, hat sich wenig daran geändert, daß Frauen in den Wissenschaften eine untergeordnete Rolle spielen.
Dieses ewige Gejammere über die vermeintliche Benachteiligung in der Berufswelt kommt mir immer ein wenig gestellt vor. Wieviele Frauen studieren denn schon typisch 'männliche' Fächer, in denen sie genau das tun könnten, was ihnen angeblich vorenthalten bleibt?
Matthias
13.01.2004, 19:19
Medizin gehört schon seit einiger Zeit nicht mehr dazu.
Da stellen Frauen schon leichte Mehrheiten bei den Studienanfängern.
Original geschrieben von Beatchen
>>Übrigens könnten 98% aller Frauen stillen, zumindest körperlich wären sie dazu in der Lage.<<
Sieht man sich die Zahl der Frauen an, bei denen es mit dem Stillen nicht klappt, so dürfte 98% weit überschätzt sein.
Du hast nicht genau gelesen: ich schrieb körperlich in der Lage - davon daß es massive Wissenslücken, Ammenmärchen und Unsicherheiten gibt was das Stillen betrifft zeugt ja die Statistik. Außerdem muß die Frau psychisch dazu in der Lage sein - ich kenne genug die es nicht aushalten ein Baby alle 2 Stunden an der Brust hängen zu haben, die intensive körperliche Nähe ist ihnen zuviel. Und dank der massiven Werbung in den 60er und 70er Jahren gibt es kaum ältere Familienmitglieder die mit eigenen Stillerfahrungen hilfreich zur Seite stehen, im Gegenteil, die Pulvernahrung ist das Heilmittel für alles. Meiner Mutter war gar nicht bewußt daß man ein Kind auch ganz ohne Flasche großkriegt!
Erzähl mal im Bekanntenkreis von einem Stillproblem - 9 von 10 Antworten lauten: warum stillst du nicht ab, die Flasche ist doch praktischer?
Geh wegen einer Krankheit zum Arzt - bevor der ein stillverträgliches Medikament raussucht rät er lieber zum abstillen. (Es gibt aber auch löbliche Ausnahmen!)
Das ist sicher keine Umgebung wo viele Frauen länger als ein paar Wochen stillen. Ohne fundiertes Wissen und einer gewissen Sturheit kommt frau heutzutage beim Stillen nicht weit.
Mir tun übrigens solche Frauen leid, die sich gewaltig unter Druck setzen ihr Kind stillen zu können, weil alle Welt ihnen erzählt, daß so gut wie jede Frau dazu in der Lage sei. Klappt’s auch nach zig Anläufen nicht, so fühlen sich diese Frauen als Versagerinnen und martern sich mit Selbstvorwürfen, weil sie etwas angeblich ach so Selbstverständliches nicht auf die Reihe kriegen. Was für ein Rückschritt in unserer zivilisierten Gesellschaft!
Das ist so ein typisches Totschlagargument: die armen Frauen die nicht stillen konnten sollen ja keine Schuldgefühle kriegen, also laßt und die Tatsachen besser verschweigen! :mad:
Eine Frau die deswegen Schuldgefühle hat a)entweder wider besseres Wissen gehandelt oder b) ist der Meinung sie müßte eine von außen aufgesetzte Forderung erreichen und will/kann sich nicht eingestehen daß es nicht mit ihren Zielen übereinstimmt. Sicher gibts genug Frauen die traurig sind wenn sie später draufkommen daß es auch anders hätte laufen können, aber frau ist nunmal nicht ausschließlich für alles verantwortlich, die Umwelt spielt auch eine große Rolle. Und es gibt genug die Flaschenmilch absolut in Ordnung finden.
Ich bin die letzte die Schuldgefühle verbreiten will, vielmehr ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge.
