Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie überzeuge ich meinen Mann
LisiMausi
06.01.2006, 19:22
von einer Hausgeburt.
Das Argument, dass ich ja das Kind bekomme und nicht er, überzeugt ihn leider nicht ganz.
Am Freitag haben wir zwar einen Termin mit einer Hebamme - mal ein Erstgespräch - aber ich möchte ihn doch noch vorher ein bisserl mehr auf meine Seite ziehen.
Er ist beruflich in Krankenhäusern unterwegs und fragt dort immer wieder die Schwestern was sie meinen. Heute erzählte er mir von einer Statistik, dass angeblich 95% der Frauen einen Dammschnitt BRAUCHEN! :eek: :eek:
Keine Ahnung wer ihm diesen Blödsinn erzählt hat. ich sagte ihm, dass es eher umgekehrt ist, dass 95% oder mehr KEINEN brauchen.
So geht das zur Zeit hin und her. Und mir gehen schön langsam die Argumente aus.
Z.B. ist die Plazenta nicht sofort rausgeflutscht und der Arzt meinte schon ich müsste zur Ausschabung. Dann hat er ganz fest auf meinen Bauch gedrückt und an der Nabelschnur gezogen, bis sie rauskam. ==> das ist wieder ein Argument von ihm.
Ich sage, bei einer Hausgeburt ist das gar nicht notwendig, weil da kein Arzt dabei ist, der so einen Stress hat und bald nach Hause will.
Was habt ihr gesagt??
lauraantonia
06.01.2006, 20:09
Hm, ich hab das Problem nicht gehabt, ich war damals SIngle.
Ich hab das entschieden, und aus.
Ich kenne das nicht, wie das mit Mann ist..aber wozu muß er eigentlich überzeugt werden?
Damit er dir die Hausgeburt erlaubt???:eek::eek::eek:
Er gebärt ja nicht, oder??? Und hat ja offensichtlich nicht viel Ahnung davon!!!
Schick ihn auf Urlaub, oder in ein Spital...*ggg*
Das einzige Argument ist doch, daß du dich zu Hause wohler fühlst und medizinisch nichts dagegen spricht.
Und du gebärst, also suchst du dir einen guten Platz dafür aus!
Aber wie gesagt, ich kanns mir nicht so recht vorstellen, vielleicht habe ich deswegen so radikale Vorstellungen...
Gebär, wo du willst, ich halte dir die Daumen!
Laura
Entscheide es. Und lass dir beim Gebären nicht dreinreden. Außerdem bist du, wenn du eine Abneigung gegen Spitäler hast, unnötig verkrampft, wenn es soweit ist. Und erst dann entstehen die heiklen Situationen und Eingriffe, die nicht nötig gewesen wären.
Viel Glück!
Wenn Du wirklich einen Dammschnitt brauchen solltest (was ich nicht glaube), macht Dir den die Hebamme auch zu Hause.
Lass Deinen GG bitte auch die Bücher lesen (über HG) die Du so liest. Vorher kann er eh nicht gescheit argumentieren, weil er keine Ahnung davon hat.
Krankenhäusler wissen nix über HG, weil sie meist noch nie dabei waren (und wenn, dann habens keine Gegenargumente).
HG's sind was komplett anderes als Kliniksgeburten.
Mein GG hat beides mit mir erlebt. Bei der ersten Geburt hatte er ständig das Gefühl, er müsste mich beschützen und konnte emotional überhaupt nicht so recht bei uns sein.
Die 2. Geburt fand er dagegen einfach nur "was ganz normales".
Und ich hab nun wirklich nicht DEN Ökobiohippie zuhause.
Drück Dir die Daumen!
(Kennst Du schon: "Gebären ohne Aberglauben" von Prof. Rockenschaub? Ist ein Fachbuch mit vielen Argumenten gegen die arztüberwachte Geburt)
islandfee
06.01.2006, 20:43
lass ihm zeit! mein lg war anfangs auch total gegen eine hausgeburt. und mir war es wichtig, dass er hinter mir steht. wir haben immer wieder darüber geredet und er hat sich auch selbst informiert (hebammensprechstunde gelesen usw.)
wir haben uns schlussendlich auf einen kompromiss geeinigt: geburt in der hebammenpraxis. war wie eine hausgeburt, nur halt nicht in unserem haus. mit der sicherheit für ihn, dass die klinik um die ecke war.
allerdings setzt ich mich beim nächsten kind sicher nicht mehr mit wehen in ein auto. doch lg ist mittlerweile auch überzeugter hausgeburtler.
Meiner war anfangs auch skeptisch, und lesen tut er ja nichts. Überzeugt hat ihn dann das Hebammengespräch und meine Erzählungen. Wobei, während der Schwangerschaft war er noch auf dem Standpunkt "es ist Dein Körper, da red ich Dir nichts drein", überzeugt hat ihn erst die Geburt selbst.
julia001
06.01.2006, 20:58
Ich muss dir sagen, ich habe schon was gegen die Hausgeburt, es ist zwar deine vertraute Umgebung und deine Hebamme, aber es kann einiges schiefgehen, zb. bei meiner erster Geburt meines Sohnes, wäre ich fast gestorben, Gebärmutterriß und mein ganzes Blut verloren, wäre ich damals nicht im Spital, naja dann wäre ich nicht mehr am Leben. Du musst dir vorstellen, wenn was deartiged passiert und du rufst die Rettung bist die kommen, nein ich bin dagegen, aber jeder hat die freie Entscheidung,und wenn du dass so willst, dann mach es,hör auf dein Instinkt. Bei mir war von Anfang an klar nur im Spital. Ah ja und wegen dem Dammschnitt, ich hatte bei ersten einen, da mein junge zu gross war, und beim zweiten ist die Geburt so zügig gegangen, dass sie mir keinen gemacht haben, aber dafür bekam ich einen Dammriß, da mein Sohn breite Schultern hatte.
:winken::winken:
julia001
06.01.2006, 20:59
Ich muss dir sagen, ich habe schon was gegen die Hausgeburt, es ist zwar deine vertraute Umgebung und deine Hebamme, aber es kann einiges schiefgehen, zb. bei meiner erster Geburt meines Sohnes, wäre ich fast gestorben, Gebärmutterriß und mein ganzes Blut verloren, wäre ich damals nicht im Spital, naja dann wäre ich nicht mehr am Leben. Du musst dir vorstellen, wenn was deartiged passiert und du rufst die Rettung bist die kommen, nein ich bin dagegen, aber jeder hat die freie Entscheidung,und wenn du dass so willst, dann mach es,hör auf dein Instinkt. Bei mir war von Anfang an klar nur im Spital. Ah ja und wegen dem Dammschnitt, ich hatte bei ersten einen, da mein junge zu gross war, und beim zweiten ist die Geburt so zügig gegangen, dass sie mir keinen gemacht haben, aber dafür bekam ich einen Dammriß, da mein Sohn breite Schultern hatte, und auch sehr gross war!!
:winken::winken:
eowyn140677
06.01.2006, 21:02
Das Problem hatte ich nicht - mein MAnn wurde selbst zu Hause geboren und seine Oma war Hebamme aber im Zweifelsfall entscheidet doch diejenige, die "die Arbeit macht", oder?
goodgirl
06.01.2006, 21:21
ich kann ihn schon irgendwie verstehen, ich denke er hat einfach Angst um dich und das Baby.... was, wenn irgendwas mitm Kind oder mit dir nicht stimmt und der Weg ins KH ist zu lang usw :(.... ist mit ein Grund, warum ich selber wohl nie eine Hausgeburt machen würde, im KH geb ich wahrscheinlich einen Teil der Kontrolle an die Ärzte und Hebammen ab (oder auch nicht, je nachdem), 100%tige Sicherheits gibts sowieso nie, trotzdem sehe ich dort mehr Sicherheit als daheim, zB Neugeborenen-Station, Möglichkeit zum sofortigen KS bei Plazentaablösung oä., usw... das mitm Dammschnitt wird wohl nur eine "Ausrede" von ihm sein, schätze ich....
aber natürlich entscheidest alleine DU wo und wie du entbindest... ich würd ihn direkt drauf ansprechen, schließlich kann IHM ein Dammschnitt ja eigentlich eh wurscht sein ;)
Alles Liebe, LG Ingrid
Dagmar-Rehak
07.01.2006, 04:30
Heute erzählte er mir von einer Statistik, dass angeblich 95% der Frauen einen Dammschnitt BRAUCHEN! :eek: :eek:
Keine Ahnung wer ihm diesen Blödsinn erzählt hat. ich sagte ihm, dass es eher umgekehrt ist, dass 95% oder mehr KEINEN brauchen.Du hast Recht, er nicht. Bzw. du hast auch nicht Recht, denn nicht einmal 5% bräuchten wirklich einen Dammschnitt. Das wird nur aus Jux und Tollerei gemacht.
