Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : stillen = partnerschaftliches problem
Lilly122
15.02.2005, 10:02
was tut man dann? wenn der mann (nicht nur damit, aber auch) ein problem damit hat? Wie damit umgehen?
L.g. L.
selsim2425
15.02.2005, 10:11
Inwiefern hat denn dein Partner ein Problem damit, dass du stillst? Eifersucht??:confused:
Lilly122
15.02.2005, 10:19
Er glaubt eben solange sie stillt wird sie nicht wirklich essen. Und er hält´s einfach so nicht für gut. Warum auch immer...
selsim2425
15.02.2005, 10:33
Er glaubt eben solange sie stillt wird sie nicht wirklich essen. Und er hält´s einfach so nicht für gut. Warum auch immer...
Leider weiß ich jetzt nicht wie alt deine Kleine ist, ABER:
Solange es deiner Maus gut geht und keine Anzeichen dafür da sind, dass sie von sich aus schon an Beikost interessiert ist (sprich mit Kopf in deinen Teller fällt,..) besteht auch kein Grund ihr etwas zu essen zu geben. Man spricht immer von einem optimalen Beikoststartalter von 6 Monaten. Bei meinem Prinzen hab ich das probiert. Also sehr viel Interesse hat er nicht daran! Ich biete ihm zwar täglich etwas an, aber manchmal werden es nur 3-4 Löfferl und dann is auch gut.
Hast du deinem LG schon mal alle Berichte die so von div. userinnen ins Netz gestellt wurden zu lesen gegeben (spreche da zum Bsp. FranFine, DoubleL,... an) Oder zählt so was nicht für ihn??
Geh doch nach deinem Gefühl, wsa denkst du?
Mein GG hat GsD kein Problem damit, er macht sich nur immer Sorgen, ob ich keines damit habe, von Wegen Unabhängigkeit usw.....;)
Also bei uns ist noch lange kein Ende in Sicht!
Aber wie ich die anderen hier im Forum kenne werden sie eh bald mit wissenschaftlichen Berichten,......aufwarten um dich zu überzeugen!!!:D Ich bin ja da leider noch nicht so bewandert, kann dir also nur erzählen, wsa mir mein Instinkt und Gefühl sagen!
Viel Glück, Ramona
Lilly122
15.02.2005, 10:49
Sie ist ein knappes Jahr alt. Sie hängt irrsinnig an mir, wacht in der Nacht ca. alle zwei Stunden auf, ißt schlecht. Und er meint, das alles würde sich verbessern wenn ich abstillen würde (wenn ich ihn richtig verstanden habe). Und momentan hat sie eine Phase daß sie wenn sie munter ist ca. stündlich trinken will, was das ganze Problem natürlich nicht einfacher macht. Mit dem Forum hier brauch ich ihm gar nicht zu kommen....
quakfrosch
15.02.2005, 11:01
Er glaubt eben solange sie stillt wird sie nicht wirklich essen.glaubt er das einfach so, hat er sich informiert oder ein second hand gschichtl gehört, sagt es seine mutter oder ist es einfach sein gefühl? vielleicht lässt du ihn mal für eine stunde im langzeitstillforum rumsurfen, damit er sich ein bild machen kann?
ok, hab deinen letzten beitrag versäumt *langsambin*
oder kanns sein, dass das problem in wirklichkeit wo anders liegt (eifersucht?)
redet ihr darüber?
willst du weiterstillen?
FranFine
15.02.2005, 11:04
Wahrscheinlich macht Deine Kleine gerade Wahnsinns-Entwicklungssprünge, oder? ;o)
Krabbeln, Laufen, Sprechen?
Viele Mütter können bestätigen, daß ihre Stillkinder, nachdem die Stillfrequenzen mit Beikostbeginn weniger wurden, wieder vermehrt stillen, wenn sie sich durch ihre neuen Fähigkeiten weiter hinaus in die Welt wagen. Je weiter weg, desto mehr brauchen sie auch die Sicherheit des Rückzugs, denn Stillen ist ja nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele.
Warum glaubt er, daß sich Eure Situation verbessern wird?
Warum sollte Eure Tochter abgestillt mehr essen und mehr schlafen?
Das Stillen ist für Eure Tochter gerade als Rückzugsmöglichkeit immens wichtig, wenn sie diese verliert, kann es sein, daß Eure "Probleme" sich verstärken, weil Eure Tochter nur umso mehr um ihre Bedürfnisse kämpft.
Ich weiß, daß hier mit wissenschaftlichen Argumenten nichts zu holen ist, weil es eher Euch als Paar betrifft.
Aber es ist auch ganz sicher nicht das Stillen an sich, was ihn stört.
Bitte ihn, ganz ehrlich zu sein und zu fragen, ob er eifersüchtig auf Eure enge Beziehung ist oder sich zurückgestellt fühlt.
Das wäre die Basis, auf der Ihr gemeinsam einen Weg findet, auf dem das Stillen integrierbar ist.
Erstmal liebe aufmunternde Grüße,
Lilly122
15.02.2005, 11:08
alle mit denen er geredet hat, sagen das. Und bei allen anderen funktioniert es besser. Und alle bei denen´s gleich läuft wie bei uns, die machen auch was falsch.