Beatchen
13.01.2004, 22:56
Zu Antschi,
Frauen, die ohne Not zum Fläschchen greifen, müssen sich durchaus unbequeme Fragen gefallen lassen, warum sie denn nicht stillen, ob sie denn nicht wüßten, wie wichtig das für ein Kind ist etc. etc. Das vielleicht weniger von der Generation der Älteren, die selber oft nicht gestillt haben als vielmehr von der Generation der Gleichaltrigen, die das Stillen gar nicht ernst genug nehmen können.
Der Druck der Umgebung ist also mitunter recht massiv - zumindest in Deutschland.
Und, ja, dann gibt es auch jene Frauen, die von vornherein entschlossen sind zu stillen, die absolut alles tun, was ihnen Stillbücher und Stillberaterinnen empfehlen, die sich in Stillgruppen begeben - tja und bei denen es dann DENNOCH nicht klappen will.
Diese Frauen sind oft verzweifelt, weil sie sehen, daß es bei anderen klappt und bei ihnen nicht. Sie fühlen sich mitunter als defizitäre Mütter, weil sie ihrem Kind nicht das bieten können, was doch ach so Wichtig und Selbstverständlich sei.
Und wenn ich sowas höre, packt mich wirklich das Grausen, wie man eine Frau nur derartig auf ihre Mutterfunktion fixieren kann.
Anton_Jelinek
13.01.2004, 23:16
Antschi:
Ich bin die letzte die Schuldgefühle verbreiten will,
Dann tun Sies halt auch nicht.
Original geschrieben von Matthias
Das mag aus der Sicht der Frau so sein, und bei der psychischen Aufarbeitung mag der Unterschied nicht groß ( aber vorhanden) sein, aber bei einer Vergewaltigung geschieht diese, weil der Vergewaltiger sexuelle Lust und Machtausübung vorsätzlich der Frau antut. Das ist bei der Geburtshilfe, selbst wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt wird, normalerweise nicht der Fall. Und das ist juristisch ein gewaltiger und richtiger Unterschied.Für die Psyche der Frau im übrigen auch, wenn sie mal drüber nachdenkt.
-Nennen wir es nicht "sexuell begründeten Vorsatz" - sondern einfach ein "nichtmitansehenkönnen", daß da jemand was alleine und ohne ärztliches Zutun machen will. Das ist einfach nur dumm und gefährlich und kann dazu führen, daß eine Frau vor lauter ärzlichem Übereifer nicht mehr so kann, wie sie eigentlich will. Bzw. im Falle eines (meist) unbegründeten Dammschnittes für den Rest ihres Lebens unter Umständen an ihrer empfindlichsten Stelle verstümmelt ist incl. Funktionseinschränkungen.
Mein Vergleich hinkt ein wenig, das muss er, das ist klar, aber deiner hinkt um Größenordnungen mehr.
Die Frau ist ja auch im Krankenhaus, weil sie ein Kind kriegt. Es gibt auch jede Menge Frauen, die haben mit Untersuchungen dabei wenig oder keine Probleme, weil sie den Sinn einsehen.
Über die Frequenz mag ich mich nicht auslassen, dass nachsehen Sinn machen kann, halte ich für auf der Hand liegend, wie soll eine unerfahrene Frau unterscheiden, ob das alle zwei Stunden geschehen muss oder nur einmal oder vielleicht alle 10 Minuten.
-Da fällt mir nur eine Frau ein, die von ihrem FA, als sie ihm sagte, daß sie dies und jenes nicht will (US), weil es nicht nötig ist für ihr Wohlbefinden, gesagt bekam: "Sind Sie hier der Arzt oder ich? Sie KÖNNEN das gar nicht entscheiden!" - Ohne Kommentar!
Nessa Nénharma
13.01.2004, 23:50
aber bei einer Vergewaltigung geschieht diese, weil der Vergewaltiger sexuelle Lust und Machtausübung vorsätzlich der Frau antut. Das ist bei der Geburtshilfe, selbst wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt wird, normalerweise nicht der Fall.
sexuelle Lust ist Zweitrangig - wohl aber die Machtausübung im intimsten Bereich der Frau - und die Machtausübung im medizinischen Bereich ist ja wohl vorhanden....und warum sich z.B. Sexualverbrecher oft (ich betone OFT - nicht alle, gell) den Beruf ERzieher, Lehrer, Kinderhortaufpasser aussuchen, ist ja wohl klar - oder?