Dein Mann hat einfach Angst, und da setzt bekanntlich das Hirn aus. Und vor allem soll er nicht von den Zuständen im Krankenhaus auf Geburten an sich schließen. Was die dort aufführen, passiert ja nicht zuhause. Eine Hausgeburtshebamme kann sich solche Risiken nicht leisten; die geht auf Nummer sicher. Mir wäre jedes Krankenhaus viel zu gefährlich. Ich würd mich zwar nicht auf den Rücken legen und mir in den Damm schneiden lassen, aber wenn ich gewaltsam niedergedrückt oder ungefragt mit der Geflügelschere in meine Genitalien geschnitten werde, gibt mir niemand die verschissene Geburt zurück, und verklagen kann ich auch niemanden, weil dort rechtsfreier Raum ist. Aber das könnte ja eh nie jemand bezahlen.
Und ich kann nicht garantieren, dass im Krankenhaus meine Gebärmutter optimal durchblutet ist, und wenn dann was is mit dem Kind, könnt ich mir das nie verzeihen.
Brrrr... nein, da schüttelt's mich. NIE in ein Krankenhaus. Es geht ja nicht nur um mich, sondern auch ums Kind.
Bei mir war es so, dass die ganze Familie gewusst hat, dass nix anderes als allein in Frage kommt, aber keiner was gesagt hat. Ein einziger Mann ist manchmal schlimmer als ein Haufen Verwandter.
Dagmar-Rehak
07.01.2006, 04:33
..., schließlich kann IHM ein Dammschnitt ja eigentlich eh wurscht sein ;)Wenn sie ein halbes Jahr vor lauter Schmerzen nimmer schnaxeln mag, wird's ihm auch nicht wurscht sein.
LisiMausi
07.01.2006, 08:22
@julia001: das versteh ich natürlich. Bei mir ists halt genau umgekehrt. Durch die Erfahrung im Krankenhaus, will ich lieber zu Hause sein. Nicht dass sie so schlimm war, aber eben nicht so wie ich es mir vorgestellt hab.
warum ich ihn nicht einfach wegschicke? Weil es doch auch sein Kind ist, das da auf die Welt kommt. Und ich will ihn auch dabei haben. Und seine Unterstützung haben. Mich an ihn lehnen können, und mich an ihm festhalten können. Ihn herumschicken nach was zu trinken usw. Das könnte niemand besser als er machen.
Bücher hab ich ja einige:
Die Hebammensprechstunde - Stadelmann (bei Lukas schon gelesen)
Die selbstbestimmte Geburt - Gaskin (hat mich entgültig überzeugt)
Geburt in Geborgenheit und Würde - Schwägerl (lese ich gerade)
Die Hausgeburt - Kitzinger (ist gerade unterwegs zu mir)
ich hoffe halt mal auf die Hebamme, dass sie ihn überzeugt. Er hat schon gesagt, er wird sie mit Fragen löchern. Ich hoffe, sie kann ihm die Angst nehmen.
Das Krankenhaus ist übrigens 5 min entfernt mit dem Auto - natürlich können im Ernstfall auch 5 min zu lange sein.
hallo
meiner war anfangs auch absollut dagegen, eigentlich hat er sich erst durch das hebammengespräch umstimmen lassen!
ich habe ein kind im kh bekommen und das war für mich der pure horror!
die anderen zwei habe ich daheim bekommen, war super schön, kein streß, kein ständiges ctg schreiben, ich hatte meine ruhe, konnte tun und lassen was ich wollte und es ging alles super schön!
du mußt gebären und du mußt dich wohlfühlen, nicht dein mann!!! er kann dir nur beistehen, aber durch mußt du!!!
laß dir dieses wunderschöne erlebnis, daheim gebären, bloß nicht von deinem mann ausreden!
wenn du ein gutes gefühl hast, und sonst alles paßt und die hebamme auch ihr ok gibt, dann bitte krieg dein kind so wie du es willst!
meiner hat beim 3. gleich gesagt, daß kriegen wir wieder daheim, da gabs dann keine diskussion mehr, einfach weil er mitbekommen hat, wie schön es eigentlich ist!
(Kennst Du schon: "Gebären ohne Aberglauben" von Prof. Rockenschaub? Ist ein Fachbuch mit vielen Argumenten gegen die arztüberwachte Geburt)
Dieses Buch würde ich dir gerade als Argumentationshilfe sehr ans Herz legen!
Es hat mir wahnsinnig geholfen, mein Vertrauen in mich und die Hebammen zu finden. Ich hatte zwar schon lange das Gefühl, dass das Gebären sicher nicht so lebensgefährlich sein kann, wie die Krankenhäuser gerne tun, aber im Zweifel und als Medizinstudentin hab ich doch mehr der Ärzteseite geglaubt.
Prof. Rockenschaub einleuchtend und sachlich dar, dass für normale Geburten der übliche medizinische Aufwand kontraproduktiv ist. (Er ist eben auch nicht "Ökobiohippie" was deinen Mann sicher beruhigt)
Wegen Krisensituationen usw:
Bei meiner Tochter war die Nabelschnur so unglücklich um den Hals gewickelt, dass die Herztöne schon sehr, sehr langsam wurden. Die Hebamme hat mir gesagt, dass das jetzt schnell weitergehen muß, hat meinem Mann ein paar Anweisungen gegeben und ich habe das Kind mit ihrer Hilfe schnell herausgepreßt. Die Kleine war zwar etrem blau, aber sie hat sich schnell erholt. Das wars. Und schneller wärs im Krankenhaus sicher nicht gegangen.
Die Hebamme hat aber nie Stress gemacht, es sind keine Wildfremden herein- und auf meinen Bauch gesprungen, ich bin nie am Rücken gelegen und es wurde kein Dammschnitt gemacht.
Das ist der Unterschied, wenn man nicht ins Krankenhaus geht.
Ich wünsch dir noch alles Gute und deinem Mann das nötige Vertrauen!
Dagmar-Rehak
07.01.2006, 14:33
Im Rockenschaub-Buch steht auch was von einer 1,??-%igen Kaiserschnittrate. Mehr sind also wirklich nicht notwendig. Und auch sonst kennt er die Realität. Er war ja Jahrzehnte lang live dabei. Und was für mich eine Wohltat war: Endlich ein paar technische Details und nicht der Weiberschmus in den sonstigen Hausgeburtsbüchern. (Bin nämlich in Wirklichkeit ein Mann.)
LisiMausi
07.01.2006, 20:16
noch ein Problem - für meinen Mann: Lukas.
Er meint, dass Lukas eine Woche bei Oma bleiben soll. :rolleyes: Und wie wir ihm das erklären sollen, warum er nicht bei uns sein kann.
Ich will zu Hause sein, damit ich auch meinen Sohn bei mir hab und nicht abschieb.
Wie macht ihr das mit den Kids? Sind die mehr oder weniger dabei? Wieviel kriegen die mit?
Ich wollt erst mal abwarten wie Lukas sich entwickelt. Denn jetzt mit 2 möchte ich nicht, dass er dabei ist, da er sich zu viele Sorgen macht. Wie er dann aber mit 2 1/2 ist, kann ich ja jetzt noch nicht sagen. Entweder soll die Oma kommen und auf ihn aufpassen während der Geburt. Oder sie soll ihn für die paar Stunden zu sich nehmen. Allein ist er sicher nicht, also bestimmt ist eine Oma für ihn da. Aber eben nur für die Zeit der Geburt. Ich möchte ihn gleich voll mit einbinden, warum soll ich ihm die erste schöne Kuschelzeit vorenthalten.