Wie gesagt mit dem Forum brauch ich ihm nicht kommen. Und ich will auch nicht mir irgendwelchen statistischen Werten kommen, weil mir einfach mein Bauch sagt, daß es gut ist, aber das zählt nicht.
Will ich weiterstillen: eigentlich schon? Aber wenn´s so weitergeht (täglicher Reibungspunkt), dann werde ich abstillen, nicht weil ich es will, sondern weil ich dann einfach nicht mehr kann. Die Kleine verlangt von mir viel mehr stillen als vorher, mein LG verlangt genau das Gegenteil und ich häng mich in der Mitte auf.
L.
FranFine
15.02.2005, 11:16
alle mit denen er geredet hat, sagen das. Und bei allen anderen funktioniert es besser. Und alle bei denen´s gleich läuft wie bei uns, die machen auch was falsch.
Wie gesagt mit dem Forum brauch ich ihm nicht kommen. Und ich will auch nicht mir irgendwelchen statistischen Werten kommen, weil mir einfach mein Bauch sagt, daß es gut ist, aber das zählt nicht.
Will ich weiterstillen: eigentlich schon? Aber wenn´s so weitergeht (täglicher Reibungspunkt), dann werde ich abstillen, nicht weil ich es will, sondern weil ich dann einfach nicht mehr kann. Die Kleine verlangt von mir viel mehr stillen als vorher, mein LG verlangt genau das Gegenteil und ich häng mich in der Mitte auf.
L.
Suche unbedingt ein Gespräch.
Genauso wie er seine Gefühle beschreiben soll, kannst Du ihm erklären, wieviel Dir die Stillbeziehung bedeuet und daß Dich der Druck sehr belastet.
Ich vermute auch einen weiteren Grund für das häufige Stillen Eurer Tochter, denn auch sie fühlt, daß etwas nicht stimmt und sucht umso mehr Sicherheit und Bestätigung.
Lilly122
15.02.2005, 11:32
Wahrscheinlich macht Deine Kleine gerade Wahnsinns-Entwicklungssprünge, oder? ;o)
Krabbeln, Laufen, Sprechen?
sie läuft schon länger, sprechen könnt´s sein.
Viele Mütter können bestätigen, daß ihre Stillkinder, nachdem die Stillfrequenzen mit Beikostbeginn weniger wurden, wieder vermehrt stillen, wenn sie sich durch ihre neuen Fähigkeiten weiter hinaus in die Welt wagen. Je weiter weg, desto mehr brauchen sie auch die Sicherheit des Rückzugs, denn Stillen ist ja nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele.
Sein denken geht genau in die andere RIchtung. Wenn sie zuviel an mir hängt, dann muß ich aktiv dagegen steuern. Argumente, die ich hier im Forum sofort zerfetzen würde, weil´s blödsinn ist und zu hause kann ich mich immer wieder damit auseinander setzen.
Warum glaubt er, daß sich Eure Situation verbessern wird?
Warum sollte Eure Tochter abgestillt mehr essen und mehr schlafen?
Das Stillen ist für Eure Tochter gerade als Rückzugsmöglichkeit immens wichtig, wenn sie diese verliert, kann es sein, daß Eure "Probleme" sich verstärken, weil Eure Tochter nur umso mehr um ihre Bedürfnisse kämpft.
Ich weiß, daß hier mit wissenschaftlichen Argumenten nichts zu holen ist, weil es eher Euch als Paar betrifft.
Er will es halt mal probieren, wenn es nicht funktioniert, dann probiert man halt was anderes. er verlangt auch nicht wortwörtlich, daß ich abstille. ich kassiere nur seltsame blicke, wenn ich stille ohne ihr vorher essen angeboten zu haben (auch wenn sie 10 minuten vroher gegessen hat) Wenn ich ihn dann frage, was dieser blick zu bedeuten hatte, dann meint er ich soll ihn halt schauen lassen. Er meint, wenn alles funktioniert (im großen und ganzen heißt das, wenn ich entspannt bin), dann soll ich tun wie ich will. Nur die Stillbeziehung ist für mich momentan eben auch nicht einfach. Weil sie so oft trinken will, weil sie mich ständig in die Brust zwickt wenn sie trinkt und weil sie mich ab und an beißt. Nur mit sowas brauch ich dann gar nicht kommen, denn ich kann ja abstillen.
Aber es ist auch ganz sicher nicht das Stillen an sich, was ihn stört.
Bitte ihn, ganz ehrlich zu sein und zu fragen, ob er eifersüchtig auf Eure enge Beziehung ist oder sich zurückgestellt fühlt.
Das wäre die Basis, auf der Ihr gemeinsam einen Weg findet, auf dem das Stillen integrierbar ist.
Erstmal liebe aufmunternde Grüße,
Ich habe mich auch schon bemüht ihn wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, aber unter den Voraussetzungen will ich gar keine Zeit mit ihm alleine verbringen, weil ich schon so wütend auf ihn bin und eigentlich nicht mehr mit ihm reden will.
Drüber geredet haben wir. Ihn stört´s, (vor allem auch weil ich gesagt habe, daß ich mir auch vorstellen kann sie zu stillen bis sie 3-4 jahre alt ist), ich will weitermachen. Eine Patt situation.