Original geschrieben von Matthias
Ja, alles hinkende Vergleiche, aber woher willst du das eigentlich wissen, was ein hinkender Vergleich ist, hinkst du ?
:D
o.k., der war gut.
Original geschrieben von Beatchen
Daß die Risse vielfach gering sind, dürfte vor allem daran liegen, daß die Hebamme durch ihr Eingreifen Schlimmeres verhindert.
das ist schlicht falsch.
es sei denn, du verstündest unter "eingreifen", dass sie die frau ermutigt zu tun, wonach ihr ist.
Anton_Jelinek
14.01.2004, 01:29
Mich schüttelts nach so einigen der letzten Texte.
Original geschrieben von Matthias
um Risiken für das Kind zu vermindern.Ok, Hiasl, ich hab gewusst, wir haben was gemeinsam.
Die für die Mutter und für das Kind sicherste Form der Geburt ist und bleibt die Alleingeburt.
Wenn man die Statistiken miteinander vergleicht, müssten Krankenhausgeburten eigentlich verboten sein.
Kannst du was dagegen halten?
Fang an, mit statistischen Werten zu werfen, sonst mach ICH das.
Original geschrieben von Beatchen
Und wenn ich sowas höre, packt mich wirklich das Grausen, wie man eine Frau nur derartig auf ihre Mutterfunktion fixieren kann. [/QUOTE]
Und die nächste Schublade - die glorifizierte Stillmutter die nichts anderes kann als sich für ihr Kind aufzuopfern versus moderner, unabhängiger Flaschenmutter. Ich muß Dir widersprechen, so viele Stillmütter passen nicht in das Klischee, ich hab z.B. eine Kollegin die nach dem Mutterschutz (=8 Wochen nach der Geburt) wieder arbeiten ging, und sie stillt trotzdem, bzw. pumpt ab (das Kind ist jetzt 8 Monate alt).
Nur weil ich ein paar Mal am Tag meinem Kind einen Teil meines Körpers als Nahrungs- und Kuschelquelle überlasse heißt das noch lange nicht daß ich mich nicht anderwertig beschäftige.
Hast Du denn schon ein Kind gestillt, wenn ja wie lange? Und hast Du ein Problem damit? Ich hab tatsächlich das Gefühl in Deutschland gehen die Leute viel dogmatischer und verkopfter mit diesen Dingen um, die mit Entspannung viel leichter funktionieren würden.
Klar gibts überall Kompromisse zu schließen, bei den einen mehr, beim anderen weniger. Perfektionismus ist als Stillmutter fehl am Platz.
Aber würdest Du einem Raucher nur deshalb nicht sagen daß Rauchen schädlich ist weil er dann Schuldgefühle haben könnte? Warum stellst Du dann das Stillen als etwas dar, das nur wenige "können" und alle anderen Babys müssen sich mit künstlicher Nahrung zufrieden geben?
Das ist eine Körperfunktion, und kann genauso funktionieren wie z.B. das Herz oder die Leber (die wir auch nicht bewußt steuern können). Klar, wenn man das Stillen von Anfang an stört, z.B. durch die Flasche bereits im KH, oder vorgeschriebene Stillabstände. lange Trennung von Mutter und Kind, oder dem Märchen von zuwenig Milch wenn die Brust nach einigen Wochen nicht mehr so prall ist, dann klappt das Stillen bei etlichen nicht mehr (und andere kommen auch damit zurecht). Und wieviel Mütter werden unsicher gemacht vom normalen Stillverhalten ihres Kindes, nur weil Flaschenkinder (angeblich) anders reagieren?
Nimm mal alle Mütter die zu den typischen Zeiten eines Wachstumsschubes abstillen - das sind ziemlich viele. Da hätte ein vernünftiges Stillmanagement und ev. mehr Entlastung (Haushalt...) für die Mutter durchaus gereicht. Viele wußten es nur nicht, bzw. wollten nicht.
