Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gehorchen eure Kids ? 16 mon
und dann hast du so einen absoluten standpunkt, wenn man versucht dir zu verstehen zu geben, wie du die leute evt. besser erreichen könntest.
ich habe es verstanden und habe es irgendwo oben eh schon selber gesagt.
"ich bin nicht diskussionsbereit." die aussage war unvollständig.
für manche diskussionen nicht diskussionsbereit, z.b. weil ich mir für das forum nicht zu viel zeit nehmen kann/möchte.
außerdem wer könnte da im forum bitte alle fragen von elgpigen beantworten? ;)
wie wäre es mit bücher lesen? meiner meinung nach ist es besser und effizienter.
1.) Es fehlt zum einen die Bereitschaft sich mit Fehlern zu beschäftigen, zum anderen die Bereitschaft daran zu arbeiten.
2.) Hinzu kommt die Angst, dass das eigene Kind, keine Grenzen akzeptiert oder die Eltern nicht respektiert. Keine Mutter, kein Vater möchte, dass das eigene Kind einmal kriminell wird. Keine Mutter, kein Vater möchte ein Kind, dass einem von hint bis vorne auf der Nase herumtanzt. Diese Ängst spielen sicher auch mit. Und genau diese Ängste werden von der Gesellschaft geschürt.
1.) warum ist es so?
2.) warum hat man diese angst?
das was du da beschrieben hast sind eigentlich nur symptome, symptome die die emotionale blindheit (nicht verstehen was man dem kind eigentlich antut) und denkblockaden (mangel an offenheit für neue erfahrungen und bereitschaft für veränderungen). um das ende (warum viele menschen so sind) zu verstehen, muss man den anfang (wie sie sind so geworden) verstehen können.
und am anfang war....
elgpigen
23.08.2005, 11:53
@DoubleL: Hab nicht den Eindruck, dass du wenig im Forum bist, aber bitte. Wenn ich aus irgendwekchen Gründen mal weniger Zeit fürs Form hab, dann meld ich mich auf Fragen, die Empathie beanspruchen, gar nicht.
Dein letzter Beitrag ist aber philosophisch interessant. Hast du schon mal über dein idealistisches Menschenbild reflektiert? Frage: Meinst du, der Mensch kommt "gut" zur Welt? Oder als unbeschriebenes Blatt? Alles am ihm, was unseren derzeitigen Wertvorstellungen nicht entspricht, ist anerzogen?
BettyBlue2351
23.08.2005, 22:12
1.) warum ist es so?
Ich habe lange darüber nachgedacht, aber um eine Antwort zu finden müsste ich wahrscheinlich Psychologie studieren.
2.) warum hat man diese angst?
Die Ängste kommen oft direkt aus der Kindheit/Jugend, oder sie werden einem durch die Umwelt eingeimpft. Jemanden Angst machen ist immer leichter als jemanden Mut zu machen.
Ich hatte z.B. Angst:
Gabriel würde mich nicht respektieren, mir auf der Nase herumtanzen=> ich ließ meinen Eltern so allerhand anschauen. In meiner Teeniezeit hatten sie es nicht leicht. Somit war/bin ich für die Prägung dieser Angst ziemlich empfänglich.
Das hat mir bei Steve Biddulph sehr gut gefallen. Seine Ausführungen über die negativ Prägung. Und diese Prägung fand bei sicher bei uns allen mehr oder weniger statt
Natürlich ist es nicht richtig, alles auf die Eltern und die Umwelt zu schieben und zu sagen: Ich bin halt so!
Doch ist das WARUM wirklich wichtig?? Nicht zwingend, denn es wird wahrscheinlich 100 verschiedene Gründe geben, bei jeder einzelnen Person.
Kann man den Anfang ändern? Nein, kann man nicht. Nicht bei einem erwachsenen Menschen! Man kann es zuerst einmal beim eigenen Kind von Anfang an anders machen.
Was kann ich also wirklich tun? Ich kann versuchen mich zu ändern und so bloß mit meiner Veränderung anderen einen Denkanstoß zu geben. Ich kann meine positiven Erfahrungen meiner Blickfelderweiterung weitergeben. Ich kann versuchen, das Blickfeld der Menschen, mit denen ich zu tun habe, zu erweitern.
Ich weiß nicht ob dir das reicht, aber für mehr reicht mein "Wissen" derzeit nicht. ;)
elgpigen
23.08.2005, 22:47
Erstens teile ich Bettys Meinung, dass Ursachenforschung bei solchen diffizilen Problemen nicht viel bringt.
Zweitens stelle ich nicht zu viele Fragen, aber ich stelle Fragen, die LL nicht beantworten kann. Komplexität nicht mit Quantität verwechseln. ;)
Und drittens: wie wäre es mit bücher lesen? meiner meinung nach ist es besser und effizienter. Sollte ich je antipädagogische Bücher lesen, dann autorbezogen und mit Harold Bloom im Hinterkopf. :p
BettyBlue2351
23.08.2005, 23:27
..., dass Ursachenforschung bei solchen diffizilen Problemen nicht viel bringt.
Es bringt sicher einiges. Verständnis. Aber als Laie sehe ich mich nicht in der Lage Ursachenforschung auf allgemeiner Basis zu betreiben. Bei meiner Mama, Schwiegermama, meinem Mann, Geschwistern, Schwager, Schwägerinnen, Freundinnen ja, bis zu ihrer persönlichen Grenze, aber allgemein, nein.
Was mir aber zum "WARUM" einfällt. Die Ursache ist gleich/ähnlich wie bei den Ängsten.
Die Bereitschaft etwas zu verändern, mich zu verändern, war zwar gegeben, aber es happerte an der Umsetzung. Ich hatte ein Ziel vor Augen, aber der Weg war noch zu uneben, ich musste ihn erst asphaltieren. Und nach und nach kam durchs Forum, durch Bücher ein paar m dazu. Das wichtigste war für mich, meine Fehler zu suchen, sie verstehen, sie akzeptieren. Meine Schatten sozusagen auf die Wand zu projezieren. Und dann nach und nach die vielen Schatten "auszuradieren". Natürlich bleibt EIN Schatten, aber er wirkt nicht mehr so bedrohlich, er ist nicht mehr mein Feind. Er ist ein Teil von mir und ich habe ihn unter Kontrolle. Natürlich falle ich immer wieder in meine alten Muster, aber auch das sehe ich ein und kann anschl. analysieren.
Warum bei mir die Bereitschaft da war?
Weil ich mich für zu jung halte um verbissen auf meinem Sein zu beruhen.
Weil ich die "verhassten" Fehler meiner Eltern nicht wiederholen möchte
Weil ich mir nicht mehr reichte
Weil ich mir nicht vorwerfen möchte, nicht alles, nicht etwas besseres versucht zu haben
Weil sich soviel rundherum (in meinem Umfeld, ohne mein bzw. trotz mein Zutun, konkret Verlust von Freundschaften) veränder hat, dass es auf eine weitere Veränderung nicht ankommt
Weil ich es als Chance gesehen habe, als längst fällige Herausforderung.
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