Mein Mann: Eine Woche muss man ja mindestens liegen und soll sich ausruhen. Und das geht nur im KH und nicht mit Kind zu Hause...
Ich hoffe wirklich wirklich, dass die Hebamme ihn überzeugt.
@anniba: hast du das Buch "Die selbstbestimmte Geburt" auf gelesen? Denn dort sind auch einige Zahlen drinnen und vor allem auch Argumente gegen KH drin. Ist dann "Gebären ohne Aberglauben" trotzdem noch eine Ergänzung?
Das man 1 Woche liegen soll, habe ich noch nie gehört. Er scheint sich große Sorgen um dich zu machen. Ist beim 1. Kind irgendetwas gravierendes passiert? Oder hat er mal was Schlimmes im Zusammenhang mit einer Geburt erlebt?
Ich an Deiner Stelle würde mich mdst. 2 Wochen betüdeln lassen.
Also: Mann hat 2 Wochen Urlaub und es ist sonst noch jemand da, der im Haushalt hilft.
Genieß Dein Wochenbett, es geht eh schnell vorbei.
In der Klinik haste keine Ruh, da kommt dauernd jemand ins Zimmer geschlappt und es ist ständig Besuch da (auch bei der/den Bettnachbarin/nen).
Dagmar-Rehak
08.01.2006, 01:25
Mein Mann: Eine Woche muss man ja mindestens liegen und soll sich ausruhen. Und das geht nur im KH und nicht mit Kind zu Hause...Ausruhen und sich bedienen lassen ja, aber nicht zwingend. Nach meiner Erfahrung hängt das vom Blutverlust ab. Ich habe zweimal viel und einmal wenig Blut verloren. Nach der wenig-Geburt war ich sofort wieder fit wie ein Turnschuh, und wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, dass ich gerade ein Baby geboren hatte, hätte ich es nicht geglaubt.
Aber wie gesagt: Es spricht nix dagegen, sich mindestens eine Woche bedienen zu lassen. Das ist zuhause aber gemütlicher.
LisiMausi
08.01.2006, 09:31
@tabitha: nein es ist nix arges passiert. Außer eben dass mit der Plazenta, dass sie sich nicht sofort gelöst hat. Aber sonst war nix. Ach ja und der Dammschnitt.
Er macht sich eben so viel Sorgen, aber ich bin der Meinung, dass man sich im KH viel mehr Sorgen machen muss als zu Hause. Anders gesagt. Im KH ist viel öfter was, weil ich mich dort nicht so entspannen kann und gehen lassen kann.
Das Wochenbett ist glaub ich auch viel schöner zu Hause, wo man Ruhe hat und nicht immer irgendwer kommt.
Am Anfang war ich doch noch etwas schüchtern mit dem Stillen vor anderen Leuten. Da musste ich dann aus dem Zimmer gehen, damit ich in Ruhe Stillen kann.
@anniba: hast du das Buch "Die selbstbestimmte Geburt" auf gelesen? Denn dort sind auch einige Zahlen drinnen und vor allem auch Argumente gegen KH drin. Ist dann "Gebären ohne Aberglauben" trotzdem noch eine Ergänzung?[/quote]
Ja, "Die selbstbestimmte Geburt" hab ich auch gelesen und ich bin überzeugt, daß ich deswegen gleich wieder schwanger geworden bin. Eigentlich wollte ich nur für meine schwangere Schwägerin was gutes aussuchen, aber wie ich die Geburtsberichte gelesen hab, hat sich in mir so ein starkes "Ich will auch wieder"-Gefühl gerührt, dass sich (trotz Verhütung) mein kleiner Zwerg einnisten konnte.
Ich finde das Buch auch sehr empfehlenswert, Ina May Gaskin ist eine außergewöhnliche Person und ihre Arbeit und ihre Statistiken sprechen für sich.
Für Männer jedoch, die auf Krankenhaus stehen ist ihre Person allerdings nur bedingt geeignet, diese Mischung aus Hippie und Hexe, ist genau das, was vielen nur eine Bestätigung ihrer Vorurteile ist.
Dass auch sie wissenschaftlich argumentiert und ausgezeichnete Ergebnisse vorweisen kann, kommt nicht so an.
Rockenschaub ist nicht diese Leseerlebnis, sondern eben sehr sachlich und auch "vertrauenserweckend, weil er ein ARZT ist, ein MANN".
Das Buch ist aber eher teuer, so 42Euro glaub ich , also schau besser, dass du es wo ausborgen kannst.
Außer eben dass mit der Plazenta, dass sie sich nicht sofort gelöst hat.
Die Plazenta muss sich nicht SOFORT lösen. Ich kenn eine Frau, die hat 4 Stunden für ihre Plazenta gebraucht. Das ist sicher nicht der Durchschnitt aber wenns nicht arg blutet, dann hast Du Zeit - auch für die Plazenta.
Bei meiner 1. habens mir die Pl. nach einer Stunde rausgequetscht, obwohl ich noch nicht soweit war. - Viel Blut verloren, lange schlapp.
Bei meiner 2. hat mein Kind die Plazenta noch 1 1/2 Stunden gebraucht. Dann war die NS auspulsiert, mein Kind hat schön geatmet und ich hab, nachdem ich die Nabelschnur gekappt hab, die Plazenta aus mir rausgeboren. - So gut wie kein Blutverlust und hinterher fast zu fit (musst mich zwingen, im Bett zu bleiben).
aurora1503
08.01.2006, 16:18
Es gibt viele wissenschaftliche Studien die belegen, dass eine Hausgeburt (nach einer komplikationslosen Schwangerschaft!!!) nicht riskanter oder gefährlicher als eine Krankenhausgeburt ist. - Das hat meinen sehr (!) skeptischen Mann, einen Mediziner, letztlich überzeugt.
Und zum Thema Geschwisterkind: Unser 2 1/2jähriger Sohn war dabei - genaueres findest du hier: http://elternforum.hebammen.at/showthread.php?t=200087&highlight=davin
(Das mein Sohn dabeisein kann und nicht abgeschoben wird, war für mich ein wichtiger Grund für die Hausgeburt.)
Alles Liebe!
Cornelia war ein Grund warum ich eine HG oder ambulante Geburt wollte. Ausruhen im KH - haha, ja vielleicht im Einzelzimmer im Privatspital. Ansonsten kommt Visite, Fieber messen, Besucher (Deine + die Deiner Zimmergenossinnen), bei Rooming-In unruhige Nächte durch unterschiedlich aufwachende Babys, usw. (das KH-Essen fand ich meistens furchtbar, und es kam immer zu unpassenden Zeiten, ich mußte entweder beim Stillen essen oder kalt).
Dagegen war das Wochenbett daheim ein Traum. Eigenes Bett, eigenes Badezimmer, gutes + viel Essen wann ich will. Mein Mann war 2 Wochen daheim, hat den Haushalt gemacht und gekocht (alternativ vorkochen und einfrieren, oder Oma kochen lassen) und ich mußte nichts anderes tun als Kind stillen, wickeln und kuscheln. Die Trennung von Cornelia waren ca. 7 Stunden, dann hat sie Verena sofort bewundern und kuscheln können. Wenn sie weitergeschlafen hätte wäre sie sogar dabei geblieben, so kam sie für die restliche Nacht zur Oma. Eine Betreuung in der Wohnung hätte ich unter der Geburt nicht wollen, das hätte mich sehr gestört. Tagsüber hätte ich alternativ noch eine Freundin gehabt die mit ihr z.B. auf den Spielplatz gegangen wäre.
Die ersten Besucher nach 5 Tagen, und nicht lange.
goodgirl
08.01.2006, 17:35
wg. dem Argument Wochenbett:
ich würde auch nie mehr 4 oder 5 Tage freiwillig in einem großen KH bleiben, die Tage im SMZ haben mir völlig gereicht, jetzt weiß ich wies mit sechslingen sein muss :rolleyse: ;) :D
aber es gibt ja auch ne ambulaten Geburt, da bist nach ein paar Stunden wieder zuhause, liegst die Zeit wahrscheinlich sowieso allein im Kreissaal und nur ein bißchen auf der Station, falls überhaupt....
ich für mich sage: Hausgeburt: nein, Wochenbett zuhause: ja :) nächstes Mal strebe ich auf jeden Fall eine ambulate Geburt an, weil das tu ich mir nimmer an.....