L.g. L.
Lilly122
15.02.2005, 11:45
Suche unbedingt ein Gespräch.
Genauso wie er seine Gefühle beschreiben soll, kannst Du ihm erklären, wieviel Dir die Stillbeziehung bedeuet und daß Dich der Druck sehr belastet.
Ich vermute auch einen weiteren Grund für das häufige Stillen Eurer Tochter, denn auch sie fühlt, daß etwas nicht stimmt und sucht umso mehr Sicherheit und Bestätigung.
Gespräch ist für mich momentan sinnlos, weil wir auf der Stelle treten. Ich weiß nicht mal was mir die Stillbeziehun bedeutet, ich würd´s nur gern selber rausfinden ohne Druck von außen.
Wahrscheinlich reagiert meine Tochter darauf. So unglücklich wie ich bin, kann das kaum an ihr vorübergehen.
AstridHamann
15.02.2005, 11:49
Hi,
habe deinen Bericht gelesen und denke du bist nicht allein mit diesem Problem.
Ich habe viele Frauen in meinen Bekanntenkreis die Stillen und mal oder weniger Probleme mit ihren Männern haben.
Wir sind zu einer einhelligen Meinung gekommen, die jede für sich auf die eine oder andere Weise bestätigte:
DEIN MANN IST DEIN ZWEITES KIND; ER EIFERT; GANZ EINFACH,
Du musst dir vorstellen, er kann mit seiner süssen eigentlich nicht viel anfangen, bis auf spielen usw. Du bist für euer Kind die Hauptbezugsperson, von dir ist sie noch abhängig was das Essen betrifft.
Du kannst deinen Mann in dieser Sache nicht mit einbinden. Er fühlt sich wie ein "zweites Kind" einfach zurückgesetzt. Er denkt, "soll sie doch endlich mit dem Stillen aufhören, ich will auch was von ihr haben."
Wie läuft eigentlich eure Beziehung, so blöd wie das klingt, aber es ist so - kümmerst du dich um deinen Holden? Geht ihr alleine weg? Zeigst du ihm wie sehr du ihn liebst?
Er fühlt sich zurückgesetzt und er ist nicht der einzige, da gibt es viele - die einen reden die anderen schweigen dazu.
Versteh mich nicht falsch, ich nehme deinen Mann nicht in Schutz, aber Männer sind und bleiben auf ihre Art immer kleine Kinder.
Wünsch euch alles Gute und Liebe
FranFine
15.02.2005, 11:51
sie läuft schon länger, sprechen könnt´s sein.
Sein denken geht genau in die andere RIchtung. Wenn sie zuviel an mir hängt, dann muß ich aktiv dagegen steuern. Argumente, die ich hier im Forum sofort zerfetzen würde, weil´s blödsinn ist und zu hause kann ich mich immer wieder damit auseinander setzen..
Was stört ihn denn genau an dem "Zuviel an Dir hängen"?
Alternative wäre ja, daß er sich viel mehr in die Betreuung Eurer Tochter einbringen müßte.
Will er das wirklich?
Er will es halt mal probieren, wenn es nicht funktioniert, dann probiert man halt was anderes. er verlangt auch nicht wortwörtlich, daß ich abstille. ich kassiere nur seltsame blicke, wenn ich stille ohne ihr vorher essen angeboten zu haben (auch wenn sie 10 minuten vroher gegessen hat) Wenn ich ihn dann frage, was dieser blick zu bedeuten hatte, dann meint er ich soll ihn halt schauen lassen. Er meint, wenn alles funktioniert (im großen und ganzen heißt das, wenn ich entspannt bin), dann soll ich tun wie ich will. Nur die Stillbeziehung ist für mich momentan eben auch nicht einfach. Weil sie so oft trinken will, weil sie mich ständig in die Brust zwickt wenn sie trinkt und weil sie mich ab und an beißt. Nur mit sowas brauch ich dann gar nicht kommen, denn ich kann ja abstillen. ..
Ist die Stillbeziehung nicht gerade deßhalb so schwierig, weil Du keinen Rückhalt hast? Deine Tochter macht gerade so weitgreifende Entwicklungsphasen durch, wie sie sie wahrscheinlich nur noch in der Pupertät erlebt. Du kannst sie dabei mit Hilfe des Stillens optimal unterstützen.
Es wird auch wieder leichter.... ;o)
Ich habe mich auch schon bemüht ihn wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, aber unter den Voraussetzungen will ich gar keine Zeit mit ihm alleine verbringen, weil ich schon so wütend auf ihn bin und eigentlich nicht mehr mit ihm reden will.
Drüber geredet haben wir. Ihn stört´s, (vor allem auch weil ich gesagt habe, daß ich mir auch vorstellen kann sie zu stillen bis sie 3-4 jahre alt ist), ich will weitermachen. Eine Patt situation.
.
Ja, das hört sich wirklich nach einem Grund in Euer Beziehung an.