Dann nimm die, die abstillen weil sie mit dem Stillen in der Öffentlichkeit Probleme haben.
Und nimm die, die "unabhängig" sein wollen für Sport, Ausgehen usw. und eine andere Betreuungsperson das Kind füttern soll.
Dann gibts auch noch die, die mit ihrem veränderten Körper nicht zurechtkommen, die sich daran stören daß plötzlich etwas "saftelt".
Zähl mal diese Frauen alle zusammen, und Dir wird klar daß die alle stillen hätten können, und oft nur die äußeren Einflüsse "schuld" sind daran daß sie es nicht mehr tun, und nicht irgendeine gestörte Körperfunktion. Mag sein, daß die eine oder andere Schuldgefühle hat weil sie im nachhinein draufkam daß es nicht wirklich ihr Wunsch war abzustillen sondern der Druck der Umgebung.
Die die stillen wollen und wirklich nicht können sind sehr, sehr dünn gesät.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du Dich damit je konkret auseinandergesetzt hast, stattdessen bringst Du die typischen Allgemeinplätze.
Hiasl:
Dagmar: Eine Geburt, wo das Kind köpflings liegt und die Mutter die Lambdanaht am Muttermund ertasten kann, und die Plazenta mittels Ultraschall im oberen Bereich der Gebärmutter lokalisiert wurde, und die Mutter keine schweren Unfälle hatte, hat theoretisch nicht den Funken einer Chance, Komplikationen zu kriegen
Und das ist schlicht FALSCH !
Warum hast du den Zusatz weggelöscht: "Im Krankenhaus schaffen sie es trotzdem."?
Original geschrieben von Matthias
Die Vorselektion, die Risikofälle sind in der Klinik.
Die Vorselektion rauszurechnen ist schwierig bis unmöglich bei allen Betrachtungen.
Das ist auch das, was ich immer an Dagmar's Fakten zu diesem Vergleich kritisiere. Man müsste randomisiert risikoarme Frauen Kliniken, Hausgeburten und Alleingeburten zuweisen, was aus verschiedenen Gründen nicht geht.
Hey, das war doch mal ein (fast) sachliche Frage und Antwort.
Können wir das noch in diesem Thread ? Das geht sich rechnerisch net aus.
Wenn 90% aller Frauen, die ins Krankenhaus gehen, eh eine Hausgeburt "erlaubt" gekriegt hätten, wenn sie wollen hätten, warum haben die dann nicht im Krankenhaus den Himmel auf Erden? *räusper* Wie ist denn das mit dem Dammschnitten, den Wundermitteln, den Kaiserschnitten, usw...?
Ich nehme an, gerade DAS ist der Grund, warum man in DE aus 75% (?) der schwangeren Frauen Risikoschwangere macht - damit es nachher nicht so auffällt, wenn die alle eine Komplikationsgeburt haben.
Original geschrieben von Beatchen
Das Reißen hat damit zu tun, daß das Gewebe der extremen Dehnung nicht standhält. Daß die Risse vielfach gering sind, dürfte vor allem daran liegen, daß die Hebamme durch ihr Eingreifen Schlimmeres verhindert. Warum muss sich ein Krankenhaus dann praktisch drauf vorbereiten, dass der Damm reißt, aber Haus- und Alleingebärerinnen brauchen sich nicht einmal drum zu kümmern? Warum gibt es bei den Krankenhäuslerinnen das ganze Theater? Und Haus- und Alleingebärerinnen reden nicht einmal darüber?
Ich behaupte hier jetzt: In der Rückenlage reißt der Damm, in aufrechter Position reißt er nicht. So einfach ist das. Das ist wie das Amen im Gebet - so wie eine Alleingeburt auch nicht weh tut. Keine wird gezwungen, es nachzumachen, aber JEDE hat die Möglichkleit dazu.
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