LG
meinen mann haben meine erzählungen von der Hebammensprechstunde sowie ein ausführliches Gespräch mit der Hebamme überzeugt.
als wir uns entschieden hatten (gleich nach dem 1.GEspräch mit der Hebamme) stand er voll hinter mir.
Vorteile für deinen MAnn und BAby:
1.) Wenn er angestellt ist bekommt er eine woche pflegeurlaub bei HAusgeburt
2.) Von Anfang an ist er voll integriert in die Babypflege, ins BAbykennnenlernen und hat stets kompetenten RAt (durch Hebamme). Wir haben uns faktisch aufgeteilt am Anfang ich stillte und wickelte
3.) Stillen bei Hausgeburten verursacht eigentlich nie Probleme (weil kein Stress und dadurch eigener Rythmus
4.) In Norwegen oder Holland (verwechsle ich immer) sind Hausgeburten an der Tagesordnung und das sind in sehr vielen Punkten vorreiterländer
Tja das wars fürs erste aber du kannst ja eine pn schicken und dann kann dein mann mal mit meinem in kontakt treten
PS: Wenn eine Geburt stets mit risiken und Problemen verbunden wäre, wären wir heute schon alle ausgestorben
:D
LisiMausi
08.01.2006, 19:03
@gela: ich weiß nicht genau die Zeit aber es war maximal eine Stunde, ich denke es war eine halbe Stunde, dann wurde sie ebenfalls rausgequetscht.
@Antschi: wir sind in einem Haus, wo ich mir vorstelle im oberen Stochwerk zu bleiben, wo ich alles habe (außer Küche). Bad mit großer Badewanne, Toilette, Schlafzimmer. Kinderzimmer ist zwar auch oben, aber wir haben unten noch ein Gästezimmer (allerdings ist fraglich ob das bis Juni eingerichtet ist.)
@alle: ich möchte mich vielmals bedanken!!! ich fühl mich durch euch alle so viel besser und denke, dass ich meinen Mann überzeugen kann - oder die Hebamme dann.
Beim ersten Kind war meinem GG auch noch ein bisserl flau im Magen. Beim zweiten war das gar kein Thema mehr, denn dass er von Anfang an mit dem Baby unbegrenzt kuscheln konnte, war ihm das wichtigste Anliegen überhaupt. Die ersten Nächte hatte er die Zwerge ständig auf der Brust liegen, damit sie es ja warm genug hatten und unbedingt einen ganz engen Kontakt zu ihm aufbauen konnten - er war sooo süß :herz2: Das hätte er sich auf keinen Fall nehmen lassen. Den Kleinen hatten wir 6 Stunden völlig nackig bei uns bzw. auf uns liegen - herrlich:herz2:
Den Großen würde ich SOFORT holen, wenn das Baby da ist - das ist sehr wichtig für ihn! Ausserdem ist dann die Familie gleich komplett.
Ich konnte mich nach den Geburten zu Hause immer super ausruhen, war aber immer gleich wieder so fit, dass mir das Faulenzen schnell zu langweilig war ;)
meine zwei kamen in der nacht bzw. zeitig in der früh, so haben es die geschwister nie mitbekommen, bloß zum Frühstück war auf einmal einer mehr da.
mein mann hat sich auch immer alle auf die brust gelegt, die erste woche, einfach süß.
und wegen dem wochenbett, meine oma war da, hat gekocht und mein schatz hatte zwei wochen pflegeurlaub, dank unseres hausarztes!
und ich war eigentlich auch topfit nach der geburt und mußte mich wirklich zwingen liegen zu bleiben.
und bedienen hab ich mich natürlich auch lassen! ;)
ach ja, da wir die muki versicherung haben, hatte ich beim letzten kind noch eine familienhelferin, für ein paar tage, die war echt ein traum, also von haus putzen, über kinder beschäftigen,.... absolut super!!!
Dagmar-Rehak
09.01.2006, 00:35
Die Plazenta muss sich nicht SOFORT lösen. Ich kenn eine Frau, die hat 4 Stunden für ihre Plazenta gebraucht. Das ist sicher nicht der Durchschnitt aber wenns nicht arg blutet, dann hast Du Zeit - auch für die Plazenta.
Bei meiner 1. habens mir die Pl. nach einer Stunde rausgequetscht, obwohl ich noch nicht soweit war. - Viel Blut verloren, lange schlapp.
Bei meiner 2. hat mein Kind die Plazenta noch 1 1/2 Stunden gebraucht. Dann war die NS auspulsiert, mein Kind hat schön geatmet und ich hab, nachdem ich die Nabelschnur gekappt hab, die Plazenta aus mir rausgeboren. - So gut wie kein Blutverlust und hinterher fast zu fit (musst mich zwingen, im Bett zu bleiben).Man muss sich das bildlich vorstellen: Größe der Gebärmutter bei welchem Zusammenziehungsgrad und Größe der Plazenta.
Situation 1:
Gebärmutter noch groß, Plazenta haftet an -> noch keine Wundfläche entstanden
Situation 2:
Gebärmutter noch groß, gewissenhafte und eifrige Geburtshelfer haben die Plazenta rausgefetzt -> große Wundfläche, Abfluss frei, panta rhei, Panik, Wehenmittel einajagen, Notfallkommando stürmt Kreissaal
Situation 3:
Gebärmutter zusammen gezogen, Plazenta noch drin -> Wundfläche klein, Abfluss versperrt, Plazentagröße löst Wehenreiz aus, wenn's an der Zeit ist
Situation 4:
Gebärmutter zusammen gezogen, Plazenta draußen -> Wundfläche klein, Abfluss frei
Bei mir war bei Geburt 1 Situation 2 (hoher Blutverlust), bei Geburt 2 für zwei Stunden Situation 3 (fast kein Blutverlust) und bei Geburt 3 Situation 4 (hoher Blutverlust).
Früher hat man halt einfach nur gelernt, die Plazenta darf nicht zu lang drin bleiben, sonst verliert die Frau zu viel Blut. Das stimmt aber nur dann, wenn sich die Gebärmutter wegen der Plazenta nicht weiter zusammenziehen und sich daher die Wundfläche nicht weiter verkleinern kann.
Ich hab bei Kind 1 im KH mit Plazenta drinnen und starker Blutung 3/4 Stunde , angeschnallt gewartet bis der Anestäsist da war!!!! vorher hatten sie sich -ewig?-na so ca 1 17" Stden -bemüht die Plazenta rauszubekommen.
Dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, beim 2. nicht ins KH zu wollen ---Kompromiß mit Mann war Geburtshaus Nußdorf, doch weder Tochter noch ich wollten von zu Hause weg :D daher waren wir so schnell, dass es eine Hausgeburt wurde.
Dagmar-Rehak
09.01.2006, 00:45
Es gibt viele wissenschaftliche Studien die belegen, dass eine Hausgeburt (nach einer komplikationslosen Schwangerschaft!!!) nicht riskanter oder gefährlicher als eine Krankenhausgeburt ist.Im Gegenteil: Hausgeburten sind sicherer.
Wenn man nur den Prozentsatz der lebend geborenen Kinder betrachtet (und der ist bei beiden bei voll ausgetragenen Kindern praktisch 100%), schaut es für Haus- und Krankenhausgeburten tatsächlich gleich aus - auf den ersten Blick. Wenn man sich aber genauer anschaut, wie es zu diesen Lebendgeburten gekommen ist, stellt man fest, dass im Krankenhaus sehr oft lebensrettende Maßnahmen gesetzt werden müssen, bei Hausgeburten selten. Außerdem sind Geburts"helfer", die wollen, dass eine Frau während der Geburt am Rücken liegt, sowieso absolut indiskutabel. Eine Hausgeburtshebamme kann sich so ein spaßhalberisches Risiko-heraufbeschwören nicht leisten.