So wie Deine Tochter immer vehementer die Brust fordert, je mehr sie das Gefühl hat, daß Du Dich verkrampfst,so wird auch Dein Mann immer mehr gegen das Stillen ankämpfen,je mehr Du dich von ihm zurückziehst, weil er dem Stillen die Schuld an dieser Situation gibt. Dein Mann legt also ein sehr kindlich-emotionales Vehalten an den Tag.
Ich denke, daß Du die Stärkere bist und es an Dir liegt, diese Situation aufzulösen.
Zeige ihm, daß die Stillbeziehung nicht für eine Entfernung sorgt, sondern Nähe herstellt, das beginnt beim gemeinsamen Still-Kuscheln zu dritt im Bett und endet bei Unternehmungen als (Liebes-)Paar.
Organisiere einen Babysitter, gehe mit Deinem Mann essen oder ins Kino,erlebe ihn wieder als Deinen Partner,so wie er Dich wieder als Frau erlebt,nicht nur als Mutter. Nehmt Euch regelmäßig solche Auszeiten. Sie tragen dazu bei, daß Ihr Euch entspannt und so vielleicht wieder eine Basis findet, miteinander zu reden.
Das schafft Ihr schon! ;o)
Liebe Grüße,
quakfrosch
15.02.2005, 11:54
Gespräch ist für mich momentan sinnlos, weil wir auf der Stelle treten. Ich weiß nicht mal was mir die Stillbeziehun bedeutet, ich würd´s nur gern selber rausfinden ohne Druck von außen.
Wahrscheinlich reagiert meine Tochter darauf. So unglücklich wie ich bin, kann das kaum an ihr vorübergehen.könntet ihr euch diesbezüglich eine mediation vorstellen? um wieder von der stelle zu kommen... oder bist in erster linie du unglücklich, und ihm ists eh nicht so wichtig? weiß er, wie unglücklich und zerrieben du bist in deiner situation? ich meine, das müsste ihn doch interessieren. vielleicht hilft ein gespräch über die situation, also kein inhaltliches ob weiterstillen oder nicht, sondern wenn du auf ihn zu gehst und sagst, dass du unglücklich bist, dass du dich in einer zwickmühle siehst und so weiter. ohne ihm die schuld zu geben, sondern einfach mal ihm erzählen, wie es dir geht. und das unbedingt in einer situation, wo du nicht gerade stillst oder grantig auf ihn bist.
Oh ja, diese Blicke kenn ich...vorwurfsvoll bis böse...
Mein Mann hat sonst sehr moderne Ansichten bzgl Umgang mit Kindern, aber als der 2.Geburtstag nahte und noch kein Abstillen in Sicht war, da wurde er auch grantig. Wir hatten dann - natürlich im Sommerurlaub - einen heftigen Streit, wo wir einmal beide Klartext geredet haben.
Er hat mir nach mühsamer Ausfragerei gesagt, warum er ein Problem mit dem Stillen hat: 1. weil er das Gefühl hat, daß ich mich in den Momenten total von ihm abwende und er nicht einmal mit mir reden kann
2. weil er sich als Vater überflüssig und beim Kind an 2.Stelle fühlte
3. weil es für ihn sehr schwierig bis unmöglich war, sie ohne Busen zu beruhigen, wenn es ein Problem gab.
4.weil es ihm in der Öffentlichkeit peinlich war.
Ich hab ihm von meiner Seite gesagt, daß ich keinesfalls bereit bin, für ihn früher abzustillen, weil es etwas sehr Wichtiges und Schönes für mich und mein Kind ist und ich das uns beiden nicht nehmen will.
Ich war aber bereit, bestimmte Abmachungen zu treffen: nicht mehr in der Öffentlichkeit war der Hauptpunkt.
Im Endeffekt mußte er es akzeptieren, daß ich mir nix dreinreden lasse, und hat seinen Ärger durch oben genannte böse Blicke weiterhin demonstriert. Irgendwann im Herbst habe ich ihm nochmals deutlich gesgt, wie sehr mich das verletzt, weil ich gerade seine Unterstützung am meisten brauchen würde. Dann hat es ihm leid getan, und seither funktieniert es wieder ohne Reibereien.
FranFine
15.02.2005, 12:01
Gespräch ist für mich momentan sinnlos, weil wir auf der Stelle treten. Ich weiß nicht mal was mir die Stillbeziehun bedeutet, ich würd´s nur gern selber rausfinden ohne Druck von außen.
Wahrscheinlich reagiert meine Tochter darauf. So unglücklich wie ich bin, kann das kaum an ihr vorübergehen.
Findet erstmal eine Basis für derartige Gespräche.
Deßhalb halte ich es für wichtig, daß Ihr jetzt herausfindet, wo Ihr als Paar steht, indem Ihr Euch auch als Paar -und erstmal nicht in Eurer Funktion als Eltern - nähert.
Lilly122
15.02.2005, 12:05
Was stört ihn denn genau an dem "Zuviel an Dir hängen"?
Alternative wäre ja, daß er sich viel mehr in die Betreuung Eurer Tochter einbringen müßte.
Will er das wirklich?
