Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Modell Vereinbarkeit Beruf/Familie in Frankreich
dulcinea
28.01.2005, 13:52
Hallo Frauen,
ich habe schon mehrmals gelesen, dass es in Frankreich so ein tolles Gesetz gibt, nachdem Familie und Beruf besser vereinbar sind. Weiss jemand von euch, was da genau dahintersteckt. In Frankreich gibt es eine viel höhere Erwerbsquote bei den Frauen und es gibt auch viel mehr Kinder/Frau im Durchschnitt. Würd mich sehr interessieren...
von frankreich weiß ich nix, nur dass es viele länder gibt, in denen es viel besser läuft als in österreich! in england gibts ja anscheinend betriebskindergärten, wo frauen schon ihre babys hintun können und quasi "daneben" arbeiten können.
und dass die geburtenrate mit der möglichkeit, beruf und kinder zu vereinbaren, hand in hand geht, das ist eh logisch.
Von Frankreich weiß ich auch nix, aber es läuft in vielen Ländern viel besser, als in Ö.
In Ungarn z.B. gibt´s viel mehr Kinderbetreuungsinstitutionen (Krippe, KiGa, Nachmittagsbetreuung in der Schule), die haben auch viel länger offen (teilweise bis 19-20 Uhr), als die in Ö und kosten in der Relation nicht viel.
In Ungarn gehen fast alle Frauen vollzeit (40h) arbeiten, Teilzeitarbeit ist so gut wie unbekannt. Und dass die Frau zu Hause bleibt, können sich nur die wenigsten leisten.
dulcinea
30.01.2005, 08:53
Ich finde unsere Situation hier in Ö auch ziemlich erschreckend. Die Regierung lockt mit Kinderbetreuungsgeld dass man lange Zeit zu Hause bleibt. Nur danach ist es extrem schwierig wieder einen Job zu bekommen. Vor allem wollen viele Frauen dann nur Teilzeit arbeiten und die neue Teilzeitkarenz gilt auch nicht in allen Fällen. Dazu kommt das Thema Kinderbetreuung. Ich hab mich ein bissl umgesehen und bin echt negativ überrascht, dass man unter 1,5 Jahren Kinder fast nirgenst unterbringen kann. Ausserdem sind die Öffnungszeiten ein Witz. Und was soll man in den Ferien machen? Oft springen die pensionierten Großeltern ein, aber wie soll das weitergehen, wenn die Leute immer später in Pension gehen können...
...du sprichst mir (und nicht nur mir denk ich) aus der seele...
und dann wird in regierungskreisen drüber geschimpft, dass frauen keine pensionszahler für morgen mehr produzieren wollen und dafür auf die eigene pension gerne verzichten wollen!!! es ist einfach nur zum ärgern...
ich weiss es nur von meiner freundin, die im elsass lebt:
sie hat nach dem mutterschutz noch unbezahlten urlaub bekommen, sodass sie ihre kinder erst mit 6 monaten in die krippe geben musste. dann begann sie wieder zu arbeiten, und hatte das große glück, dass ihre firma mit teilzeitarbeit einverstanden war. ihre kinder sind 4 ganze und einen halben tag in der krippe. nach der kinderkrippe kommt dann so eine art kindergarten, der bereits sehr straff durchorganisiert ist, mit 5 kam ihre tochter in die schule.
all diese betreuungseinrichtungen sind sehr nachgefragt, frühe reservierung ist notwendig, ausserdem sind sie teuer.
aber vielleicht fragt ihr laverne, ich glaube, sie lebt in frankreich.
so weit ich (auch von einer freundin) weiß, müssen frauen bis relativ kurz vor der entbindung arbeiten und können in der regel danach auch nur drei monate zuhause bleiben. (ob man da wirklich tauschen möchte?) kinderkrippen gibts daher viel mehr als bei uns. die familienfreundlichkeit bezieht sich hauptsächlich auf das besteuerungsmodell, das familien mit kindern sehr entlastet. aber wie bereits gesagt wurde, kostet das alles nicht grad einen pappenstiel.
Kann von Irland berichten (habe viele Arbeitskolleginnen dort).