Dagmar-Rehak
09.01.2006, 01:22
Ich hab bei Kind 1 im KH mit Plazenta drinnen und starker Blutung 3/4 Stunde , angeschnallt gewartet bis der Anestäsist da war!!!! vorher hatten sie sich -ewig?-na so ca 1 17" Stden -bemüht die Plazenta rauszubekommen.Das könnte Situation 1,5 gewesen sein: Gebärmutter noch groß, Plazenta noch drin, aber abgelöst. Glaub ich aber nicht, sonst wärst verblutet. Eher war es Situation 2,5: Gebärmutter schon halbwegs zusammen gezogen, Plazenta gelöst, verlegt aber nicht den Abfluss (Abfluss verlegen wär da aber auch teppert, wenn es innen weiterblutet).
Oder Situation 5: Muttermund klemmt sich zusammen, weil er sich fürchtet, und lasst die Plazenta nicht raus.
ICH hab ja wegen meines enormen Bluthochdrucks mit einem hohen Blutverlust gerechnet, aber wenn ich die Rettung - zB für Blutkonserven - gebraucht hätte, hätte ich die sicher schneller als nach 122 Minuten bekommen.
Dieses Erlebnis hat mich dazu gebracht, beim 2. nicht ins KH zu wollen ---Kompromiß mit Mann war Geburtshaus Nußdorf, doch weder Tochter noch ich wollten von zu Hause weg :D daher waren wir so schnell, dass es eine Hausgeburt wurde.Das Mittel hat sich schon oft bewährt.
LisiMausi
09.01.2006, 09:12
naja ich würd jetzt nicht generell gegens KH sprechen! Natürlich ist dort die Rate mit den Eingriffen höher, weil wenn ein Risiko schon bekannt ist, dann geh ich automatisch ins KH.
Man müsste da schon eine sehr genau Statistik anschauen, die wahrscheinlich vom KH nicht geführt wird: unterteilt in notwendige und unnötige Eingriffe.
FranFine
09.01.2006, 09:59
Hallo Lisi,
da Euch ja noch die verzögerte Ablösung der Plazenta Gedanken macht:
Das ist ein recht häufiges Problem in KHs.
Bei mir gab es auch Probleme, bis die Ärztin dann auf meinem Bauch lag - der schmerzhafteste Abschnitt der Geburt, will ich nie wieder erleben!
Als ich anfing, mich mit Stillen und Muttermilchernährung zu beschäftigen, merkte ich, wo der Hund oftmals begraben liegt:
Anstatt die Kinder SOFORT stillen zu lassen, werden sie erstmal unnötigerweise für die erste U weggenommen.
Das Saugen an der Brust läßt den Körper aber Oxytoxin ausschütten, welches auch Kontraktionen der Gebärmutter verursacht. Oxytoxin ist also unabdingbar, wenn sich der Mutterkuchen einfach und schnell lösen soll.
Wenn die KHs die Kinder erstmal bei der Mutter ließen - und die U1 läßt sich auch unter Umständen prima auf dem Bauch machen - dann gäbe es nicht soviele Plazenta-Probleme!
Und zum Thema Dammschnitt:
Ich wundere mich über die Aussagen, die Dein Mann da bekommen hat!
Ist es wirklich noch nicht in allen KHs angekommen, daß bis zu einem gewissen Grad Dammrisse besser sind, weil besser verheilen?!
Oder ist es bei Euch in Österreich genauso pervers wie bei uns in Deutschland und werden Dammschnitte/Risse von den Krankenkassen besser bezahlt als die Geburt selbst...?!
Ich drücke Dir die Daumen, daß Ihr zu einer Lösung kommt, die Euch beide glücklich sein läßt,
LG
LisiMausi
09.01.2006, 14:11
Ich hab heute mit meinem Mann den ersten Termin bei einer Hebamme. Bitte Daumendrücken. (auch dass sie nicht zu teuer ist.)
Vieles wurde schon gesagt...
...überzeugt hat meinen LG zur HG bei Sohn NR.2 ein Freund (Gespräch unter Männern :D ), der eineHG und dann ein KH-Geburt hatte.... (bzw. seine Frau).
...mein Großer war dabei, es war kein Problem - er hat seinen kleinen Bruder abgenabelt und als erster halten dürfen.
...Stillen/Untersuchung: Ja, es geht auch während dem Stillen. Der Kleine hat die ersten Stunden seines Lebens fast nur am Busen verbracht... Klein Plazenta-Problem, Milcheinschuß an Tag 2... Stillen absolut kein Problem...
Lg, Minusch
hi,
ich wollt auch grad vorschlagen: bring deinen mann mit anderen hausgeburtspapas zusammen, wirst sehen, das tut ihm gut
alles liebe, joi
Fixstern.blau
11.01.2006, 15:38
Ich hatte das gleiche Problem. Ich war zwei Wochenvor der Geburt in Krankenhaus Panik ausgebrochen und wollte unbedingt eine HG. Er nicht, da haben wir vereinbrat, dass ich ein Gespräch mit der Hebamme organisiere (die ich tatsächlich noch gefunden habe) und wir würden uns dann entscheiden.
Das hat gut geklappt. außerdem waren meine Argumente, dass laut WHO (siehe deren Website) eine Hausgeburt einer gesunden Frau gleiches Risiko darstellt wie eine Krankenhausgeburt. Und dass ich wollte, dass er durch die Hausgeburt mehr in den ganzen PRozess eingebunden ist (und es war tatsächlich so) - schließlich muss er auch voll mitmachen und hat hinterher ein ganz anderes Verantwortungsgefühl als wenn er nur im KH dabei ist.
Die Hebamme hatte noch das Argument auf die Frage, was sind die Risikos zu Hause wären, und was sind die Risiken IM Krankenhaus? Weil der natürliche Geburtsprozess dort ja meist irgendwie beeinträchtigt wird (und sei es nur der Ortswechsel) wie auch mit Wehenmitteln, Kreuzstich etc. kommt es grad deshalb manchmal zu Problemen...man kann es also sehen wie man will. Wenn du noch Fragen hast, kannst mich unter fixstern.blau@gmx.at erreichen, meine Tochter ist am 22. Mai zu Hause geboren und entwickelt sich prächtig!
Alles Liebe
Daniela
Rosemarie
11.01.2006, 20:30
Also mein Mann war am Anfang auch skeptisch. Aber da die Geburt meines 1. Kindes im Krankenhaus für mich so ein Horror war, war für mich klar dass ich zumindestens eine eigene Hebamme haben möchte die mich begleitet.
Überzeugt haben meinen Mann dann die Gespräche mit der Hebamme. Da können sie alle ihre Fragen stellen und erhalten kompetente Antwort.
Männer denken einfach sachlicher über Geburten und haben auch mehr Angst da sie es gar nicht beeinflussen können. Wir Mütter haben das viel besser im Gefühl was uns gut tut oder nicht.
Eine unserer zwei Hebammen (sie haben sich vertreten da Urlaubszeit) meinte zur frage Sicherheit: Die Frage lautet nicht: Soll ich es wagen und zu Hause gebären? Sondern: Soll ich es wagen im Krankenhaus zu gebären!!!
Begründung: Im Krankenhaus wird einfach viel schneller ins Geburtsgeschehen eingegriffen. Jedes Zäpfchen, Schmerzmittel, Wehenförderung usw. verändert eben den sonst natürlichen Geburtsverlauf. Im Krankenhaus gibt es dann die Mittel um die nicht beabsichtigten Nebenwirkungen auszugleichen - bis zum Kaiserschnitt. Aber all diese Mittel braucht man nicht wenn man nicht eingreift! (Bei einem normalen Geburtsverlauf mit gesunder Mutter und gesundem Baby und komplikationsloser Schwangerschaft usw. - Kenne leider auch Fälle wo ein Kaiserschnitt absolut Lebensrettend war!)
Außerdem erkennen erfahrene Hebammen den Zeitpunkt sehr gut, wann man besser ins Spital fahren sollte. Keine wird dabei ein Risiko eingehen. Für mich war schon wichtig, dass ein Spital in der Nähe ist. (Im Waldviertel, wo man mindestens 40 km zum nächsten KH hat, würde ich es auch nicht wagen.)