Das weiß ich eigentlich nicht genau. Sie soll´s halt nicht machen. Vielleicht auch, weil ich genervt bin. Was ich auch bin, manchmal, weil ich kaum alleine aufs Klo gehen kann bzw. teilweise nicht den Raum verlassen darf. Aber darf ich nicht genervt sein? Seine Auffassung ist, wenn einen etwas nervt, dann muß man es ändern. Ich glaube, daß man manche Dinge einfach durchstehen muß. Aber wenn ich dann den Ärger an ihm auslasse, dann verstehe ich auch, daß er da nicht zusehen will. Er ist ja genauso Teil der Familie.
Ist die Stillbeziehung nicht gerade deßhalb so schwierig, weil Du keinen Rückhalt hast? Deine Tochter macht gerade so weitgreifende Entwicklungsphasen durch, wie sie sie wahrscheinlich nur noch in der Pupertät erlebt. Du kannst sie dabei mit Hilfe des Stillens optimal unterstützen.
Es wird auch wieder leichter.... ;o)
Ich möchte sie so gerne unterstützen, MEINEN Weg rausfinden, wie ich es am besten machen kann. Aber dazu komme ich überhaupt nicht mehr. Ich halte es einfach nicht aus, wenn ich stille und genau spüre wie es ihn stört. Ich hab ihm auch gesagt, es ist mir egal was andere denken, aber im eigenen Haus will ich mich nicht verteidigen müssen. Er sagt dann zwar, daß das klar ist, aber gelebt wird´s dann anders.
Denn wenn ich ihr das Stillen verwehren muß, bis sie so hungrig ist, daß sie Beikost ißt, dann ist das für mich zwang. Und auch sein Zwang an mich abzustillen, denn wann ist stillen denn dann erlaubt? In der Nacht ist es ihm dann angenehm, wenn ich sie schnell stille, daß sie nicht so viel weint und er munter wird.
Ja, das hört sich wirklich nach einem Grund in Euer Beziehung an.
So wie Deine Tochter immer vehementer die Brust fordert, je mehr sie das Gefühl hat, daß Du Dich verkrampfst,so wird auch Dein Mann immer mehr gegen das Stillen ankämpfen,je mehr Du dich von ihm zurückziehst, weil er dem Stillen die Schuld an dieser Situation gibt. Dein Mann legt also ein sehr kindlich-emotionales Vehalten an den Tag.
Ich denke, daß Du die Stärkere bist und es an Dir liegt, diese Situation aufzulösen.
Zeige ihm, daß die Stillbeziehung nicht für eine Entfernung sorgt, sondern Nähe herstellt, das beginnt beim gemeinsamen Still-Kuscheln zu dritt im Bett und endet bei Unternehmungen als (Liebes-)Paar.
Organisiere einen Babysitter, gehe mit Deinem Mann essen oder ins Kino,erlebe ihn wieder als Deinen Partner,so wie er Dich wieder als Frau erlebt,nicht nur als Mutter. Nehmt Euch regelmäßig solche Auszeiten. Sie tragen dazu bei, daß Ihr Euch entspannt und so vielleicht wieder eine Basis findet, miteinander zu reden.
Das schafft Ihr schon! ;o)
Liebe Grüße,
Ich die Stärkere? Das kann ich mir nicht vorstellen, ich überleg jetzt sogar abzustillen, denn dann haben wir vielleicht endlich Ruhe.
Ich hab erst was organisiert, ganz alleine, nur für ihn. Ein paar Stunden weg. Aber eben erst einmal und es fällt mir echt schwer sowas noch mal zu machen, wenn ich mir dazwischen ständig anhören kann, was ich alles anders machen soll.
Das ist natürlich alles meine Sicht der Dinge, ich tue ihm wahrscheinlich an vielen Stellen Unrecht. Aber ich will mich nicht mehr rechtfertigen und nicht mehr erklären. Kompromisse finden ist klar, aber momentan kommt´s mir vor als würde alles nur aus Kompromissen bestehen.
Ich weiß momentan echt nicht wie das weitergehen soll.
L.
Lilly122
15.02.2005, 12:08
könntet ihr euch diesbezüglich eine mediation vorstellen? um wieder von der stelle zu kommen... oder bist in erster linie du unglücklich, und ihm ists eh nicht so wichtig? weiß er, wie unglücklich und zerrieben du bist in deiner situation? ich meine, das müsste ihn doch interessieren. vielleicht hilft ein gespräch über die situation, also kein inhaltliches ob weiterstillen oder nicht, sondern wenn du auf ihn zu gehst und sagst, dass du unglücklich bist, dass du dich in einer zwickmühle siehst und so weiter. ohne ihm die schuld zu geben, sondern einfach mal ihm erzählen, wie es dir geht. und das unbedingt in einer situation, wo du nicht gerade stillst oder grantig auf ihn bist.
er erzählt keinem unbeteiligten Dritten unsere Probleme.
Und das erzählen wie´s mir geht, das habe ich schon oft genug gemacht und für kurze Zeit war´s auch besser. Aber im großen gesehen treten wir auf der Stelle. Und wie´s mir wirklich geht, das kapiert er einfach nicht. Das kann er nicht nachvollziehen wie man deswegen so unglücklich sein kann. "Dann muß man halt was ändern." (wo wir dann wieder mal an diesem punkt wären). Also ich trau mich ja gar nicht mehr sagen, wie´s mir geht, denn dann ist er ja nur noch mehr darin bestätigt, daß mir das alles zuviel ist und daß ich was ändern muß (abstillen z.b.)