Dort drehen es die meisten Frauen mal so, dass sie sich vom Arzt einen späteren als den eigentlichen Geburtstermin bestätigen lassen. Damit können sie fast bis zur Entbindung arbeiten, die Zeit, die sie von den 6 Wochen Mutterschutz nicht konsumieren, können sie nachher dranhängen. Damit kommen sie so etwa auf 4 Monate.
Dann gehen die meisten wieder Vollzeit arbeiten, da dann das Geld von Staat aufhört, der unbezahlte Kündigungsschutz hält noch etwas länger an, aber keine 2 Jahre. Kinderkrippen gibt es schon für Babys, sind aber sehr teuer. Viele organisieren es sich so, dass einer der beiden Eltern zeitig anfängt, der andere dafür spät am Tag, damit sie nicht so lange Kinderbetreuungseinrichtung zahlen müssen.
Was ich mitbekommen habe, sind es eigentlich 2 Gründe, die dafür ausschlaggebend sind, dass alle so früh wieder arbeiten gehen:
- es ist einfach dort normal (gesellschaftlich), dass man gleich wieder arbeiten geht und man wird eher als seltsam angeschaut, wenn man lange daheim bleibt. Nich so, wie bei uns, wo man als Rabenmutter gilt, wenn man nach 8 Monaten wieder Teilzeit arbeiten geht.
- da es kein Äquivalent zum öster. KBG bzw. zum deutschen Erziehungsgeld gibt, ist man einfach "gezwungen" wieder arbeiten zu gehen.
Ich denke, in Österreich ist es nicht so schlecht, man hat einfach die Wahl, und Frau ist selber schuld, wenn sie so lange daheim bleibt, nur weil es eben Geld vom Staat gibt. Ich habe beides ausgenützt: Geld vom Staat und eingeschränkt arbeiten gehen (sogar mit Kündigungsschutz). Ich hätte nicht gerne Vollzeit arbeiten wollen mit so einem kleinen Zwerg, aber 2 Jahre Vollkarenz wären auch nix für mich gewesen.
Bloß die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen sind in Österreich (vor allem außerhalb von Wien) ein Schei.....
Habe zum Glück eine super flexible Tagesmutter. Werde aber nach Niederösterreich ziehen, wo der Kindergarten dann schon um 17:00 zusperrt, was auch sicher manchmal eine Herausforderung werden wird.
Ich denke, ändern wird sich nur was, wenn sich unsere Köpfe ändern und einfach die Mütter arbeiten gehen und nicht 2 Jahre daheim sind. Denn wenn wirklich fast jede bald wieder arbeiten geht, werden dann die Kinderbetreuungseinrichtungen auch nachziehen.
LG,
alias Floh
30.01.2005, 23:47
Ich bin froh das es in Österreich die Möglichkeit gibt so lang bei seinem Kind zu Hause zu bleiben.
Wenn jemand wirklich gleich wieder arbeiten gehen möchte hält ihm ja niemand davon ab. Von dem Geld Teilzeitjob + KBG müsste doch eine Tagesmutter oder ein Kindermädchen drin sein. In England und Frankreich sind diese Einrichtungen soweit ich weiß auch nicht gerade billig.
...da fällt mir grad ein, dass irgendwo im forum auch eine frau namens "paris" immer wieder mal auftaucht - die lebt soviel ich weiß in frankreich. die kann man sicher mit einer pn beglücken!
Also ich hab 2 Jahre in Paris gelebt und mich damals zwar nicht wirklich dafür interessiert, aber trotzdem mitbekommen, dass es VÖLLIG normal ist, gleich wieder arbeiten zu gehen und ein Großteil der Frauen tut das auch. Karenz ist bis 3 Monate, danach gibt es für jedes Baby einen Krippenplatz und zwar von 06.30 Uhr bis 19.30 Uhr oder so ähnlich, jedenfalls sehr lange Öffnungszeiten. In F wird man eher schief angeschaut, wenn man nicht gleich wieder arbeiten geht. Es gehen also so ziemlich alle Frauen arbeiten und mit oft 2-3 Kindern nach kurzer Zeit wieder zurück. Die haben das bei uns damals immer alle locker gemanagt, hatte ich den Eindruck. Aber da ist auch die Einstellung der Arbeitgeber anders. In dem Büro in dem ich damals gearbeitet habe, haben 2 Mamis ihre Kinder zu Mittags zum Essen ins Büro geholt. Wir hatten dort eine Küche und die Krabbelstube war um die Ecke. Und das war für die immer total lustig und es hat niemanden gestört! Bei uns würde das - vorallem in Büros mit konservativen Berufen - wohl kaum gehen. Finde ich super schade!