Ach ja, unser erstes Kind haben wir für die Zeit der Geburt zur Großmutter gebracht. Sie haben ihn dann ein paar Stunden nach der Geburt zu uns nach Hause gebracht und das war wirklich sehr schön. Ich würde mich absolut weigern, mein Kind 1 Woche außer Haus zu geben! Dann ist ja die Eifersucht perfekt! Das ist ja das schöne an einer Hausgeburt, dass man von Anfang an zusammen sein kann. Ich konnte das Baby genießen ohne meinem 1. Kind gegenüber schlechtes Gewissen zu haben weil es in der Zeit alleine gelassen wird.
In diesem Sinne, viel Glück :herz2: fürs Hebammengespräch!
Bitte um Info wie es war!
Rosemarie
gingerlily
14.02.2006, 15:39
bin erst jetzt auf deinen "erschütternden" beitrag gestoßen und hab nicht gelesen, was dir schon alles geraten wurde.
du könntest deinem werten mann ja vorschlagen, dass er sich während der geburt mit eurem lukas zurückzieht, denn offensichtlich ist er voller zweifel, angst und unsicherheit, was das ur-natürliche gebären und die kraft der frau angeht, also ist er der volle hemmschuh für dich... oder?!
ist wohl eher krass, aber ich mein es ernst:)
les das buch DIE SELBSTBESTIMMTE GEBURT und lass es ihn lesen!
hoffe, du gehst deinen weg!
Dagmar-Rehak
14.02.2006, 15:56
Ich hab "Die selbstbestimmte Geburt" von Ina May Gaskin auch gelesen, war aber eher weniger begeistert. Besonders, dass bei ihr alle Frauen am Rücken liegen und dabei auch noch lächeln, hat mich gestört.
gingerlily
14.02.2006, 16:03
meinst du die bilder?
ansonsten schreibt sie schon immer von diversen stellungen, die die geburt erleichtern - also nicht rückenlage.
hab sonst (noch) nicht viel gelesen zur geburt, aber dieses buch hat mich stärker gemacht. vor allem nach dem miesen überrumpelungs-ks von damals...
Dagmar-Rehak
14.02.2006, 16:38
Ja, auf den Bildern liegt die Schwangere immer, lächelt, und um sie herum sind noch ein paar Lächler. Ich hab nix gegen Lächeln, aber bei einer Geburt ist mir nicht danach, und da mag ich auch nicht angelächelt werden, und nicht am Rücken liegen.
Ich hab das Buch leider weggegeben, sonst könnte ich hineinschauen und noch was aufzählen, was mich stört. Zum Hausgeburtüberzeugen finde ich ist es nicht das geeignetste. Da war dann auch noch eine Gruselgeschichte mit Plazenta und Bluten, und das auch noch bebildert, also wo man eher denkt, eine Hausgeburt ist gefährlich.
Mikiundbaby
15.02.2006, 08:12
und Lisimausi? habt ihr euch schon entschieden, wo euer kind zur welt kommen soll???
Würd mich interessieren!!!
:hug: :winken:
Schwalbe
15.02.2006, 08:37
hallo Lisimaus
ich hatte selbst eine hebammenpraxis-Geburt (Hausgeburt wollte ich nicht, da es die Möglichkeit gab und es mir peinlich gewesen wäre, wenn die nachbarn mein Stöhnen gehört hätten) und ich war sehr, sehr zufrieden damit. Ich glaube es ist gar kein vergleich. Bei mir war übrigens auch ein Frauenarzt dabei, neben der hebame. Das war in der Austreibungsphase ganz praktisch und der war natürlich eh super super gut uns nett, sonst hätte er sich wohl keine Praxisgeburt zugetraut. Die Sicherheitsmöglichkeiten sind die gleichen wie daheim, das heißt es gibt Notfallmedikamente, Sauerstof für dich und baby, Saugglockengeburt ist zur Not möglich. Tragbares CTG sowieso, dass frau aber auch ablehnen kann:)
Eine WHO Studie hat festgestellt, dass die Sicherheit insgesamt daheim und in der klinik die gleiche ist. Du findest sie unter http://www.maieutik.info/ da sind auch noch andere Studien sowie eine Checkliste, falls du doch ins Krankenheuas gehen solltest.
Die erhöhte Sicherheit daheim kommt zustannde, da sich die Hormonsituation der Frau besser darstellt, die geburt einfach entspannter verläuft, die Frau mehr Zutrauen hat, es eine 1:1 Betreuung durch eine normalerweise sehr erfahrene Hebamme gibt und es werden tatsächlich ca. 15% der Hausgeburten dann doch noch unter der Geburt verlegt, da es Anzeichen dafür gibt, es könnte doch nicht alles so glatt gehen. Fast alle Verlegungen zeichnben sich vorher ab und können dann in Ruhe gemacht werden. Im Grburtshaus München, wo ich meinen ersten Sohn geboren habe, gab es bei 1400 Geburten bisher (seit der Eröffnung vor 10 Jahren) keinen einziegen Todesfall bei Mutter oder Kind.
Dammschnitt etc. ist daheim kein Problem, bzw. meistens lassen sie es reißen, damit das Gewebe an der durchlässigsten Stelle reißt und besser wieder zamwächst. Ich hatte einen Dammriß 2ten Grades (=groß, breite Schultern, großer Kopf) , was nicht sehr lustig ist bei der heilung, aber unter der Geburt völlig egal ist. Bei mir war auch ein Wehenstillstand in der Austreibungsphase keine Problem, das ist wohl bei Erstgebährenden normal. Ich bekam homöopath. Kügelchen uund nach ein paar Minuten ausruhen waren die Wehen wieder da.
Also ich finde du gebährst dein Kind am sichersten da, wo du dich am wenigsten gestört fühlst und das unterstützen eben auch viele Studien. Die alller-allermeisten Probleme sind hausgemacht. Und noch eins, was ich nicht unwichtig fand: Dein Körper und damit dein baby ihr kennt die Bakterien und Viren, die so immer daheim rumschwirren. Im krankenhaus gibts da ganz andere. Ich kenne 3 Babys, die sich noch im Krankenhaus mit gefährlichen Viren angesteckt haben und eins wäre fast dran gestorben. Das vergisst man oft.
Falls du noch Fragen hast, schick mir eine PN, liebe Grüße, Schwalbe
Ich unterstützte keine Hausgeburt. Ich wäre nie dafür.
WENN es Probleme gibt, dann möchte ich die optimale Versorgung und zwar GLEICH...
Ich kann deinen Wunsch verstehen, eigenes Zuhause, eigene Toilette, MICH hat das im Endeffekt überhaupt nicht gestört, dass ich nicht Zuhause war.
Man ruht eh so völlig in sich, dass man sein eigenes Zuhause ist, egal wo man jetzt gebärt.
gingerlily
15.02.2006, 14:24
Man ruht eh so völlig in sich, dass man sein eigenes Zuhause ist, egal wo man jetzt gebärt.
wenn 6 schwestern, ärzte und sonstwas in unterschiedlich grün-weiß gestreiften, grünen oder weißen kitteln ein und aus gehen, die köpfe zusammenstecken, zwischendurch mal dir den finger zwischen die beine stecken....
also ich tu mir da eher schwer mit in mir ruhen:rolleyes:
aber meistens geht´s wohl intimer zu in den kh als ich es erlebt habe.
wenn 6 schwestern, ärzte und sonstwas in unterschiedlich grün-weiß gestreiften, grünen oder weißen kitteln ein und aus gehen, die köpfe zusammenstecken, zwischendurch mal dir den finger zwischen die beine stecken....
also ich tu mir da eher schwer mit in mir ruhen:rolleyes:
aber meistens geht´s wohl intimer zu in den kh als ich es erlebt habe.
Kein Ahnung, wo du warst. Aber deine Schilderung paßt bei mir überhaupt nicht.
Karinu.Kathi
15.02.2006, 19:12
Wenn sie ein halbes Jahr vor lauter Schmerzen nimmer schnaxeln mag, wird's ihm auch nicht wurscht sein.
Wieso das? Das muss ja echt nicht sein. Bin auch geschnitten worden und hab nach 5 Wochen wieder Sex gehabt.... Würd nicht den Frauen Angst davor machen mit dieser Aussage!!
