Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wehenbelastungstest
Hallo Mamis,
kann mir von Euch wer weiterhelfen? Ich war gestern zum CTG Schreiben beim Arzt und er meinte da ich doch einiges an Wasser habe und nächsten Mittwoch mein GT ist möchte er mich am Mittwoch nächste Woche noch einmal sehen zum Ultraschall und CTG und dann wird er mich gleich ins Spital schicken zum Wehenbelastungstest. Hat da wer Erfahrung von Euch? Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit das es dann gleich losgeht? Und muss ich dann im Spital bleiben ?
Hab zwar im Vor der Geburt Forum schon gepostet aber vielleicht kann mir ja hier wer helfen.
Danke
Nein im Krankenhaus nicht ich muss eben nächste Woche Mitttwoch (ET) nochmal zum Arzt Ultraschall und CTG machen lassen. Dann meinte er wird er mich ins Spital zu diesem Wehenbelastungstest schicken.
Dafür sollte er einen wirklich, wirklich guten Grund haben!!!
Wie darf ich das verstehen?
Sonnenkaefer
06.12.2003, 12:44
Hallo Zwergal!
Bei mir wurde ein Wehenbelastungstest gemacht.
Ich bin keine Ärztin oder Hebamme (oder sonst wie vom Fach) - ich kann Dir nur meinen persönlichen Eindruck und meine Erfahrungen schildern:
Ab ET war ich alle 2-3 Tage im KH zum CTG schreiben. Immer war alles in Ordnung. 7 Tage nach ET waren am CTG leichte Wehen zu erkennen (die ich nicht gespürt habe) und jedesmal wenn das CTG eine Wehe angezeigt hat, sind die Herztöne vom Kind ganz leicht hinunter gegangen und haben sich nach der angeblichen Wehe nicht gleich wieder erholt, sondern haben eine kurze Zeit gebraucht, bis sie wieder auf Ausgangsposition waren...
(das CTG wurde geschrieben, als ich in Rückenlage war... eine Position, die mir total unangenehm war und die ich heute beim CTG Schreiben nicht mehr akzeptieren würde... aber damals habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht).
Der anwesende Oberarzt hat mich dann für einen Wehenbelastungstest eingeteilt, um zu sehen "was die Herztöne bei richtigen Wehen machen, wenn sie schon bei leichten Wehen so reagieren". Auf meine Frage was das ist und was dann passiert, bekam ich die Antwort: ich werde an einen Tropf gehängt; die Infusion wird Wehen auslösen; sind während der Wehen die Herztöne ok, kann ich wieder nach Hause gehen; sind während der Wehen die Herztöne schlecht, müssen wir uns was überlegen ("was" genau hat er nicht gesagt...); die Wehen könnten aber auch in manchen Fällen gleich die Geburt auslösen; oder die Fruchtblase könnte platzen (die komplette Auskunft des Arztes in Kurzform...).
Ich bekam also eine Infusion (welches Medikament, weiss ich nicht mehr); am Anfang wurde es wenig eingestellt, mit der Zeit dann immer höher. Insgesamt bin ich etwas über 2 Stunden am Tropf gehangen (mit immer höheren Infusionsdosen) - und habe keine einzige Wehe davon gekriegt.
Als das nicht geklappt hat, wurde der Tropf wieder entfernt. Ich dachte ich könnte jetzt nach Hause gehen. Weit gefehlt. Da ich bei dem Wehenbelastungstest keine Wehen bekommen hatte, wusste man ja nach wie vor nicht, wie das Baby auf "richtige" Wehen reagiert. Da der Tropf jetzt gemacht war, durfte ich nicht nach Hause gehen, weil die Geburt ja bald losgehen könnte... ich wurde also stationär aufgenommen und in den nächsten Tagen immer wieder eingeleitet (warum, weiss ich nicht - der einzige Grund kann gewesen sein, dass ich eben schon über Termin war; die CTGs wurden drei mal täglich geschrieben und waren immer bestens... Fruchtwasser war auch ok...).
Im Endeffekt kam mein Sohn dann 12 Tage nach ET. Die letzte Einleitung war dann schon über 30 Stunden her gewesen (zwischen Einleitung und Wehenbeginn lagen ca. 20 Stunden... ob das noch was damit zu tun hatte, wage ich zu bezweifeln...). Ich bin erst sehr spät in den Kreisssaal gegangen (nicht ganz 2 Stunden vor der tatsächlichen Geburt). Die CTGs, welche vorher geschrieben wurden, hatten immer nur leichte bis gar keine Wehen bei mir angezeigt... also hatte ich auch keine ;-)
Das CTG im Kreisssaal (kurz vor der Entbindung) wurde anfangs so angelegt, dass ich im Bett liegen sollte; das CTG war nicht besonders gut und ich konnte diese Position überhaupt nicht aushalten; ich habe mir dann bei der Hebamme eine aufrechte Position herausdikutiert (zwischen den Wehen) - und siehe da: wunderbares CTG, wunderbare Herztöne... alles bestens. Eine völlig problemlose Geburt.
Leider bin ich jetzt vom eigentlichen Thema (Wehenbelastungstest) abgeschweift... ich dachte, vielleicht interessiert es Dich aber, wie es nachher weiterging.
Meiner Meinung nach wollten die Ärzte einfach 7 Tage nach ET einen Grund haben, mich auf Station zu behalten und haben deshalb den Wehenbelastungstest gemacht. Aus heutiger Sicht hätte ich das erste "fragwürdige" CTG gerne NICHT in RÜCKENLAGE wiederholen lassen wollen!
Ich habe allerdings - glaube ich - auch schon von Frauen gehört, die mussten eine zeitlang Treppensteigen und wurden danach ans CTG gehängt. Und das war dann der Wehenbelastungstest. Vielleicht machen sie mit Dir ja auch nur sowas.
Nach der Info, die ich vom Arzt allerdings nach meinem Wehenbelastungstest bekommen habe, kannst Du aber glaube ich davon ausgehen, dass Du nach dem Test mit Tropf (so oder so) im KH bleiben wirst müssen... aber vielleicht meldet sich ja noch wer, der danach wieder rausgelassen wurde.
Also nur wegen Terminüberschreitung und wenn sonst alles bestens ist... ich weiss nicht, ob ich in dieser Situation nocheinmal zustimmen würde; andererseits will man als Schwangere ja auch nur das beste für sein Baby und wenn einem der Arzt dazu rät ist es halt total schwierig "nein" zu sagen...
Ich drück' Dir die Daumen... vielleicht kommt Dein Baby ja sowieso schon vorher!!!
LG und alles Gute,
Petra
Danke Petra für Deinen langen Bericht. Ich hatte ja heute Nacht schon leichte Wehen die sich angefühlt haben als ob ich Regelschmerzen (Krämpfe) habe. War nicht angenehm aber zum aushalten. Vielleicht tut sich ja schon früher was und ich brauch mir das nicht antun.
Danke nochmal.
LG
Original geschrieben von Sonnenkaefer
Das CTG im Kreisssaal (kurz vor der Entbindung) wurde anfangs so angelegt, dass ich im Bett liegen sollte; das CTG war nicht besonders gut und ich konnte diese Position überhaupt nicht aushalten; ich habe mir dann bei der Hebamme eine aufrechte Position herausdikutiert (zwischen den Wehen) - und siehe da: wunderbares CTG, wunderbare Herztöne... alles bestens. Eine völlig problemlose Geburt.
So ist das immer. Wahrscheinlich wegen der worst-case-Szenario-Regel. Wenn man bessere Voraussetzungen schafft, wäre das ja geschummelt.
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