Aber grundsätzlich würde ich nicht gerne mein Kind ganztags ab dem 3. Monat in eine Krabbelstube geben. Also insofern finde ich das F-Modell nicht sehr gut. Ich genieße es total, bei meinem Baby zu sein. Muss aber dazu sagen, dass es für mich "einfacher" ist, weil ich mein Büro zu Hause hab und mir als Selbständige meine Arbeit doch a bissl einteilen kann. 3x/Woche kommt die Kinderbetreuung halbtags zu mir ins Haus, die hab ich geringfügig angemeldet. Macht auch ein bisserl was im Haushalt nebenbei und ich hab den Kleinen zumindest in Hörtweite, falls was ist. Das ist mir wichtig, später dann wenn er sprechen kann ist auch die Tagesmutter eine gute Variante, vorallem weil auch billiger!
Ich finde, es sollte die grundsätzlich Betreuung steuerlich absetzbar sein. Da ist noch viel zu machen! Und ich finde es schade, dass soooo viele Mütter einfach 2 Jahre zu Hause bleiten, aber dann jammern, dass der Wiedereinstieg so schwierig ist. Ich hätte gerne die Kinderbetreuung mit jemanden geteilt (nehme Kind halbtags zu mir und umgekehrt bzw. wir teilen die Kinderbetreuung finanziell und räumlich einmal hier einmal dort). Nur dafür hab ich niemanden gefunden, weil die meisten wie gesagt zu Hause bleiben und lieber mal die Zeit so genießen oder aber weil sie die Kinder dann doch lieber zur Tagesmutter geben bzw. das Umfeld bei uns eine berufstätige Mutter einfach schief anschaut - nach wie vor. Ob man es jetzt notwendig hat, oder nicht.
ich hatte gerade das problem, dass ich mir überlegen musste, ob ich mir leisten könne, arbeiten zu gehen.
ich bekam ein angebot, das ich nicht ausschlagen konnte (bin lehrerin, war schon jahrelang auf der warteliste), arbeite im moment ein bisschen unter einer halben lehrverpflichtung (=7 stunden) und ab april ein bisschen über dieser halben lehrverpflichtung (=13 stunden).
ab dann werde ich zuviel verdienen, das kbg steht mir nicht mehr zu - allerdings brauche ich ca 500€ für die kinderbetreuung (kind 1 kann noch nicht in öffentlichen kindergarten gehen, geht also in privaten, kind 2 geht natürlich zu tagesmutter) - wenn mir dann auch noch das kbg wegfällt, bringt mir das arbeiten in finanzieller sicht nichts mehr - ich muss sogar draufzahlen, dass ich arbeiten gehen darf!!!! :mad:
da hats doch meiner meinung nach auch etwas beim system!
ich tus, weil ich sofort rückgereit werde, wenn ich ein angebot ablehne - und dann auf jahre hinaus oder vielleicht nie wieder (k)eine chance mehr haben werde!
l.g.
karin
ALSO, sorry dass ich den Thread erst so spät entdeckt habe, das Frankreich-Modell erklär ich Euch gerne:
reiner Mutterschutz ist (bei Kind 1+2) 6 Wochen vorher + 10 Wochen nachher
die meisten Gyn schreiben Dich gerne 2 Wo früher krank und wenn Du stillst auch mal ein Mopnat nachher
wÄhrend der Zeit kriegst Du Tagsatz von der SV + Ausgleich vom Arbeitgeber (steht meist im KV)
3. Kind oder mehr: 8 Wochen vorher + 18 Wochen nachher
dann gehen die meisten wieder arbeiten, obwohl voller Kündigungsschutz besteht bis zum 3. GebTag des Kindes. Wer zu Hause bleibt, kriegt ca. 500 € per Monat vom Staat.