Und ich bin auch froh im KH gewesen zu sein, bei uns waren auch Probleme, es wurden zwei Ärzte und mehrere Schwestern zu Hilfe geholt!
LisiMausi
15.02.2006, 20:32
@gingerlily, dagmar: ich hab das Buch gelesen und dieses Buch hat mich eigentlich überzeugt. Er ist leider kein Leser.
@mikiundbaby: die Hebamme hat ihn überzeugt! Er ist dafür. Mit dem Kompromiss, sobald was dagegen spricht, sind wir im KH - mit eigener Hebamme.
@schwalbe: die Hebamme hat ihn auch damit beruhigt, dass sie ihm gesagt hat, dass sie ihre "Notfallausrüstung" mitbringt, wo unter anderem ein Sauerstoffgerät dabei ist.
@baby!!!: an ein "in mich gehen" kann ich mich wirklich nicht erinnern. Klar hab ich versucht zu ignorieren, dass neben mir nur durch einen Vorhang getrennt, eine neue junge Familie ist, dass der Mann hin und wieder an uns vorbei hinaus auf den Gang gegangen ist,... . Vielleicht wars auch nur das falsche Krankenhaus für mich. Nach der Geburt sollte ich mitten in der Nacht auf die Babystation zum Abwiegen und Trinkkontrolle ... .
@ Karinu. Kathi: darf ich fragen, warum du in WN warst? Nk wäre doch näher gewesen. Wenn bei uns unter der Geburt was ist, ist KH-NK nur 5 min weg. Aber wenn schon vorher feststeht, dass Komplikationen sind oder es dem Baby nicht so gut geht, dann fahren wir nach WN wegen der Kinderstation. Beim KH Anschauen, war ich allerdings nicht so begeistert von WN. Daher überleg ich auch schon Eisenstadt, dort ist die Station super! Allerdings weiß ich nix über die Kinderstation.
@dammschnitt: ich hatte bei Lukas einen. Und ich es war das Schmerzhafteste an der ganzen Geburt. Keine Presswehe hat so sehr geschmerzt. Wobei ich jetzt keine Panik machen will, denn meine Schwester, die ja erst vor kurzem Entbunden hat, sagt, sie hat den gar nicht gespürt. Und mir war nicht nach Sex eine zeitlang. Nach 5 Wochen war die Blutung noch nicht vorbei. Hat wahrscheinlich länger gedauert, weil sich die Plazenta nicht freiwillig lösen durfte.
gingerlily
15.02.2006, 21:23
gratuliere dir :herz2: lich!
Karinu.Kathi
16.02.2006, 15:18
@LisiMausi: Ja NK ist näher, aber da ich in WrN im KH arbeite und natürlich dort Leute kenne wollte ich dort hin. Vor allem kenn ich die Kinderärzte und mir war wichtig falls was ist, dass die Neo dort ist. Wollte nicht das viell.mein Kind in WRN liegt und ich in NK. Obwohl falls ich ein 2.bekommen würde (wahrscheinlich nicht) würd ich überlegen es in NK zu bekommen. Weiß aber nicht wie es dort ist. Das Komplikationen auftreten wussten wir vorher ja nicht, war ja auch erst ganz am SChluß. Kennst du das KH NK? Wie ist es dort?
Claudia.Maxi
17.02.2006, 11:22
Man ruht eh so völlig in sich, dass man sein eigenes Zuhause ist, egal wo man jetzt gebärt.
Nein es ist nicht egal.
Schönen Gruß von einer die beides hatte und daher vergleichen kann!
LisiMausi
17.02.2006, 21:50
@Karinu. Kathi: ich war bei Lukas in NK und es war leider viel los. Daher sind meine Erfahrungen nicht so besonders. Die Kinderschwestern sind aber ur lieb gewesen. Nur mit dem Stillen haben sie mich etwas unter Druck gesetzt. (Nächtliches Abwiegen vor und nach dem Stillen).
ich überleg jetzt eben umgekehrt. Sollte im Vorfeld schon bekannt sein, dass etwas nicht passt, würd ich wegen der Neo gleich nach WN gehen. Wobei mir WN nicht so besonders gefallen hat, als wir damals bei Lukas anschauen waren. Allerdings die Atmosphäre bekommt man ja bei so einem Kurzbesuch auch nicht wirklich mit. Und außerdem weiß ich noch nicht, ob ich meine Hebamme mitnehmen kann.
Ich muss allerdings erst nachfragen, wie schnell das Baby verlegt wird von NK nach WN bzw. Wenn was ist, wie das genau abläuft.
Gratuliere, dass nun alles den von dir gewünschten Weg gehen kann!
Wir werden auch zuhause gebären - und wenn etwas sein sollte, nach WN gehen. Mir ist WN prinzipiell (von der Atmosphäre) nicht sympthisch, ABER, und das ist ein potives ABER - die NEO und KINDER ist einfach toll! Die Station ist ganz anderes eingerichtet als der Rest, und - die Ärzte sind sehr gut, human und liebe voll. Mein Großer war zehn Tag stationär aufgenommen und da habe ich doch einiges mitbekommen und das hat mich davon überzeugt, sollte wir das KH brauchen/wollen, nach WN zu gehen, da eben dort die NEO sehr überzeugend ist!
Minusch
Karinu.Kathi
18.02.2006, 22:24
@Karinu. Kathi: ich war bei Lukas in NK und es war leider viel los. Daher sind meine Erfahrungen nicht so besonders. Die Kinderschwestern sind aber ur lieb gewesen. Nur mit dem Stillen haben sie mich etwas unter Druck gesetzt. (Nächtliches Abwiegen vor und nach dem Stillen).
ich überleg jetzt eben umgekehrt. Sollte im Vorfeld schon bekannt sein, dass etwas nicht passt, würd ich wegen der Neo gleich nach WN gehen. Wobei mir WN nicht so besonders gefallen hat, als wir damals bei Lukas anschauen waren. Allerdings die Atmosphäre bekommt man ja bei so einem Kurzbesuch auch nicht wirklich mit. Und außerdem weiß ich noch nicht, ob ich meine Hebamme mitnehmen kann.
Ich muss allerdings erst nachfragen, wie schnell das Baby verlegt wird von NK nach WN bzw. Wenn was ist, wie das genau abläuft.
Na toll, hab auch mitn Stillen schlechte Erfahrungen gemacht in WN und dachte in NK ist es besser. Ich bin zwar ned schwanger aber falls doch irgendwann mal wieder vielleicht.... Die Hebamme die ich hatte war spitze!!! Aber wennst eh eine hast. Was genau hat dir nicht gefallen in WN? Fands eigentlich schon super. Falls das Baby auf die Neo kommt und du in NK liegst und dann entlassen wirst, darfst eh fast den ganzen Tag auf der Neo sein und die Ärzte sind super klasse!! ;)
Pippi101
19.02.2006, 16:09
[quote=odette]
Vorteile für deinen MAnn und BAby:
1.) Wenn er angestellt ist bekommt er eine woche pflegeurlaub bei HAusgeburt
PS: Wenn eine Geburt stets mit risiken und Problemen verbunden wäre, wären wir heute schon alle ausgestorben
1) Das mit dem Pflegeurlaub bei Hausgeburt stimmt nicht ganz. Wenn Ihr Mann diesen bekommen hat, ist ihm der Dienstgeber sehr entgegengekommen. Auch eine Hausgeburt ist kein "regelwidriger Zustand" (sprich: Krankheit!) Also steht auch keine Pflegefreistellung (so heißt der Pflegeurlaub richtig) zu. Die Mutter ist danach zwar noch erholungsbedürftig, aber nicht krank! Und um eine Pflegefreistellung zu bekommen muss immer eine Krankheit vorliegen. Und eine Geburt, wie ich auch schon so oft in diesem Forum und auch in anderen las, ist keine Krankheit, sondern etwas ganz natürliches. Und bei ganz natürlichen Dingen benötige ich normalerweise auch keine Pflege.
2) Was Probleme und Risiken bei Geburt angeht: Eine jede Geburt birgt ein Risiko. Mit den Problemen ist es ja etwas anders: Ein Problem ist ein real gewordenes Risiko. Und Probleme, das ist richtig, macht nicht jede Geburt!