Lilly122
15.02.2005, 12:13
Oh ja, diese Blicke kenn ich...vorwurfsvoll bis böse...
Mein Mann hat sonst sehr moderne Ansichten bzgl Umgang mit Kindern, aber als der 2.Geburtstag nahte und noch kein Abstillen in Sicht war, da wurde er auch grantig. Wir hatten dann - natürlich im Sommerurlaub - einen heftigen Streit, wo wir einmal beide Klartext geredet haben.
Er hat mir nach mühsamer Ausfragerei gesagt, warum er ein Problem mit dem Stillen hat: 1. weil er das Gefühl hat, daß ich mich in den Momenten total von ihm abwende und er nicht einmal mit mir reden kann
2. weil er sich als Vater überflüssig und beim Kind an 2.Stelle fühlte
3. weil es für ihn sehr schwierig bis unmöglich war, sie ohne Busen zu beruhigen, wenn es ein Problem gab.
4.weil es ihm in der Öffentlichkeit peinlich war.
Ich hab ihm von meiner Seite gesagt, daß ich keinesfalls bereit bin, für ihn früher abzustillen, weil es etwas sehr Wichtiges und Schönes für mich und mein Kind ist und ich das uns beiden nicht nehmen will.
Ich war aber bereit, bestimmte Abmachungen zu treffen: nicht mehr in der Öffentlichkeit war der Hauptpunkt.
Im Endeffekt mußte er es akzeptieren, daß ich mir nix dreinreden lasse, und hat seinen Ärger durch oben genannte böse Blicke weiterhin demonstriert. Irgendwann im Herbst habe ich ihm nochmals deutlich gesgt, wie sehr mich das verletzt, weil ich gerade seine Unterstützung am meisten brauchen würde. Dann hat es ihm leid getan, und seither funktieniert es wieder ohne Reibereien.
Er war immer sehr FÜRS Stillen, aber eben nur bis ca. zum ersten Geburtstag.
Er meint auch er könnte mit dem Busen nie mithalten. Also wenn sie z.b. nicht hundemüde ist, dann könne er sie nicht niederlegen, was ich nicht glaube. Es ist dann vielleicht schwieriger, aber Einschlaf-stillen mach ich auch schon länger nicht mehr, also hab ich dieselben Mittel wie er.
Stillen in der Öffentlichkeit mag ich von mir aus nicht. Stillen bei Freunden ist etwas anderes. Ich glaub bei seinen Freunden stört´s ihn, unabhängig davon ob´s den Freund stört oder nicht.
Ich kann das nicht, sagen: so ist es, leb damit. Entweder kann ich es nicht so rüberbringen oder er akzeptiert´s nicht, so genau weiß ich das nicht. Ich sage: stillen ist eine sache zwischen mir und meiner tochter. Er sagt: wenns funktioniert, dann soll´s ihm recht sein, aber das tut es eben in seinen augen nicht und deswegen mischt er sich ständig drein und ich weiß einfach nicht wo ich die grenze ziehen soll.
Ich kann mit ihm einfach nicht mehr drüber reden, es endet immer in einem Fiasko.
http://www.uebersstillen.org/startd.htm
vielleicht findest du auf dieser seite ein bißchen rückhalt, auch um deine eigene position besser zu definieren - und möglicherweise auch ein paar argumentationshilfen.
ich würde dem druck des mannes jedenfalls nicht nachgeben. das kind stillt sich irgendwann von alleine ab, wenn es soweit ist. und ER hat die brust danach wieder für den rest des lebens (oder bis zum nächsten stillkind ;-)
die zeit kommt jedenfalls nicht zurück.
lg,
uvd
Lilly122
15.02.2005, 12:23
ich würde dem druck des mannes jedenfalls nicht nachgeben. das kind stillt sich irgendwann von alleine ab, wenn es soweit ist. und ER hat die brust danach wieder für den rest des lebens (oder bis zum nächsten stillkind ;-)
die zeit kommt jedenfalls nicht zurück.
lg,
uvd
momentan kommt´s mir so vor, daß wenn ich das so lebe, ich mich trennen muß (oder noch 10 000 diskussionen ertragen muß)....
momentan kommt´s mir so vor, daß wenn ich das so lebe, ich mich trennen muß (oder noch 10 000 diskussionen ertragen muß)....
das ist natürlich schwierig. aber ich glaube, du mußt dir in erster linie erst mal selbst klar darüber werden, was du wirklich willst - für dich, und auch für das kind.
was wäre denn, wenn du ihm zuliebe abstillen würdest? würde das eure beziehung retten? und könntest du damit leben? und wenn dein kind drunter leiden würde? würdest du es ihm dann nicht immer insgeheim vorwerfen?
vielleicht spielst du mal in gedanken alle möglichkeiten durch.
ich wünsch dir viel kraft bei deiner entscheidungsfindung!
lg,
uvd
Lilly122
15.02.2005, 12:33
das ist natürlich schwierig. aber ich glaube, du mußt dir in erster linie erst mal selbst klar darüber werden, was du wirklich willst - für dich, und auch für das kind.
was wäre denn, wenn du ihm zuliebe abstillen würdest? würde das eure beziehung retten? und könntest du damit leben? und wenn dein kind drunter leiden würde? würdest du es ihm dann nicht immer insgeheim vorwerfen?
vielleicht spielst du mal in gedanken alle möglichkeiten durch.
ich wünsch dir viel kraft bei deiner entscheidungsfindung!
lg,
uvd
Ich brauch immer irrsinnig lang bis ich mir über etwas klar werde und wenn ich nebenbei immer mit ihm diskutieren kann, dann find ich meinen Weg nicht.