Kinderbetreuungsmöglichkeiten:
1. Krippe
PlÄtze regional verschieden schwierig bis gar nicht zu kriegen. Kosten einkommensabhängig (die GEmeinde zahlt heftig mit). für Kinder von 3 mon - 3 Jahren. Grosse Gruppen (6 Kinder auf 1 Betreuer vor dem Krabbelalter, dann noch mehr). Aber: KiA kommt Vorsorgeuntersuchungen machen, es wird viel mit Musik, Basteln, etc. gemacht. Alle Krabbelstuben haben einen Garten. Öffnungszeiten zumeist 8-19 Uhr.
2. Tagesmutter
können bis zu 4 Kinder betreuen. Werden überwacht von der Gemeinde. Plätze gibt es meist genug. Das machen auch viele Frauen, die dann doch zu HAuse bleiben wollen, und deren Kinder schon selbst in KiGA, VS gehen.
Uhrzeiten flexibel
3. Nanny
ein freier Arbeitsvertrag, wo der Arbeitgeber die Arbeitszeit bestimmt. Mindestgehalt SMIC 7.19 € brutto pro Stunde. Alle Nannys machen auch ein bisschen Haushalt mit (je nachdem wie viele Kinder und wie schick die Nanny).
Für die Arbeitgeber kostet das (ich rechen jetzt mal für 40 h die Woche vor):
Nettogehalt Nanny 1200 €/Monat
Sozialabgaben ca. 1400 € pro Trimester (da sind schon 1000 € vom FLAF direkt übernommen, wenn das Kind unter 3 ist)
Von der Einkommenssteuer kriegt man 5000 € pro JAhr zurück (demnÄchst noch mehr)
Ab 3 gehen alle Kinder, die ich kenne, in den Kindergarten, der total schulisch aufgezogen ist, von 9-16.30 dauert und (abgesehen vom Essen) NICHTS KOSTET. Die Gemeinden bieten obendrein kostenpflichtigen Hort vor und nach den Schulzeiten an.
Wir haben eine Nanny (ich bin kein Fan von Krabbelgruppe für Kleine), wie alle meine anderen "studierten" Freunde auch.
Über die Kosten der anderen 2 Möglichkeiten muss ich mich erkundigen, falls es Euch interessiert.
Und noch was Wichtiges: Bis zum 3. Geburtstag haben (beide ) Eltern Anspruch auf Teilzeit. Ich arbeite seit Raphaël nur mehr 4 Tage /Woche in meinem ganz normalen BAnkjob. das ist hier ganz normal.
Und die Frauen kriegen mehr Kinder als in Ö. 1.8 Kinder pro Frau der Durchschnitt, 20 % aller Famileien haben 3 Kinder oder mehr.
Noch irgendwelche Fragen?
es gibt auch mehr und mehr Familien, die eine Nanny teilen.
Da zahlt dann jeder ein halbes Gehalt, aber die Steuergutschrift bleibt bei 5000 €. Das heisst, es kostet unterm Strich weniger als die HÄlfte.
Organisatorisch ist es so, dass die Kinder abwechselend in der Wohnung der einen oder anderen Familie betreut werden (wochenweise). Die Familien müssen halt in Gitterbetten und Geschwisterwägen investieren.
Nachteil: man muss sich mit der anderen Familie sehr gut verstehen, um Kindererziehung, Urlaubspläne, MEnüpläne, etc. abzusprechen.
Ist bes. in Paris sehr beliebt und kostet weniger als ein Krippenplatz (die für Besserverdiener sehr teuer werden können)
Vorteil: Spielgefährten der Kinder sind automatisch vorhanden, falls alle Stricke reissen (Nanny krank :rolleyes: ), dann gibt es 4 Elternteile und 4 Grossmütter, die einspringen können...
shopping
01.02.2005, 18:23
das ist eine excellente lösung - vorallem das argument, dass man immer hört, die französischen frauen "müssen" arbeiten, weil sie sonst kein geld bekommen ist nun vollständig ausgeräumt...
nur noch einen frage - die 500 euro monatlich ersetzen das österreichische nur 2,5 jahre ausgezahlte "kindergeld" oder ist das eine "Familienbehilfe" - oder gibts die wie in österreich - nach kinderzahl gestaffelt noch zusätzlich?
shopping
01.02.2005, 18:25
noch was interessiert mich.
Die wenig verdienenden - wie zB. im Handel angestellten Frauen, nutzen die die 500 euro "Kindergeld" - ich denke, da wird ja das delta nicht so groß sein, als bei uns höheren Angestellten?