LisiMausi
19.02.2006, 19:13
Das mit dem Stillen war komisch. Ich wollte ja stillen und wir stillen immer noch. Aber trotzdem haben sie mich angesehen und behandelt, so als würd ich sofort aufhören, wenn ich bei der Tür raus bin. Und ich hab mich im KH schon bemüht, dass es klappt und alles. Aber so eine Kontrolle ist ja fast unnötig bei einem gesunden Baby. Wozu musste ich mir die Tortur antun mit dem Aufstehen? Während meine Bettnachbarin die Augen verdreht hat, weil das Neugeborene in der Nacht Hunger bekam und sie aufstehen musste zum Flascherl machen, und das Baby im Wagerl schreiend einstweilen im Zimmer blieb, hat Lukas bei mir im Bett gelegen und getrunken, wann er wollte. Und das ist mir halt stark in Erinnerung geblieben.
WN haben wir uns einmal angesehen und es sehr steril gefunden und überhaupt nicht herzlich, zu große Zimmer usw. Auch hat man uns wenig gezeigt - oder es gibt kein Stillzimmer, wo man mal Ruhe hat vorm Besuch der anderen, usw. Aber wir werden es uns noch mal ansehen.
Derzeit passt ja alles und dem Baby geht es gut und ich hoffe es bleibt so, sodass wir nicht ins KH müssen.
Karinu.Kathi
19.02.2006, 19:58
WN haben wir uns einmal angesehen und es sehr steril gefunden und überhaupt nicht herzlich, zu große Zimmer usw. Auch hat man uns wenig gezeigt - oder es gibt kein Stillzimmer, wo man mal Ruhe hat vorm Besuch der anderen, usw. Aber wir werden es uns noch mal ansehen.
Derzeit passt ja alles und dem Baby geht es gut und ich hoffe es bleibt so, sodass wir nicht ins KH müssen.
Du meinst jetzt die Gyn.Station, oder?! Na das sie steril ist ja wohl gut so. Ich war in einem Dreibettzimmer, das war klein und gemühtlich. Und Stillzimmer gibt es sehr wohl. Im vorderen Bereich dürfen die Papas mit und hinten darf nur die Mami mitn Baby rein! Mitn Stillen warens bei uns so versetzt darauf, das fand ich furchtbar. Ich hab keine Milch gehabt sodass die Kleine die ganze Nacht geschrieen hat (wirklich die ganze Nacht), da sie es auch nicht konnte, war ich total aufgebissen, beim Trinken hat man nen kleinen Schlauch zur Brustwarze geklempt (weil zu wenig Milch), der hat sich voll mit Blutgefüllt weil ich so aufgebissen war und hat ihr dann noch Milch dazugegeben (eben über den Schlauch). Ich hatte soooo Schmerzen, ich habe mich jedesmal schon gefurchten vorm Stillen. Meine Brust war total angeschwollen. Ich hab zu Hause dann am nächsten Tag die KiAmb. aufgesucht und abgestillt. Mir gings damit echt nimmer gut. Schade, aber es war echt schlimm!
LisiMausi
19.02.2006, 20:31
"steril" war jetzt der falsche Ausdruck im KH. Ich meinte steril in einem anderen Sinn. Mehr so distanziert und ein bisserl abweisend, nicht so herzlich und fröhlich. Aber das war natürlich nur ein Momenteindruck.
Immerhin hast du es versucht. Sicher war es schade, wenn das Stillen nicht klappt. Für meine eine Schwester und meinen Neffen war es auch besser dass sie abgestillt hat, weil sie einfach nicht die Ruhe dazu hatte und sich der Kleine auch nicht so wohl dabei gefühlt hat. Wobei da hätte sie sich ein bisserl zamreißen sollen. egal off topic.
Karinu.Kathi
19.02.2006, 21:02
Also wenns nur darum gegangen wäre wegen Ruhe und so, aber wennst so Schmerzen hast das du nicht mal 2 Minuten aushältst.... das hätte ja alles nie heilen können wenn ich sie alle paar Stunden anlegen muss. Ist voll schade und vor allem ur teuer, aber für uns wars besser. Wegen steril, weiß jetzt was du meinst, aber ich fands nicht so. Kommt sicher drauf an wer grad da ist von den Ärzten und Hebammen.
Ich unterstützte keine Hausgeburt. Ich wäre nie dafür.
WENN es Probleme gibt, dann möchte ich die optimale Versorgung und zwar GLEICH...
Ich kann deinen Wunsch verstehen, eigenes Zuhause, eigene Toilette, MICH hat das im Endeffekt überhaupt nicht gestört, dass ich nicht Zuhause war.
Man ruht eh so völlig in sich, dass man sein eigenes Zuhause ist, egal wo man jetzt gebärt.
daheim ist man mit sich in sich, im kh bestimmt nicht, ich hatte beides, ich weiß von was ich red!
daheim ist man mit sich in sich, im kh bestimmt nicht, ich hatte beides, ich weiß von was ich red!
Du, ..... jedem das Seine!
gingerlily
20.02.2006, 14:56
Kann da auch nur noch unterstützend zu "Krankenhaus und Ausrasten" sagen:
Ich lag in einem 6bettzimmer. Dh. des nächtens 6 mehr oder weniger schnarchende frischbackene Muttis und ebenso viele mehr oder weniger weinende Babys und unter Tags von früh bis spät Unmengem Besuch. Schlafen oder in Ruhe stillen.... no chance! Tagwache war um halb7h, wenn ich mich recht erinner. Da ist eine Pflegerin reingeplatzt, wie zu sämtlichen Essenszeiten totaler Wirtshaus-Stil. Laut und ungut.
Ich hatte einen KS und wär, wenn´s iiiiiiiiirgendwie gegangen wär, auf Revers heim gegangen, weil ich mich dort dermaßen unwohl gefühlt hab. Ging allerdings aus organisatorischen Gründen nicht. Ich hatte so große "Fluchtambitionen", dass ich fast keine Schmerzen hatte und ziemlich fit war. So gesehen, wär´s mir daheim sicher schlechter gegangen ;) weil ich mich meinem Wochenbett und meiner Bauchverletzung mehr hätt hingeben können.....
Kann da auch nur noch unterstützend zu "Krankenhaus und Ausrasten" sagen:
Ich lag in einem 6bettzimmer. Dh. des nächtens 6 mehr oder weniger schnarchende frischbackene Muttis und ebenso viele mehr oder weniger weinende Babys und unter Tags von früh bis spät Unmengem Besuch. Schlafen oder in Ruhe stillen.... no chance! Tagwache war um halb7h, wenn ich mich recht erinner. Da ist eine Pflegerin reingeplatzt, wie zu sämtlichen Essenszeiten totaler Wirtshaus-Stil. Laut und ungut.
Ich hatte einen KS und wär, wenn´s iiiiiiiiirgendwie gegangen wär, auf Revers heim gegangen, weil ich mich dort dermaßen unwohl gefühlt hab. Ging allerdings aus organisatorischen Gründen nicht. Ich hatte so große "Fluchtambitionen", dass ich fast keine Schmerzen hatte und ziemlich fit war. So gesehen, wär´s mir daheim sicher schlechter gegangen ;) weil ich mich meinem Wochenbett und meiner Bauchverletzung mehr hätt hingeben können.....
Na siehst ;)
KS Zuhause gibts halt noch nicht. Aber vielleicht in Kürze KS Ambulant?! ;)
Aber das stimmt sicher, schnarchende Mamis sind in der Nacht oft schlimmer als weinende Babies!! Ich dachte, Schwangere schnarchen vermehrt, aber auch Entkugelte schnarchen noch... und hören manchmal nicht mal ihr eigenes Baby! :eek:
Karinu.Kathi
20.02.2006, 21:16
Ich kann nur sagen das ich im KH schon Ruhe hatte, aber da ich in der Nacht nur max.2 Stunden Schlaf hatte, wärs auch egal gewesen. Meine Kleine hat nur geweint weils soooo Hunger hatte!!!
Ich hätt super schlafen können, wenn die Nachbarin nicht geschnarcht hätte wie eine Lokomotive. Weil, ... der Kleine war brav!!
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