Wenn ich ihm zuliebe abstillen würde, dann würd ich ihm das unter garantie vorhalten.
Wie gesagt, ich weiß nicht wie ich da rauskommen soll.
Aber auf jeden Fall Danke für Eure Anteilnahme ;)
L.g. L.
FranFine
15.02.2005, 12:52
er erzählt keinem unbeteiligten Dritten unsere Probleme.
Und das erzählen wie´s mir geht, das habe ich schon oft genug gemacht und für kurze Zeit war´s auch besser. Aber im großen gesehen treten wir auf der Stelle. Und wie´s mir wirklich geht, das kapiert er einfach nicht. Das kann er nicht nachvollziehen wie man deswegen so unglücklich sein kann. "Dann muß man halt was ändern." (wo wir dann wieder mal an diesem punkt wären). Also ich trau mich ja gar nicht mehr sagen, wie´s mir geht, denn dann ist er ja nur noch mehr darin bestätigt, daß mir das alles zuviel ist und daß ich was ändern muß (abstillen z.b.)
In jeder Beziehung gibt es Aufs und Abs, auch in einer Stillbeziehung.
Daß es bei Dir Tage gibt, an denen Du unzufrieden bist, heißt ja noch lange nicht, daß Du die ganze Beziehung in Frage stellst.
Und trotzdem sehnt man sich nach jemanden, der einen einfach in den Arm nimmt und sagt, daß es wieder besser geht. Gibt es nicht auch Tage, an denen Dein Mann nach hause kommt und erzählt, daß er einen schlechten Tag in der Firma hatte, Kollegen träge, Chef ungerecht, etc.
Wie würde er denn reagieren, wenn Du sagtest, daß er es dann ändern solle in Form einer Kündigung? Schließlich war es nur ein schlechter Tag und es wäre eine unangemessenen Reaktion...
Er erzählt es Dir ja schließlich auch, um sich bei Dir angenommen und getröstet zu fühlen.
Auch als Flaschenmama gäbe es bei Dir Tage, an denen Du auf seine Unterstützung und sein Verständnis angewiesen wärst,daran ändert das Abstillen nichts.
Vielleicht helfen Dir diese Üerlegungen ja,wenn er das nächste Mal auf Deine Unterstützung und Dein Verständnis hofft um ihm klar zu machen, wie sehr auch Du diesen Rückhalt Deines Partners wünscht.
Apropos Stärke:
Du bist sehr wohl die Stärkere, weil du in der Lage bist, die Situation rational zu betrachten und sehr selbstreflektorisch darüber nachdenkst. Darüber hinaus bist Du ja auch noch aktiv, um die Probleme zu lösen!
Hut ab!
alias Floh
15.02.2005, 13:48
Ach Du Arme, ich fühle mit Dir :herz:
Mir hat meine Kinderärztin auch geraten Paul abzustillen damit er mehr isst. Da war er auch etwa 1 Jahr alt und hat sich hauptsächlich von der Brust ernährt. Beim Mittagessen hat er gnadenhalber 2-3 Bissen gegessen um sich danach mit voller Inbrunst über den Busen zu stürzen. Ich hatte damals ein paar echt harte Wochen. Im Hinterkopf immer die Aussagen der Kinderärztin das er nie essen wird solang er weiß das es nachher die Brust gibt. Neben mir mein Mann der die Meinung der Ärztin natürlich voll und ganz unterstützte und dann natürlich noch Paul der das alles voll mitbekam. Ich hätte es nicht geglaubt aber von dem Tag an wo die Kinderärztin vorschlug ihn abzustillen hat er das Essen total verweigert.
Ich war echt in der Zwickmühle und haderte wochenlang mit dem Thema herum. Bis ich dann in mich gegangen bin und beschlossen habe auf Paul zu vertrauen und ihm weiterhin das zu geben was er verlangte.
Von da an wurde es plötzlich auch viel besser. Er aß wenigstens wieder ein bisschen was und mit etwa 20 Monaten wurde es dann viel besser.
Jetzt isst er im Kindergarten total brav und daheim zeitweise auch. Ein großer Esser wird er wohl nie werden.
Natürlich haben wir jetzt auch noch Phasen, so wie letzte Woche wie er krank war, da würde er am Liebsten den ganzen Tag nuckeln. Aber im Großen und Ganzen braucht er die Brust jetzt nur mehr zum Ein- und Weiterschlafen und zum Frühstücken.