Hallo!
Die französiche Leistung gibt´s aber für das 1. Kind nur 6 Monate. Erst für weitere Kinder 3 Jahre und:
Man muss eine Erwerbstätigkeit in 8 Quartalen vor Geburt des Kindes nachweisen.
Und: Bei Teilzeitbeschäftigung gibt´s reduziertes Geld
Weiters gibt´s Familienbeihilfe erst ab dem 2.Kind.
LG
S.
shopping
01.02.2005, 20:31
danke - das ist sehr interessant.
lg
claudia
Also bei uns ist es so, dass der Mutterschutz insgesamt 24 Wochen ist, 6 Wochen vor und 18 Wochen nach der Geburt. Wir bekommen Kindergeld, und das wars. Ecole maternelles (Vorschulen) sind ab 2.5 Jahren, von 8h00 bis 16h00, dann bis max. 18h00 Hort. In der Regel kostenfrei, aber es gibt auch sehr nette private Vorschulen, die sich unsereins bloss nicht leisten kann (Schulgeld im MONAT je nach Alter 1200-3000 EURO :eek: )
Volià, c'est comme ça la vie à Bruxelles....
ich übersiedle nach frankreich,da brauche ich mir wenigstens nicht den kopf zerbrechen wie ich meine kinder und meine ausbildung unter einen hut bekomme.da muß ich nur französisch lernen ;) und das ist das kleinere problem.
in den unionsregierten bundesländern ist die kinderbetreuung eine große schwachstelle.in mannheim,einer kleinstadt wie graz oder linz,gibt es kinderkrippenplätze für weniger als 15% der kinder unter drei jahren,die kindergartendichte ist relativ hoch,denn es gibt ein gesetzlichen anspruch auf einen kindergartenplatz für kinder ab 3 jahren.allerdings schließen viele kindergärten spätestens um 14 uhr.also mit einer erwebstätigkeit sehr schwer zu vereinbaren.
die krise geht weiter,wenn die kinder in die schule kommen.hortplätze gibt es für etwa 10% aller schulkinder,da sind aber die schüler der drei großen gesamtschulen schon eingerechnet.es gibt hier genau zwei private grundschulen und zwar die waldorfschule und eine ultrareligiöse.tagesmütter beaufsichtigen zwar schulkinder,sind aber nicht bereit mit diesen auch zu lernen und hausaufgaben zu machen.
einen großen teil der betreuungsaufgabe leisten hier die großeltern.die frauenerwebsquote liegt unter dem bundesdeutschen durchschnitt,aber wen wundert es,viele haben keine andere möglichkeit.
mir graut es,wenn ich an meine zukunft denke.
um auf Eure Fragen einzugehen:
Die wenigverdienen Frauen sind die, die am ehesten zu Hause bleiben, nicht nur wegen der 500 €, die ca. die HÄlfte eines Mindestgehaltes ausmachen, sondern auch wegen der Einkommenssteuer: Da gibt es in F ein Familienmodell. Das heisst konkret, beide Einkommen des Ehepaares werden addiert, durch die Kopfzahl der Familie dividiert (die ersten 2 Kinder zählen nur zur Hälfte), dann wird davon die gemeinsam ESt berechnet.
Das heisst, wenn der Ehemann super verdient, wirkt sich die Progression auch voll auf das kleine Gehalt der Ehefrau aus (kannnatürlich auch umgekehrt sein).
Der der weniger verdient, bleibt besser zu Hause, weil sich das inkl. Kinderbetreuung überhaupt nicht rechnet. Und das jemand aus überzeugung zu Hause bleibt sowie in Ö, wo man als Rabenmutter gilt, wenn man NICHT 3 JAhre zu HAuse bleibt, das hab ich hier noch nie gehört.
Ich hab mal Statistiken gelesen, wonach 30% aller Kinder unter 3 Jahren von den Eltern allein betreut werden, der Rest siehe die 3 Möglichkeiten der Kinderbetreuung.
500 € per Monat ist sowas wie KBG.
Dazu gibt's Kinderbeihilfe ab dem 2. Kind. (115 € per Monat/262 für 3 Kinder und 147 für jedes weitere Kind)
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