Was die Beziehung zu Deinem Mann angeht dürfte es Dir anscheinend auch ähnlich wie mir gehen. Mein Mann leidet auch sehr darunter das ich so enge Bindung zu Paul habe und er dadurch oft den Kürzeren zieht. Wenn ich abends z.B. vom Stillen aus dem Schlafzimmer komme und er überfällt mich dann gleich weil er meint jetzt wäre "seine Zeit gekommen" dann versteht er es einfach nicht warum ich nicht will. Hm, ja, ist ein Endlosthema - bei uns zumindestens.
Ich wünsch Euch allen Drein alles Gute :herz:
Liebe Grüße
quakfrosch
15.02.2005, 13:48
liebe lilly,
hab noch ein bisschen über dein problem gehirnt, und möchte dir noch zwei gedanken aus meiner bescheidenen beziehungskrisenkiste herschreiben.
1. vielleicht nützts was, wenn du für dich herausfindest, wie du dir die nächste zeit vorstellst. beschreibe es vielleicht sogar schriftlich, um deine gedanken zu ordnen. dann geh damit zu deinem lg. das verhindert, dass du nur mit einem problem oder deinem unglück an ihn herantrittst, für das er eh schon eine lösung parat hat (abstillen). vielleicht hilft es, wenn du ihm sagst, dass du dir von ihm wünschst, dass ihr es so macht, wie du es dir vorstellst.
2. er ist ein mann, du bist eine frau. ich fall auch immer wieder noch drauf rein: frau sagt, sie ist arm, unglücklich, hat ein problem. sie will verstanden werden und hören, ja sie ist arm, will festgehalten und getröstet werden. mann sieht das anders. da ist ein problem, das gehört gelöst, am besten möglichst rasch und einfach.
ansonsten wünsch ich dir noch viel kraft und viel geduld und viel innere ruhe, damit du eure dreierbeziehung wieder so hinkriegst, dass es allen dreien darin gut geht.
Stillmama100
15.02.2005, 14:34
Hallo du Arme!
Jetzt muss ich dir auch noch irgendwas schreiben, weil du mir so leid tust!
Vielleicht kannst du ja deinem Mann klar machen wie viel er dir bedeutet und dass du gerne hättest, dass er in allen Dingen zu dir steht. Und dann sag ihm die Gründe warum du gerne noch lange weiterstillen möchtest. Überlege dir was abstillen jetzt für eure Tochter bedeuten würde. Sie wäre wahrscheinlich verzweifelt und wütend und würde dann vielleicht auf irgendeine andere Weise noch viel mehr an dir klammern. Dass sie nach dem Abstillen viel mehr essen würde ist nicht gesagt und dann müsstet ihr euch eventuell beide große Sorgen um ihr Gedeihen machen.
Wenn du zum Meinungbilden noch Bücher lesen willst kann ich dir "Mein Kind will nicht essen" von Dr. Gonzalez und "Wir stillen noch" von Norma Jane Baumgartner empfehlen. Beide Bücher sind von der La Leche Liga.
Es ist ganz wichtig, dass ihr gemeinsam eine gute Lösung für eure Probleme findet. Wenn du jetzt wegen ihm abstillst wäre das denke ich nur der Anfang von vielen neuen Problemen.
Ich wünsch euch alles Gute!
barbara1965
15.02.2005, 16:17
Hallo Lilly!
Du hast irgenwo geschrieben, dass sie keine Einschlafstillerin ist. Luise ist das auch nicht, war es wohl auch nie wirklich. Ich fühle mich manchmal auch durch Günther kritisiert, wenn sie viel gestillt werden will. Bis jetzt gab es mehrere Aufs und Abs in unserer Stillbeziehung (in der Partnerschaft sowieso) - war meist mit Zahnen im Nachhinein erklärbar un danach hat sie wieder so richtig mit Lust gegessen. Doch viel hat Luise noch bei keiner Mahlzeit gegessen. Sie hat keine lange sitzausdauer und stillt halt einfach sehr gerne.
Was bei uns geholfen hat bzw. ein anderes Problem darstellt: seit sie ca. 1 Jahr ist, lässt sie sich von Günther niederlegen, und mit ihm klappt es viel besser als mit mir. Das ist zwar für mich ein Problem, aber für die Vater-Tochter-Beziehung ein enormer Auftrieb - da haben die beiden was ganz eigenes. Vielleicht könnte das bei euch auch gelingen, wo sie deinen Busen dabei ja eh nicht so braucht? Und du wärst dann ja auch entlastet, nicht?
Alles Liebe und viel Kraft und Ausdauer sowie die richtigen Entscheidungen!
Barbara (Ayurveda, kannst dich erinnern?)
barbara1965
15.02.2005, 16:20
hab noch was vergessen:
Luise schläft bis auf wenige Ausnahmen in der Nacht auch nicht länger als 2 1/2 Stunden und will dann trinken - egal, ob sie tagsüber viel isst oder nicht!
Aber sie hat schon einmal 5 Stunden geschlafen - an dem zehre ich und das gibt mir Hoffnung, dass auch ihr diesbezüglich der Knopf irgendwann aufgeht und sie draufkommt, dass längerdurchschlafen auch fein ist. Wenn sie gleich weiterschläft, kann ich damit leben. Schlimm wird´s, wenn sie zahnungsschmerzbedingt danach immer wieder aufweint.
Barbara
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